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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Weihnachten bei den Morels, ein etwas andere Erlebnis

Die bittersüße Rache vom Montmartre
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Bereits zum 4. Mal ermittelt die ungewöhnliche Commissaire Geneviève Morel, die aus einer Dynastie von Kunstdieben stammt. Als Polizistin gilt sie in ihrer Familie daher als das schwarze Schaf, wird aber ...

Bereits zum 4. Mal ermittelt die ungewöhnliche Commissaire Geneviève Morel, die aus einer Dynastie von Kunstdieben stammt. Als Polizistin gilt sie in ihrer Familie daher als das schwarze Schaf, wird aber dennoch geliebt, zumindest von den Meisten. Zu ihrem Bruder Frederic hat sie ein eher angespanntes Verhältnis, dennoch setzt sie alles daran, ihn wiederzufinden, als dieser kurz vor Weihnachten in Südfrankreich entführt wird.

Statt nur in Paris zu ermitteln, führt uns dieses Mal eine wilde Schnitzeljagd durch Frankreich und ich liebe es, wieder das „Savoir-vivre“ zu genießen. Zu einem Gläschen Champagner sagt Geneviève nie nein und ihre Oma „Mamie“ ist mal wieder der absolute Knaller. Nach außen hin gibt sie die kultivierte ältere Lady, aber innen ist sie ein ausgekochtes Schlitzohr und eine ausgezeichnete Meisterdiebin, Mamie muss man einfach lieben, es sei denn, sie beraubt dich gerade 😉.

Wer die französische Lebensweise und eine außergewöhnliche Ermittlerin schätzt, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Ich habe auf jeden Fall schon wieder Lust auf einen Urlaub in Frankreich bekommen und muss unbedingt mal den entzückenden Weihnachtsmarkt in Cannes besuchen. Bei meinem nächsten Paris-Besuch werde ich auf jeden Fall darauf achten, ob mir Geneviève frühmorgens am Montmartre entgegenjoggt.

Ein spannender Fall, der meine 5 Sterne verdient und ich freue mich schon sehr auf viele weitere Ermittlungen mit der Commissaire.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Die Queen der Sportsromance: Saskia Louis

Love and Hockey: Leevi & Elys
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Wie viele Spieler hat eigentlich so ein Eishockey-Team? Ich hoffe auf so ungefähr hundert, da ich diese Reihe in meinem Leben nicht mehr missen möchte 😉.

Bei den L.A. Hawks gibt es zwei Neuzugänge: Spitzenstürmer ...

Wie viele Spieler hat eigentlich so ein Eishockey-Team? Ich hoffe auf so ungefähr hundert, da ich diese Reihe in meinem Leben nicht mehr missen möchte 😉.

Bei den L.A. Hawks gibt es zwei Neuzugänge: Spitzenstürmer Jason Devreaux und die finnische Zimtschnecke Leevi Nieminnen. Und letzterem wird zum Verhängnis, dass er nicht auf ONS steht.

Ich habe schon auf den ersten Seiten wieder laut lachen müssen und das hat sich durch das gesamte Buch gezogen. Die erste Begegnung von Leevi und Elys, welche ausgerechnet die Schwester vom Coach der L.A. Hawks ist, sprüht nur so vor Witz und ich bin sofort drin in der Geschichte. Ich freue mich über ein Wiedersehen mit den Paaren aus den vorherigen sechs Bänden und bin schon gespannt, wie es jemals jemanden geben soll, der Leon Alvarez bändigen kann, dessen Eskapaden mich immer wieder zum Lachen bringen.

Ich könnte mir übrigens eine WG mit Leevi und Jason prima vorstellen: „Devreaux kochte gerne, Leevi putzte gerne“, klingt für mich perfekt 🤣.

Auch im 7. Band von Love and Hockey hat mich die Autorin nicht enttäuscht. Ihr Wortwitz und ihre Schlagfertigkeit, welche sie an ihre Protagonisten weitergibt, zeichnen ihre Bücher aus und sorgen dafür, dass ich alles andere zur Seite lege und sofort den neuesten Band verschlingen muss.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine fette Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos

Ich bin der beste Freund des Menschen
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Hier wird frei nach Loriot zitiert und ja, das Titelbild hat recht: Bücher sind die besten Freunde.

Sie müssen nicht bei schlechtem Wetter Gassi geführt werden, Haaren und Sabbern nicht und unterstützen ...

Hier wird frei nach Loriot zitiert und ja, das Titelbild hat recht: Bücher sind die besten Freunde.

Sie müssen nicht bei schlechtem Wetter Gassi geführt werden, Haaren und Sabbern nicht und unterstützen mich in jeder Lebenslage.

Die Zeichnungen von Christian Schnalke passen wie die Faust aufs Auge. Wenn sich die Bücher aufreihen und das vorderste ermahnt: „Nicht drängeln! Jeder wird gelesen.“, dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich an meinen SuB denke 😉

Genial auch das Haus im Wald, welches die Hexe statt mit Lebkuchen mit Büchern bedeckt hat, um Hänsel und Gretel anzulocken oder aber auch die weisen Worte eines Buches „Beurteile nie ein Buch nach seinem Äußeren.“

Seite um Seite entdecke ich witzige, zutreffende und nachdenklich machende Bilder und überall steht das Buch im Vordergrund. Was für eine wundervolle Hommage an ein Hobby, welches einer Studie an der Universität Sussex zufolge Stress lindert und Entspannung fördert.

Ein kleines Buch, zum Schmunzeln, welches sich auch hervorragend zum Verschenken eignet und von mir sehr gerne empfohlen wird.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Scharfsinniger Wien-Krimi

Wienerberg
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Bereits zum 4. Mal unterstütze ich Inspektor Felix Grohsman und sein Team bei den Ermittlungen in Wien. Auch ohne, dass der Ort explizit genannt wird, würde ich sofort erkennen, dass wir uns in Wien befinden, ...

Bereits zum 4. Mal unterstütze ich Inspektor Felix Grohsman und sein Team bei den Ermittlungen in Wien. Auch ohne, dass der Ort explizit genannt wird, würde ich sofort erkennen, dass wir uns in Wien befinden, denn Mina Albich verwendet gekonnt österreichische Begriffe und den Wiener Schmäh und schafft damit das ortstypische Flair. Ich fühle mich sofort in diese Stadt versetzt, in der ich vor vielen Jahren meine Flitterwochen verbracht habe. Glücklicherweise ohne einen Mordfall mitzuerleben 😉.

Die achtjährige Mara hat auf einem Spielplatz einen Knochen ausgegraben und beschert damit Grohsman einen Fall. Doch was hat das Ganze mit der schönsten Mörderin von Wien zu tun, die in dieser Gegend hingerichtet wurde?

Mich hat das Schicksal von Mara berührt, ein Kind ohne Freundinnen, als Spinnerin und Nerd verschrien. Wird Kriminalpsychologin Nicky Witt Mara helfen können?

Ich mag die Stimmung im Wiener Team, das Gefrotzel unter Kollegen, der geistreiche Humor, der diese Reihe auszeichnet. Die Polizeiarbeit erscheint realistisch und gut recherchiert. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, die Autorin lässt mich lange Zeit im Dunkeln tappen und falschen Spuren hinterherjagen. Dazwischen bleibt auch Zeit für das Privatleben der Ermittler.

Mit „Wienerberg“ konnte Mina Albich erneut überzeugen und ich freue mich schon auf weitere Fälle für den smarten Felix und sein Team.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Eine berührende Geschichte, die Kindheitserinnerungen weckt

Leberwurst mit Gürkskes
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Dortmund 1983, ich fühle es. Zwar habe ich damals nicht in Dortmund gelebt, aber ich habe so vieles davon wiedererkannt, herrliches Nostalgieschwelgen.

Den Mettigel gab es bei uns glücklicherweise zwar ...

Dortmund 1983, ich fühle es. Zwar habe ich damals nicht in Dortmund gelebt, aber ich habe so vieles davon wiedererkannt, herrliches Nostalgieschwelgen.

Den Mettigel gab es bei uns glücklicherweise zwar nicht, aber Pumpernickel-Häppchen, gekochte Eier mit Mayonnaise, Käsehäppchen mit Sticks und hey, wieso gab es eigentlich keine Bowle?

Wie sich das Leben des schüchternen Manfred verändert als mit Grit plötzlich eine absolute Traumfrau in das Mehrfamilienwohnhaus einzieht ist, das ist absolut spannend und witzig zugleich.

Wie Manfred habe ich die Serie „Ein Colt für alle Fälle“ geliebt und die Szenen mit den Tieren sind natürlich der Knaller, ich habe so gelacht. Aber gleichzeitig war es auch traurig, dass Manfred seine Schüchternheit so lange im Weg steht, dass er immer hofft, dass ihn niemand anspricht und er am liebsten seine Wohnung überhaupt nicht verlassen würde. Wie er aber dann doch aus seinem Schneckenhaus kriecht und über sich hinauswächst, das weckt Verständnis für andere, denen es vielleicht ebenso geht. Nicht immer sind es die schillernden Persönlichkeiten, die unsere Aufmerksamkeit verdienen, warum sich nicht mal die Mühe machen, hinter die Fassade zu schauen?

In Manfreds Nachbarn steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde und als dann auch noch Grits eifersüchtiger Ex-Verlobter auf der Bildfläche auftaucht, pfeife ich leise „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Eine Zeit, in der die ganze Familie noch Samstagabends die Quizshow gemeinsam gesehen und mit den Kandidaten mitgefiebert hat, in der Peter Alexander der Traum aller Schwiegermütter war. Vielen Dank an die Autorin für diese Reise in die Vergangenheit, die mir sehr gut gefallen hat.

Zum Schluss möchten noch einige Hausbewohner zu Wort kommen. Ottokar mit einer chinesischen Weisheit: „Ein guter Nachbar ist von unschätzbarem Wert.“ und natürlich die Ruhrpottschnauze Frau Brahlke, die über dieses Buch sagen würde: „Dat wird wat.“

Ich wische mir noch ein Tränchen aus den Augen und vergebe begeisterte 5 Sterne, bevor ich mich mit meinen Leberwurst-Schnittchen dem nächsten Buch zuwende 😉.

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