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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2022

Mainstream Massenware

Das Haus der stummen Toten
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Den Titel fand ich schon etwas befremdlich und er passt auch eigentlich nicht zur Story. Was mir gut gefallen hat, ist die beklemmende Atmosphäre in besagtem Haus. Dass die Protagonistin keine Gesichter ...

Den Titel fand ich schon etwas befremdlich und er passt auch eigentlich nicht zur Story. Was mir gut gefallen hat, ist die beklemmende Atmosphäre in besagtem Haus. Dass die Protagonistin keine Gesichter erkennen kann ist natürlich ebenfalls eine gute Idee.Das habe ich so auch noch nie gelesen. Sie hat den Mörder ihrer Großmutter gesehen, aber würde ihn nicht wieder erkennen, selbst wenn er ihr gegenübersteht. Sehr gruselig. Dass das Angst macht ist verständlich. Aber leider kommen dann weniger überzeugende Passagen. In einen Küchenaufzug gestoßen zu werden, zu wissen, ob ich wirklich geschubst wurde, oder mir das nur eingebildet habe. Hä? Total die Orientierung zu verlieren, dem eigenen Freund nicht zu vertrauen und doch in seine Hände zu begeben, den Notar bei seltsamen Telefonaten zu belauschen, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen? Schon alles sehr spooky.
Im weiteren Verlauf hat mich der Roman nicht wirklich gefesselt, denn ich fand die Personen nicht überzeugend lebendig. Aber die Story ist gut geplottet und liest sich flüssig. Trotzdem kein Thriller, der mir im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 13.05.2022

Na, wenn das Freunde sind

Freunde. Für immer.
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Fünf Freunde sollt ihr sein … aber sind sie wirklich so gute Freunde? Sind sie gute Menschen? Oder einfach Leute, die durch ein Geheimnis aneinander gekettet, einander irgendwie aushalten müssen? Keiner ...

Fünf Freunde sollt ihr sein … aber sind sie wirklich so gute Freunde? Sind sie gute Menschen? Oder einfach Leute, die durch ein Geheimnis aneinander gekettet, einander irgendwie aushalten müssen? Keiner der Fünf ist wirklich sympathisch. Und je besser ich sie kennenlerne, desto weniger mag ich sie.
Immer mehr Schwierigkeiten und schließlich taucht sogar ein noch hässlicher Charakter auf: der unsägliche Finch.
Wenn so die angesagten Cliquen sind, fragt man sich, wer möchte da dazugehören? Kann man das nur verstehen, wenn man Amerikaner:In ist?
Aber wie auch immer. Mit dem Plot hat sich die Autorin viel Mühe gegeben, das Ende überrascht. Aber zwischendrin hatte ich Mühe am Ball zu bleiben. Ganz einfach, weil mich die Charaktere so wenig interessiert haben. Und das ist auch bis zum Schluss so geblieben. Ich würde kein weiteres Buch der Autorin lesen. Gut konstruiert ist noch lange kein lesenswerter Roman.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Raus in den Schnee

Wintern
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Ich liebe den Winter und ich hasse ihn. Als ich die Buchvorstellung zu „Wintern“ sah, fühlte ich mich direkt angesprochen. Das Cover wirkt heimelig, so richtig hygge und ein Sachbuch zur Änderung der Mindsets ...

Ich liebe den Winter und ich hasse ihn. Als ich die Buchvorstellung zu „Wintern“ sah, fühlte ich mich direkt angesprochen. Das Cover wirkt heimelig, so richtig hygge und ein Sachbuch zur Änderung der Mindsets zum Thema „dunkle Jahreszeit“ kam mir im November gerade recht. Leider ist es jedoch so, dass die Autorin nicht so recht auf den Punkt kommt und wenn sie es nach langen Ausführungen doch tut, dass ist es relativ banal und wird gebetsmühlenartig wiederholt. Ja, es liegt an der inneren Einstellung wie wir die Welt und somit den Winter erleben. Ja, rausgehen und Freund treffen und sich bewegen ist gut für die Seele. Dass das im Tiefschnee, nordischem Kulturprogramm und Langlaufskiern noch mehr Spaß macht, keine Frage. In unseren Breitengraden ist es wohl eher das graue, regenverhangene Klima, das uns das Leben schwer macht. Kerze an, schönes Buch. Ja. Hab ich schon geahnt. Insofern wenig Mehrwert. Dennoch ein entschleunigendes Sachbuch mit positiven Inhalten. Wäre es nicht so aufgebauscht, dann hätte es mir deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 18.07.2024

Fade, wie ein altbackenes Croissant

Bonjour Agneta
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Ich habe abgebrochen. Nach 120 Seiten, in denen ich leider keinerlei Interesse aufbauen konnte an einer unmotivierten, orientierungslosen Protagonistin und ihren ach so unkonventionellen französischen ...

Ich habe abgebrochen. Nach 120 Seiten, in denen ich leider keinerlei Interesse aufbauen konnte an einer unmotivierten, orientierungslosen Protagonistin und ihren ach so unkonventionellen französischen Bekanntschaften, habe ich aufgegeben. Ich kann den Hype um die Autorin nicht verstehen. Not my cup of tea. Womöglich kriegt Agneta noch die Kurve und findet Sinn in ihrem leeren Leben, aber mir ist es zu mühselig, darauf zu warten. Wenn das Schwedens Bestseller ist, dann gute Nacht. Es gibt doch wahrhaftig genügend großartige AutorInnen, warum sind es so oft die flachsten, uninspiriertesten Romane, die gelesen werden? Ich versteh das nicht und es deprimiert mich ziemlich. Ich hoffe, das ist kein 1:1 Sinnbild unserer Gesellschaft, das wäre grausam. Annie Ernaux, Alex Schulman, Aris Fioretos wer liest euch?
Ich habe wirklich nichts gegen Feel-Good-Bücher und coming of age frauenbewegte Romane. Aber das hier ist für mich ein Weder-Noch.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Banal

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Wieder einmal muss ich mich wundern, warum gerade dieser Roman in zwanzig Sprachen übersetzt wird, wo es doch so viele Bücher gibt, die bedeutend besser, geschrieben und viel interessanter sind.
Liegt ...

Wieder einmal muss ich mich wundern, warum gerade dieser Roman in zwanzig Sprachen übersetzt wird, wo es doch so viele Bücher gibt, die bedeutend besser, geschrieben und viel interessanter sind.
Liegt es am Thema? Hollywood-Diva, Sex, Glamour?
Ganz ehrlich: ich fand das Buch ziemlich langweilig. Evelyn Hugo, das Kunstprodukt heiratet sieben Mal. Sie hatte große Brüste und liebte eigentlich eine Frau. So what! Das wäre vielleicht in den sechziger Jahren spannend gewesen, aber heute darüber zu lesen ist schlicht banal. Natürlich war es damals schwer, bisexuell, schwul oder lesbisch zu sein. Aber Evelyn Hugos Geschichte hat wenig Charme, gar keine Witz und nicht einmal die tragischen Momente brachten mich ins Mitgefühl. Denn der Stil ist staubtrocken, die Figuren wenig lebendig und die Story atmet nicht. „BookTok-Erfolge“ werde ich von nun an eher meiden.

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