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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2025

Familiendrama statt Nervenkitzel

Wem du traust
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Eva lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn ein vermeintlich perfektes Leben. Regelmäßig hilft die 15-jährige Sofia als Babysitterin aus. Doch eines Nachts bringt Daniel Sofia nach Hause und am nächsten ...

Eva lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn ein vermeintlich perfektes Leben. Regelmäßig hilft die 15-jährige Sofia als Babysitterin aus. Doch eines Nachts bringt Daniel Sofia nach Hause und am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden.

"Wem du traust" ist ein Roman, der sich stark um familiäre Verstrickungen, lange zurückliegende Geheimnisse und die Frage dreht, wie gut man die Menschen wirklich kennt, die einem nahestehen, ob innerhalb der Familie oder im Freundeskreis. Petra Johann versteht es dabei sehr gut, Charaktere mit Tiefe und glaubhaften Konflikten auszustatten. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und schafft es, die Emotionen der Figuren gut zu transportieren. Gerade in den Dialogen und in der Darstellung des familiären Miteinanders zeigt Johann viel Feingefühl.

Allerdings wirkt die Handlung zeitweise etwas langatmig. Einige Passagen ziehen sich, ohne dass wirklich Spannung aufgebaut wird. Der versprochene Thrill blitzt zwar immer wieder auf, bleibt jedoch oft hinter den Erwartungen zurück. Die Geschichte lebt stärker vom Familiendrama als vom Nervenkitzel, wodurch das Tempo stellenweise nachlässt. Wer jedoch gern tief in familiäre Konflikte eintaucht und Wert auf psychologisch geprägte Figuren legt, wird hier gut unterhalten. Für LeserInnen, die sich mehr Spannung und Wendungen wünschen, könnte das Buch jedoch etwas zu ruhig sein.

Fazit: Insgesamt ein solides Buch, das mehr im emotionalen Bereich punktet als im Thrill.

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Veröffentlicht am 05.12.2025

Stimmungsvoll gestaltet mit wenigen Highlights

Die Küche von Andalusien
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"Die Küche von Andalusien" besticht sofort durch seine wunderschöne Gestaltung. Farben, Layout und die Auswahl der Fotografien schaffen eine warme, authentische Atmosphäre und geben einem das Gefühl, direkt ...

"Die Küche von Andalusien" besticht sofort durch seine wunderschöne Gestaltung. Farben, Layout und die Auswahl der Fotografien schaffen eine warme, authentische Atmosphäre und geben einem das Gefühl, direkt in die andalusische Esskultur einzutauchen. Diese visuelle Umsetzung fängt Spanien und seine kulinarische Seele ausgesprochen stimmungsvoll ein.

Inhaltlich bietet das Buch eine Mischung aus Klassikern und weniger bekannten Gerichten, eingebettet in kleine kulturelle Hintergründe und regionale Kontextinformationen. Viele der Rezepte sind traditionell gehalten, und wer sich für die ursprüngliche Küche der Region interessiert, wird hier einiges entdecken können. Beim Durchsehen sind mir zwar nur wenige Rezepte aufgefallen, die ich unmittelbar nachkochen möchte, aber gerade diese wirken solide, authentisch und gut umsetzbar.

Die Beschreibung der Zutaten und Zubereitungsschritte ist klar und nachvollziehbar, sodass auch weniger geübte Köchinnen und Köche gut zurechtkommen. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin spürbar Wissen und Verbundenheit mit der Region vermittelt.

Fazit: Ein herrlich gestaltetes Kochbuch, das die Esskultur Andalusiens mit viel Liebe zum Detail präsentiert.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Magisch, atmosphärisch und voller Geheimnisse

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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"Der goldene Schlüssel" ist ein wundervoller Auftakt zu einer neuen magischen Reihe, die uns sofort verzaubert hat. Skye McKenna schafft es meisterhaft, eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig märchenhaft ...

"Der goldene Schlüssel" ist ein wundervoller Auftakt zu einer neuen magischen Reihe, die uns sofort verzaubert hat. Skye McKenna schafft es meisterhaft, eine Welt zu erschaffen, die gleichzeitig märchenhaft und düster wirkt. Ein England, in dem Hexen über uralte Kräfte wachen und das geheimnisvolle Land Faerie nur einen gefährlichen Wald entfernt liegt.

Cassandra ist eine sympathische, neugierige Heldin, in der man sich sofort wiederfindet. Ihr Weg von der ahnungslosen Schülerin zur jungen Hexe voller Mut und Entschlossenheit ist spannend und emotional erzählt. Besonders gut gefallen hat uns die Atmosphäre rund um Hartwood Hall, das alte Anwesen mit seinen sprechenden Porträts, verborgenen Türen und magischen Bewohnern ist einfach der perfekte Schauplatz für ein Abenteuer dieser Art. Die Geschichte entfaltet sich mit genau dem richtigen Tempo: ein bisschen Detektivarbeit, eine Prise Gefahr, viele zauberhafte Details und immer wieder diese leise, magische Spannung, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt. Einziger kleiner Kritikpunkt: Gegen Ende hätten wir uns noch etwas mehr Tiefgang bei den Nebenfiguren gewünscht, aber das wird sicher in den nächsten Bänden folgen.

Fazit: Ein magischer Reihenauftakt voller Charme, Geheimnisse und Herz.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Ehrlich, nahbar und überraschend tief

Before I met Supergirl
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Ich war ehrlich gesagt erst unsicher, ob mich Rea Garveys Buch wirklich packen würde. Musikerbiografien sind oft vorhersehbar, Erfolgsgeschichten, ein paar Krisen, am Ende eine versöhnliche Moral. Doch ...

Ich war ehrlich gesagt erst unsicher, ob mich Rea Garveys Buch wirklich packen würde. Musikerbiografien sind oft vorhersehbar, Erfolgsgeschichten, ein paar Krisen, am Ende eine versöhnliche Moral. Doch schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass "Before I Met Supergirl" anders ist. Rea schreibt nicht, um sich selbst zu feiern, sondern um sich selbst zu verstehen. Das macht das Buch für mich so besonders.

Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass er direkt mit mir spricht. Diese Mischung aus Nachdenklichkeit und Wärme hat mich sofort abgeholt. Besonders mochte ich, wie ehrlich er über Zweifel und Unsicherheit schreibt, über Momente, in denen er sich selbst verliert. Da habe ich mich an vielen Stellen wiedergefunden. Es geht nicht nur um das Leben eines Musikers, sondern um das ganz normale Ringen mit sich selbst, mit Erwartungen, mit der Frage, was im Leben eigentlich zählt.

Man spürt, dass Rea ein Mensch ist, der sich immer wieder neu erfinden musste und dass dieser Prozess nicht immer schön oder einfach war. Seine Art, darüber zu schreiben, ist nie pathetisch, sondern ruhig, fast demütig. Das hat mich berührt. Ich habe beim Lesen oft innegehalten, weil mich bestimmte Sätze zum Nachdenken gebracht haben. Trotz der Tiefe ist das Buch leicht zu lesen. Rea hat ein gutes Gespür für Rhythmus, für Timing und man merkt, dass da ein Musiker schreibt. Ich habe mich nie gelangweilt, im Gegenteil. Die Mischung aus persönlichen Geschichten, Reflexionen und humorvollen Momenten hat das Ganze lebendig gemacht.

Was mir besonders gefällt, ist, dass er sich nicht hinter schönen Worten versteckt. Er zeigt auch seine Widersprüche, seine Unsicherheiten und genau das macht ihn sympathisch. Ich hatte am Ende das Gefühl, ihn als Mensch besser zu verstehen, und gleichzeitig auch ein Stück mich selbst. Wenn ich überhaupt etwas kritisieren müsste, dann vielleicht, dass man nicht alles ins Deutsche übersetzt hat, da beziehe ich mich aufs ebook. Vorwort und Danksagung hätten auch ruhig übersetzt werden können. Bei den einzelnen Kapiteltitel hat es mich nicht weiter gestört.

Fazit: Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt und gleichzeitig gut unterhalten. Es ist ehrlich, inspirierend und überraschend nahbar, so, wie ich es nicht unbedingt erwartet hätte. Für mich war es eine kleine Reise, die nachhallt.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Festliche Genussmomente ohne Kompromisse

Weihnachtlich vegan
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Ich liebe es, in der Weihnachtszeit neue Rezepte auszuprobieren und "Weihnachtlich vegan" hat mich sofort begeistert! Mit über 60 festlichen Rezepten zeigt Anja Sagon, dass man auch ganz ohne tierische ...

Ich liebe es, in der Weihnachtszeit neue Rezepte auszuprobieren und "Weihnachtlich vegan" hat mich sofort begeistert! Mit über 60 festlichen Rezepten zeigt Anja Sagon, dass man auch ganz ohne tierische Produkte richtig köstlich durch die Feiertage kommt.

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut, die Rezepte sind leicht verständlich und wunderschön bebildert. Schon beim Durchblättern bekommt man Lust, sofort loszulegen. Besonders gut gefallen mir die Menüvorschläge, die tolle Inspiration für ein komplettes veganes Festtagsmenü bieten.

Es gibt eine tolle Mischung aus süßen Klassikern und deftigen Gerichten, sodass wirklich für jede Stimmung und jeden Anlass etwas dabei ist. Die Fotos sind unglaublich ansprechend und machen richtig Appetit. Ich werde auf jeden Fall einiges daraus ausprobieren, ein paar Plätzchenrezepte stehen schon auf meiner Liste!

Mein Fazit: Ein wunderschönes, inspirierendes Kochbuch für alle, die Weihnachten pflanzlich, aber trotzdem richtig genussvoll feiern möchten.

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