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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2025

Gefühlsgewaltig und Sinnlich

Broken Prince
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Ein spannendes und würdiges Finale dieser atemberaubenden Dilogie. Anya Omah schafft es, uns atemlos zurückzulassen und in eine Gefühlswelt zu katapultieren, die mehr als einmal Gänsehaut beschert.

Sophia ...

Ein spannendes und würdiges Finale dieser atemberaubenden Dilogie. Anya Omah schafft es, uns atemlos zurückzulassen und in eine Gefühlswelt zu katapultieren, die mehr als einmal Gänsehaut beschert.

Sophia und Maximilian kämpfen gegen alle Widerstände und decken gemeinsam Unheimliches auf. Diese Entdeckung bringt ihre gesamte Welt ins Wanken. Dieser zweite Teil ist nicht ohne den ersten Band lesbar bzw. hörbar. Die abwechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass wir den beiden Protagonisten sehr nahekommen.


Eine der besten Dilogien, die ich im Bereich Romance bisher gelesen bzw. gehört habe. Gefühlsgewaltig, sinnlich, spannend, actionreich und tiefgründig – so lässt man Leser*innenherzen höherschlagen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein Roman voller Wärme

Duftwickensommer
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Ein Sommerroman voller Wärme, Neuanfang und Borkum-Flair. Seit Jahren lese und liebe ich die Romane von Sylvia Lott. Gut recherchierte Geschichten, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden, ...

Ein Sommerroman voller Wärme, Neuanfang und Borkum-Flair. Seit Jahren lese und liebe ich die Romane von Sylvia Lott. Gut recherchierte Geschichten, die Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbinden, sind ihr Markenzeichen. Ddiesmal entführt sie uns wieder auf den schönsten Sandhaufen der Welt: Borkum.

Borkum ist meine Lieblingsinsel. Die Natur ist hier einzigartig und die Seeluft tut so gut, denn hier herrscht Hochseeklima. Mareike startet nach ihrer Scheidung einen Neuanfang. Sie muss auf der Insel Fuß fassen, doch genau das fällt ihr zunächst schwer. Ihre Nachbarin Alwine ist ihr dabei eine große Hilfe. Als der Biologe Tibo in ihr Leben tritt, weil er von ihren Duftwicken begeistert ist, entsteht ein zartes Band. Alwine erzählt den beiden von Anni, der Vorbesitzerin von Mareikes Häuschen. Anni hatte ein bewegtes Leben, denn sie war Vorleserin bei einer englischen Lady zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Damals lobte die Daily Mail einen Wettbewerb für den schönsten Wickenstrauß aus, und genau daran beteiligte sich Anni. Doch es geht um so viel mehr: um Journalismus, um die Frauenbewegung, genauer gesagt um die Suffragetten, um das Landleben des Adels und um das Gärtnern, das den Briten heilig ist.

Die Protagonistinnen sind fein gezeichnet, sie haben Ecken und Kanten und entwickeln sich weiter, dass mochte ich sehr. Auch der Schreibstil der Autorin lässt keine Wünsche offen. Der auktoriale Erzähler führt gut durch die Geschichte. Einzig zu Beginn hatte ich ein kleines Problem mit den vielen Figuren in Annis Erzählstrang. Hier brauchte ich etwas Zeit, um die Protagonisten zu sortieren, doch das legte sich im weiteren Verlauf schnell.

Besonders hervorheben möchte ich das wunderbar eingefangene Flair der Insel. Sehenswürdigkeiten und viele besondere Orte werden erwähnt, und man spürt die Liebe der Autorin zu diesem Landstrich. Gleichzeitig greift sie auch aktuelle Themen auf, wie den Naturschutz, die geplanten Gasbohrungen und die damit verbundenen Demonstrationen. Wir Menschen haben eine Aufgabe: die Natur zu bewahren und zu respektieren. Sie weiter auszubeuten gehört definitiv nicht dazu.

Für mich ein rundum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und allen empfehlen kann, die einen Inselurlaub lieben oder gerne Geschichten über Frauen auf zwei Zeitebenen lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Mord im Schlagermilieu

Mordseemusik
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Ein Mord im Schlagermilieu und Caro Falk mittendrin. Ein erneuter Fall für Caro Falk und Jan Akkermann, der ihnen alles abverlangt. Caro Falk und Jan Akkermann sind ein eingespieltes Team auf Borkum. Ihr ...

Ein Mord im Schlagermilieu und Caro Falk mittendrin. Ein erneuter Fall für Caro Falk und Jan Akkermann, der ihnen alles abverlangt. Caro Falk und Jan Akkermann sind ein eingespieltes Team auf Borkum. Ihr liebstes Hobby, das „Privatermittler“-Spielen, bringt die beiden immer wieder zusammen. Es knistert enorm zwischen den beiden, doch gerade Caro findet stets einen Grund, ihre Gefühle für Jan noch für sich zu behalten oder nicht wahrzunehmen. Dieser rote Faden zieht sich durch die Reihe und ich bin gespannt, ob dieses unschlagbare Team irgendwann doch noch zusammenfindet. Im aktuellen Fall brilliert Caro Falk wieder mit ihrer typischen, leicht naiven Art, die für die Beteiligten manchmal auch sehr nervig wirken kann. Jan Akkermann ist der ruhige Pol in diesem Team, der aufgrund seiner körperlichen Präsenz stets für Aufmerksamkeit bei seinen Gesprächspartnern sorgt.

Das Setting in Borkum ist erneut gut gewählt, und die Autorin sorgt für Urlaubsflair beim Lesen. Die einzelnen Handlungsorte auf Borkum sind gut beschrieben, und man kann sich das Verhalten der Inselbewohner sehr gut vorstellen. Was mir diesmal besonders gefallen hat, waren die vielen verdächtigen Personen in diesem Mordfall. Ich hatte so einige auf der Rechnung. Die Auflösung war dann interessant und gelungen: diesen Charakter hatte ich überhaupt nicht im Verdacht.

Ein lockerer, leichter Schreibstil sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die Krimis um Caro Falk gehören für mich zum Ritual eines jeden Borkum-Urlaubs, und ich bin richtig froh, wieder einen neuen spannenden Fall von Caro und Jan gelesen zu haben. Für mich sind sie das perfekte Ermittlerpaar, das auch privat einfach zusammengehört.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Intensive Beleuchtung der jungen Besiedlungsgeschichte der Insel Borkum

Die Walfängerin von Borkum
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Ein Roman über die Anfänge des Walfangs, der die Insel Borkum in ihrer noch jungen Besiedlungsgeschichte begleitet und intensiv beleuchtet. Sehr trefflich beschreibt die Autorin den harten Alltag der Protagonisten ...

Ein Roman über die Anfänge des Walfangs, der die Insel Borkum in ihrer noch jungen Besiedlungsgeschichte begleitet und intensiv beleuchtet. Sehr trefflich beschreibt die Autorin den harten Alltag der Protagonisten auf einer Insel, die viel Natur, aber auch außerhalb des Walfangs wenig wirtschaftliche Möglichkeiten bietet.

Die Hauptcharaktere Fenja und Joris sind dabei zwei Figuren, die man einfach nur sympathisch finden kann. Auch wenn ich persönlich dem Walfang sehr negativ gegenüberstehe, hatte ich viel Verständnis für den Wunsch Joris’, durch den Walfang für sich und seine große Liebe Fenja das Leben auf Borkum zu einem besseren zu machen. Dabei muss er große Gefahren eingehen.

Fenja ist eine liebenswürdige Person, die auf der Insel groß geworden ist und den Strand und die Dünen wie keine Zweite liebt. Sie liebt die Tiere auf der Insel und die große Freiheit und möchte trotz der Entbehrungen an keinem anderen Ort der Welt leben. Überhaupt sind die weiteren Charaktere sehr differenziert ausgearbeitet worden. Eine große Stärke des Romans ist die ausführliche und beschreibende Darstellung der Inseltopografie und des damaligen Lebens auf der Insel Borkum. Weit bevor der Tourismus Einzug auf der Insel erhielt, waren die Lebensverhältnisse dort sehr hart, da außer dem Wal- und Fischfang wenig Möglichkeiten bestanden, um ein auskömmliches Leben zu führen. Dafür wurde wohl schon damals die Gemeinschaft auf der Insel sehr großgeschrieben, und die persönlichen Beziehungen tragen sehr viel zu dem beschriebenen Flair bei.

Der Schreibstil der Autorin ist gut beschreibend und sehr gut lesbar. Eine für mich rundum gelungene Geschichte, die das historische Inselflair sehr gut widerspiegelt.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Die Mosel im Wandel der Zeit

Der Weg der Frauen
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Auch in Band 3 entführt uns Marie Pierre wieder an die wunderschöne Mosel, in ein Gebiet, das geprägt ist von Umbrüchen und verschiedenen Einflüssen: Elsass, Lothringen, Preußen, Bayern, Luxemburg, Saarland ...

Auch in Band 3 entführt uns Marie Pierre wieder an die wunderschöne Mosel, in ein Gebiet, das geprägt ist von Umbrüchen und verschiedenen Einflüssen: Elsass, Lothringen, Preußen, Bayern, Luxemburg, Saarland und Rheinland-Pfalz.

Pauline führt weiterhin ihr Pensionat, und diesmal ist das Gefühlschaos komplett: Ihr ehemaliger Verlobter tritt nach dem Tod seiner Frau wieder in ihr Leben. Auf der anderen Seite ist da immer noch Hauptmann Erich von Pliesnitz. Von Pauline nicht umsonst „Hauptmann gnadenlos“ genannt, der ihr unaufhörlich durch den Kopf geht. Doch auch ihre Schülerinnen machen ihr das Leben nicht einfacher: Eine von ihnen muss Pauline sogar nach einer Verhaftung bei der Polizei auslösen.

Es geht also wieder turbulent zu im Pensionat, und es macht Freude, all die liebevoll gezeichneten Figuren erneut zu treffen. Sei es Lisbeth, die resolute Köchin und das gute Herz des Hauses, Vincent und Camille oder Franz, der Bursche des Hauptmanns, der erneut für den einen oder anderen Schmunzler sorgt.

Von großer Bedeutung ist auch der historische Hintergrund des Romans: die Belle Époque am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Themen wie die Emanzipation der Frau, Bildung, eigenständiges Denken und die Rechte von Frauen stehen im Mittelpunkt. Die Lebenswirklichkeit der Frauen unterscheidet sich deutlich von der der Männer. Diskriminierung und Benachteiligung sind allgegenwärtig. Ein weiteres, bedrückendes Thema ist in diesem Zusammenhang der Missbrauch von Rauschmitteln, die von Familien eingesetzt werden, um insbesondere junge Frauen gefügig zu machen.

Die fiktive Handlung ist gekonnt mit dem historischen Kontext verwoben, sodass ein Roman entstanden ist, der eine starke Sogwirkung entfaltet. Grundsätzlich ist dieser Band der Trilogie auch eigenständig lesbar, dennoch werden große Handlungsbögen gespannt, sodass es empfehlenswert ist, auch die vorangegangenen Bände zu kennen. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und sehr authentisch sowohl in der Sprache der einzelnen gesellschaftlichen Kreise als auch in der Mischung aus Deutsch, Französisch und verschiedenen Dialekten. Die wechselnden Perspektiven tragen zusätzlich dazu bei, dass man eine enge Beziehung zu den Figuren aufbauen kann.

Ein Personenverzeichnis, eine Karte und ein ausführliches Glossar runden den Roman ab. Eine Lektüre, die ich nur wärmstens empfehlen kann.

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