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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Sehr informativ

VerpflichtungsDetox: Weniger Ballast. Mehr Leben.
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Mir hat der Ratgeber sehr gut gefallen.

Zunächst geht die Autorin auf die verschiedenen Arten von Verpflichtungen ein. Das fand ich schon extrem spannend. Es gibt natürlich, wie wir alle wissen, vertragliche ...

Mir hat der Ratgeber sehr gut gefallen.

Zunächst geht die Autorin auf die verschiedenen Arten von Verpflichtungen ein. Das fand ich schon extrem spannend. Es gibt natürlich, wie wir alle wissen, vertragliche Verpflichtungen, Abonnements und Mitgliedschaften aber auch Routinen und stillschweigende Vereinbarungen. Sehr interessant, wenn man sich mal überlegt, welche Routinen oder stillschweigenden Vereinbarungen man so in seinem Leben eingegangen ist. Die Autorin erklärt auch, warum wir diese Verpflichtungen eingehen. Ich glaube, dass dieses Kapitel sehr wichtig dafür ist, zu verstehen, warum wir uns aus einigen dieser Verpflichtungen nur so schwer wieder lösen können. Auch auf dieses Thema geht die Autorin ausführlich ein.

Die verschiedenen Persönlichkeitsprofile fand ich sehr spannend. Diese Typen setzt die Autorin dann wieder in Beziehung zu den Verpflichtungen. Ein roter Typ geht andere Verpflichtungen ein bzw. anders damit um, als z. B. ein blauer Typ Mensch. Das habe ich irgendwo auch schonmal gehört, auch die verschiedenen Typen waren mir nicht gänzlich unbekannt, aber Ute Schmalhofer ist es gelungen, mir die Typen mit ihren Stärken und Schwächen sehr gut vor Augen zu führen.

Als Nächstes geht es darum, zu entlarven, welche dieser Verpflichtungen einem nicht mehr dienen. Wofür gebe ich nur mein Geld aus, nutze es aber gar nicht. Sie gibt Handlungsempfehlungen für verschiedene Verpflichtungen. Worauf sollte man achten, bevor man Verpflichtungen eingeht, oder auch wenn man diese schon eingegangen ist. Ich persönlich konnte gleich einige Dinge bei mir entlarven und habe auch direkt ein Zeitschriftenabo gekündigt. Bei einem anderen Abo gestaltet es sich schon schwieriger, da ich nicht mehr weiß, wo ich es abgeschlossen habe. Mal schauen, wie ich das herausfinde und kündigen kann. Dieses Beispiel von mir führt mir sehr gut vor Augen, dass die Autorin absolut Recht damit hat, dass man seine Verträge, Abonnerments und Mitgliedschaften gut im Blick behalten sollte. Hätte ich das getan, wäre es nicht dazu gekommen, dass es mich jetzt viel Zeit und Aufwand kostet, es wieder zu kündigen.

Ebenso total spannend fand ich, dass erklärt wird, wie man mit Verttragspartnern bestimmter Ausprägungen umgeht. So muss ich mit einem grünen Vertragspartner anders verhandeln, als mit einem blau geprägten Typ, wenn ich mein Zeil erreichen will.

Ab S. 116 gibt es ein Workbook, so dass du als Leser auch gleich in die Umsetzung gehen kannst. Mir hat dieser Ratgeber die Augen dafür geöffnet, dass bei mir noch einiges zu tun ist, um unliebsame Verpflichtungen los zu werden. Er gibt mir aber auch sehr gute Hilfestellungen an die Hand, um erstmal herauszufinden, welche Verpflichtungen ich habe und um mir dann zu überlgen, ob ich diese noch brauch, vielleicht nicht zwingend brauche, aber weiterhin möchte oder weder brauche, noch möchte und dann müssen sie weg.

Das einzige, was mir an dem Buch nicht ganz so gut gefallen hat bzw. gefällt, ist das etwas unhandliche Format.

Ich vergebe gerne 5 Sterne. Lies es, und vor allem, setze um, was du dort erfährst.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Informativ und auch für den Laien gut verständich

Das einzige Buch über Recht, das du lesen musst
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Als Verwaltungsbeamtin bin ich ja sowieso sehr affin, was rechtliche Themen angeht. Ich mag es, mich in Gesetzestexte und Urteile zu vergraben. Deswegen habe ich zu diesem Buch gegriffen und es hat mir ...

Als Verwaltungsbeamtin bin ich ja sowieso sehr affin, was rechtliche Themen angeht. Ich mag es, mich in Gesetzestexte und Urteile zu vergraben. Deswegen habe ich zu diesem Buch gegriffen und es hat mir sehr gut gefallen. Man braucht nämlich weder ein Jurastudium, noch ein Studium der Verwaltungswissenschaften, um dieses Buch zu verstehen.

Der studierte Jurist, Christian Solmecke, bringt rechtliche Grundlagen, die jeder von uns im Alltag benötigen könnte, auf den Punkt. Mit sehr praktischen Beispielen erläutert Christian Solmecke die einzelnen Vorschriften, so dass rechtliche Grundlagen für jeden sehr gut greifbar werden.

Los geht es mit Grundlagen aus dem Staats- und Verwaltungsrecht. Wie ist die Gerichtsbarkeit in Deutschland aufgebaut wird ebenso erläutert, wie der Unterschied zwischen Gesetzen, Verordnungen und Satzungen. Für mich eine gute Gelegenheit, um Grundwissen nochmal aufzufrischen.

Das Buch ist in verschiedene Themen gebiete aufgeteilt. So finden wir häufig gestellte Fragen und Antworten zu den Themengebieten Vertragsrecht, Internetrecht, Mietrecht, Arbeitsrecht, Eherecht, Erbrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht, Verwaltungsrecht, Versicherungsrecht und Sozialrecht.

Außerdem beschäftigt sich der Jurist am Ende noch mit dem Thema „Recht haben und Recht bekommen“. Hier werden die wichtigsten Fragen dazu abgehandelt, wann es sich eventuell lohnt, vor Gericht zu gehen und wie man sich in diesem Fall verhält bzw. welches Wissen man benötigt.

Alles in allem sind die Ausführungen wirklich total gut auf den Punkt gebracht. Ich habe richtig viel gelernt, von dem ich hoffe, dass ich es nicht so oft benötige, aber wenn, dann habe ich zumindest einen ersten Anhaltspunkt. In den Kästen „Recht bekommen“ findet man praktische Tipps, wie man vorgehen kann. Dabei schlägt der Jurist, auch wenn er davon natürlich lebt, nicht immer den Gang zum Anwalt vor. Viele Dinge kann man durchaus auch erstmal selbst versuchen, zu regeln, vor allem in Vertragsbeziehungen.

Praktische Tipps, nämlich z. B. was einen guten Kostenvoranschlag ausmacht, gibt es in diesem auch auch zu finden.

Ich vergebe gerne 5 Sterne und würde auch sagen: Ein Buch über Recht, das du gelesen haben musst.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ich fand die Biografie sehr gut geschrieben

Reserve
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Lange habe ich gezögert, zu dieser Biografie zu greifen, weil… ja… warum eigentlich? Ich weiß es gar nicht so genau. Ich bin nun aber froh, sie gelesen zu haben.

Letzten Endes berichtet Prinz Harry über ...

Lange habe ich gezögert, zu dieser Biografie zu greifen, weil… ja… warum eigentlich? Ich weiß es gar nicht so genau. Ich bin nun aber froh, sie gelesen zu haben.

Letzten Endes berichtet Prinz Harry über drei Stationen seines Lebens. Seine Kindheit, die natürlich, wie wir alle wissen, durch den Tod der Mutter geprägt wurde, seine Zeit als junger Erwachsener beim Militär, die am ausführlichsten dargestellt wurde und seine Zeit, als er Meghan kennenlernt, bis zum Zeitpunkt des Bruchs mit der Familie. Ja, die Familie kommt hier nicht gut weg. Wenn aber auch nur die Hälfte von dem stimmt, was dort geschrieben steht, dann muss man einfach auch sagen: Das ist keine Familie, auf die man sich verlassen kann. Letzten Endes wird beim Lesen der Biografie sehr deutlich, dass die Familie eigentlich ein Unternehmen ist, das versucht, sich nach außen gut zu präsentieren.

Was mir gefallen hat ist, dass Harry sich selbst auch nicht schont. Offen berichtet er über psychische Probleme, Drogengenuss und, dass er oft sehr wütend ist. Sehr interessant fand ich seine Zeit für das Militär. Ein junger Mann, der bereit ist, über seine Grenzen zu gehen, der bereit ist, sich für sein Land einzusetzen. Recht offen erzählt er, dass er im Krieg auch Menschen töten musste. Aber auch hier hetzt ihn wieder die Presse, die, egal, was man tut, immer etwas zum Kritisieren findet.

Mir erschließt sich dieses Leben absolut nicht. Letzten Endes ist Monarchie bzw. die Arbeit dafür nicht mehr und nicht weniger als ein Job. Und bei keinem Menschen sollte der Job das Leben so komplett beherrschen, wie es dieser bei adeligen Menschen tut. Das ist definitiv nicht gesund, und nachdem ich Harrys Biografie gelesen habe, bin ich sicher, dass das kein schönes Leben ist. Wirklich glücklich erschien er mir nur, als er für das Militär gearbeitet hat oder wenn er sich für Hilfsprojekte in Afrika engagieren konnte und wirklich das Gefühl hatte, etwas im Leben zu bewegen. Was völlig nachvollziehbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass das Paar mit ihren Kindern froh sein kann, dass sie diesem Zirkus den Rücken zugekehrt haben. Auch wenn ich mir durchaus vorstellen kann, dass es nicht einfach ist, damit auch der Familie den Rücken zu kehren. Es scheint aber so, als hätten sie zumindest in Meghans Mutter eine liebevolle Familie.

Was man aus dem dritten Teil auf jeden Fall herausliest ist seine Liebe zu Meghan. Die fließt wirklich durch jede einzelne Zeile und das ist so wunderschön. Wer von uns wünscht sich nicht den einen Menschen an der Seite, den man bedingungslos liebt? Ich konnte absolut verstehen, dass er bereit ist, alles andere für sie und die Kinder aufzugeben. Wer diesen einen Menschen gefunden hat, der kann das sicher auch nachvollziehen. Letzten Endes muss er aber ja auch niemandem beweisen, dass er und Meghan glücklich miteinander sind.

Ich mag die Presse zwar grundsätzlich sowieso nicht, aber beim Lesen dieses Buches ist mir noch einmal mehr aufgefallen, wie sehr sie trotzdem unser Bild von Menschen beeinflusst. Ich lese sehr viele Biografien und noch nie ist mir beim Lesen der Gedanke gekommen, ob dies oder das in der Biografie wohl gelogen sein könnte. Beim Lesen der Biografie von Harry hatte ich mehrmals diesen Gedanken, weil die Presse es ja ganz anders dargestellt hatte, und musste mich selbst zur Ordnung rufen. Wenn jemand seine Biografie schreibt, dann darf man wohl davon ausgehen, dass es entweder so passiert ist, oder die Person es so empfunden hat, wie es dargestellt wird.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, denn mich hat das Leben von Prinz Harry wirklich faszniert und abgeschreckt zugleich. Ich wurde stellvertretend für ihn so wütend darüber, dass man ihm weder eine normale Kindheit, noch ein halbwegs normales Leben zugesteht. Und das steht ja letzten Endes stellvertretend für viele Menschen, die irgendwie in der Öffentlichkeit stehen.

Alles in allem vergebe ich tatsächlich 5 Sterne, denn mir hat nichts gefehlt. Besonders interessant fand ich Harrys Zeit beim Militär, aber auch den Part zu der sich entwickelnden Beziehung zu Meghan fand ich sehr schön dargestellt.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Geschichte über eine starke junge Frau

West Highland Love
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Dieses Buch habe ich über Crowdfunding unterstützt. Ich hatte mir für 20 Euro das Taschenbuch mit Klappen und Farbschnitt ausgesucht. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Der Farbschnitt ist total schön. ...

Dieses Buch habe ich über Crowdfunding unterstützt. Ich hatte mir für 20 Euro das Taschenbuch mit Klappen und Farbschnitt ausgesucht. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Der Farbschnitt ist total schön. Das Taschenbuch kostet im Handel 13,90 Euro, was ein absolut fairer Preis ist. Wer noch Interesse an der Schmuckausgabe hat, findet diese auf der Homepage von April Wynter. Es gibt noch Restexemplare.

Nun aber zur Geschichte. Ich fand sie toll und bin nur so durch die Seiten geflogen. Emilia ist eine unglaublich sympathische Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen hatte. Als passionierter Wanderer, aber leider Sportmuffel, konnte ich gut nachfühlen, wie es Emilia ging. Noch dazu mit ihrer Krankheit, die es ihr auch nicht leichter macht.

Der Schreibstil von April Wynter ist flüssig und man mag das Buch wirklich nicht aus der Hand legen. Es liest sich einerseits leicht weg, aufgrund des schönen Stils, andererseits hat es so viel und tiefen Inhalt, dass man dann doch ein bisschen Zeit braucht. Die Geschichte entwickelt sich stetig weiter und wir wandern mit Emilia den West Highland Way. Immer weiter und weiter, bis nach 154 km das Ende erreicht ist.

Die Autorin wirft den Leser in ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits freut man sich mit Emilia über jeden Kilometer, den sie schafft, andererseits dachte ich mir immer wieder, dass sie sich die unglaubliche Schinderei nicht antun sollte, oder wenn, dann wenigstens Abends mit einem warmen, weichen Bett… Aber, ein solches Abenteuer macht einen auch stark und Emilia wächst definitiv über sich hinaus.

Auch die Nebenfiguren sind wunderschön gezeichnet. Scott und Martha haben es mir besonders angetan, aber auch Vita ist eine tolle Frau. Vita erschien mir noch fast am menschlichsten, denn ihr hat die Autorin auch einige kleine Schwächen zugestanden. Martha war mir schon fast zu überfliegermäßig unterwegs.

Alles in allem haben wir hier ein tolles Buch über eine starke junge Frau, die ihren Weg geht und über sich und ihre Krankheit hinauswächst. Ich vergebe gerne 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Historischer Roman mit Herz und Glamour

Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold (Das Vier Jahreszeiten 1)
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Das Vier Jahreszeiten ist schon ein tolles Hotel. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie viel davon wahr und wie viel Fiktion ist, aber der Patron und seine Frau leiten es mit viel Herz und ...

Das Vier Jahreszeiten ist schon ein tolles Hotel. Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie viel davon wahr und wie viel Fiktion ist, aber der Patron und seine Frau leiten es mit viel Herz und so kann man Luise nur beneiden, dass sie im renommierten Hotel als Wäscherin anfangen darf.

Luise ist ein einfaches Mädchen, das aus schwierigen Verhältnissen kommt, das plötzlich eine Chance bekommt. Ich mochte sie auf Anhieb: ihr Fleiß, ihr Anstand, ihre Träume. Luise wächst nach und nach wirklich über sich hinaus, auch wenn sie immer und immer wieder Angst hat, dass man sie feuern könnte. Hier hätte sie ab und an ein bisschen mehr Selbstbewusstsein zeigen dürfen. Andererseits passte dieses ängstliche Verhalten gut zu ihr, da sie natürlich auch viel zu verlieren hat.

Wir begleiten Luise auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen – zwischen den gehobenen Ansprüchen, des Vierjahreszeiten, den gesellschaftlichen Erwartungen er damaligen Zeit, der schwierigen Zeit des Ersten Weltkrieges, immer auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

Die Nebenfiguren – ob Mentorinnen, wie Frau Kühler, intrigante Kolleginnen, wie Dora oder die Hausdame – sind liebevoll gezeichnet, mit Tiefe und glaubwürdigen Entwicklungen. Zur Seite steht ihr vor allem Page Hans, der mir wirklich gut gefallen hat. Er ist ein bisschen naseweis, aber das ist genau das, was die ängstliche Luise gut brauchen kann.

Die Sprecherin, Johanna Zehendner, ist wundervoll. Ich kannte sie vorher nicht, glaube ich, aber ich habe mich sofort in ihre Art zu lesen verliebt. Tolle Betonung, tolle Stimmlage und sogar die plattdeutschen Teile bekommt sie sehr gut hin.

Der Schreibstil von Anja Marschall ist wieder gewohnt flüssig und bildreich. Die Geschichte liest sich (oder besser: hört sich) leicht, und doch ist da so viel Tiefe, dass man nicht nebenbei lauscht, sondern wirklich eintaucht. Es ist ein Hörbuch, das mich total in seinen Bann gezogen hat.

Alles in allem ist dieses Hörbuch ein stimmungsvoller Auftakt für die Dilogie über das Vier Jahreszeiten Hotel und seine Bediensteten, der Lust auf mehr macht.

Für alle, die historische Romane mit Herz, Anspruch und einem Hauch Glamour lieben – absolute Hörempfehlung! Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil und vergebe 5 Sterne.

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