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Veröffentlicht am 16.04.2025

Carla Seidel ermittelt wieder

Der Wolf im dunklen Wald
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Mit "Der Wolf im dunklen Wald" lässt die Autorin Sia Piontek die Kommissarin Carla Seidel erneut ermitteln. Das Cover ist wie bereits beim 1. Band super gelungen und man hat sofort einen Wiedererkennungswert. ...

Mit "Der Wolf im dunklen Wald" lässt die Autorin Sia Piontek die Kommissarin Carla Seidel erneut ermitteln. Das Cover ist wie bereits beim 1. Band super gelungen und man hat sofort einen Wiedererkennungswert. Das gefällt mir extrem gut.

Zum Inhalt. Nach einer Jagd im Wendland wird ein Teilnehmer vermisst, den man später grausam ermordet auf einer Lichtung finden wird. Carla Seidel, die Hauptperson, tappt lange Zeit im Dunkeln. Auch ich als Leser hatte lange Zeit keine Idee, wer der Täter oder die Täterin sein könnte. Die Wendung, die das Buch dann nahm, war wirklich nicht vorhersehbar.

Tatsächlich waren mir in diesem Band zu viele Nebenschauplätze vorhanden.
Carla selbst, die weiterhin mit ihrer Vergangenheit hadert, ihr Alkoholproblem, ihre Tochter und das Kontaktverbot mit dem Vater, generell die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, dann Ela - ist sie weiterhin nur eine Freundin oder eventuell mehr, die schwierige Beziehung zu ihrem Vorgesetzten...

Dadurch verlor das Buch ein wenig an Tiefe, weil man sich immer wieder auf das neue Thema einstellen musste. Dennoch sind die Charaktere, wie bereits im 1. Band, super beschrieben und es machte Spaß, wieder von den einzelnen Darstellern zu lesen. Sie waren einem bereits vertraut.

Grundsätzlich kann man die Bücher getrennt lesen, da die Story in sich abgeschlossen ist. Aber in Band 2 werden schon vielfach Dinge aus Band 1 beschrieben. Wenn die Nebenschauplätze etwas weniger werden, wird Band 3 sicherlich ein super Roman.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Ein Blick in die Abgründe des Unbewussten

Ruf der Leere
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Wow, was für ein Buch. Daniel Alvarenga gelingt es, mit seinem präzisen Schreibstil eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die in ihrer Schlichtheit und Direktheit sehr kraftvoll wirkt. Die Spannung wird ...

Wow, was für ein Buch. Daniel Alvarenga gelingt es, mit seinem präzisen Schreibstil eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die in ihrer Schlichtheit und Direktheit sehr kraftvoll wirkt. Die Spannung wird langsam aufgebaut und er schafft es, den Charakteren Leben einzuhauchen.

Felix, die Hauptperson, ist von Anfang an nicht klar zu fassen. Bis zum Schluss hat man das Gefühl, er ist nicht "echt" in dem, was er macht. Dennoch oder vielleicht genau deswegen fesselt er den Leser.

Die Sprache liest sich flüssig und angenehm, und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Besonders die Atmosphäre und die Art, wie Gedanken und Gefühle beschrieben werden, haben mich abgeholt und zum Weiterlesen motiviert.

Die Sprache liest sich flüssig und angenehm, und ich konnte schnell in die Geschichte eintauchen. Besonders die Atmosphäre und die Art, wie Gedanken und Gefühle beschrieben werden, haben mich abgeholt und zum Weiterlesen motiviert.

Allerdings hat mich das Ende etwas ratlos zurückgelassen. Während der Weg dorthin für mich gut nachvollziehbar war, empfand ich den Abschluss als verwirrend. Irgendwie bleibt das Ende offen, schade.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Spannung kommt leider erst am Ende

Schattenmädchen
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Das Cover von Schattenmädchen ist sehr schön gestaltet und fällt sofort ins Auge. Es wirkt auffällig und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, sodass es im Regal definitiv heraussticht und neugierig ...

Das Cover von Schattenmädchen ist sehr schön gestaltet und fällt sofort ins Auge. Es wirkt auffällig und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, sodass es im Regal definitiv heraussticht und neugierig auf die Geschichte macht.

Die Autorin Frida Skybäck war mir bisher nicht bekannt. Beim Lesen habe ich außerdem festgestellt, dass Schattenmädchen bereits der dritte Fall des Ermittlerteams um Fredrika Storm und Henry Calment ist, was mir vorher nicht bewusst war. Das ist grundsätzlich kein großes Problem, allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass mir ein wenig Hintergrundwissen zu den Figuren fehlt.

Der Schreibstil von Frida Skybäck ist gut und angenehm zu lesen, jedoch hat er mich nicht komplett überwältigt. Die Geschichte lässt sich zwar flüssig lesen, aber die Spannung baut sich meiner Meinung nach recht langsam auf. Leider wurde das Buch für mich erst auf den letzten etwa 50 Seiten wirklich interessant und packend. Dort nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, allerdings hätte ich mir diese Spannung schon deutlich früher gewünscht.

Insgesamt bin ich daher ein wenig enttäuscht. Gerade von schwedischen Thrillern habe ich bisher meist mehr erwartet, da sie oft für besonders dichte Atmosphäre und überraschende Wendungen bekannt sind. Schattenmädchen hat zwar ein sehr ansprechendes Cover und einen soliden Schreibstil, konnte mich aber erst sehr spät wirklich fesseln.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Stark trotz Schwächen – eine inspirierende Geschichte

Kampfgeist
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Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass ...

Das Buch Kampfgeist hat mir insgesamt gut gefallen. Schon das Cover ist sehr gelungen – es fällt ins Auge und passt perfekt zum Thema. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht verständlich, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet und sie sich angenehm lesen lässt. Besonders angenehm ist auch die gut gewählte Schriftgröße, die das Lesen komfortabel macht. Die Kapitel sind genau richtig aufgebaut – nicht zu lang und nicht zu kurz.

Inhaltlich überzeugt Kampfgeist mit einer wichtigen Botschaft: Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass eine Schwäche auch eine Stärke sein kann. Diese Idee zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und regt zum Nachdenken an. Es geht um Mut, Selbstvertrauen und darum, über sich hinauszuwachsen.
Insgesamt ist Kampfgeist ein guter Zeitvertreib, der motiviert und unterhält, auch wenn es kein literarisches Meisterwerk ist.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Gefühlvoll gestartet, enttäuschend geendet

Weißes Licht
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Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in ...

Der Klappentext von Weißes Licht hat mich sofort neugierig gemacht: Ein zurückgezogener Mann in der ländlichen Gegend Montanas, der sich liebevoll um seinen kranken Vater kümmert, und dann plötzlich in eine schwierige Gefühlslage gerät – verliebt in Cece, die Braut seines besten Freundes, während er gleichzeitig gebeten wird, auf der Hochzeit eine Rede zu halten. Das klang nach einer intensiven, vielschichtigen Geschichte über Liebe, Loyalität und familiäre Bindungen.

Der Anfang des Buches hat meine Erwartungen auch erfüllt. Besonders die Beziehung zwischen Garett und seinem Vater wird sehr einfühlsam und berührend beschrieben. Diese Szenen haben Tiefe und schaffen eine authentische Nähe zu den Figuren. Man spürt die Last, die Fürsorge, aber auch die leisen Momente von Zuneigung und Verbundenheit.

Leider verliert das Buch für mich nach dieser starken Anfangsphase an Klarheit und Struktur. Der rote Faden scheint sich zunehmend aufzulösen. Handlungssprünge sind groß und lassen die Übergänge brüchig wirken. Dadurch fiel es mir schwer, in der Geschichte zu bleiben oder die Entwicklungen der Figuren nachvollziehbar zu finden. Die emotionale Intensität, die zu Beginn so vielversprechend aufgebaut wurde, konnte dadurch nicht bis zum Ende getragen werden.

Insgesamt bleibt bei mir ein zwiespältiger Eindruck: Weißes Licht beginnt stark, mit einer sensiblen und gefühlvollen Erzählweise, driftet dann aber leider ab. Der Spannungsbogen verliert sich und die Freude am Lesen nimmt deutlich ab. Schade – aus der Grundidee hätte sich noch viel mehr entwickeln können.

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