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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2021

Sehr spannend

Das letzte Bild
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Das Buchcover mit einem verblichenen Foto einer Frau verbunden mit dem Buchtitel machen neugierig. aber restlos überzeugt wurde ich von der Leseprobe, so dass ich auch das Buch kaufte. Schon während den ...

Das Buchcover mit einem verblichenen Foto einer Frau verbunden mit dem Buchtitel machen neugierig. aber restlos überzeugt wurde ich von der Leseprobe, so dass ich auch das Buch kaufte. Schon während den ersten Seiten hat mich der flüssige Schreibstil gepackt! Durch den ständigen Zeitensprung (beginnend mit 1944, dann abwechselnd 1954 und 2018) schafft es die Autorin den Leser so geschickt in die Geschichte zu entführen, dass ich bis zum Ende des Buches meinen Blick nicht von den Zeilen lösen konnte. Parallel dazu suchte ich auch im Internet nach Informationen über diese Isdal-Tote und es hat mir sehr gut gefallen, dass im Anhang des Buches eine Zusammenfassung der Tatsachen sowie Widersprüche bei den Zeugenaussagen aufgelistet sind. Bei diesem Buch passt alles wunderbar zusammen und ich gebe die volle Punktzahl. Ich bin mir sicher, dass Anja Jonuleit mit diesem Buch ein Bestseller gelungen ist.

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Super historischer Roman

Das Auktionshaus (Die Auktionshausserie 1)
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Der historischen Roman von Amelia Martin erzählt die faszinierende Geschichte der ersten weiblichen Expertin bei einem Londoner Auktionshaus. Im Arbeiterviertel Soho aufgewachsen, lernt die Hauptfigur ...

Der historischen Roman von Amelia Martin erzählt die faszinierende Geschichte der ersten weiblichen Expertin bei einem Londoner Auktionshaus. Im Arbeiterviertel Soho aufgewachsen, lernt die Hauptfigur Sarah durch einen glücklichen Zufall ihre spätere Mentorin Lady Sudbury kennen. Diese erkennt ihr Potential und fördert sie. So erhält Sarah die Chance im Auktionshaus als einfache Katalogisiererin zu arbeiten. Als der erste Weltkrieg ausbricht und somit die Männer in den Krieg ziehen müssen, kann sie die Chance nutzen und steigt zur ersten weiblichen Expertin in diesem Auktionshaus auf. Amelia Martin versteht es den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil zu fesseln und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Am liebsten hätte ich auch gleich den zweiten Teil, der leider erst in 2022 erscheinen wird, gelesen. Super finde ich auch die Auflistung der wichtigeten Personen in diesem Buch. Ich bin mir sicher, dass der Autorin mit diesem Buch ein Bestseller gelungen ist.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Interessant, spannend und brutal

TINTE und SCHWERT
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Endlich mal wieder ein Roman über den dreißigjährigen Krieg! Hiervon gibt es meiner Meinung nach viel zu wenige Romane. Der Galgenbaum, Sinnbild für den dreißigjährigen Krieg als Buchcover hat sofort meine ...

Endlich mal wieder ein Roman über den dreißigjährigen Krieg! Hiervon gibt es meiner Meinung nach viel zu wenige Romane. Der Galgenbaum, Sinnbild für den dreißigjährigen Krieg als Buchcover hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auch der Klappentext klang sehr interessant, so dass ich froh war, dass ich diesen Roman bei vorablesen.de gewonnen habe. Der Autor verbindet auf sehr unterhaltsame Weise die historische Realität um die Belagerung und Erstürmung von Pilsen durch den General Mansfeld und fesselnde Fiktion um die Hauptprotagonisten Jacob und Anna sowie Graf Heinrich von Hohenfels miteinander. In diesem Roman werden ausdrucksstark die Kriegsszenen, die brutale Wirklichkeit während des dreißigjährigen Krieges, das unmenschliche aber auch das menschliche Verhalten beschrieben. Die fiktiven und realen Erzählstränge werden hierbei sehr geschickt miteinander verknüpft, wobei der Autor sehr viel Wert auf historische Details legt, was mir sehr gut gefallen hat.
Die Geschichte nimmt bereits im Prolog so richtig Fahrt auf und dem Autor gelingt es wunderbar, mit seinem flüssigen, bildstarken und bewegenden Schreibstil und seiner Erzähltechnik den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Die Struktur mit den Überschriften und den kurzen Kapiteln hat ein übriges getan, dass ich das Buch kaum aus der Hand nehmen konnte, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Beim Durchblättern hätte ich fast das Personenverzeichnis mit den historischen Personen übersehen. Leider fehlen hier die fiktiven Protagonisten. Die Radierung von Pilsen 1618 ist leicht unscharf, das Wesentliche kann man jedoch erkennen bzw. erahnen.
Ich bin auf Band 2 von „Tinte und Schwert“ gespannt und vergebe hier eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Spannend und authentisch

Das Haus in Charlottenburg
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In dem historischen Roman „das Haus in Charlottenburg“ von Beate Sauer geht es hauptsächlich um die Wohnungsnot in Berlin Ende des 19. Jahrhunderts, um die Mietskasernen, die aufgrund der Bevölkerungsexplosion ...

In dem historischen Roman „das Haus in Charlottenburg“ von Beate Sauer geht es hauptsächlich um die Wohnungsnot in Berlin Ende des 19. Jahrhunderts, um die Mietskasernen, die aufgrund der Bevölkerungsexplosion gebaut wurden und um die Spekulation mit Grund und Boden und deren rücksichtslosen Durchsetzung durch die einzelnen Interessenten.
Der sympathische Architekt Johann Rubehn möchte ein Genossenschaftshaus bauen und findet in seinem adeligen Freund und Professor Louis d'Arnaud einen Befürworter und Geldgeber. Als Arzt an der Charité kennt er die hygienischen Probleme und die Krankheitsverbreitungen in den Mietskasernen und möchte Abhilfe schaffen. Die sympathische Elise ist eine begabte Schneiderin und möchte gerne hochwertige Kleidung nähen. Als sie Johann kennen und lieben lernt, lässt sie sich von seinem Traum anstecken. Baronin Leonora von Rienäcker, die Mutter von Louis, ist einerseits eine liebende Mutter, die ihrem Sohn zuliebe Johann und Elise hilft und andererseits eine knallharte Geschäftsfrau, die über Leichen geht. Die verschiedenen Handlungsstränge, werden optimal miteinander verwoben und mir haben alle sehr gut gefallen. So nebenbei erfährt man auch so einiges Neues über die damalige Zeit, so zum Beispiel, dass es erst ab 1893 eine einheitliche Zeitzone im Deutschen Reich gab. Mit Entsetzen habe ich gelesen, dass die Macht der Vermieter aufgrund des fehlenden Mietrechts so groß war, dass diese mehr oder weniger willkürlich Zwangsräumung der Mieter durchführen konnten (egal ob es rechtens war oder nicht).
Die damaligen Verhältnisse, die Lebensumstände der einfachen Bevölkerung und der gehobenen Gesellschaft wurden authentisch und fesselnd beschrieben. Der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gehalten und ich war immer mitten im Geschehen. Der Roman liest sich dank des Schreibstils von Beate Sauer und der hervorragenden Struktur sehr zügig. Dies ist mein erster historischer Roman von Beate Sauer und sicherlich nicht mein letzter.
Dank des Nachwortes konnte ich Fiktion und Realität sehr gut auseinander halten. Ich habe jedoch ein Personenverzeichnis mit Nennung der wichtigsten Personen und einen historischen Stadtplan von Berlin Ende des 19. Jahrhunderts vermisst. Insgesamt habe ich einen Punkt abgezogen (4 von 5 Sterne), weil der Klappentext viel zu viel vom Inhalt verrät und somit die Geschichte vorhersehbar macht. Ich rate daher dem Verlag, den Klappentext zu ändern und deutlich zu kürzen.
Fazit:
Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, da ich jede Seite des Buches genossen habe.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Interessante Romanbiografie über die Königin des Kitschs

Ein gutes Ende
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Die Romanbiografie „ein gutes Ende“ thematisiert vor allem das Leben der unehelich geborenen Hedwig Courths-Mahler, die bereits in jungen Jahren ganz genau weiß, was sie will (eine Arbeit finden, um sich ...

Die Romanbiografie „ein gutes Ende“ thematisiert vor allem das Leben der unehelich geborenen Hedwig Courths-Mahler, die bereits in jungen Jahren ganz genau weiß, was sie will (eine Arbeit finden, um sich selbst versorgen zu können) und vor allem was sie nicht will (wie ihre Mutter enden, die ihren Unterhalt mit Prostitution verdient und zu viel Alkohol trinkt). Sie ist ehrgeizig und will ihre Wissenslücken schließen, in dem sie viel liest und sich so weiterbildet. Dies findet sich in dem kunstvollen Buchcover mit der lesenden jungen Frau sehr passend wieder und gefällt mir sehr gut.
In ihrer ersten Anstellung im Haus der Rumschöttel arbeitet Hedwig Mahler als Pflegekraft und Unterhalterin für die alte Hausherrin und ansonsten als Dienstmädchen. Da man mit ihr sehr zufrieden ist, hat sie freien Zugang zur Literatur und der Zeitschrift „Gartenlaube“. Als Hedwig ihre selbst geschriebene Geschichte ihrer Dienstherrin vorliest, verlangt diese ein „gutes Ende“ und kein realistisches. Dies nimmt sich Hedwig zu Herzen und verarbeitet in ihren Geschichten so ihre negativen realen Erfahrungen und träumt sich selbst das harte ungerechte Leben mit „einem guten Ende“ schön. Immer wieder erfahren wir – manchmal leider etwas oberflächlich – mehr über die soziale Ungerechtigkeit und vor allem die Chancenungleichheit gegenüber den Frauen im 19. Jahrhundert.
Meine Meinung:
Das Buch liest sich dank des flüssigen Schreibstils von Clara Bachmann „wie von selbst“. Es ist ein Pageturner und ich hatte stellenweise beim Lesen das Gefühl, dass das von Hedwig Courths-Mahler in ihren Romanen herbei geschworene „gute Ende“ auch in dieser Romanbiografie mit „weichgespülten“ Formulierungen bei schweren Themen Eingang gefunden hat. Der „steinige Weg“ hätte man teilweise dramaturgischer und deutlicher ausarbeiten können.
Hedwigs Lebensgeschichte wird zwar chronologisch von 1881 bis 1906 erzählt, in welchem Jahr die Handlung gerade spielt, ist jedoch oft nicht direkt erkennbar, was mich bei einer Romanbiographie etwas gestört hat. Die einzelnen Kapiteln haben immer eine angenehme Leselänge.
Ich habe vor allem ein Nachwort vermisst, in dem die Autorin erläutert, was historisch belegt ist bzw. was ihrer Fantasie entsprungen ist. Über einen historischen Stadtplan von Leipzig hätte ich mich auch gefreut, um die Laufwege der Protagonistin nachvollziehen zu können. Des Weiteren hätte ein Epilog mit einer kurzen Beantwortung der bis zum Schluss offenen Fragen nicht geschadet.
Fazit:
Ich fand die Lebensgeschichte der Königin des Kitsches sehr interessant und vergebe aufgrund der aufgeführten kleineren Defizite noch 4 Sterne.

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