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Veröffentlicht am 09.08.2024

Schön zu Lesen, aber es fehlte deutlich an Tiefe

A Winter to Resist
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„A winter to resist“ von Morgan Moncomble ist schon optisch ein Hingucker mit dem schlichten, verspielten Cover.
Das Buch liest sich sehr flüssig und ist gut geschrieben. Durch die Schreibweise kann man ...

„A winter to resist“ von Morgan Moncomble ist schon optisch ein Hingucker mit dem schlichten, verspielten Cover.
Das Buch liest sich sehr flüssig und ist gut geschrieben. Durch die Schreibweise kann man sich sehr gut in die beiden Hauptprotagonisten Lily und Orion hinein versetzen.
Die Handlung wird im Wechsel aus Lilys und Orions Sicht erzählt, was dafür sorgt, dass man in die Gefühlswelten von beiden sehr gut eintauchen kann und sich mit ihnen identifizieren und mitfiebern kann.

Lily, welche endlich die Chance hat mit ihrem großen Idol eiszulaufen, dessen Rekord sie um jeden Preis brechen will. Da ist ihr auch das Gerede um den „verfluchten“ Champion egal. Endlich ist ihr Traum zum Greifen nah. Ihr Ehrgeiz und ihre Disziplin kennt keine Grenzen.
Orion, welcher bereits die Goldmedaille gewinnen konnte, aber jetzt 3 Jahre pausiert hat. Er kämpft zum einen damit seine Leidenschaft des Eislaufens wieder aufnehmen zu wollen und zum anderen niemanden mehr der Gefahr „seines Fluches“ aussetzen zu wollen.

Stück für Stück schafft Lily es die Mauern, welche Orion um sich errichtet hat zum Einsturz zu bringen und hinter die Fassade zu schauen. Das Buch bringt viele Gefühle, aber auch Spannung mit sich.

Beide Protagonisten werden von Schicksalsschlägen nicht verschont und hier lag für mich das einzige „Problem“ des Buches.
So schön es zu lesen war, wurden hier schwerwiegende Traumata in die Handlung eingebaut, welche in Buch aber gefühlt nur eine Randnotiz waren. Hier konnte die Autorin den Erwartungen leider meiner Meinung nach nicht gerecht werden und es wären genauere und intensivere Ausführungen nötig gewesen. Es fehlte einfach deutlich an Tiefgang.

Genauso erging es mir mit dem ein oder anderen Nebencharakter, wo es schön gewesen wäre, mehr zu den Beweggründen ihres Handelns zu erfahren und auch mehr Background Informationen zu haben.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen und es wird mit Sicherheit nicht mein letztes der Autorin gewesen sein.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

„Das ewige Schneller-Höher-Weiter“ - ein wichtiges Kernthema in der heutigen Gesellschaft, doch leider schöpft die Geschichte ihr Potenzial nicht aus

Die Streitsaurier
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Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und zeigt direkt die beiden „Streitsaurier“, wie sie sich gegenüber stehen und anschauen.
Die Illustrationen sind wunderschön und sorgen dafür, dass man die kleinen ...

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und zeigt direkt die beiden „Streitsaurier“, wie sie sich gegenüber stehen und anschauen.
Die Illustrationen sind wunderschön und sorgen dafür, dass man die kleinen Mitleser sehr gut einbeziehen kann.
Der Text ist leicht verständlich und mitreißend geschrieben. Meiner Meinung nach ist aber die Dinosprache sehr fehl am Platz und liefert keinen Mehrwert für die Geschichte. Jeder der Dinos hat einen Absatz in der Dinosprache und plötzlich wird die normale Sprache gewählt.
Ich hätte sie ganz weggelassen.

Das Kernthema des Buches „Schneller-Höher-Weiter“ ist gerade in der heutigen Zeit ein sehr wichtiges, welches den Großteil der Gesellschaft beschäftigt. Es hat immer höheren Stellenwert im heutigen Leben. Daher ist es immens wichtig, dass die kleinsten da schon heran geführt werden und lernen, dass eben das nicht alles ist worum es im Leben geht.
Hier hatte ich mir sehr viel von dem Buch erhofft und mir gewünscht, dass es eine Gesprächsgrundlage schafft, um diese Themen mit den kleinen Mitlesern aufzugreifen und an der Geschichte anzuknüpfen und damit vieles zu verdeutlichen.
Leider wurde hier das Potenzial absolut nicht ausgeschöpft.
Die Geschichte der beiden Streitsaurier ist sehr oberflächlich geschrieben und der „Streit“ wirkt absolut nicht wie ein Streit.
Auch das Versöhnen erfolgt von jetzt auf gleich ohne das verständlich aus der Geschichte hervor geht, warum aus dem Streit um die Insel plötzlich „Unsere Insel“ wird.
Kleine Abenteurer, die mitlesen erfassen weder den Streit als Streit noch das Versöhnen als Versöhnen.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass dieses Buch das erste Buch vom Baumhaus Verlag ist, welches mich enttäuscht hat.
Ich hatte große Erwartungen und das Buch hatte viel Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wurde.
Trotzdem nimmt der kleine Dinofan hier das Buch noch gerne zur Hand und schaut sich die wunderschönen Illustrationen an.
Auch die Namen der Dinos hat er sich direkt gemerkt und ist ein kleiner Fan, obgleich die Geschichte ihn nicht so richtig fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Spannend zu lesen, wie eine Beziehung quasi mit dem Ende beginnt - einer Scheidungsurkunde.

Undoubtable Love
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Diese Spannung verliert sich aber leider sehr schnell, durch die Vorhersehbarkeit der ganzen Geschichte und wenig Überraschungen. Sehr schade, denn meiner Meinung nach hatte die Grundidee der Story viel ...

Diese Spannung verliert sich aber leider sehr schnell, durch die Vorhersehbarkeit der ganzen Geschichte und wenig Überraschungen. Sehr schade, denn meiner Meinung nach hatte die Grundidee der Story viel Potenzial.

Hätte man sich selbst auf eine Beziehung eingelassen, bei der schon eine Scheidung im Raume steht? Mit dieser Frage setzt man sich als Leser direkt zu Beginn dieses Buches auseinander und hinterfragt sich selbst auch immer wieder in diese Richtung.
Die Protagonisten des Buches sind sympathisch gestaltet und es ist leicht sich mit ihnen zu identifizieren. Allerdings haben sie innerhalb des Buches kaum eine Entwicklung gezeigt, was ich sehr schade finde.

Die Erzählweise wirkt auf mich sehr oberflächlich und es hat oft an Tiefe gefehlt. Gerade in den Dialogen hatte man oft genau dieses Eindruck.

Insgesamt eine eher kurzweilige Geschichte ohne viel emotionale Tiefe und somit eher ein Buch für zwischendurch als eines das lange im Gespräch bleibt.

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