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Veröffentlicht am 03.11.2025

Spannender Kriminalroman aus dem hohen Norden, der mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern aufwartet

NordOstWut (Flensburg-Krimi)
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In ihrem zehnten Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Anne Anders und Hendryk Larsson von der Kriminalpolizei Flensburg in ihren dritten Fall, der mich ...

In ihrem zehnten Küstenkrimi schickt die Autorin Nele Bruun ihre gut aufeinander abgestimmten Ermittler Anne Anders und Hendryk Larsson von der Kriminalpolizei Flensburg in ihren dritten Fall, der mich wieder einmal gut und spannend unterhalten konnte.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal bekommen es Anne und Hendryk mit dem Mord an dem Leiter des Flensburger Shanty-Chors „De lustigen Mannslüüd“ zu tun, der erschlagen aufgefunden wird. Handelt es sich hier um einen Raubmord oder wurde Kurt „Kuddl“ Möller gezielt ermordet ? Doch wer sollte ein Interesse daran haben, das bekannte und beliebte Flensburger Urgestein zu töten ? Bei ihren Ermittlungen merken Anne und Hendryk schnell, dass der Ruf des Opfers besser war als es die Realität hergibt. Und so mangelt es auch nicht an Motiven und Verdächtigen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bestückt sie mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Besonders das gelungene Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Hauptermittler, die inzwischen zu einem sehr guten Team zusammengewachsen sind, ist absolut gelungen. Aber auch Swantje Meier, die bislang eher im Hintergrund agiert hat, bekommt diesmal deutlich mehr Raum zur Entfaltung, den sie auch gut zu nutzen weiß. Und an der schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt, gibt es ebenfalls nichts zu meckern.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden steht, wird hier gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Packender und atmosphärisch dichter Polit-Thriller mit aktuellen Bezügen zum Krieg in der Ukraine

Der Wortschatz des Todes
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Nach mehrenden historischen Thrillern legt der Autor Martin von Arndt hier nun einen zeitgenössischen Thriller vor, der nicht nur spannend, sondern auch hochaktuell ist. Zugleich ist das Buch der Auftakt ...

Nach mehrenden historischen Thrillern legt der Autor Martin von Arndt hier nun einen zeitgenössischen Thriller vor, der nicht nur spannend, sondern auch hochaktuell ist. Zugleich ist das Buch der Auftakt einer neuen Reihe um die ehemalige BKA-Ermittlerin Irina Starilenko, die hier einen vielversprechenden Start hinlegt und dabei die Messlatte für die weiteren Bände sofort ziemlich hoch hängt.

Nachdem die russischstämmige Irina Starilenko aus persönlichen Gründen beim BKA ausgeschieden ist, muss sie noch eine Karenzzeit überstehen, bis sie ihre neue Stelle als Wirtschaftsdetektivin für ein Versicherungsunternehmen antreten kann. Als ihr Bruder Konstantin sie bittet, seinem Freund Oleksandr zu helfen, dem vorgeworfen wird, einen polnischen Geschäftsmann ermordet zu haben, lässt sie sich daher dazu überreden, den Pflichtverteidiger des Ukrainers, der vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland geflüchtet ist, zu unterstützen. Sie ahnt allerdings nicht, in welches Wespennest sie bei ihren Ermittlungen sticht.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei einige aktuelle Bezüge zum Krieg in der Ukraine in die Geschichte ein. Mit einer bildhaften Sprache, die das Kopfkino beim Lesen mächtig ankurbelt, und der äußerst gelungenen Charakterisierung der Protagonisten, die durchgehend ausgesprochen vielschichtig angelegt sind, entwickelt sich eine komplexe Geschichte, die mit jeder Seite eine immer größere Sogwirkung entwickelt. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt ganz hervorragend. Einige Andeutungen zur Geschichte und persönlichen Situation der Hauptfigur deuten zudem schon reichlich Potential für die weiteren Bände der Reihe an.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit aktuellen Bezügen steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Gelungener Abschluss der Reihe um das Odyssee-Bergungsteam

Das Grab des Piraten
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In diesem Archäologie- Thriller schickt der Autor Gerhard Wegner das Bergungsteam der ODYSSEE um Michel "Mitch" Thromberg in ihr fünftes und leider auch letztes Abenteuer, das wieder eine gut aufeinander ...

In diesem Archäologie- Thriller schickt der Autor Gerhard Wegner das Bergungsteam der ODYSSEE um Michel "Mitch" Thromberg in ihr fünftes und leider auch letztes Abenteuer, das wieder eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus Spannung, Action und Geheimnissen bietet.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten vier Abenteuern, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zudem bieten auch die ersten vier Bände packende Unterhaltung und sind absolut zu empfehlen.

Nach ihrem letzten Abenteuer wollten sich Mitch und sein Team eigentlich bereits zur Ruhe setzen, aber wenn das englische Königshaus um Hilfe bittet, kann man diese Bitte natürlich nicht abschlagen. Und so macht sich das Team der ODYSSEE auf die Suche nach dem Grab des legendären Seefahrers Sir Francis Drake, um seine sterblichen Überreste nach über 400 Jahren endlich nach England zurückzuholen. Dabei bekommen sie es mit Terrorristen, der kolumbianischen Mafia und dem indigenen Volk der Kunas zu tun und müssen zahlreiche Geheimnisse aufdecken, um zum Ziel zu kommen.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bietet dabei zahlreiche Spannungsmomente, die einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lassen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Auch wenn der Autor am Ende an einigen Stellen vielleicht etwas zu dick aufträgt, bietet das Buch doch einen mehr als würdigen Abschluss der Reihe, so dass ich das Buch am Ende mit ein wenig Wehmut zugeklappt habe, da mir das Team inzwischen ziemlich ans Herz gewachsen ist.

Hervorragend abgerundet wird das Buch am Ende durch ein Nachwort in Form eines Frage- und Antwort-Spiels, das Auskunft darüber gibt, was hier Dichtung und was Wahrheit ist. Dabei zeigt sich, dass sich der Autor doch ziemlich eng an die Fakten und die gängigen Mythen rund um den berühmten Piraten hält und sich diese nur geringfügig im Sinne seiner Geschichte zurechtbiegt.

Wer auf spannende und actionreiche Abenteuer mit mysteriösen Geheimnissen steht, wird hier noch einmal bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Packender Thriller mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern

Sündiges Blut (Thriller)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerduo Jana Bein und Oliver Marquart von der Kieler Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz sein gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerduo Jana Bein und Oliver Marquart von der Kieler Kriminalpolizei in ihren zweiten Fall, der mich erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als auf einer Schafwiese nahe Kiel eine junge Frau mit schwersten Verbrennungen aufgefunden wird, übernehmen Jana Bein und Oliver Marquart die Ermittlungen. Als auf dem Körper der Frau, die auf dem Weg ins Krankenhaus verstirbt, seltsame Zeichen gefunden werden und der Polizei ein handgeschriebenes Buch mit verstörendem Inhalt zugespielt wird, ziehen die Ermittler eine Expertin für Ritualmorde hinzu. Doch auch mit dieser Unterstützung können sie einen zweiten Mord nach ähnlichem Muster nicht verhindern. Und der Täter scheint noch lange nicht am Ende seiner grausamen Mission, der Suche nach „reinem“ Blut, angekommen zu sein.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht der Opfer sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über die Identität des Täters zu verraten. Fein dosierte Ausflüge in das Privatleben der beiden ungleichen Ermittler lockern das eher düstere Geschehen zudem immer wieder ein wenig auf, die Ermittlungen steht dabei aber immer im Mittelpunkt des Geschehens.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände liegt gleich noch einmal ein Stückchen höher.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Spannender und recht blutiger Thriller

Schachmatt, gleich bist du tot
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In diesem Thriller entführt uns die Autorin Emilia Benedict zum dritten Mal nach Jefferson City und schickt ihre Ermittler in die doch recht blutige Jagd nach geheimnisvollen Rächern, der sich selbst als ...

In diesem Thriller entführt uns die Autorin Emilia Benedict zum dritten Mal nach Jefferson City und schickt ihre Ermittler in die doch recht blutige Jagd nach geheimnisvollen Rächern, der sich selbst als Richter bezeichnen und einen perfiden Plan verfolgen, in dessen Zentrum Aidan Carter steht.

Für mich war es der zweite Besuch in der Stadt im Bundesstaat Missouri und ich hatte auch diesmal nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus dem ersten Band fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Inspector Aidan Carter staunt nicht schlecht, als ihm ein Nachbarsjunge einen Bekennerbrief überreicht, in dem einem Nachbarn von ihm vorgeworfen wird, gegen die Gesetze der Scharia verstoßen zu haben. Zugleich verlangen die selbsternannten Richter, die den Brief verfasst haben, entsprechende Berichte in den Medien zu platzieren und drohen bei Zuwiderhandlung mit harten Gegenmaßnahmen. Als Aidan den Nachbarn aufsucht, muss er schnell erkennen, dass der Brief kein Scherz ist, sondern das Urteil bereits auf grausame Art und Weise vollstreckt wurde. Zusammen mit seinem Partner Ethan Jones und ihrem Team übernimmt Aidan die Ermittlungen und ahnt nicht, dass er selbst im Mittelpunkt des perfiden Plans hinter dem Mord steht. Und in wenigen Tagen steht die Hochzeit mit seiner Freundin Jessica an. Aber wird er den vermeintlich schönsten Tag im Leben wirklich noch genießen können ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran, legt geschickt ein paar falsche Fährten und garniert das Ganze mit dem einen oder anderen doch recht blutigen Moment. Getragen wird die atmosphärisch dichte Geschichte von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei erleben wir das temporeiche Geschehen hauptsächlich aus den wechselnden Perspektiven von Aidan und Ethan, Jessicas Part fällt diesmal wesentlich kleiner aus wie in den ersten beiden Bänden. Immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei schon zu viel über dessen Identität zu verraten. So erhält man neben einem krachenden Showdown auch eine verblüffende Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt.

Wer Gefallen an spannenden und atmosphärisch dichten Thrillern findet und kein Problem mit blutigen Einlagen hat, wird hier bestens bedient und unterhalten. Ich freue mich auf jeden Fall bereits auf weitere Besuche in Jefferson City.

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