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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2026

Hoffnung

be my Hope
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Nach einem schweren Autounfall kann Meena ihre Hand für mindestens sechs Monate nicht benutzen. Damit ist es ihr unmöglich, als Autorin zu arbeiten. Zusätzlich hat sie sich gerade erst von ihrem Partner ...

Nach einem schweren Autounfall kann Meena ihre Hand für mindestens sechs Monate nicht benutzen. Damit ist es ihr unmöglich, als Autorin zu arbeiten. Zusätzlich hat sie sich gerade erst von ihrem Partner getrennt, was sie in ein tiefes emotionales Loch stürzen lässt. Halt findet sie ausgerechnet bei ihrem koreanischen Onlinefreund, der ihr in dieser schweren Zeit beisteht.
Um den Worten endlich ein Gesicht zu geben und einen Neuanfang zu wagen, beschließt Meena, ihre Freundin zu besuchen, die einst ein Austauschjahr bei ihr verbracht hat. So reist sie nach Seoul, um die Stadt und ein neues Leben kennenzulernen. Bereits am ersten Tag begegnet sie Namjoon, dem Bruder ihrer Freundin. Mit seinem launischen Verhalten weckt er widersprüchliche Gefühle in ihr und bringt ihr Herz durcheinander.
Als ihr Onlinefreund plötzlich kein Treffen mehr möchte und den Kontakt abbricht, trifft Meena das hart. Doch Namjoon ist für sie da, fängt sie auf und lenkt sie ab. Zwischen den beiden entsteht eine spürbare Anziehung. Allerdings steht ihrer Nähe ein großes Hindernis im Weg: Namjoon ist Teil eines Trainee-Programms und darf als angehendes K-Pop-Idol keine Beziehung führen.

Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Einstieg mit dem Unfall und der darauffolgenden Phase nimmt viel Raum ein, sodass es dauert, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt. Doch sobald die Geschichte ins Rollen kommt, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Die Charaktere sind durchweg gelungen und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. Namjoon sollte definitiv an seinen Stimmungsschwankungen arbeiten – man w9eiß nie, welche Seite von ihm als Nächstes auftaucht. Auch Meena könnte öfter ihre Umgebung und die Menschen um sich herum bewusster wahrnehmen. Zwar verstehe ich ihre Abneigung gegen Überraschungen, doch gerade Freunden zuliebe sollte sie manchmal über ihren Schatten springen.
Beide Hauptfiguren sind tiefgründig und ich freue mich darauf, sie weiter begleiten zu dürfen. Der Schreibstil ist modern, flüssig und sehr angenehm, sodass ich den Großteil des Buches an nur einem Tag verschlungen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Wo ist Coco?

Leserabe 2. Lesestufe - Auf heißer Spur - Die Detektive von Paris
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Noah und seine Freunde geraten in Paris mitten in ein aufregendes Abenteuer: Kakadu Coco ist verschwunden! Ohne zu zögern machen sich die jungen Detektive auf die Spur des Entführers. Ihre Suche führt ...

Noah und seine Freunde geraten in Paris mitten in ein aufregendes Abenteuer: Kakadu Coco ist verschwunden! Ohne zu zögern machen sich die jungen Detektive auf die Spur des Entführers. Ihre Suche führt sie quer durch die Stadt: vom Louvre über den Triumphbogen bis hin zum Eiffelturm. Werden sie es schaffen, Coco rechtzeitig zu finden und zu retten?

Das Buch ist recht kurz, daher passiert die Geschichte nicht allzu komplex, und der Klappentext fasst den Inhalt schon gut zusammen. Die Sätze sind klar und einfach, perfekt für Leseanfänger. Besonders hilfreich ist die Seite am Ende, auf der die französischen Wörter erklärt und ihre Aussprache gezeigt wird – sie wäre für meinen Geschmack allerdings praktischer am Anfang platziert gewesen.
Eine kleine Karte zeigt alle Orte, die in der Geschichte vorkommen, was die Orientierung erleichtert. Jede Seite ist bildreich gestaltet, sodass die Illustrationen fast den Text ersetzen. Das motiviert Kinder besonders beim Lesen, da sie nicht von langen Textpassagen überfordert werden. Die Bilder sind detailreich und liebevoll: Wer genau hinschaut, entdeckt kleine Details wie eine Katze, die den Leser beobachtet, oder eine erschrocken guckende Schnecke.
Am Ende jedes Kapitels gibt es eine kurze Frage zum Gelesenen, die das Verständnis überprüft. Zusätzlich enthält das Buch Rätsel für die Leser, darunter die „Rabenpost“: Dabei beantworten Kinder Fragen, deren Lösungen ein Lösungswort ergeben, das sie an den Verlag schicken können – mit der Chance, kleine Preise zu gewinnen.
Insgesamt ist die Geschichte spannend, kindgerecht und interaktiv gestaltet. Sie verbindet spielerisches Lernen mit Abenteuer und Detektivarbeit. Durch die Kombination aus einfacher Sprache, kurzen Texten, liebevollen Bildern und Rätseln ist das Buch ideal für Kinder, die gerade lesen lernen und dabei motiviert bleiben wollen. Es bietet Spannung, Spaß und kleine Herausforderungen auf jeder Seite.

Veröffentlicht am 03.01.2026

Tigergott

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Sora stammt aus einer der einflussreichsten Familien Koreas, deren Mitglieder seit Generationen über außergewöhnliche Kräfte verfügen und damit Macht und Wohlstand erlangten. Anders als ihre Verwandten ...

Sora stammt aus einer der einflussreichsten Familien Koreas, deren Mitglieder seit Generationen über außergewöhnliche Kräfte verfügen und damit Macht und Wohlstand erlangten. Anders als ihre Verwandten scheint Sora diese Gabe jedoch nicht zu besitzen – was sie in den Augen der Familie zu einer Enttäuschung macht. Deshalb führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Jeju, weit weg vom hektischen Trubel Busans. Dort betreibt sie ein kleines Café und kümmert sich liebevoll um ihre kranke Mutter.
Alles ändert sich, als Sora plötzlich einen geheimnisvollen, versiegelten Brief erhält. Die darin enthaltene Einladung wirbelt ihr Leben völlig durcheinander. Sie sieht sich mit alten Bekannten konfrontiert, denen sie lieber aus dem Weg gegangen wäre, und begegnet einem gefangenen Gott, dessen Überleben von ihrer Hilfe abhängt – genauso wie ihr eigenes Schicksal von ihm beeinflusst werden könnte.


Wäre es nicht Nacht geworden und hätte ich keine Termine gehabt, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Dass der Gott „Ran“ heißt, hat mich allerdings immer wieder irritiert, da ich dabei unweigerlich an Ran Mori aus Detektiv Conan denken musste.
Vor dem Lesen hatte ich gewisse Bedenken, da ich kein großer Fantasy-Fan bin und dieses Genre meist nur in Leserunden mit Freunden lese. Zudem kenne ich mich mit koreanischer Fantasy und ihren Kreaturen kaum aus – ein Problem, das ich bereits bei Die Legenden vom Tränenvogel hatte. Dieses Vorwissen ist hier jedoch keine Voraussetzung: Vieles wird verständlich erklärt, ohne dass man einfach Begriffe vorgesetzt bekommt, mit denen man nichts anfangen kann.
Als es darum ging, dass Sora durch die zehn Höllen reisen soll und ich wusste, dass es einen zweiten Band gibt, befürchtete ich langatmige, ausführliche Prüfungen. Das war jedoch nicht der Fall. Die Geschichte verteilt sich auf zwei eigenständige Bände, bleibt durchgehend spannend und ist so knapp erzählt, dass keine Langeweile aufkommt, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Die Autorin verbindet eine starke Story mit einem angenehmen Schreibstil, sodass man das Buch nur widerwillig aus der Hand legt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Überall Familiendrama

Burnham Dynasty
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Cathy hat sich nie für das Leben der Reichen und Schönen interessiert. Doch als sie unerwartet zu ihrem Vater ziehen muss, der als Stallmeister auf dem Burnham-Anwesen arbeitet, gerät sie mitten in die ...

Cathy hat sich nie für das Leben der Reichen und Schönen interessiert. Doch als sie unerwartet zu ihrem Vater ziehen muss, der als Stallmeister auf dem Burnham-Anwesen arbeitet, gerät sie mitten in die geheimnisvollen und dunklen Machenschaften der aristokratischen Familie. Besonders Josh, der 18-jährige Enkel des Earls, verkörpert alles, was Cathy ablehnt – arrogant, selbstbewusst und unnahbar. Doch als ein Mord die Familie erschüttert und Cathys Vater ins Visier der Ermittlungen gerät, muss sie plötzlich auf Josh zählen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Je tiefer Cathy jedoch in die Geheimnisse der Burnhams eintaucht, desto stärker spürt sie eine unerwartete Anziehungskraft zu Josh. Gleichzeitig wächst das Misstrauen: Kann sie ihm wirklich trauen, oder verbirgt er selbst etwas? Zwischen Geheimnissen, Verdächtigungen und einem Mordfall entwickelt sich eine intensive Mischung aus Spannung und aufkeimender Liebe, die Cathy vor schwierige Entscheidungen stellt.


Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Die Charaktere sind spannend und gut aufgebaut, und die Familie Burnham sorgt immer wieder für Überraschungen. Zwar konnte man manches ahnen, doch lange war nicht klar, wie sich alles entwickeln würde. Besonders der Mordfall ließ Raum zum Rätseln, und die Lösung war letztlich überraschend einfach. Einzig der Klappentext wirkt etwas reißerisch, etwa in Bezug auf Cathys Vater, der ins Visier der Ermittlungen geraten soll. Schade ist auch, dass es vermutlich kein Buch zu Quentin geben wird, der mir als Familienliebling besonders ans Herz gewachsen ist – man würde gern mehr über ihn erfahren. Insgesamt ist dies aber ein absolut lesenswerter Roman, der in der heutigen Zeit überrascht. Lustig ist übrigens, dass Cover und Klappentext zunächst den Eindruck einer Geschichte aus den 1920er-Jahren oder noch früher vermitteln, was aber beim Lesen schnell widerlegt wird.

Veröffentlicht am 01.11.2025

Zwischen Hai und Neinfisch

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln
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Wie soll man neue Freunde finden, wenn man ihre Sprache nicht spricht? Diese Frage stellt sich Ben, als er mit seinen Eltern nach Japan zieht. Alles ist neu und ungewohnt – die Schule, das Essen, sogar ...

Wie soll man neue Freunde finden, wenn man ihre Sprache nicht spricht? Diese Frage stellt sich Ben, als er mit seinen Eltern nach Japan zieht. Alles ist neu und ungewohnt – die Schule, das Essen, sogar die Spiele der Kinder. Doch dann lernt Ben seinen Nachbarn Yoshi kennen. Mit ihm macht das Spielen auch ohne viele Worte Spaß. Schnell entsteht eine Freundschaft, die zeigt, dass man sich auch ohne gemeinsame Sprache verstehen kann. Gemeinsam probieren sie japanische Gerichte, zeigen sich ihre Lieblingsspiele und entdecken die Unterschiede zwischen dem Leben in Deutschland und Japan. Auf einem ihrer Streifzüge stoßen sie auf eine geheimnisvolle Höhle – und in deren Innerem wartet ein echter Schatz. Doch der wird von Geistern bewacht! Plötzlich finden sich Ben und Yoshi mitten in einem aufregenden Abenteuer wieder, das sie mutiger macht, als sie je gedacht hätten.

Das Buch liest sich wunderbar leicht und ist durch die vielen Illustrationen besonders ansprechend gestaltet. Der Titel „Detektive“ ist vielleicht etwas übertrieben, denn vieles geschieht eher durch Zufall als durch echte Ermittlungsarbeit – aber das stört überhaupt nicht. Die Geschichte bietet kindgerechte Spannung und ist dabei unaufdringlich lehrreich. Kleine Gruselelemente sorgen für Nervenkitzel, lösen sich aber schnell auf, sodass auch siebenjährige Leser*innen keine Angst haben müssen.
Besonders schön ist, wie das Buch kulturelle Unterschiede thematisiert, ohne sie zu bewerten. Klischees werden aufgegriffen und gleichzeitig aufgelöst, wodurch Kinder spielerisch lernen, andere Lebensweisen zu verstehen. Auch das fremde Essen, das Ben zunächst skeptisch macht, wird bald zu einer Quelle echter Begeisterung. Insgesamt ist es eine charmante, spannende und liebevoll illustrierte Geschichte über Freundschaft, Neugier und das Überwinden von Grenzen – sowohl sprachlich als auch kulturell.

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