Nett für zwischendurch
Romeo Knight kann es nicht fassen, ausgerechnet Demi Crawford, mit deren Vater und Bruder er auf dem Kriegsfuß steht, macht neben seinem Boxclub ein Café auf. Das er ihr dann auch noch ständig begegnen ...
Romeo Knight kann es nicht fassen, ausgerechnet Demi Crawford, mit deren Vater und Bruder er auf dem Kriegsfuß steht, macht neben seinem Boxclub ein Café auf. Das er ihr dann auch noch ständig begegnen muss, weil seine Mutter ihn zu Demi schickt, macht sein Vorhaben, ihr aus dem Weg zu gehen, nicht gerade leichter. Demi hingegen ahnt nichts davon, was Romeo gegen sie haben könnte und wundert sich über dessen unhöfliche Art. Doch kurz darauf gerät Demi in Bedrängnis und Romeo eilt ihr zur Hilfe. Während er einsehen muss, dass nicht alle Crawfords gleich sind, muss auch Demi einsehen, dass hinter Romeos mürrischer Art mehr steckt.
Ich liebe schön gestaltete Bücher, die erwecken einfach immer meine Aufmerksamkeit und so war es auch hier bei Loving Romeo von Autorin Laura Pavlov. Mit diesem Buch erschien somit der erste Band der Magnolia Falls Reihe, die insgesamt fünf Bände umfassen wird.
Der Einstieg fällt dank des wirklich sehr einfachen Schreibstils leicht und die Geschichte liest sich locker und flüssig. Die Handlung ist insgesamt gut nachvollziehbar und spannend, auch wenn mir hier so manch eine Problemlösung doch zu schnell und einfach abgehandelt wurde. Jahrelange Konflikte sind meiner Meinung nach nicht so schnell vergessen.
Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass das Kleinstadtfeeling hier so gar nicht aufkommen wollte, denn von Magnolia Falls, dass der Reihe immerhin den Namen gibt, bleibt ohne nähere Beschreibungen, ebenso die meisten Charaktere. So blieben hier die Vibes der Kleinstadt aus und auch die Charaktere, bis auf die ein oder andere körperliche Beschreibung der beiden Protagonisten fern. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, um wirklich abtauchen zu können.
Romeo ist Boxer und wird zu einem wirklich harten Kampf herausgefordert. Hier dürfen wir ein kleines bisschen mehr über das Training und auch den eigentlichen Kampf erfahren, was mir bei einer Sportsromance sehr gut gefiel.
Demi ist eine unheimlich liebe, nette, aber auch sehr naive junge Frau, die man zwar gernhaben muss, aber auch hin und wieder schütteln möchte. Gerade in Bezug zu ihrem Bruder ist sie doch sehr blauäugig.
Romeo wird gerade zu Beginn ein wenig Bad Boy mäßig dargestellt, doch das ist er ganz und gar nicht, eher eine Green Flag.
Die Vibes zwischen Romeo und seinen Freunden haben mir gut gefallen, wenn sie auch ein kleines bisschen überzogen wirkten. Trotzdem ist die innige Freundschaft hier deutlich spürbar.
Mein Fazit: Insgesamt ist Loving Romeo eine nette Geschichte für zwischendurch, die abschalten lässt und leicht lesbar ist. Große Überraschungen findet der Leser hier aber nicht und auch die typischen Smalltownvibes bleiben leider aus. Dafür passt die Chemie zwischen den einzelnen Charaktere absolut.