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Veröffentlicht am 03.11.2025

Jetzt schlägt's 13

Apfelstrudel-Alibi
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In der neuesten Ausgabe der Eberhofer-Reihe, dem 13. Band, kriegt man als Leser nicht nur ein Schmunzeln, sondern gleich eine ganze Lachsalve! 

Susi hat es tatsächlich geschafft: Sie ist jetzt Bürgermeisterin ...

In der neuesten Ausgabe der Eberhofer-Reihe, dem 13. Band, kriegt man als Leser nicht nur ein Schmunzeln, sondern gleich eine ganze Lachsalve! 

Susi hat es tatsächlich geschafft: Sie ist jetzt Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen und bringt frischen Wind in die beschauliche Gemeinde. Doch während sich einige über die junge Bürgermeisterin freuen, macht sich bei Franz unmissverständlich ein Gefühl des Unbehagens breit – schließlich hat seine Frau jetzt weniger Zeit für ihn und die Familie. Armer Franz! Während er sich fragt, ob er irgendwann wieder ein normales Leben mit Susi genießen kann, bleibt Paul, ihr kluger Sohn, gut behütet und beobachtet das Chaos.


Doch kaum hat sich Franz halbwegs gefangen, kommt auch noch die Meldung eines Mordes aus den Dolomiten – und oh Wunder, die Patentochter vom Moratschek ist betroffen! Klar, dass unser Lieblingspolizist nun alles andere als entspannt bleibt. Mit Koffer und Paul an seiner Seite geht’s auf zur Berg-Aktion – und man kann sich lebhaft vorstellen, wie Franz im steinigen Gelände nach Hinweisen sucht und nebenbei versucht, seinen Junior vom Blödsinnmachen abzuhalten.


Die Autorin hat wirklich ein Talent dafür, ihre Charaktere altern zu lassen und damit eine nachvollziehbare Geschichte zu weben. Manchmal sind die Szenen knallhart überspitzt, aber das macht sie nur umso authentischer und urkomischer. 

Ich kann es kaum erwarten, die nächste Portion Leberkäs-Semmel direkt aus Niederkaltenkirchen zu konsumieren!

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Das Leben der Helene

Die stille Heldin
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Dieser Roman erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Helene, einer jungen Frau, deren Dasein von Liebe und gleichzeitig von tiefen Demütigungen geprägt ist. 

Im Alter von 16 Jahren wird Helene zwangsverheiratet ...

Dieser Roman erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Helene, einer jungen Frau, deren Dasein von Liebe und gleichzeitig von tiefen Demütigungen geprägt ist. 

Im Alter von 16 Jahren wird Helene zwangsverheiratet mit einem Großbauern, dessen brutale Gewalt und Erniedrigungen sie in eine dunkle Zukunft führen. Schläge und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung, doch trotz des Schmerzes bringt sie schnell zwei Kinder zur Welt.


Als ein Brief eintrifft, der den Tod ihres Mannes im Krieg verkündet, empfindet Helene eine Art Befreiung. Alleine gestellt, wagt sie es, einen neuen Lebensweg einzuschlagen und bringt insgesamt zwölf Kinder in diese Welt. Tragischerweise verliert sie fünf davon durch Unfälle, den Zweiten Weltkrieg und ein schreckliches Kriegsverbrechen.


Die Autorin nutzt die Erinnerungen und Notizen von Helenes Enkelin, um das Leben ihrer Großmutter in einer unruhigen Zeit voller Umbrüche detailliert zu schildern. Es wird deutlich, dass die Enkelin mit großer Liebe und Respekt auf das Leben ihrer Großmutter zurückblickt, die in einer Ära lebte, in der Lebensmittelknappheit und minimalistische Lebensbedingungen vorherrschten.


Mit einem beklemmenden Gefühl verfolgt man Helenes Schicksal, das an die Erzählungen der eigenen Familie erinnert und in seiner Tragik berührt. Diese Familiengeschichte lässt einen tief in die Vergangenheit eintauchen und vermittelt ein starkes Gefühl der Dankbarkeit für die geteilten Erinnerungen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Alles beginnt mit einem Sack Zucker

Haribo - So schmeckt das Glück
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Wer kennt nicht das berühmte Sprichwort „Vom Tellerwäscher zum Millionär“? In dem vorliegenden Roman, der uns in die faszinierende Welt der Süßigkeiten entführt, wird jedoch nicht von einem Tellerwäscher, ...

Wer kennt nicht das berühmte Sprichwort „Vom Tellerwäscher zum Millionär“? In dem vorliegenden Roman, der uns in die faszinierende Welt der Süßigkeiten entführt, wird jedoch nicht von einem Tellerwäscher, sondern von einem Bonbonkocher erzählt: Hans Riegel! Ja, genau – der Gründer von HaRiBo, der uns die köstlichen Gummibärchen beschert hat. Ich bin mir sicher, jeder hat schon einmal in ein Tütchen seiner Lieblingsgummibärchen gegriffen!


Hans begann seine Karriere ganz unten und musste sich seinen Weg nach oben hart erkämpfen. Fleiß, Ehrgeiz und auch der ein oder andere Verzicht prägten seinen Aufstieg. Der erste Band dieser spannenden, aber auch unterhaltsamen Haribo-Reihe nimmt uns mit auf die Reise von 1908 bis hin zur Machtergreifung Hitlers, und neben der persönlichen Geschichte von Hans werden auch die großen weltpolitischen Ereignisse aufgezeigt. Es ist ein faszinierender Kontrast zwischen dem Streben nach Erfolg und den düsteren Zeiten, die viele Ängste und Verluste mit sich brachten.


Ein besonderer Nebenstrang ist die Geschichte von Jane, die die moralischen Dilemmata der damaligen Gesellschaft reflektiert und einen emotionalen Zugang zur Handlung bietet.


Der bildhafte Schreibstil zieht sofort in den Bann und lässt die Charaktere lebendig werden. Ich konnte mich schnell in die Geschichte vertiefen, doch ich hätte mir gewünscht, mehr über die Kunst der Bonbonherstellung zu erfahren. Schließlich war es sicher eine Herausforderung, die benötigten Zutaten während dieser turbulenten Zeit zu bekommen!


Anschließend kann ich sagen, dass mir der vorliegende erste Band der HARIBO-Saga sehr gut unterhalten hat und ich bin auf die Fortsetzung freue.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

384 Seiten voller Geheimnisse und Erkenntnisse 

Die Psychoanalytikerin
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In den schillernden 1920er Jahren in Hamburg, wo Zigarettenrauch und das Klingen von Jazznoten durch die Straßen wehten, wäre der Gedanke an eine Psychoanalytikerin wie Vera fast schon revolutionär. Nachdem ...

In den schillernden 1920er Jahren in Hamburg, wo Zigarettenrauch und das Klingen von Jazznoten durch die Straßen wehten, wäre der Gedanke an eine Psychoanalytikerin wie Vera fast schon revolutionär. Nachdem ihr Mann aus dem Krieg nicht wieder heimkehrte, übernahm sie die Praxis um den Menschen mit ihren Traumata zu helfen.

Doch mit der Psychoanalyse kommt nicht nur das Verstehen der menschlichen Psyche, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Polizei wegen eines rätselhaften Todesfalls. Und schon bald taucht die nächste Herausforderung auf: eine vermisste Person, die anscheinend mehr über geheimnisvollen Toten wusste.

Der Roman entfaltet die Vorurteile und Stolpersteine, auf die Frauen seinerzeit stießen – während Vera mit einer Mischung aus Feingefühl und Neugier ihre Mitmenschen analysiert. Ich hätte mir gewünscht, manchmal noch tiefer in die Abgründe der Psyche einzutauchen! Das Setting wirkt realistisch, so dass die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar erscheinen. 

Ein großartiger Roman, der durchaus als Krimi bezeichnet werden könnte und den Wunsch nach einer Fortsetzung weckt.



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Veröffentlicht am 11.10.2025

288 Seiten voller (Dis)Harmonie in Niederkaltenkirchen 

Steckerlfischfiasko
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Der Franz auf dem Golfplatz. Dieses alleine ist schon ein Gedanke, der schwer nachvollziehbar ist. Aber wenn es doch dort einen Toten gibt, dann hat auch der Eberhofer Franz keine Chance und muss sich ...

Der Franz auf dem Golfplatz. Dieses alleine ist schon ein Gedanke, der schwer nachvollziehbar ist. Aber wenn es doch dort einen Toten gibt, dann hat auch der Eberhofer Franz keine Chance und muss sich dem Vergnügen der Reichen und Schönen stellen. 

Aber das ist nicht sein einziges Problem. Susi kandidiert für die Bürgermeisterwahl, Pauli tanzt Ballett und die Oma ist in Kur.

Es ist also wiedermal viel los bei Eberhofers.


Ich mag den lockeren Schreibstil der Autorin sehr. Er bringt mir das Familienleben,  Regionalität und noch Krimispannung, fast wie in einem Überraschungsei. Die kleinen dialektischen Einwürfe runden das bayrische Dorfidyll perfekt ab. 


Ich hoffe, dass der Autorin die Ideen noch lange nicht ausgehen, auch, da ich die Kochrezepte im Anhang schmerzlich vermissen würde.


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