Eindrucksvoll zeigt Can Dündar die Verstrickungen höchster türkischer Regierungskreise in illegale Waffenschiebereien mit dem IS. Auch der türkische Geheimdienst und die Mafia haben ihre Hände mit im Spiel, ...
Eindrucksvoll zeigt Can Dündar die Verstrickungen höchster türkischer Regierungskreise in illegale Waffenschiebereien mit dem IS. Auch der türkische Geheimdienst und die Mafia haben ihre Hände mit im Spiel, wie der engagierte Journalist aufdeckt. Seine investigativen Recherchen bezahlt er mit einer Verurteilung zu 27 Jahren Haft und einem Leben im Exil, sogar ein Mordanschlag auf ihn wird in Auftrag gegeben. Just dieser Mann, der dafür angeheuert wurde, kontaktiert Dündar Jahre später aus dem Gefängnis und erklärt sich zu einem Interview bereit. Auch ein Waffenhändler kommt zu Wort. Ein sehr lesenswertes und aufrüttelndes Buch!
Mein Sohn (11) hat dieses Buch in Rekordzeit weggeschmökert, und das will etwas heißen. Ich selbst bin eigentlich kein Fan von Graphic Novels, muss aber sagen, dass dieser Doppelband wirklich ausgesprochen ...
Mein Sohn (11) hat dieses Buch in Rekordzeit weggeschmökert, und das will etwas heißen. Ich selbst bin eigentlich kein Fan von Graphic Novels, muss aber sagen, dass dieser Doppelband wirklich ausgesprochen gelungen ist. Die Zeichnungen sind sehr lebendig und ungemein dynamisch, so dass man die Action beim Lesen förmlich spüren kann. Auch die Gefühle der Katzen spiegeln sich in der Mimik ausdrucksstark wieder. Wunderbar gewählt sind die kräftigen, leuchtenden Farben, die schon beim Durchblättern Freude machen.
Aufgrund vieler Kampfszenen ist die Geschichte stellenweise recht düster, und ich halte die Altersempfehlung von 11 Jahren für angemessen. Da ich die ersten beiden Romanbände von Staffel I, die dieser Graphic Novel zugrunde liegen, nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, wie stark die Geschichte gekürzt wurde. Die Handlung lässt sich jedoch aus der Graphic Novel sehr gut nachvollziehen, und auch die Unterscheidung der einzelnen Katzen fiel mir nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nicht schwer.
Auch wenn die Hauptfiguren Katzen sind, sind die Themen universell: Freundschaft, Liebe, Mut, die Überwindung von Angst und Unsicherheit und die Fähigkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.
Sehr gut gefallen hat mir als kleiner Bonus der Blick hinter die Kulissen mit den Entwürfen zum Charakterdesign von Feuerherz.
Mein Sohn kann es kaum erwarten, bis im März der nächste Doppelband erscheint, und mit der „Verbannung aus dem SchattenClan“ ist schon eine weitere GN als Weihnachtsgeschenk bestellt. Vielleicht greift er ja demnächst auch zu den dicken Romanbänden, wer weiß? Wir können diese Graphic Novel allen Fans sowie Neulingen im Warrior-Cats-Universum nur wärmstens empfehlen!
Die Familie Ashby besitzt seit Generationen das Anwesen Latchetts. Da die aktuellen Gutsbesitzer vor acht Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, kümmert sich Tante Bee liebevoll um die Kinder ...
Die Familie Ashby besitzt seit Generationen das Anwesen Latchetts. Da die aktuellen Gutsbesitzer vor acht Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, kümmert sich Tante Bee liebevoll um die Kinder und das Gut. Kurz nach dem tragischen Unfall musste die Familie einen weiteren Schicksalsschlag verkraften: Der älteste Sohn Patrick verschwindet eines Nachts; ein Abschiedsbrief deutet auf Suizid hin. In der Erbfolge rückt sein jüngerer Zwillingsbruder Simon nach. Jahre später stehen dessen Volljährigkeit und damit der Erbantritt kurz bevor – als plötzlich ein junger Mann auftaucht, der Simon frappierend ähnlich sieht und behauptet, der verschollene Patrick zu sein.
Wie Josephine Tey in „Der falsche Erbe“ ihre Geschichte um den Hochstapler Brat Farrar aufbaut, ist einfach genial! Die Autorin geht für die damalige Zeit ganz neue Wege und bricht die starren Regeln des klassischen Krimis auf. So kommt der komplette Fall gänzlich ohne Ermittler und Polizei aus. Obwohl man als Leser:in bereits von Beginn an weiß, dass es sich bei dem geheimnisvollen jungen Mann nicht um den echten Patrick handelt, bietet der Krimi Hochspannung bis zum Schluss. Josephine Tey legt Brat Farrar fernab jeglicher Hochstapler-Klischees an; man fühlt mit dem jungen Mann, der im Grunde rechtschaffen ist, spürt seine Gewissensbisse, und kann seine Beweggründe, die ihn zu seinem Handeln verleiten, beinahe verstehen.
Auch sprachlich ist dieser Krimi von 1949 wirklich schön zu lesen und ich habe ihn von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Sehr lesenswert!
Auch wenn mein Sohn mit 11 Jahren eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehört und sonst inzwischen „coole“ Bücher bevorzugt, liebt er Petronella heiß und innig und wollte auch den neuen Band unbedingt ...
Auch wenn mein Sohn mit 11 Jahren eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehört und sonst inzwischen „coole“ Bücher bevorzugt, liebt er Petronella heiß und innig und wollte auch den neuen Band unbedingt lesen, und das sagt schon sehr viel aus über die wunderbare Reihe um die sympathische Apfelhexe.
In „Hexenschuss und Zaubernuss“ herrscht große Aufregung rund um die Mühle: Eine Gruppe von Kryptozoologen zeltet auf der Wiese hinter dem Garten und geht auf die Jagd nach magischen Wesen. Damit nicht genug: Ihre Wertsachen, die sie von Herrn Kuchenbrand in einem Raum der Mühle einschließen lassen, um sie dort sicher zu verwahren, werden gestohlen, und der Papa der Zwillinge gerät unter Verdacht. Klar, dass Luis, Lea, Petronella und die Apfelmännchen ihre eigenen Nachforschungen anstellen!
Wir sind seit Jahren Fans der Reihe, und auch der dreizehnte Band bietet wieder eine sehr unterhaltsame Geschichte rund um die die Kuchenbrand-Zwillinge, Petronella, den Hirschkäfer Lucius und die Apfelmännchen. Diesmal sind auch Petronellas vom Hexenschuss geplagte Oma und die neugierige Hexobine Höckerbein mit von der Partie. Wir lieben die gemütliche Atmosphäre der Petronella-Bücher, die ideal für Kinder ab dem Grundschulalter geeignet sind. Die kurzen Kapitel sind perfekt zum Vorlesen und zum Selbstlesen für geübte Leseanfänger. Die fröhlichen schwarz-weißen Illustrationen lockern den Text zusätzlich auf.
Fazit: Sehr empfehlenswert, wie alle Bücher der Petronella-Reihe!
Amrum, 1989. Acht Jahre sind vergangen, seit Luzy Morgenroth ihrem bisherigen Leben den Rücken kehrte und nun als Inselpolizistin eine ruhige Kugel schiebt. Als der Bruder ihrer besten Freundin eines Abends ...
Amrum, 1989. Acht Jahre sind vergangen, seit Luzy Morgenroth ihrem bisherigen Leben den Rücken kehrte und nun als Inselpolizistin eine ruhige Kugel schiebt. Als der Bruder ihrer besten Freundin eines Abends jedoch spurlos von der Autofähre verschwindet, spürt Luzy instinktiv, dass dies kein Unfall war. Sie bekommt es schon bald mit einem Killerkommando zu tun und muss ihre alten Fähigkeiten und Instinkte reaktivieren. Mitten in den Wirren, die der Zusammenbruch des Ostblocks auslöst, findet Luzy sich in einem unübersichtlichen Geflecht verschiedenster Geheimdienstinteressen wieder, in der ein Dämon aus der Vergangenheit auf sie wartet.
Andreas Pflüger ist mit „Kälter“ ein rasanter, actiongeladener Agententhriller gelungen, der reich an überraschen Wendungen ist. Die Verstrickungen der einzelnen Figuren zwischen MfS, KGB, CIA, BKA, BND und Mossad sind komplex und erfordern Konzentration beim Lesen, sorgen aber bis zur allerletzten Seite für absolute Hochspannung. Viel Raum nehmen die teils recht brutalen Kampfszenen ein, die Pflüger wortreich beschreibt und häufig mit Anspielungen auf Filme, Musikstücke und Literatur verbindet. Immer wieder zitiert er auch Stephen Hawking und zieht Vergleiche zwischen Luzys Wahrnehmung und der Quantenmechanik, die mich als Naturwissenschaftlerin eher nervten. Seine verwendeten Bilder wirken dabei zuweilen etwas effekthascherisch und zogen die Szenen unnötig in die Länge; da wäre weniger mehr gewesen. Die Dialoge sind taff und markig, manchmal zynisch, und gelegentlich blitzt auch Humor durch, der für etwas Auflockerung sorgt.
Wer bereits den preisgekrönten Thriller „Wie Sterben geht“ gelesen hat, kann sich über ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten freuen, auch bestimmte Ereignisse darin werden erwähnt. Allerdings sind diese für das Verständnis der Handlung von „Kälter“ nicht von Belang, so dass sich der neue Thriller unabhängig lesen lässt.
Wie immer beeindruckt Pflügler durch seine tiefgehende Recherchearbeit und sein Insider-Wissen. Im Nachwort erwähnt er hierbei auch Quellen vom BND, der Sicherungsgruppe beim BKA und seine Freundschaft mit dem ehemaligen Präsidenten des BKA.
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Thriller für alle, die komplexe Geheimdienst-Plots mit viel Action schätzen und gerne nochmal in die spannende Wendezeit abtauchen möchten.