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Frau_B

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Leise, aber eindringlich

Die Assistentin
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„Die Assistentin“ hat mich auf eine leise, aber nachhaltige Weise getroffen. Caroline Wahl schreibt so nüchtern und präzise, dass man sich schnell mitten in der Welt der Hauptfigur fühlt, spürt die ständige ...

„Die Assistentin“ hat mich auf eine leise, aber nachhaltige Weise getroffen. Caroline Wahl schreibt so nüchtern und präzise, dass man sich schnell mitten in der Welt der Hauptfigur fühlt, spürt die ständige Anspannung und die unausgesprochenen Erwartungen, ohne dass viel passiert.

Besonders beeindruckend fand ich, wie die Autorin Themen wie Macht, Abhängigkeit und persönliche Grenzen einfängt – sie beschreibt diese Dynamiken so realistisch und einfühlsam, dass man sich leicht darin wiedererkennen kann.

Sprachlich ist das Buch reduziert, manchmal fast trocken, aber genau das passt zur Atmosphäre. Kein Wort zu viel, keine übertriebenen Gefühle – und trotzdem bleibt ein ehrlicher, nachdenklicher Eindruck über die Herausforderungen im Berufs- und Alltagsleben.

Für mich ist „Die Assistentin“ kein Buch, das man schnell verschlingt, sondern eines, das nachhallt. Ich habe es mit einem leisen Kopfnicken zugeklappt – nachdenklich, bewegt und ein bisschen wütend über die vielen Situationen, die sehr vertraut wirken.

Fazit:
Ein eindringlicher Roman über Macht, Anpassung und persönliche Grenzen. Caroline Wahl schreibt unaufgeregt, aber mit großer Klarheit – und genau das macht die Geschichte so stark. „Die Assistentin“ ist ein Buch, das nicht laut werden muss, um zu wirken – es hallt lange nach und regt zum Nachdenken über die eigenen Grenzen und das eigene Verhalten an.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2025

Spannender Psychothriller

The Final Wife
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The Final Wife hat mich durchgehend gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und schafft eine Spannung, die das Lesen sehr angenehm macht. Besonders gelungen finde ich die wechselnden Perspektiven, ...

The Final Wife hat mich durchgehend gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und schafft eine Spannung, die das Lesen sehr angenehm macht. Besonders gelungen finde ich die wechselnden Perspektiven, die den Figuren Tiefe verleihen und es ermöglichen, immer wieder neue Facetten der Geschichte zu entdecken. Dadurch wirkt das Buch komplex, aber dennoch gut nachvollziehbar.

Ab der zweiten Hälfte nimmt die Handlung spürbar an Tempo zu, was die Spannung weiter steigert und das Lesen sehr mitreißend macht. Am Ende wirkt die Auflösung allerdings etwas überstürzt und zu schnell abgehandelt. Das hat den ansonsten sehr starken Eindruck der Geschichte ein wenig relativiert.

Trotz dieser kleinen Schwächen überzeugt The Final Wife durch psychologische Tiefe, dichte Atmosphäre und einen überraschenden letzten Twist. Insgesamt ein fesselnder Thriller, der mich gut unterhalten hat und dem ich vier von fünf Sternen gebe.

Fazit:
The Final Wife überzeugt durch Spannung, psychologische Tiefe und überraschende Wendungen. Kleine Schwächen am Ende mindern den Gesamteindruck nur leicht. Insgesamt ein fesselnder Thriller, der sich gut lesen lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 10.10.2025

Fesselnde Werwolfgeschichte mit Emotion und Tiefe

Bitten
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Bitten hat mich von Anfang an gefesselt. Der Einstieg wirkt wie eine gut aufgebaute Vorgeschichte, die angenehm langsam in die Handlung hineinführt. Besonders positiv fand ich den Schreibstil und die Kapitellänge, ...

Bitten hat mich von Anfang an gefesselt. Der Einstieg wirkt wie eine gut aufgebaute Vorgeschichte, die angenehm langsam in die Handlung hineinführt. Besonders positiv fand ich den Schreibstil und die Kapitellänge, die den Lesefluss sehr angenehm machen.

Die Figuren sind interessant gezeichnet, allen voran Vanessa, deren Entwicklung spannend zu verfolgen ist. Auch die Freundschaften und Beziehungen zwischen den Charakteren sind emotional berührend und tragen viel zur Atmosphäre des Buches bei. Gerade hier konnte ich mich gut in die Gefühle hineinversetzen. Manche Dynamiken waren für mich allerdings etwas schwer nachvollziehbar, weshalb ich mir an einzelnen Stellen mehr Tiefe gewünscht hätte.

Die Werwolf-Thematik ist originell umgesetzt und bietet einige spannende Ideen, die sich von anderen Geschichten des Genres abheben. Dazu kommen eine packende Akademie-Atmosphäre und intensive Trainingseinheiten, die der Handlung Struktur und Spannung verleihen. Besonders gelungen finde ich, dass das Buch über weite Strecken hinweg kaum an Spannung verliert und man immer weiterlesen möchte.

Im letzten Drittel überrascht die Geschichte mit starken Wendungen und emotionalen Momenten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auch wenn ich mir bei manchen Szenen eine ausführlichere Ausgestaltung gewünscht hätte, konnte mich das Ende insgesamt überzeugen.

Fazit:
Bitten ist ein packendes, emotionales und originelles Buch, das mich von Anfang bis Ende mitgerissen hat. Einige kleinere Schwächen verhindern die volle Punktzahl, aber insgesamt bleibt es ein absolut empfehlenswerter Roman.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.11.2025

Fesselnde Einblicke

Bittersüße Bytes
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Alle Geschichten in dieser Sammlung drehen sich um ein zentrales Thema: wie Systeme – größer, kälter und berechnender als wir – das Menschliche beeinflussen. Mal ist es die Pharmaindustrie, mal KI-Kreativität, ...

Alle Geschichten in dieser Sammlung drehen sich um ein zentrales Thema: wie Systeme – größer, kälter und berechnender als wir – das Menschliche beeinflussen. Mal ist es die Pharmaindustrie, mal KI-Kreativität, ein Sicherheitsapparat oder ein ökonomisches Kontrollsystem. Jede Story zeigt, wie Angst, Kreativität, Sicherheit und Vertrauen in Waren verwandelt werden – und wie der Mensch dabei leicht in diesen Systemen untergehen kann.

Die Texte sind dabei nicht nur dystopisch, sondern auch total aktuell. Sie machen deutlich, wie sehr wir von Märkten, Plattformen und Technologien abhängen. Jede Geschichte zeigt auf ihre Weise unsere Gegenwart und lässt einen über die eigene Verstrickung nachdenken.

Die Stories haben mich sofort gepackt. Schon nach wenigen Sätzen spürt man die Intensität, und die kurzen Skizzen erzeugen eine starke Atmosphäre und Dringlichkeit. Gleichzeitig wollte ich oft mehr: Kaum hatte ich mich auf eine Figur oder Situation eingelassen, war die Geschichte schon vorbei. Fragen zu Handlungen, inneren Entwicklungen oder langfristigen Folgen bleiben oft offen.

Genau das ist für mich aber auch die Stärke der Sammlung: Die kurzen Geschichten regen die Fantasie an und lassen Gedanken und Bilder weit über den Text hinaus entstehen. Zwar wiederholen sich manche Themen, und die technischen Fachbegriffe machen es teilweise etwas schwer, aber der Impuls, den die Texte geben, ist richtig wertvoll.

Insgesamt hat mich die Sammlung fasziniert und zum Nachdenken gebracht, auch wenn ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe und Abwechslung gewünscht hätte. Für mich verdient sie 3 von 5 Sternen – atmosphärisch stark, gedanklich anregend, mit ein bisschen Luft nach oben bei Originalität.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Mehr erwartet aber lesenswert

Yellowface
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Das Buch hat mich von der Thematik her sofort angesprochen, und die Grundidee fand ich wirklich spannend. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und hat eine intensive Wirkung. Gleichzeitig empfand ich ...

Das Buch hat mich von der Thematik her sofort angesprochen, und die Grundidee fand ich wirklich spannend. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und hat eine intensive Wirkung. Gleichzeitig empfand ich einige Passagen als sehr bedrückend, vor allem durch die Denk- und Handlungsweise der Protagonistin, was die Lektüre stellenweise etwas schwer gemacht hat. Insgesamt hat mir das Buch gefallen, dennoch hatte ich mir an manchen Stellen etwas mehr erwartet – etwa tiefere Einblicke oder eine andere Entwicklung der Handlung. Trotz dieser leichten Enttäuschung bleibt es ein interessantes und lesenswertes Werk.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Provokant, bedrückend und lesenswert – Yellowface hat mich bewegt, auch wenn es nicht in allen Punkten überzeugen konnte.

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