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Veröffentlicht am 19.12.2025

Cozy Thriller

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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In Iliana Xanders zweitem Thriller "Der Boss – ist er ein Monster oder ein Genie" geht es um Natalie, die mit ihrer Freundin Cara feiern ist. Als diese plötzlich mit einem unbekannten Typen abhaut und ...

In Iliana Xanders zweitem Thriller "Der Boss – ist er ein Monster oder ein Genie" geht es um Natalie, die mit ihrer Freundin Cara feiern ist. Als diese plötzlich mit einem unbekannten Typen abhaut und später im Koma landet, geht Natalie dem Mysteriösen auf die Spur und heuert bei ihm als Putzfrau an.

Der softe Thriller ist abwechselnd aus der Perspektive von Natalie und dem Unbekannten geschrieben, wobei die Unterkapitel zu den einzelnen Tagen sich deutlich länger mit Natalie befassen. Der Unbekannte beobachtet sie von einem Monitor aus und der Leser erfährt mehr und mehr über seine krankhaften Gedanken. Das Ganze spitzt sich dramatisch zu und es nimmt noch einmal mit anderen Personen mächtig Fahrt an.

Die Autorin verwendet verschiedene Schriftarten und typografische Muster, um einzelne Elemente oder die Gedankenwelt der Protagonisten zu unterstreichen. Textnachrichten sind ebenfalls zu finden, die als Kästchen markiert sind.

Das Cover fällt besonders mit dem orangenen Farbschnitt und dem eingeprägten Satz am Buchboden "Ist er ein Monster oder ein Genie?" auf. Die roten Flecken auf dem Tuch deuten auf Blut hin, doch das fehlte mir etwas in dem Cozy Thriller, der eher mit seinem psychologischen Spielchen brilliert.

Fazit: Wer "Love, Mom" von Iliana Xander geliebt hat, wird mit diesem soften Thriller nicht enttäuscht sein. Es fehlen die typischen Blutspritzer, aber Spannung ist garantiert.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Humorvoller Roman über den Rennradsport

Willy der Großglockner-König
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Als Leseratte sitzt man ja viel auf der Couch herum – so geht es auch dem Protagonisten Willy, der zu Beginn Langeweile beim Fernsehen verspürt. Gepackt vom Ehrgeiz seines Kollegen Timos fährt er, untrainiert ...

Als Leseratte sitzt man ja viel auf der Couch herum – so geht es auch dem Protagonisten Willy, der zu Beginn Langeweile beim Fernsehen verspürt. Gepackt vom Ehrgeiz seines Kollegen Timos fährt er, untrainiert und mit einem gebrauchten Rennrad, das Rennen am Großglockner. Er sezt sich neue Ziele, lässt sich von Eva trainieren und kauft sich eine bessere Ausrüstung..

Als Leser spürt man, wie sich Willys Leidenschaft zum Rennradsport entwickelt. Mit viel Humor, der falschen Ausrüstung und Muskelkater ist man mitten dabei, wenn Willy sich unverhofft in seine Trainerin verliebt.

Fazit: Der flüssige Schreibstil des Autors, der viel Autobiographisches eingefügt hat, macht es einfach, den humorvollen Roman an einem Stück zu lesen. Ich habe viel über den Rennradsport gelernt und musste an manchen Stellen schmunzeln. Nur die Musikstücke waren mir fremd, sodass mir dazu der Bezug fehlte.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Selbstfindung durch die eigene Weiblichkeit

Ungezähmt und echt
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Wie wichtig ist mir persönlich meine Weiblichkeit? Diese Frage habe ich mir bislang nur selten gestellt, doch mit dem Coachingbuch "Ungezähmt und echt" von Christine E. Astor habe ich mehr damit beschäftigt. ...

Wie wichtig ist mir persönlich meine Weiblichkeit? Diese Frage habe ich mir bislang nur selten gestellt, doch mit dem Coachingbuch "Ungezähmt und echt" von Christine E. Astor habe ich mehr damit beschäftigt. Und wie es scheint, schon häufiger, als mir überhaupt bewusst war.

Das Buch ist ansprechend geschrieben und mit vielen Kapiteln gespickt, die die Weiblichkeit als Ressource in den Fokus stellen. Besonders interessant fand ich das Kapitel "Von Frau zu Frau" sowie den Gedanken über die weibliche Behauptung in der Männerwelt. Wie können wir Frauen uns gegenseitig stärken, anstatt uns immer wieder gegenseitig Vorwürfe zu machen und Druck aufzubauen?

Die Autorin erzählt aus ihrem eigenen Leben und gibt wertvolle Tipps an die Hand. Vor allem das Wu Wei war mir neu und hat mein Interesse an der spirituellen Sichtweise geweckt.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und mit Zitaten, die zum Nachdenken anregen, unterlegt. Am Ende gibt es sieben gute Gründe, sich seiner eigenen Weiblichkeit zu widmen.

Fazit: Ein schöner Ratgeber, um die eigene Weiblichkeit zu entdecken. Für alle, die eine neue Lebensphase planen oder über einen Umbruch mit mehr Selbstvertrauen nachdenken.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Romantisch, weihnachtlich, herzlich

Winterzauber in den Highlands
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In "Winterzauber in den Highlands" geht es um Holly, die sich in einem kleinen Dorf namens Glencoe um den weihnachtlichen Fayre kümmert. Als Eventmamagerin ist sie es gewohnt, Probleme zu lösen - und so ...

In "Winterzauber in den Highlands" geht es um Holly, die sich in einem kleinen Dorf namens Glencoe um den weihnachtlichen Fayre kümmert. Als Eventmamagerin ist sie es gewohnt, Probleme zu lösen - und so sucht sie nach einem passenden Weihnachtsmann für die weihnachtliche Grotte. Sie trifft auf den Einsiedler Agnus, einen ehemaligen Feuerwehrmann. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und es geht turbulent her.

Die Story ist genau das Richtige für die Vorweihnachtszeit. Wer auf der Suche nach Romantik ist, ist mit diesem Buch bestens beraten.

Allerdings ist der Schreibstil nicht einfach zu lesen, denn er wurde von der schottischen Autorin ins Deutsche übersetzt. Manche Sätze machen keinen Sinn. Von daher wünsche ich mir, dass eine Überarbeitung, am besten durch einen deutschen Lektor, erfolgt. Denn es wäre wirklich schade um diese schöne Geschichte. An manchen Stellen fehlt es etwas an Tiefe, zum Beispiel bei der Personen- oder Ortsbeschreibung. Die schottischen Begriffe könnten für den deutschen Leser auch erklärt werden, denn nicht jeder ist mit den Bräuchen vertraut.

Fazit: Nach kleinen Verbesserungen ist dieser Roman perfekt für die Weihnachtszeit, der die Herzen zum Schmelzen bringt.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Viele Charaktere und Themen

Ein Herz aus Papier und Sternen
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In Cecilia Aherns neuestem Roman "Ein Herz aus Papier und Sternen" geht es um die 32-jährige Pip, die früh Mutter geworden ist. Seitdem hängen ihre Träume in der Luft und sie lebt von einem Tag auf den ...

In Cecilia Aherns neuestem Roman "Ein Herz aus Papier und Sternen" geht es um die 32-jährige Pip, die früh Mutter geworden ist. Seitdem hängen ihre Träume in der Luft und sie lebt von einem Tag auf den anderen.
Zu Beginn gibt es viele Charaktere, die immer wieder eine Rolle spielen und die von der Autorin gut herausgearbeitet wurden. Manchmal ist es verwirrend, die Protagonistin als Pip, dann wieder als Philippa und auch noch einen anderen Charakter namens Phillipp zu lesen. Auch der eingefügte poetische Stil, der für Ahern typisch ist, wirkt an manchen Stellen fade. Das kann aber auch gewollt sein, um das eintönige Leben der Protagonistin hervorzuheben. Erst durch die Begegnung mit einem neuen Charakter in einem Observatorium denkt sie über ihr Leben nach und beginnt, in die Zukunft zu investieren.
Die Storyline ist im Klappentext gut beschrieben, sodass dieser ein guter Anhaltspunkt ist. Der Roman spielt in Irland, wo sich Ahern sehr gut auskennt. Die Probleme zwischen Umweltschutz und Torfstecherei spielen immer wieder eine Rolle zwischen den Bewohnern vor Ort.
Fazit: Es fehlte mir persönlich etwas an Romantik, die ich mir erhofft hatte. Hin und wieder taucht sie jedoch auf. Der Schreibstil ist flüssig und wird durch Rückblenden und poetischen Einschüben unterbrochen, was die Geschichte spannender macht. Ein schöner Roman mit wichtigen Themen, doch so ganz hat es mich nicht abgeholt.

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