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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2025

Der Schreibstil überdeckt das Potential des Inhalts

Alles ganz schlimm
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Im Vordergrund steht für mich tatsächlich der Schreibstil, der den Inhalt überschattet. Auch wenn ich mich im Laufe des Buches etwas an den Schreibstil gewöhnt habe, so war dadurch das Buch insgesamt leider ...

Im Vordergrund steht für mich tatsächlich der Schreibstil, der den Inhalt überschattet. Auch wenn ich mich im Laufe des Buches etwas an den Schreibstil gewöhnt habe, so war dadurch das Buch insgesamt leider sehr anspruchsvoll zu lesen und ich konnte mich kaum auf den Inhalt konzentrieren, was sehr schade war. Immer mal wieder schimmerten die Potentiale des Inhalts durch den Schreibstil durch, sodass ich mich regelmäßig geärgert habe, mich aufgrund des Schreibstils nicht komplett auf das Buch einlassen zu können. Aber auch die Struktur des Buches war sehr anspruchsvoll und sorge dafür, dass der Inhalt nicht richtig rübergebracht werden konnte.

Dass der Schreibstil und die Struktur im Weg standen ist vor allem ärgerlich, weil einige wichtige Aspekte behandelt wurden. Daher kann ich dieses Buch sehr eingeschränkt trotzdem empfehlen - lege jedoch jede*m ans Herz sich vorher einmal eine Leseprobe zu suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2025

Gute Idee, aber dieses Buch hilft mir nicht, die "klugen Wörter" in meinen Sprachgebraucht zu integrieren

Kluge Wörter
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Das Buch ist zweigeteilt - nach einer kurzen Einführung mit Erläuterungen über die Bildungssprache folgt eine Art Wörterbuch. Die Einleitung ist dabei recht kurz, daher werden viele Themen lediglich angeschnitten. ...

Das Buch ist zweigeteilt - nach einer kurzen Einführung mit Erläuterungen über die Bildungssprache folgt eine Art Wörterbuch. Die Einleitung ist dabei recht kurz, daher werden viele Themen lediglich angeschnitten. Zudem ist die verwendete Sprache eher gehoben - das trägt leider nicht wirklich dazu bei, dass die Bildungssprache allen vermittelt werden kann, stattdessen wird schon ein gewisser Sprach-Standard vorausgesetzt.

Im darauffolgenden Teil werden "kluge Wörter" auf zumeist 1-3 Seiten mit leicht humorvollem Unterton vorgestellt. Der Autor liefert verschiedene Informationen zu den Wörtern, wie zum Beispiel die Wortherkunft, bekannte Beispiele und die Entwicklung. Diese kleinen Geschichten sind sehr spannend zu lesen und wirklich interessant. Die heutige Verwendung und heutige Bedeutung kommt dabei jedoch etwas kurz bzw. geht unter. Dies liegt vor allem daran, dass es pro Wort nur einen langen Fließtext gibt, der nicht noch mal unterteilt wurde. Somit kann die Bedeutung und Verwendung nicht schnell und auf einem Blick erkannt werden.

Mir gefällt die Idee des Buches sehr gut - über den Bildungswortschatz aufzuklären und zu vermitteln, wie man ihn benutzen kann und wo dabei möglich Tücken liegen. Allerdings hilft mir dieses Buch nicht wirklich, die "klugen Wörter" in meinen Sprachgebrauch zu integrieren.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Das Buch regt zum Nachdenken an, trotz fehlender Spannung

Eichen müssen her!
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Dieses Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und lässt mich hoffen, dass wir auf der Erde doch noch irgendwie die Kurve bekommen und uns fürs Licht statt für die Finsternis entscheiden.

Es steht ...

Dieses Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und lässt mich hoffen, dass wir auf der Erde doch noch irgendwie die Kurve bekommen und uns fürs Licht statt für die Finsternis entscheiden.

Es steht eindeutig die Idee im Vordergrund und nicht die Erzählung und Spannung, wie es bei manch anderen Büchern der Fall wäre - zwischendurch hat mich das ein wenig gestört, das mag manchen gefallen, andern nicht. Obwohl es viel Potenzial für Spannungsaufbau gehabt hätte, kam unmittelbar nach einem Problem schon die Lösung - irgendjemand hatte plötzlich eine neue Fähigkeit oder wusste die Lösung, woher auch immer. Daher fehlte mir sehr das mitfiebern. Mir hätte es besser gefallen, wenn inhaltlich weniger passiert wäre, aber wir dafür länger die Lösungsfindung und den Prozess begleitet hättet.

Da Buch spielt in einer anderen Welt mit anderen Regeln. Einerseits habe ich mich sehr schnell zurechtgefunden, da vieles erläutert wurde und nichts vorausgesetzt wurde - und das obwohl es sich hier um einen dritten Teil handelt und ich die anderen Teile nicht gelesen habe. Andererseits waren aber keine Muster für mich erkennbar, immer gab es plötzlich eine neue "Fähigkeit" oder ähnliches - dadurch baute sich keine Spannung auf, da quasi alles möglich war.

Lässt man das aber alles mal außer Acht und konzentriert sich auf die Idee dahinter und darauf, was vermittelt werden soll, so ist das dennoch ein wichtiges Buch mit einer wichtigen Aussage. Aufgrund des sehr starken Fantasy-Charakters ist leider kaum einer der Lösungsansätze zur Rettung der Welt in der Realität umsetzbar, sondern dient lediglich als Denkanstoß.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Definitiv anders als die meisten Geschichten

Acht
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Die Geschichte ist auf jeden Fall interessant und definitiv anders als die meisten Geschichten.

Auch der Schreibstil ist anders und ich habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen: es wirkt geschrieben, ...

Die Geschichte ist auf jeden Fall interessant und definitiv anders als die meisten Geschichten.

Auch der Schreibstil ist anders und ich habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen: es wirkt geschrieben, wie gesprochen wird. Zudem gibt es sehr viele thematische Wechsel. Auch fällt es mir manchmal schwer zu erkennen, wer gerade redet. Dadurch ist es manchmal schwer, der sowieso schon chaotischen Geschichte mit vielen einzelnen Erzählsträngen zu folgen.

Wir begleiten einen Schamanen in der heutigen Welt und auch in seiner Vergangenheit - vor 8.000 Jahren. Es gibt einige Handlungen, die mir sehr gut gefallen, aber auch Handlungen, die mir gar nicht gut gefallen bzw. mich sogar zum Teil verstört zurücklassen... somit gleicht das Buch wahrlich einer Achterbahnfahrt.

Der letzte Abschnitt hat mir von allen am besten gefallen, die Geschichten waren interessant und nicht mehr so übertrieben, die Personen wurden mir sympathisch(er) und es fügte sich alles ganz gut zusammen. Auch wenn ich zwischendurch anders über das Buch gedacht habe, verlasse ich es mit einem recht guten Gefühl. Es lohnt sich also durchzuhalten, wenn man sich einmal auf diese Reise begeben hat.

Dieses Buch ist wirklich einmalig - es stecken interessante Ideen und Ansätze drin, die jedoch zum Teil von unsympatischen Charakteren mit unnachvollziehbar übertriebenen Handlungen überdeckt werden.

Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein Buch von... oder über... Bianca Jankovska?

Potenziell furchtbare Tage
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Der Schreibstil der Autorin - Bianca Jankovska - gefällt mir wirklich gut. Es fühlt sich so persönlich und nah an, so leicht und ungezwungen. Es wirkt viel mehr wie eine Erzählung, ein Gespräch unter Freunden ...

Der Schreibstil der Autorin - Bianca Jankovska - gefällt mir wirklich gut. Es fühlt sich so persönlich und nah an, so leicht und ungezwungen. Es wirkt viel mehr wie eine Erzählung, ein Gespräch unter Freunden am Lagerfeuer über alte Geschichten.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die sich mit verschiedenen Emotionen beschäftigen: Scham, Schuld, Wut, Schmerz und Hoffnung. Die Aufteilung in Gefühl fand ich anfangs sehr ungewohnt, aber erfrischend anders. Als sich allerdings herausstellte, dass die Kapitel unzusammenhängende Abschnitte - oder Essays - enthielten, die zudem nicht immer zwingend zur Emotion passten, hätte ich mir dann doch eine andere Einteilung gewünscht. Durch die gewählte Strukturierung fehlte mir oft die Motivation weiterzulesen (es fehlte die Spannung und ein Ziel auf das das Buch hinarbeitet) und ein inhaltlicher Schwerpunkt war nicht erkennbar.

Laut dem Titel soll sich das Buch mit Anti-Work, Menstrual Health und dem guten Leben beschäftigen. Stattdessen geht es vorrangig darum, dass die Autorin in diesem Buch ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse verarbeitet und ein paar Fakten und Buzzwords einstreut, damit aus ihrem Tagebuch ein Buch wird, welches sie veröffentlichen kann. Klingt etwas hart - das ist zumindest mein persönlicher Eindruck. Das mag auch daran liegen, dass es keinem roten Faden gibt, den man als Leser*in folgen kann, dass Fakten, Meinungen und persönliche Anekdoten kaum ausbalanciert oder verbunden wurden und, dass die Reflektion oder distanzierte Betrachtung an sehr vielen Stellen fehlt.

Es gibt immer wieder einzelne Abschnitte, die mir sehr gut gefallen. Denn die Autorin schafft es, zahlreiche wichtige und spannende Themen anzusprechen, die bei mir auf Resonanz stoßen. Sie hat es immer mal wieder geschafft, neue Perspektiven aufzuzeigen. Betrachte ich jedoch das gesamte Buch - so überwiegt bei mir persönlich die Kritik. Insbesondere die Kapitel- und Abschnitteinteilung führt zu einer eindimensionalen Sichtweise auf unterschiedlichste Themen, obwohl diese sehr viel reflektierter (und mit verschiedenen Emotionen) betrachtet werden sollten.