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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2026

Teilweise zu flach

Bobo & Hasi brauchen Trost
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Bobo und Hasi brauchen Trost greift ein wichtiges Thema auf: Traurigkeit und das Bedürfnis nach Nähe. Das Buch möchte zeigen, dass Gefühle ernst genommen werden und Trost helfen kann, wieder ins Gleichgewicht ...

Bobo und Hasi brauchen Trost greift ein wichtiges Thema auf: Traurigkeit und das Bedürfnis nach Nähe. Das Buch möchte zeigen, dass Gefühle ernst genommen werden und Trost helfen kann, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Positiv ist, dass Emotionen klar benannt werden. Bobo und Hasi sind traurig, suchen Nähe und finden Beruhigung. Für kleine Kinder kann das hilfreich sein, weil Gefühle sichtbar und nachvollziehbar dargestellt werden. Die einfache Sprache unterstützt dieses Anliegen.

Kritisch fällt auf, dass die Situation, die den Kummer auslöst, sehr knapp bleibt. Warum genau Trost nötig ist, wird nur angedeutet, wodurch die Geschichte etwas oberflächlich wirkt. Auch die Lösung erfolgt sehr schnell: Nähe ist da, alles ist wieder gut. Für sehr kleine Kinder ist das ausreichend, lässt aber wenig Raum für echtes Nacherleben oder Gesprächsanlässe.

Die Illustrationen sind ruhig und zurückhaltend, unterstreichen die Stimmung, bieten aber wenig Abwechslung. Wer ein Buch sucht, das emotional stärker differenziert oder länger bei einem Gefühl bleibt, wird hier möglicherweise nicht ganz abgeholt.

Insgesamt ist Bobo und Hasi brauchen Trost ein thematisch wichtiges, aber recht schlichtes Bilderbuch. Es eignet sich gut für kurze Vorlesemomente und als Einstieg in Gespräche über Gefühle, bleibt in seiner Ausgestaltung jedoch eher einfach.

Veröffentlicht am 09.01.2026

Solides Themenbuch mit wenig Geschichte

Bobo & Hasi warten auf Weihnachten
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Bobo und Hasi warten auf Weihnachten greift ein Thema auf, das für Kinder besonders emotional besetzt ist: die Zeit des Wartens vor Weihnachten. Das Buch versucht, diese Phase kindgerecht darzustellen ...

Bobo und Hasi warten auf Weihnachten greift ein Thema auf, das für Kinder besonders emotional besetzt ist: die Zeit des Wartens vor Weihnachten. Das Buch versucht, diese Phase kindgerecht darzustellen und an bekannte Situationen aus dem Familienalltag anzuknüpfen.

Positiv ist, dass das Thema „Warten“ im Mittelpunkt steht. Bobo und Hasi erleben verschiedene Momente der Adventszeit, die viele Kinder wiedererkennen: Vorfreude, Ungeduld und kleine Rituale. Die klare Sprache und der einfache Aufbau machen das Buch gut verständlich für jüngere Kinder.

Kritisch lässt sich anmerken, dass das Warten eher beschrieben als wirklich erlebbar gemacht wird. Die Handlung bleibt sehr ruhig und teilweise auch etwas gleichförmig. Spannung oder Entwicklung entstehen kaum, wodurch das Buch schnell vorhersehbar wirkt.

Die Illustrationen unterstützen den Text, bleiben aber ebenfalls recht zurückhaltend. Sie schaffen eine weihnachtliche Atmosphäre, ohne besondere Akzente zu setzen. Für Kinder, die visuell viel entdecken möchten, bietet das Buch daher nur begrenzte Anreize.

Insgesamt ist Bobo und Hasi warten auf Weihnachten ein solides Themenbuch für die Adventszeit. Es eignet sich gut für kurze Vorlesemomente und jüngere Kinder, bleibt inhaltlich jedoch eher schlicht und bietet wenig Abwechslung bei mehrmaligem Lesen.

Veröffentlicht am 09.01.2026

Leider nicht ganz überzeugend

Bobo & Hasi zählen bis 3
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Bobo und Hasi zählen bis 3 möchte Kinder spielerisch an die Zahlen eins bis drei heranführen. Die Grundidee ist sinnvoll: Zählen wird in eine kurze, alltagsnahe Geschichte eingebettet, die sich an der ...

Bobo und Hasi zählen bis 3 möchte Kinder spielerisch an die Zahlen eins bis drei heranführen. Die Grundidee ist sinnvoll: Zählen wird in eine kurze, alltagsnahe Geschichte eingebettet, die sich an der Lebenswelt kleiner Kinder orientiert.

Positiv ist, dass Text und Bilder klar aufgebaut sind. Die Zahlen stehen deutlich im Fokus, Wiederholungen helfen beim Wiedererkennen und Mitsprechen. Für sehr junge Kinder kann das Buch dadurch einen ersten Zugang zum Zählen ermöglichen, besonders beim gemeinsamen Anschauen mit Erwachsenen.

Kritisch sehe ich, dass die Geschichte sehr knapp bleibt und kaum über das reine Zählen hinausgeht. Bobo und Hasi handeln eher nebeneinander als miteinander, sodass wenig echte Handlung entsteht. Für Kinder, die Bobo als Figur aus anderen Büchern kennen, wirkt das Buch dadurch etwas flach.

Auch die Lernidee bleibt recht begrenzt. Es wird bis drei gezählt, ohne zusätzliche Impulse wie Vergleiche, Mengen oder kleine Denkaufgaben einzubauen. Das ist für ganz kleine Kinder in Ordnung, bietet aber wenig Entwicklungsspielraum bei mehrmaligem Vorlesen.

Insgesamt ist Bobo und Hasi zählen bis 3 ein einfaches Mitmachbuch für sehr junge Kinder, das seinen Zweck erfüllt, inhaltlich aber wenig Tiefe hat. Als erstes Zählbuch ist es geeignet, als Geschichte eher zweitrangig.

Veröffentlicht am 16.11.2025

Zwischen Luxus und Lebenstrümmern - meine gemischten Gefühle zur Darlington-Reihe

The Darlington - Henry & Kate
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Ich habe schon so viel Gutes von der Darlington-Reihe gehört, weshalb ich es nun auch unbedingt lesen musste. Das Cover und der Klappentext versprachen eine Geschichte rund um die High Society des Darlington-Hotels, ...

Ich habe schon so viel Gutes von der Darlington-Reihe gehört, weshalb ich es nun auch unbedingt lesen musste. Das Cover und der Klappentext versprachen eine Geschichte rund um die High Society des Darlington-Hotels, aber auch eine Geschichte, in der zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aufeinanderprallen. Beides sprach mich an.

Wie man schon aus dem Klappentext herauslesen kann, geht es in diesem Roman um Henry, dem Spross der Familie Darlington und dem aktuellen Leiter des luxeriösen Hotels sowie Kate, einer jungen Frau, die durch unglückliche Umstände obdachlos wurde. Nachdem Kate Henry sein Handy stibitzt, um große Schulden zu bezahlen, treffen die Protagonisten aufeinander. Schon auf den ersten Blick begeistert Kate den Darlington-Spross, weshalb es kaum verwundert, dass er sie bald in das Hotel ziehen lässt. Gesellschaftliche Umstände und eine schlechte Angewohnheit Henrys bringen die scheinbar perfekte junge Liebe aber schnell zum Bröckeln…

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass mich der erste Band der Reihe nicht sehr überzeugt hat, was jedoch nicht an der grandiosen Idee des Buches lag. Vielmehr störte mich das Verhalten Henrys, der meiner Meinung nach viel zu schnell Gefühle aufbaute, die teilweise übertrieben wirkten. Der Spitzname „Mein Engel“, der sehr schnell fiel, ließ mir die Nackenhaare aufstellen. Auch mit Kate bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ihre Hintergrundgeschichte war zwar sehr interessant, hatte für mich aber wenig Tiefe. Ich hätte mir gewünscht, dass hier mehr ins Detail gegangen worden wäre, und, dass gerade diese Vergangenheit sie teilweise reflektierter handeln lassen hätte. Während sich die Geschichte im ersten Teil des Romans eher gezogen hat, wirkte der zweite Teil wie eine Aneinanderreihung von Bildern. Hier wünschte ich mir mehr Beschreibung, um das Verhalten der Protagonisten besser nachvollziehen zu können.

Nichtsdestotrotz möchte ich den Schreibstil Kneidels loben: Dank einfacher Sätze und zahlreicher Dialoge wirkte die Geschichte flüssig und lebendig. Ich konnte sie auch nach einem langen Tag gut zur Hand nehmen und mich in die Welt von Henry und Kate flüchten. Anzumerken wäre an dieser Stelle, dass aus beiden Perspektiven geschrieben wurde, was ab und an einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt gibt. Wie schon gesagt, fehlte mir jedoch häufig die Tiefe und Henrys Schmachtereien waren mir teilweise „too much“.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Cozy Cover, wenig Cozy Feeling

Not in My Book
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Ich muss ehrlich zugeben, dass „Not in my book“ mich vor allem wegen des Covers angesprochen hat: Die herbstliche Gestaltung lies mich auf ein cozy Wohlfühlbuch mit Enemys-to-lovers-Charakter hoffen. Und ...

Ich muss ehrlich zugeben, dass „Not in my book“ mich vor allem wegen des Covers angesprochen hat: Die herbstliche Gestaltung lies mich auf ein cozy Wohlfühlbuch mit Enemys-to-lovers-Charakter hoffen. Und so stürzte ich ins Lesevergnügen.

Wie man schon aus dem Klappentext herauslesen kann, erzählt der Roman von Katie Holmes die Geschichte von Rosie und Aiden, zwei Literaturstudenten im Master, welche unfreiwillig zusammen ein Buch schreiben müssen. Der anfängliche Kleinkrieg rückt zu Gunsten der Kreativität und der Anziehung immer weiter zum Höhepunkt, bis eine berufliche Chance wieder einen Keil in die Beziehung zu treiben droht …

Mir gefiel der Schreibstil von Katie Holmes: Mithilfe einfacher, aber zum Thema passender Wortwahl und zumeist einfacher Satzstrukturen gelang es ihr, eine flüssige Geschichte zu schreiben, die man auch nach einem harten Arbeitstag gut zur Hand nehmen kann. Zahlreiche Dialoge machten diese lebendig. Das Besondere an diesem Buch sind für mich die Romanpassagen von Rosie und Aiden, welche am Ende eines jeden Kapitels stehen. Sie gewähren einen Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten, was schön ist, da man sonst nur Rosies Sichtweise liest.

Ich muss zugeben, dass ich mit Rosie nicht ganz warmgeworden bin: An zahlreichen Stellen konnte ich ihr Verhalten schlichtweg nicht verstehen. Vor allem die anfängliche Fehde mit Aiden widersprach meiner Meinung nach ihren Aussagen, dass sie nach Freundschaft und Ruhe strebe. Rosie wirkte auf mich zum Teil naiv und impulsiv. Aiden dagegen gewann schnell meine Sympathien: Über seine grummlig-mürrischen Art musste ich oft grinsen und seine Familiengeschichte berührte mich. Dementsprechend empfand ich es eher als abstrus, dass er plötzlich mit Dirty Talk begann, das meiner Meinung nach gar nicht zu ihm passte. Nach dem gefühlt hundertsten „Baby“ innerhalb weniger Seiten musste ich einfach die Augen verdrehen.

Was mich außerdem irritiert ist die Diskrepanz zwischen Cover und Inhalt: Das Cover vermittelt den Eindruck, es handle sich hier um ein Herbstbuch. Dem widerspricht der Inhalt, denn die Geschichte zieht sich durch zwei Semester, also ein gesamtes Jahr. Die Mehrheit der Handlung spielte meiner Meinung nach im Winter. Nur an wenigen Stellen kamen bei mir die erhofften „cozy vibes“ durch, was ich wirklich schade fand.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich eher enttäuscht von der Geschichte war. Rosie wirkte mir zumeist unsympathisch und das gemütliche Setting fehlte mir. Schön fand ich allerdings die Idee der Textmontage, in der Textnachrichten und Romanauszüge die eigentliche Erzählung unterbrachen.

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