1 bzw. 0 ⭐
Thirteen Witches - Die ErinnerungsdiebinIch habe das Buch bei etwa der Hälfte abgebrochen, weil es mich einfach nicht mehr fesseln konnte. Der Ton war durchgehend unpassend – die Mischung aus Grusel und Humor kam nicht richtig zur Geltung. Besonders ...
Ich habe das Buch bei etwa der Hälfte abgebrochen, weil es mich einfach nicht mehr fesseln konnte. Der Ton war durchgehend unpassend – die Mischung aus Grusel und Humor kam nicht richtig zur Geltung. Besonders bei den ersten Geisterszenen war ich unsicher, ob ich lachen oder mich gruseln sollte. Es fühlte sich an, als ob der Humor den Ernst der Situation immer wieder entkräftete, aber gleichzeitig wurde der Gruselfaktor nie wirklich aufgebaut, um mich zu packen.
Die Handlungen der Charaktere wirkten ebenfalls oft unlogisch und konstruiert. Ein besonders nerviger Punkt war, dass die Mädchen dem Geisterjungen einfach folgten, ohne dass es eine wirklich nachvollziehbare Motivation gab. Oft hatte ich das Gefühl, dass die Figuren Dinge taten, einfach weil die Geschichte es verlangte, nicht weil es aus ihrer Perspektive Sinn machte.
Was mich ebenfalls enttäuschte, war die Entwicklung der Hauptfigur Rosie. Sie hatte wenig eigene Handlungsfreiheit und wirkte oft wie eine Marionette der Geschichte, während Germ, die Nebenfigur, viel mehr Potenzial zeigte. Ich hätte mir gewünscht, dass sie die Hauptrolle übernommen hätte. Da ich das Ende nicht gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob sich noch etwas verändert hat, aber insgesamt fühlte sich das Buch wie eine verpasste Gelegenheit an.
Alles in allem konnte mich das Buch nicht überzeugen. Es war weder spannend noch emotional packend, und die Charaktere waren zu flach, um eine echte Bindung zu ihnen aufzubauen. Daher gebe ich das Buch 1 bzw. 0 ⭐.
Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!