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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Warm, cosy und spicy wie Pumpkin Spice Latte

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Kyra Groh schafft es in "The Pumpkin Spice Latte Disaster" wieder meisterlich, eine vermeintlich lockere RomCom zu schreiben, die schwere Themen leicht verpackt. Viel Humor und ordentlich Spice sorgen ...

Kyra Groh schafft es in "The Pumpkin Spice Latte Disaster" wieder meisterlich, eine vermeintlich lockere RomCom zu schreiben, die schwere Themen leicht verpackt. Viel Humor und ordentlich Spice sorgen dabei für beste Unterhaltung. Jude will nur wegen der Hochzeit ihrer Schwester in die Kleinstadt ihrer Jugend zurückkehren. Warum diese den ersten Mann, den sie überhaupt datet, gleich heiraten will, erschließt sich der bindungsscheuen Jude so gar nicht. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Jude ist gezwungen, sich mit alten Wunden und Vorurteilen auseinander zu setzen. Wie gesagt, es kommen schwere Themen vor - diese werden allerdings nicht ausgeschlachtet sondern anfangs nur angedeutet und auch zum Ende hin nicht ausgeschlachtet. Für mich eine sehr gelungene Mischung aus locker leichter Romanze mit Humor und Spice, die gleichzeitig auch zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein Neuanfang mit Stolpersteinen

Das erkaufte Glück
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Ich kannte die Autorin vorher nicht und hatte mich auf eine Leserunde mit diesem Buch nur aufgrund des ersten Kapitels beworben. Der Schreibstil ist fesselnd, aber sehr sachlich. Die Kapitel sind kurz ...

Ich kannte die Autorin vorher nicht und hatte mich auf eine Leserunde mit diesem Buch nur aufgrund des ersten Kapitels beworben. Der Schreibstil ist fesselnd, aber sehr sachlich. Die Kapitel sind kurz gehalten, so dass sich das Lesevergnügen gut einteilen lässt. Die Ermittlerin Lea ist jung, hat sich gerade erst nach Wittmund versetzen lassen - um sich um den dementen Vater kümmern zu können. Dass sie mit ihrer Versetzung einen Kollegen vor Ort vorgezogen wurde, macht ihren Stand im Kommissariat nicht einfacher. Dann wird die wohlbehütete Tochter einer Life-Coachin vermisst und es beginnt eine Ermittlung mit spannenden Wendungen. Der nüchterne Stil passt dabei zu Leas zurückhaltender Art. Die Polizeiarbeit wird sehr authentisch dargestellt, etwas das mir positiv aufgefallen ist. Ein gelungener Reihenauftakt. Auch wenn noch nicht alles rund ist, würde ich mich freuen, mehr von der Ermittlerin zu lesen. Das erste, aber sicher nicht das letzte Buch der Autorin für mich.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Alternative Welten und spannende Ermittlungen

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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Bei Pagans sprach mich der Klappentext und das Cover sofort an - als Fan jeglicher Mythologie schien das genau mein Buch zu sein. Doch der Einstieg war mühselig - jede Menge Namen, das Zurechtfinden in ...

Bei Pagans sprach mich der Klappentext und das Cover sofort an - als Fan jeglicher Mythologie schien das genau mein Buch zu sein. Doch der Einstieg war mühselig - jede Menge Namen, das Zurechtfinden in dieser Alternativwelt (Die britischen Inseln sind noch nicht vereint, Afrika bildet die Leitkultur und der europäische Kontinent entspricht in etwa dem Entwicklungsstand zwischen zweiter und dritter Welt) waren erst mal recht umfangreich. Aber dranbleiben lohnt die Mühe! Diese Welt, die der unseren und unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält, ist großartig entwickelt, die Eastereggs auf unsere Technik und Gesellschaft sind grandios eingebunden und das Wortbuildung ist äußerst gelungen. Die Ermittlungen selbst spannend und mit dem ein oder anderen Plottwist. Anspruchsvolle Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Neuanfang in Sicht

In den Scherben das Licht
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Carmen Korns bisherige Romane mochte ich alle sehr gern. Auch hier überzeugt mich der Schreibstil und die authentische Atmosphäre. Ein Nachkriegsroman aus Hamburg, der einen großen Bogen vom Winter 1946 ...

Carmen Korns bisherige Romane mochte ich alle sehr gern. Auch hier überzeugt mich der Schreibstil und die authentische Atmosphäre. Ein Nachkriegsroman aus Hamburg, der einen großen Bogen vom Winter 1946 bis ins Jahr 1955 schlägt. Ruhig erzählt begleiten wir mehrere Protagonisten durch die ersten Jahre des Wiederaufbaus. Dabei hat die Autorin versucht, eine große Bandbreite der Gesellschaft abzubilden - zwei Kriegswaisen, eine davon ihre Vergangenheit nicht suchend, der andere verzweifelt auf der Suche nach Neuigkeiten seiner Angehörigen. Eine ältere Schauspielerin, geplagt von persönlicher Schuld. Dazu Überlebende und Kriegsgewinnler, die sich auch in den neuen Zeiten bestmöglich durchmogeln. Ebenso kommen auch die prägenden Ereignisse der Jahre wie z.B. Währungsreform und die Spätheimkehrer zur Sprache. Aufgrund dieser verschiedenen Perspektiven kommt dabei Dynamik auf, allerdings fehlte mir genau des- und der teilweise großen Zeitsprünge wegen ein wenig die Verbindung. Ein toller historischer Roman, der für mich unter "gut, aber vielleicht zu viel gewollt" fällt.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Starke Frauen mit besonderem Auftrag in bewegten Zeiten

Wir dachten, das Leben kommt noch
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BBC-Moderatorin Gwen bekommt ein interessantes Buchprojekt angeboten: Frauen der SOE, einer Spezialeinheit während des zweiten Weltkriegs, bei der eben auch Frauen Spionagetätigkeiten im besetzen Frankreich, ...

BBC-Moderatorin Gwen bekommt ein interessantes Buchprojekt angeboten: Frauen der SOE, einer Spezialeinheit während des zweiten Weltkriegs, bei der eben auch Frauen Spionagetätigkeiten im besetzen Frankreich, unter anderem als Funkerinnen, wahr nahmen, darzustellen und sie damit zu ehren. Gwen erinnert sich, dass auch ihre Großmutter während dieser Zeit dort lebte. Während ihrer Recherche vor Ort stößt sie auf eine spannende Geschichte, in der auch ihre Großmutter verwickelt wurde. Eine andere Perspektive bietet uns Zeitzeugin Pat, Gwen gegenüber erst abweisend, dann ihre Erinnerungen mit dem Lesenden teilend. Die verschiedenen Perspektiven haben mir trotz des großartigen Stils den Einstieg etwas erschwert, aber je mehr sich zeigte, wie verwoben - und das wirklich gut, wie ein Muster, dass sich nach und nach zeigt - alles miteinander ist, wurde es leichter. Auch, dass der Handlungsstrang in der Vergangenheit immer mehr an Spannung gewann, war hilfreich. Exzellent recherchiert eine Geschichte über starke Frauen in einer bewegten Zeit.

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