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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

3 ⭐

The North Wind – Reich aus Eis und Schatten (The Four Winds 1)
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Das Buch hatte definitiv Potenzial, konnte aber nicht vollends überzeugen. Die Grundidee einer „Die Schöne und das Biest“-Adaption war spannend, doch die Umsetzung ließ mich oft ratlos zurück.

Die Handlung ...

Das Buch hatte definitiv Potenzial, konnte aber nicht vollends überzeugen. Die Grundidee einer „Die Schöne und das Biest“-Adaption war spannend, doch die Umsetzung ließ mich oft ratlos zurück.

Die Handlung beginnt mit Wren, die von dem Nordwind Boreas aus ihrer ärmlichen Heimat entführt wird. Statt eines Opfers erwartet sie jedoch eine Ehe mit ihm – ein Arrangement, das durch ihren „königlichen“ Blutstatus begründet wird, welcher angeblich notwendig ist, um eine magische Barriere zu erneuern. Diese Erklärung bleibt jedoch vage und lässt viele Fragen offen. Warum genau braucht er Wren? Was hat es mit den anderen Frauen auf sich, die er zuvor „genommen“ hat? Diese Aspekte hätten tiefer ausgearbeitet werden können, um die Welt und die Handlung besser zu verankern.

Wren selbst ist eine komplexe, aber schwer greifbare Figur. Anfangs wirkt sie stark und entschlossen, doch im Laufe der Geschichte handelt sie oft widersprüchlich. Ihre Entwicklung, von einer jungen Frau, die sich aus ärmlichen Verhältnissen hochkämpfen musste, hin zu einer herrischen Person, die plötzlich Diener herumkommandiert, hat für mich nicht zusammengepasst. Ihre angebliche Härte wurde durch eine merkwürdige Besessenheit mit Kuchen konterkariert, was eher albern als sympathisch wirkte.

Die Beziehung zwischen Wren und Boreas fühlte sich von Anfang an unausgegoren an. Während Wren einen Großteil der Geschichte darauf beharrt, ihn zu hassen und sogar zu töten, entwickelt sich plötzlich eine Romanze zwischen ihnen. Diese Wendung kam ohne den nötigen Aufbau, sodass die Gefühle der beiden unglaubwürdig wirkten. Die romantischen Szenen, die wohl für Leidenschaft sorgen sollten, wirkten auf mich oft gezwungen und unpassend – besonders eine Szene in der Badewanne, die komplett überflüssig und absurd war.

Trotzdem gab es einige gelungene Momente. Die Welt, in der die Geschichte spielt, hatte interessante Ansätze, und es gab spannende Szenen, die mich für kurze Zeit fesseln konnten. Auch Boreas als Charakter hatte Potenzial, vor allem seine verletzliche Seite hätte stärker hervorgehoben werden können. Leider wurde das durch die schwache Dynamik zwischen ihm und Wren überschattet.

Insgesamt ist das Buch kein Totalausfall, aber auch kein Highlight. Es hat interessante Ansätze, scheitert jedoch daran, diese konsequent umzusetzen. Leserinnen und Leser, die romantische Fantasy mögen und nicht allzu viel Tiefe erwarten, könnten an der Geschichte mehr Gefallen finden als ich. Für mich war es eine nette, aber letztlich unbefriedigende Lektüre. Somit gebe ich das Buch 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 29.10.2025

3 ⭐

Sternenglanz - Die Insider
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„Sternenglanz“ ist ein Jugendbuch, das einen vielversprechenden Mix aus Schulsetting, Fantasy und Sci-Fi bietet. Die Geschichte um Ella, eine Außenseiterin, die mit Mobbing und Geheimnissen in ihrer Schule ...

„Sternenglanz“ ist ein Jugendbuch, das einen vielversprechenden Mix aus Schulsetting, Fantasy und Sci-Fi bietet. Die Geschichte um Ella, eine Außenseiterin, die mit Mobbing und Geheimnissen in ihrer Schule konfrontiert wird, hatte definitiv Potenzial. Die Grundidee war spannend, und es gab viele interessante Momente, die mich durch die Seiten fliegen ließen.

Ella als Protagonistin war gut gelungen. Ich konnte mich gut in ihre Lage hineinversetzen, da sie authentisch und nicht zu übertrieben war. Ihre Gefühle und Gedanken wirkten realistisch, und man konnte ihre Entwicklung gut mitverfolgen. Besonders die Thematik rund um Mobbing und das Gefühl, nicht dazuzugehören, wurde überzeugend dargestellt. In dieser Hinsicht konnte das Buch wirklich punkten.

Was mich jedoch etwas gestört hat, war die Darstellung der Nebencharaktere. Besonders Kristin, Ellas beste Freundin, fand ich schwierig. Ihre ständige Mischung aus Englisch und Deutsch in ihren Gesprächen wirkte gekünstelt und hat mich oft aus der Geschichte gerissen. Es fühlte sich so an, als sollte sie als besonders „cool“ oder „modern“ rüberkommen, was mir leider nicht gelungen ist.

Die Sci-Fi-Elemente, die der Geschichte eine besondere Wendung gaben, haben mir gut gefallen. Das geheimnisvolle „Sternenglanz“ hat die Spannung immer wieder angeheizt und war ein interessanter Aspekt der Erzählung. Gegen Ende gab es einige überraschende Wendungen, die das Buch deutlich aufgewertet haben.

Dennoch gibt es einige lose Enden, die vor allem am Ende nicht ganz aufgelöst wurden. Das Ende bleibt offen und lässt Raum für eine Fortsetzung, was mich einerseits neugierig gemacht hat, andererseits aber auch ein wenig enttäuscht zurückließ, da ich mir mehr Klarheit gewünscht hätte. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, auch wenn es stellenweise etwas unausgewogen wirkte und mich nicht immer fesseln konnte.

Ich vergebe 3 ⭐, da es eine interessante Mischung aus Themen bietet, die in der Jugendbuchszene nicht allzu oft vorkommen. Dennoch gab es genug Stellen, die mich gestört haben, sodass ich nicht ganz überzeugt wurde. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich noch nicht, aber ich werde es wohl in Erwägung ziehen.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 29.10.2025

3 ⭐

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Das Buch überzeugt vor allem durch sein schönes Cover und die liebevolle Gestaltung, die sofort ins Auge fällt. Inhaltlich bietet die Geschichte solide Unterhaltung, verliert sich aber oft in Vorhersehbarkeit: ...

Das Buch überzeugt vor allem durch sein schönes Cover und die liebevolle Gestaltung, die sofort ins Auge fällt. Inhaltlich bietet die Geschichte solide Unterhaltung, verliert sich aber oft in Vorhersehbarkeit: Die Charaktere wirken teils flach, die Liebesgeschichte zwischen Remy und Kasimir zu hastig, und die Welt der Mondia bleibt lange undeutlich. Positiv fällt der flüssige Schreibstil auf, der das Lesen angenehm macht. Insgesamt eine ordentliche Lektüre für Zwischendurch, die optisch glänzt, inhaltlich aber Luft nach oben lässt.

Veröffentlicht am 29.10.2025

3 ⭐

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, doch leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, bleibt zu vage und es fehlte mir an Details, um mich wirklich in der ...

Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft, doch leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, bleibt zu vage und es fehlte mir an Details, um mich wirklich in der Atmosphäre zurechtzufinden. Oft hatte ich das Gefühl, dass wichtige Informationen einfach ausgelassen wurden, was es schwierig machte, mich in die Geschichte zu vertiefen.

Die Charaktere waren der andere Punkt, der mich enttäuschte. Sie blieben mir eher fremd und boten nicht die Tiefe, die ich mir gewünscht hätte. Besonders bei Kiara hatte ich Schwierigkeiten, eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Sie wirkte zu oft wie eine Karikatur ihrer selbst – stark, aber ohne echte Entwicklung oder innere Konflikte. Der Handlungsbogen um sie und ihre Reise fühlte sich daher oft oberflächlich an.

Die einzige wirkliche Stärke des Buches war für mich die Handlung. Sie hatte definitiv Potenzial, doch ohne die nötige Weltentwicklung konnte sie nicht voll zur Geltung kommen. Der Erzählfluss war insgesamt stockend, als würde etwas Wichtiges fehlen, um die Geschichte voranzutreiben.

Die Idee der „Found Family“ kam für mich zu abrupt. Kiara fand fast im Handumdrehen eine Gruppe von Freunden, die sich wie eine Familie anfühlen sollten, was jedoch zu erzwungen wirkte. Auch die Liebesgeschichte fühlte sich unpassend an. Anstatt eine tiefere emotionale Verbindung zu schaffen, schien sie eher als nachträglicher Gedanke eingefügt zu werden, ohne der Geschichte eine wirkliche Dimension zu verleihen.

Trotz allem bietet das Buch einige interessante Ansätze, vor allem bei den zwischenmenschlichen Dynamiken. Die Beziehung zwischen Kiara und Jude war interessant, aber zu wenig entwickelt, um wirklich packend zu sein. Wenn mehr Zeit in die Ausarbeitung ihrer Interaktionen gesteckt worden wäre, hätte diese Verbindung sicherlich mehr Gewicht gehabt.

Was ich jedoch positiv hervorheben möchte, ist der mutige Umgang mit intensiven und emotional aufgeladenen Szenen. Die Autorin versteht es, solche Momente so zu schildern, dass sie beim Leser hängen bleiben und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dennoch reicht das nicht aus, um die schwächeren Aspekte der Geschichte wettzumachen.

Zusammengefasst ist dieses Buch ein vielversprechender Versuch, der in seinen Grundzügen fesseln kann, aber durch die flache Welt und wenig ausgereiften Charaktere nicht sein volles Potenzial entfaltet. Es gibt definitiv interessante Momente, doch die Geschichte hat noch viel Luft nach oben. Daher gebe ich das Buch nur 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 29.10.2025

3 ⭐

Doppelgänger-Agentur, Band 2 - Double Blush
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"Double Blush" von Nina MacKay ist eine unterhaltsame Fortsetzung der Doppelgänger-Agentur-Reihe, die mit einer humorvollen Mischung aus Romantik, königlichem Glamour und charmanten Verwechslungen überzeugt.

Im ...

"Double Blush" von Nina MacKay ist eine unterhaltsame Fortsetzung der Doppelgänger-Agentur-Reihe, die mit einer humorvollen Mischung aus Romantik, königlichem Glamour und charmanten Verwechslungen überzeugt.

Im Mittelpunkt steht Lexi, die eigentlich nur ihre geliebte Katzenauffangstation retten möchte, sich jedoch unverhofft in der Welt der Doppelgänger-Agentur wiederfindet. Ihr neuer Auftrag: Prinz Louis von Feragosa das Leben als „normaler Mensch“ näherbringen. Doch was als einfacher Job beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Spiel mit Gefühlen, bei dem die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit zu verschwimmen drohen.

Lexi ist eine sympathische Protagonistin, deren Liebe zu Tieren und trockener Humor für einige amüsante Szenen sorgen. Prinz Louis bringt mit seiner Mischung aus Pflichtbewusstsein und ungewolltem Charme die perfekte Ergänzung – ihre Dynamik ist unterhaltsam, auch wenn die romantische Entwicklung teilweise vorhersehbar bleibt.

Nina MacKay überzeugt mit ihrem lockeren, humorvollen Schreibstil, der das Lesen angenehm und kurzweilig macht. Besonders die kreativen Kapitelüberschriften sorgen für Schmunzelmomente. Dennoch fehlt es der Geschichte stellenweise an emotionaler Tiefe, und einige Konflikte lösen sich etwas zu schnell auf, wodurch die Spannung nicht immer gehalten wird.

Wer eine leichte, humorvolle Liebesgeschichte mit royalen Verwicklungen und süßen Vierbeinern sucht, wird mit "Double Blush" unterhaltsame Lesestunden verbringen – auch wenn die Geschichte nicht unbedingt nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Ich vergebe dezente 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!