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Milena_lre

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2024

Mit einem Hauch mehr Fantasy

Ruthless Vows
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Der zweite Teil war gut, aber ich muss sagen, der erste hat mir irgendwie besser gefallen. Die Spannung war da, aber irgendwie war es nicht ganz so fesselnd wie beim ersten Mal.
Die Geschichte um Roman, ...

Der zweite Teil war gut, aber ich muss sagen, der erste hat mir irgendwie besser gefallen. Die Spannung war da, aber irgendwie war es nicht ganz so fesselnd wie beim ersten Mal.
Die Geschichte um Roman, der auf Dacres Seite kämpft, war interessant. Seine Rückkehr zu seinen Erinnerungen und zu Iris, mit Envars Hilfe, war emotional und fesselnd. Iris’ Sorge um ihre Familie, Freunde und die Leute in Oath war schön zu sehen, aber ich fand, sie war etwas zu perfekt dargestellt.

Ein harter Schlag war der Verlust einiger Charaktere, bzw. Vorallem einer ;) was natürlich der Geschichte mehr Tiefe gab, aber auch etwas vorhersehbar war. Trotzdem gab es rührende Momente und ein paar schöne Schlussmomente.

Die Szenen, in denen Sie aber auch Roman und Vorallem Attie über sich hinauswuchsen, waren spannendl. Ich mag Iris und Attie immer noch, sie sind ein tolles Team, aber ihre Entwicklung hat mich dieses Mal nicht ganz so mitgerissen.

Das Ende war okay, aber nicht so befriedigend wie erhofft. Einige Fragen blieben offen und der Fluch, der Envar belastet, wurde nicht vollständig gebrochen. Wer den ersten Teil mochte, wird den zweiten wahrscheinlich auch mögen, aber er kommt nicht ganz an die Erwartungen heran.

Alles in allem ist "Ruthless Vows" eine solide Fortsetzung, aber für mich bleibt der erste Teil unerreicht. Wenn du nach einer emotionalen und spannenden Geschichte suchst, ist dieses Buch trotzdem eine Wahl und immernoch 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.11.2025

Fantasykrimi

The Blackgate Invitation
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Schon das Cover macht neugierig: die dunkle Farbpalette mit goldenen Akzenten, der feine Farbschnitt und die mystische Gestaltung schaffen sofort eine passende Stimmung. Es ist ein gelungenes Design, das ...

Schon das Cover macht neugierig: die dunkle Farbpalette mit goldenen Akzenten, der feine Farbschnitt und die mystische Gestaltung schaffen sofort eine passende Stimmung. Es ist ein gelungenes Design, das stimmungsvoll auf den Inhalt einstimmt und Lust macht, das Buch aufzuschlagen.



Die Prämisse zwei Schwestern, die für einen Abend in ein altes Herrenhaus eingeschleust werden und sich bald in einem Netz aus Magie, Intrigen und Familiengeheimnissen wiederfinden wird spannend und fokussiert umgesetzt, ohne in billige Effekte abzurutschen. Autorin und Erzählebenen balancieren Mystery-Elemente mit familiären Konflikten und Machtkämpfen so, dass die Handlung konstant vorantreibt, aber nie überfrachtet wirkt.



Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft; er erzeugt Atmosphäre und Tempo zugleich. Manchmal sind Sätze etwas verschachtelt, was gelegentlich die Lesegeschwindigkeit bremst, insgesamt wirkt das aber stilistisch stimmig und trägt zum geheimnisvollen Ton bei.



Die Figuren sind das Herzstück des Romans. Ruby und Wren wirken authentisch ihre Schwesternbindung ist emotional spürbar und glaubwürdig. Auden und die anderen Hexenfiguren bringen Tiefe und Ambivalenz in die Geschichte; auch Nebencharaktere entwickeln sich und bleiben nicht eindimensional. Besonders positiv ist, wie die Perspektivwechsel (Ruby/Auden) dazu führen, dass man die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln erlebt und nach und nach Zusammenhänge erkennt.



Warum mich das Buch interessiert: Es kombiniert klassische Mystery-Strukturen mit einer sorgfältig aufgebauten magischen Welt, die weder überladen noch oberflächlich ist. Wer gerne miträtselt und Wert auf Charakterentwicklung legt, findet hier viel Spannung.



Kritikpunkt: Der Anfang verlangt Konzentration die Vielzahl an Namen und Linien kann zunächst verwirren. Außerdem hätten manche Nebenhandlungen etwas Straffung vertragen.



Fazit & Empfehlung:

The Blackgate Invitation ist ein atmosphärischer Fantasy-Krimi mit starken Figuren und klugem Worldbuilding. Empfehlenswert für Leser
innen, die düstere, rätselbasierte Geschichten und komplexe Familienbeziehungen in einer magischen Welt schätzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2025

Spannend und düster

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
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„One Dark Window“ ist ein Fantasy-Buch mit einer faszinierenden und für mich neuen Magie-Idee, die mich von Anfang an neugierig gemacht hat. Das Cover ist schlicht, aber unglaublich schön gestaltet und ...

„One Dark Window“ ist ein Fantasy-Buch mit einer faszinierenden und für mich neuen Magie-Idee, die mich von Anfang an neugierig gemacht hat. Das Cover ist schlicht, aber unglaublich schön gestaltet und passt perfekt zu den Vorsehungskarten, die eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen. Es hat etwas Düsteres an sich – genau wie das Buch selbst, das eine sehr dunkle, aber spannende Atmosphäre schafft.

Beim Erzählstil bin ich mir ehrlich gesagt unsicher, ob er mir wirklich gefallen hat. Grundsätzlich bevorzuge ich es, wenn Figuren ihre Geschichte selbst erzählen, statt dass man alles aus einer distanzierten Perspektive geschildert bekommt. Der Nachtmar als Element hat mich zwischendurch auch etwas verwirrt, aber das hat dem Lesegenuss keinen großen Abbruch getan.

Die Charaktere sind für mich das stärkste Element des Buches. Elspeth ist eine beeindruckende Protagonistin. Auch wenn sie keine Kampferfahrung oder besondere Ausbildung hat, bringt sie dennoch viel Stärke mit – einerseits durch den Nachtmar, der an ihrer Seite steht, andererseits durch ihre Bodenständigkeit, die sie auch ohne ihn ausstrahlt. Ravyn mochte ich ebenfalls sehr, von Anfang an. Seine mysteriöse Ausstrahlung hat mich sofort neugierig gemacht, und ich habe direkt geahnt, dass zwischen ihm und Elspeth etwas passieren könnte.

Auch die Nebenfiguren – wie Yaws und Elm – sind mir sehr ans Herz gewachsen. Jeder von ihnen hat auf seine eigene Art und Weise überzeugt. Besonders mochte ich, dass sie alle ein Ziel verfolgen, das moralisch nachvollziehbar und vertretbar ist.

Die Ausgangslage der Geschichte wird relativ schnell erklärt, sodass man nicht lange rätseln muss, worum es geht oder welche Kräfte Elspeth besitzt. Gegen Ende gibt es aber dennoch eine spannende Wendung, als man mehr über den Nachtmar erfährt – was er wirklich ist und was Elspeth eigentlich in sich aufgenommen hat.

Die Vorsehungskarten fand ich ebenfalls faszinierend. Sie sind leicht zu verstehen, und ich habe es genossen, Elspeth bei der Suche nach den einzelnen Karten zu begleiten. Es war spannend, mitzufiebern und zu spekulieren, wo sich die letzte Karte befinden könnte.

Jona ist eine Figur, die ich mit gemischten Gefühlen sehe. Ich bin überzeugt, dass sie ihre Menschlichkeit für ihre Schönheit geopfert hat. Trotzdem hat sie immer wieder Momente, in denen sie zeigt, dass noch etwas Menschliches in ihr steckt – etwa als sie versucht, Elspeth während des Spiels zu helfen und dabei die Karte antippt. Ich frage mich, ob sie sich eines Tages so akzeptieren kann, wie sie ist, und die Karte loslassen wird.

Die romantische Beziehung zwischen Elspeth und Ravyn hat mir sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich langsam und in Etappen, wodurch sie glaubwürdig bleibt. Das Mitfühlen fiel mir hier leicht, da die Annäherung der beiden authentisch wirkt.

Insgesamt ist „One Dark Window“ ein spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe. Trotzdem würde ich es eher als eine Geschichte bezeichnen, die sich gut für zwischendurch eignet. Die Handlung hat mich nicht vollständig gefesselt, weshalb ich dem Buch 3,5 Sterne geben würde.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Sehr gute Fortsetzung

Foxglove – Das Begehren des Todes (Belladonna 2)
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Sehr spannend und rätselhaft
Die Fortsetzung war sogar noch spannender als der erste Band. Da dieser ein nahezu offenes Ende hatte, war ich sehr gespannt, ob die Handlung das hohe Niveau halten kann – ...

Sehr spannend und rätselhaft
Die Fortsetzung war sogar noch spannender als der erste Band. Da dieser ein nahezu offenes Ende hatte, war ich sehr gespannt, ob die Handlung das hohe Niveau halten kann – und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Handlung war durchgehend fesselnd: Ein neuer Mord musste aufgeklärt werden, Geheimnisse sollten im Verborgenen bleiben, und ein Täter, der zwar im Fokus stand, dessen wahre Beweggründe jedoch zunächst nicht erkennbar waren, sorgte für zusätzliche Spannung.

Auch das Worldbuilding hat sich noch einmal deutlich gesteigert. Besonders die neuen Anwesen Foxglove und Wisteria waren beeindruckend und wurden sehr eindrucksvoll sowie detailreich beschrieben.

Die Charaktere haben meiner Meinung nach ebenfalls eine beachtliche Entwicklung durchgemacht. Gerade Blythe, die mir zu Beginn oft unsympathisch war, wurde zunehmend reifer und begann, die Dinge klarer zu sehen. Sie hat ohne Zweifel die größte Entwicklung erlebt. Aber auch Signa wurde mit viel Verantwortung konfrontiert, was sie in ihrem Wesen gestärkt und weitergebracht hat. Beide Entwicklungen lassen sich wohl stark auf die Einflüsse des Schicksals zurückführen.

Die Einführung der neue Figur des Schicksals hat der Geschichte zusätzlich frischen Wind verliehen und die Handlung an vielen Stellen unvorhersehbar gemacht.

Insgesamt ist dieser Band wirklich gelungen. Lediglich die Perspektivwechsel waren an manchen Stellen etwas verwirrend und seltsam.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Löscht das Feuer

He Sees You When You´re Sleeping
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He Sees You When You’re Sleeping ist ein Buch, das auch nach dem Lesen noch nachwirkt – weniger, weil es Antworten liefert, sondern weil es Fragen aufwirft. Es ist keine klassische Stalker-Romance mit ...

He Sees You When You’re Sleeping ist ein Buch, das auch nach dem Lesen noch nachwirkt – weniger, weil es Antworten liefert, sondern weil es Fragen aufwirft. Es ist keine klassische Stalker-Romance mit klaren Rollenbildern, sondern eine Geschichte, die bewusst verunsichert und mit moralischen Grauzonen spielt.

Im Mittelpunkt stehen Jack und Chloe, zwei Figuren, deren Beziehung von Begierde, Kontrolle und unerfüllten Sehnsüchten geprägt ist. Jack ist kein eindimensionaler Stalker: Sein Verhalten ist zweifellos problematisch, wird jedoch durch seine fürsorgliche und beschützende Art ambivalent dargestellt. Chloe wiederum wirkt nach außen schüchtern und naiv, zeigt aber schnell eine dunklere, widersprüchliche Seite, die der Geschichte ihre besondere Spannung verleiht.

Als Leser*in gerät man dadurch immer wieder in einen inneren Konflikt – man schwankt zwischen Unbehagen und Verständnis, zwischen Ablehnung und Neugier. Nicht alles ist dabei völlig realistisch, vor allem Chloes Reaktionen erfordern eine gewisse Offenheit beim Lesen. Dennoch fügt sich das Ende stimmig in die Geschichte ein und greift genau diese Gegensätze auf.

Insgesamt ist He Sees You When You’re Sleeping düster, provokant und bewusst unbequem. Wer klare Moralvorstellungen oder eine klassische Liebesgeschichte erwartet, wird hier nicht glücklich. Wer sich jedoch auf psychologische Tiefe, Ambivalenz und emotionale Grauzonen einlassen kann, bekommt eine Geschichte, die lange im Kopf bleibt.

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