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Veröffentlicht am 13.12.2016

Ein Zauberer begegnet der Magie

Anton hat kein Glück
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Anton ist Berufszauberer mit Leidenschaft. Doch leider laufen die Geschäfte momentan nicht ganz so gut, was wohl auch Antons mürrischem und eigenwilligem Wesen zuzuschreiben ist. Als sich Anton in den ...

Anton ist Berufszauberer mit Leidenschaft. Doch leider laufen die Geschäfte momentan nicht ganz so gut, was wohl auch Antons mürrischem und eigenwilligem Wesen zuzuschreiben ist. Als sich Anton in den Wäldern von Tiveden weigert einem kleinen Mädchen beim Blumen pflücken zu helfen, zieht er den Todesfluch einer Waldelfe auf sich. Dabei glaubt Anton als ernsthafter Zauberer doch gar nicht an Magie.

Anton als Charakter ist wirklich einzigartig. Das sich ein professioneller Zauberer, der eigentlich gar nicht an Magie glaubt, sich mit Fabelwesen, Flüchen und allerlei anderen magischen Gestalten auseinandersetzen muss, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Anfangs erscheint Anton als ein ausschließlich mürrischer, kauziger und erfolgloser Mann, der unzufrieden mit seinem Leben ist. Neben den Ereignissen in der Gegenwart, erfährt der Leser auch etwas über Antons Anfänge als Zauberer und die Entwicklung, die sein Leben nahm. Diese Passagen sind schön in die Handlung eingebunden und verdeutlichen die Entwicklung, die Anton auch innerhalb des Buches durchmacht. Durch viel Selbstreflektion lernt Anton ein besserer und angenehmerer Zeitgenosse zu werden.
Neben Anton stehen natürlich auch die Fabelwesen und ihre Magie im Mittelpunkt der Geschichte. Gerade der alte Wald von Tiveden ist hier als Handlungsort sehr schön ausgewählt, da er der ganzen Geschichte einen sehr mythischen Anstrich verleiht und den märchenhaften Stil der Geschichte unterstützt.
Besonders hervorzuheben ist neben der schönen Geschichte auch der wundervolle Schreibstil der Erzählung. Viele Passagen sind humorvoll und mit einem Augenzwinkern geschrieben, dass selbst die heikelste Situation ein wenig auflockern kann.
Insgesamt ein wundervolles Buch, insbesondere für diejenigen die ungewöhnliche Geschichten und neumodische Märchen mögen.

Veröffentlicht am 08.03.2026

Solider Auftakt der Dilogie mit Potenzial

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Ren ist Teil einer Artistengruppe, die durch das Land reist, als ihre Familie von einem Dämon angegriffen und ihr Onkel vergiftet wird. Dabei muss Ren ihre Lichtmagie entfesseln, die bis in das feindliche ...

Ren ist Teil einer Artistengruppe, die durch das Land reist, als ihre Familie von einem Dämon angegriffen und ihr Onkel vergiftet wird. Dabei muss Ren ihre Lichtmagie entfesseln, die bis in das feindliche Gebiet zu sehen ist. Ren macht sich auf die Suche nach einem Gegenmittel für ihren Onkel und trifft dabei auf Sunho, der auf die Suche nach der Quelle des Lichtes entsandt wurde. Zusammen begeben sich die Beiden auf eine Reise, gejagt von Kopfgeldjägern und Mördern, die ihr Schicksal für immer aneinanderbinden wird.

„Das Mädchen aus der schwebenden Welt“ ist der Auftakt einer Dilogie um Ren und Sunho. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt, wobei die Perspektive von Jaeil in einigen Abschnitten hinzukommt. Ren und Sunho mochte ich als Charaktere sehr gerne. Beide sind mutig und freundlich und setzen sich auch für diejenigen ein, die unterdrückt werden. Auch die Beziehung der Beiden zueinander entwickelt sich realistisch, doch hat es mir hier an der ein oder anderen Stelle doch an Emotionen gefehlt. Jaeil konnte ich bis zu letzten Seite nicht richtig einschätzen. Dafür haben mir Tag und Yurhee als Nebencharaktere gut gefallen. Die Handlung ist zwischenzeitlich für mich etwas zu zäh vorangegangen. Dafür werden die spannenden und actionreichen Szenen sehr schnell abgehandelt. Die Geschichte hat noch eine Menge Potenzial, die der erste Band für mich noch nicht ausschöpfen konnte. Ich hoffe, dass mich der zweite Teil der Dilogie mehr überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Was hat ein Rabe mit einem Schreibtisch gemein?

Star-Crossed Hearts
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Cath will nichts mehr als zusammen mit ihrer Zofe Mary Ann eine eigene Bäckerei zu eröffnen und die Menschen mit ihrem leckeren Gebäck zu verwöhnen. Doch ihre Eltern, der Markgraf und die Markgräfin haben ...

Cath will nichts mehr als zusammen mit ihrer Zofe Mary Ann eine eigene Bäckerei zu eröffnen und die Menschen mit ihrem leckeren Gebäck zu verwöhnen. Doch ihre Eltern, der Markgraf und die Markgräfin haben andere Pläne mit ihrer einzigen Tochter. Cath soll den Herzkönig heiraten, für den sie jedoch nichts anderes als Verachtung übrighat. Beim Ball des Königs trifft sie auf seinen neuen Hofnarren und ist sofort von ihm verzaubert. Jest zeigt ihr eine Welt voller Abenteuer und neuer Möglichkeiten. Cath ist entschlossen ihrem Herzen zu folgen, auch auf die Gefahr hin es zu verlieren.

„Star Crossed Hearts“ ist die Villain-Origin Story der Herzkönigin aus Alice im Wunderland. Cath möchte nichts weiter als ihre eigene Bäckerei zu eröffnen, was sich jedoch für eine junge Frau aus gutem Haus natürlich nicht ziemt. Ihre Eltern sind begeistert von der Vorstellung sie könnte den Herzkönig heiraten. Doch dieser ist eher ein einfältiger und naiver kleiner Mann, dem Cath nichts abgewinnen kann. Als sie hingegen auf Jest trifft, erkennt sie wie Liebe wirklich aussehen kann. Jest hat eine leichte und freundliche Art, mit der er Cath direkt verzaubern kann. Ich mochte ihn als Charakter sehr gerne und finde die Beiden harmonieren auch gut miteinander. Ich finde es schrecklich, wie alle Welt davon ausgeht Cath müsste ihre eigenen Träume zurückstellen und alle anderen wissen natürlich besser als sie, was sie glücklich machen wird. Wer Alice im Wunderland kennt, dem werden sehr viele Figuren aus dieser Geschichte bekannt vorkommen insbesondere natürlich der Hutmacher oder zum Beispiel das Kaninchen. Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen, doch wies gerade der Mittelteil für mich zu viele Längen auf, die sehr zäh zu lesen und wenig spannend waren. Auch das Ende (wenn auch erwartet) hat mir nicht so zugesagt. Trotzdem haben wir hier eine ansprechende Villain-Origin Story, die besonders für Fans von Alice im Wunderland eine Empfehlung ist.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Klassiker der Weltliteratur

Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Auch ich habe mich (endlich) an diesen bekannten Klassiker versucht. Die Geschichte der zwei ganz und gar gegensätzlichen Persönlichkeiten in Form von Dr. Jekyll und Mr. Hyde wurde auf vielfältigste Weise ...

Auch ich habe mich (endlich) an diesen bekannten Klassiker versucht. Die Geschichte der zwei ganz und gar gegensätzlichen Persönlichkeiten in Form von Dr. Jekyll und Mr. Hyde wurde auf vielfältigste Weise bereits in Filmen, Serien und Büchern kopiert, sodass mir die Geschichte auch vor dem Lesen natürlich nicht unbekannt war. Neu für mich war, dass die Geschichte gar nicht aus der Perspektive von Jekyll und Hyde geschrieben wurde, sondern durch Mr. Uttersen einen Freund und Anwalt von Jekyll erzählt wird. Nur am Ende erhalten wir durch Jekylls Brief eine detaillierte Beschreibung der Ereignisse aus seiner Sicht. Interessant war für mich, wie sich Jekyll von Hydes Taten explizit abspaltet und freispricht. Selbst am Ende tut er so, als habe er persönlich nie etwas falschgemacht. Im Nachtrag des Buches wird Jekyll als scheinheilig beschrieben, was mir sehr passend für seinen Charakter erscheint. „Der merkwürdige Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ist sicher zurecht ein Klassiker der Literatur.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Der Kuss der Muse

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Nachdem Liv von der Kunstuniversität fliegt, sieht sie ihre letzte Chance in einem exklusiven Autorenwettbewerb, der dem Gewinner den neuen Weltbestseller verspricht. Auch wenn Liv nicht an ihren Sieg ...

Nachdem Liv von der Kunstuniversität fliegt, sieht sie ihre letzte Chance in einem exklusiven Autorenwettbewerb, der dem Gewinner den neuen Weltbestseller verspricht. Auch wenn Liv nicht an ihren Sieg glaubt, bietet der Wettbewerb ihr dennoch eine Werbeplattform für ihren Webtoon. Doch der Wettbewerb bietet einige Überraschungen mit denen Liv nicht gerechnet hat. Liv ist in einen magischen und gefährlichen Wettbewerb um die Küsse der neun Musen geraten. Jeder Kuss bietet Inspiration doch diejenigen die die Prüfungen verlieren erwartet ein schreckliches Schicksal. Liv bekommt unerwartet Hilfe von Erato, der Muse der Liebe und Flame, der eigentlich ihr Gegner in diesem Wettbewerb sein sollte. Doch welche Pläne verfolgen die beiden Männer wirklich?

Als aller erstes bin ich durch das wunderschöne Cover des Buches auf die Geschichte aufmerksam geworden. Das Cover verleitet ein wenig zu der Annahme, dass es sich hier um ein Jugendbuch handelt, es gehört jedoch klar in das Genre Romantasy, da es ein paar sehr explizite Szenen beinhaltet, mit denen ich persönlich nicht gerechnet habe und die für mich auch nicht passend zur Geschichte waren. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich humorvoll und die Geschichte konnte mich mit rasanter Handlung und interessanten Charaktere in ihren Bann ziehen. Auch die Tatsache, dass ich ein großer Fan griechischer Mythologie bin, wirkt sich positiv auf den Leseeindruck aus, besonders da ich bisher wenig Bücher über die griechischen Musen gelesen habe. Leider werden im ersten Band der Reihe noch viele Fragen offengelassen, die wir wohl erst im zweiten Teil der Dilogie beantwortet bekommen. Insgesamt haben wir hier einen interessanten und kreativen ersten Teil einer Dilogie, die mich gut unterhalten konnte.

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