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Veröffentlicht am 02.11.2025

Von Blumenmädchen zu Blumenmeeren

Blumenmeere
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Dies ist der 1. Band der neuen "Coastlines"-Reihe von Manuela Inusa.

In diesem gefühlvollen, dramatischen Roman geht es um die Künstlerin Iris, die mit ihrer großen Liebe Tristan zusammenlebt und mit ...

Dies ist der 1. Band der neuen "Coastlines"-Reihe von Manuela Inusa.

In diesem gefühlvollen, dramatischen Roman geht es um die Künstlerin Iris, die mit ihrer großen Liebe Tristan zusammenlebt und mit Mia eine beste Freundin an ihrer Seite hat. Doch dann muss Iris feststellen, dass Tristan sie mit Mia schon seit längerem betrügt und ihr Glück zerbricht. Bei einem letzten Gespräch mit Mia und dem daraus eskalierenden Streit verunglückt Mia, und Iris verliert von einer Minute auf die andere beide Menschen, die ihr einmal viel bedeutet haben. Aufgrund des Unfalls von Mia muss Iris nun mit Trauer und schweren Schuldgefühlen leben. Um wieder zu sich zu finden und die schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten, zieht Iris zu ihrer toughen Grandma June nach Martha's Vineyard. Dort lernt sie mehrere neue Leute kennen, die ihr gut tun und ihr helfen, die tragischen Geschehnisse zu verarbeiten. Wird auch ein neuer Mann für sie dabei sein?

Der Roman ist sehr unkompliziert, flüssig und bildhaft geschrieben, so dass ich sofort sehr gut in die Geschichte eintauchen konnte und es wie spannendes Kopfkino war mit viel Lesevergnügen. Sehr sympathisch waren mir Iris' Grandma June sowie Iris selbst, die versucht, trotz der traumatischen Erlebnisse gut durch ihren Alltag in Martha's Vineyard zu kommen, auch dank ihrer erfolgreichen Bilder, mit der sie schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Erst eine Blumenmädchen-Serie und anschließend startet sie eine Serie mit Blumenmeeren. Etwas ausschweifend und langatmig fand ich die Schilderungen von den Erlebnissen mit Grandma June aus Iris' Kindheit und aus der Gegenwart. Das hätte sehr viel kürzer sein können. Ansonsten war es ein kurzweiliger, spannender Roman.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ein spannender Thriller mit familiären Abgründen

Dein ist die Schuld
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In diesem spannenden, kurzweiligen Thriller geht es um den Doppelmord an den Eltern der Zwillinge Ethan und Simon Harrington, die seitdem im Verdacht stehen, dass einer von ihnen oder beide zusammen den ...

In diesem spannenden, kurzweiligen Thriller geht es um den Doppelmord an den Eltern der Zwillinge Ethan und Simon Harrington, die seitdem im Verdacht stehen, dass einer von ihnen oder beide zusammen den Mord verübt haben. Aber welcher der beiden war es?
Laurie Moran will in ihrer Sendung "Unter Verdacht" diesen ungelösten Mordfall endlich aufklären und die Wahrheit ans Licht bringen. Sie recherchiert und holt lang gehütete Geheimnisse, Missgunst, Zorn und weitere tiefe Gefühle an die Oberfläche. Alte Verletzungen tauchen wieder auf und geben Einblick auf erhebliche familiäre Abgründe einer Vorzeigefamilie, die angeblich perfekt schien.

Der Roman fängt gleich spannend an und bleibt fesselnd bis zur letzten Seite. Sehr gut beschrieben werden die verschiedenen Lebensweisen der Zwillinge, deren Frauen, ihrer Schwester Frankie sowie der Familie Ward, mit der die Harringtons eng befreundet waren und bei denen die Zwillinge und ihre Schwester nach dem Mord an ihren Eltern aufgewachsen sind. Auch die verschiedenen beteiligten Charaktere werden gut dargestellt.
Laurie und ihr Kollege Ryan haben anfangs Startschwierigkeiten, gut als Team zusammenzuarbeiten, werden dann aber nach und nach ein immer besseres Team und recherchieren sehr gut zusammen.
Sehr sympathisch waren mir in diesem Thriller von Anfang an Laurie, die die verschiedenen relevanten Personen gezielt befragt nach den damaligen Geschehnissen und einige wichtige Details zutage bringt, die bisher noch unbekannt waren.
Auch Frankie, die Schwester der Zwillinge, hat eine sympathische Art und lässt sich nicht unterkriegen.

Bis zum Ende bleibt es spannend, wer den Doppelmord verübt hat und was die Hintergründe dafür waren. Das Lesen dieses Thrillers hat viel Spaß gemacht.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Sehr interessantes Buch über die Pet Shop Boys und queere Vorbilder

Kristof Magnusson über Pet Shop Boys, queere Vorbilder und musikalischen Mainstream
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Dies ist einer der kleinen, handlichen Bände der KIWI Musikbibliothek, in denen eine Person des öffentlichen Lebens über das Leben einer prominenten Popgruppe oder eines bekannten Sängers/Sängerin berichtet ...

Dies ist einer der kleinen, handlichen Bände der KIWI Musikbibliothek, in denen eine Person des öffentlichen Lebens über das Leben einer prominenten Popgruppe oder eines bekannten Sängers/Sängerin berichtet und die Hintergründe dazu schildert.

Dieses Buch über die Pet Shop Boys, queere Vorbilder und musikalischen Mainstream wird von dem queeren Musikjournalist, Autor und Fremdsprachenübersetzer Kristof Magnusson beschrieben, erläutert und analysiert.
Kristof Magnusson hat isländische Wurzeln und beschreibt auf erfrischende Art und Weise den anhaltenden Erfolg und die musikalische Entwicklung der Pet Shop Boys seit den 80er Jahren, erläutert die queeren Inhalte und Botschaften in den Songtexten der Popgruppe und erzählt davon, wie die Pet Shop Boys für ihn in den 90er Jahren zu queeren Vorbildern wurden, die ihn und andere junge Männer dazu ermutigt haben, sich zu ihrem queer sein zu bekennen und damit zu leben. Magnusson erzählt außerdem über die Fanclubs der Pet Shop Boys und welche Lieder der Pet Shop Boys ihm besonders zusagen.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und ist eine kurzweilige Lektüre, auch wenn manchmal einige Abschnitte des Buches etwas zäh und langwierig waren. Auch die einzelnen Kapitel sind teilweise etwas lang. Man erfährt jedoch ein paar interessante Dinge über die Pet Shop Boys und am Ende des Buches erzählt Kristof Magnusson sogar noch kurz, wie seine zufällige Begegnung mit den Pet Shop Boys in einer Berliner Kneipe war, die auch diese regelmäßig besuchten.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Ein lesenswerter 4. Band der Friesencafé-Reihe mit vorhersehbarem Ende

Frühlingsgefühle im kleinen Friesencafé
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Dies ist der 4. Band der Friesencafé-Reihe von Janne Mommsen, den man sehr gut lesen kann, auch wenn man die vorigen Bände noch nicht kennt und einem die Charaktere aus den anderen Friesencafé-Büchern ...

Dies ist der 4. Band der Friesencafé-Reihe von Janne Mommsen, den man sehr gut lesen kann, auch wenn man die vorigen Bände noch nicht kennt und einem die Charaktere aus den anderen Friesencafé-Büchern noch nicht bekannt sind.
Mir gefällt der Schreibstil von Janne Mommsen, da seine Romane alle auf der schönen Nordseeinsel Föhr spielen und man als Leser zwischen den Seiten jede Menge Föhr-Feeling findet und sehr gute bildhaft, beschriebene Orte und Plätze auf Föhr, die einem als regelmäßiger Föhr-Urlauber natürlich vertraut sind.

In dem Buch geht es um den Krabbenfischer Gonzo, der als langjähriger Single endlich die passende Frau finden möchte. Seine beste Freundin Gesine verhilft ihm erstmal zu einem neuen, passenderen Outfit und überredet ihn zur Teilnahme an ihren Yogakursen, die nur von Frauen besucht werden. Gonzo meldet sich bei einer Dating-Plattform im Internet an, aber seine verschiedenen Dates sind nicht erfolgreich und ein Flop reiht sich an den nächsten. Bis er auf hoher See zufällig eine Ärztin aus Düsseldorf kennenlernt, die mit ihrem Motorboot an seinem Kutter festmacht und mit der er zusammen an Bord Musik spielt: Gonzo auf seiner Mundharmonika und Anna auf der Violine. Kann aus diesem zufälligen Treffen eventuell mehr werden?

Schon recht früh im Verlauf des Romans war der Ausgang dieser Geschichte ziemlich vorhersehbar. Weder Gonzo noch Gesine hatten bei ihrer Suche nach einem passenden Partner besonders lohnenswerte Dates und auf einmal verwandelten sich bei beiden die Gefühle für den anderen von Freundschaft in wachsendes Interesse.
Dies wurde vom Autor etwas zu ruhig und knapp geschildert, so dass die gefühlsmäßige Veränderung zwischen Gonzo und Gesine etwas zu kurz kam.
Etwas widersprüchlich und nicht ganz nachvollziehbar fand ich im Buch das Verhalten von Gonzos Date Larissa, die erst zu Gonzo sagte, dass er nicht ihr Typ sei, dann aber im weiteren Verlauf des Buches doch immer wieder in seiner Nähe auftaucht und sich mit ihm erneut verabreden will.
Sehr schön fand ich, dass Janne Mommsen sich und sein neues Buch selbst mit in die Geschichte eingebracht hat und seine Lesung von den Romanfiguren im Friesencafé sehr schön organisiert wurde.

Dieser 4. Band der Friesencafé-Reihe fällt leider etwas ab von den vorigen Bänden und ist qualitativ etwas schwächer geschrieben. Ich hoffe, dass die nächsten Föhr-Romane von Janne Mommsen wieder besser sind und freue mich auf das nächste neue Buch von ihm.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Ein kurzweiliger Roman von der Insel Föhr

Krabbenbrötchen für Kenner
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Nikes Vater Willi überrascht seine Tochter an seinem 60. Geburtstag mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Urlaub in einem hübschen, friesischen Reetdachhaus auf der Insel Föhr und stellt ihr die Schachtel ...

Nikes Vater Willi überrascht seine Tochter an seinem 60. Geburtstag mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Urlaub in einem hübschen, friesischen Reetdachhaus auf der Insel Föhr und stellt ihr die Schachtel mit den vielen Gutscheinen, die Nike ihm im Laufe der Jahre geschenkt hat, vor die Nase. Er möchte mehr Zeit mit ihr verbringen und die Gutscheine jetzt alle einlösen während der gemeinsamen Zeit auf Föhr. Das Verhältnis zwischen Nike und ihrem Vater war bisher immer sehr distanziert, da beide nie viel Zeit miteinander verbracht haben und Willi als freischaffender Künstler immer viel Zeit für sich selbst gebraucht hat.
Schon bald genießt Nike die erholsame Nordseeatmosphäre auf Föhr und gewöhnt sich an die regelmäßigen Unternehmungen und Aktivitäten mit Willi. Bei einer Radtour lernt sie den sympathischen und attraktiven Handwerker Basti kennen und kommt ihm bald näher.
Dann offenbart Willi ihr, warum er diese ungewöhnliche gemeinsame Reise organisiert hat, was für Nike ein Schock ist, den sie erstmal verarbeiten muss. Eine große Hilfe ist ihr dabei auch Basti.

Nike war mir am Anfang des Buches nicht sehr sympathisch, da sie sich Willi gegenüber etwas oberflächlich verhalten hat, was natürlich auch an ihrem distanzierten Verhältnis zueinander lag. Aber auch Willi als Künstler machte einen etwas exzentrischen, eigentümlichen Eindruck mit seiner Art. Im Laufe des Buches nähern sich Vater und Tochter einander jedoch wieder mehr zwischenmenschlich und beide wirkten auf mich inzwischen weitaus sympathischer. Besonders als Willi seiner Tochter von seiner Krankheit berichtet, wird das Verhältnis zwischen ihnen wieder enger und Nike versteht so einiges, was ihr vorher nicht klar war.

Die verschiedenen Orte und Plätze auf der Insel Föhr werden sehr schön beschrieben und sind mir gleich vertraut und bekannt gewesen, da ich auch schon mehrmals Urlaub auf Föhr gemacht habe.

Ein lesenswerter Roman mit viel Nordseeatmosphäre von der Insel Föhr.

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