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Veröffentlicht am 16.11.2025

Elsa findet ihren Weg

Das mutige Mädchen
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Innsbruck, 1891: Elsa liebt Stoffe und Nähen über alles. Seit vielen Jahren schon schneidert sie ihre Kleider selbst und ihre Kreationen ziehen immer wieder die Blicke auf sich. Ihr Glück erscheint vollkommen ...

Innsbruck, 1891: Elsa liebt Stoffe und Nähen über alles. Seit vielen Jahren schon schneidert sie ihre Kleider selbst und ihre Kreationen ziehen immer wieder die Blicke auf sich. Ihr Glück erscheint vollkommen als sie die Möglichkeit erhält eine Schneiderei zu übernehmen. Gegen den Willen ihres Stiefvaters setzt sie sich für ihren Traum ein. Doch im Geschäft muss Elsa sich unerwarteten Herausforderungen stellen…. Und dann sind da auch noch der charmante Richard, der ihr Herz schneller schlagen lässt, und Clemens, der verlässliche Freund aus Kindertagen….

Nachdem mir „Das verstoßene Mädchen“ sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch Elsas Geschichte in „Das mutige Mädchen“ lesen. Auch dieser Roman konnte mich von Beginn an fesseln und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Elsa ist eine sehr sympathische junge Frau mit Träumen, für die sie einsteht. Es ist interessant ihren Weg zu verfolgen, zu erleben wie sie sich immer mehr zutraut, an ihren Aufgaben und dem in sie gesetzten Vertrauen wächst und sich so mancher Herausforderung stellt. Anfangs hat sie in dem Schneider Leopold Tannheimer einen väterlichen Lehrmeister, der ihr Potenzial erkennt und fördert und ihr letztlich sein Geschäft vererbt. Aber auch ihr langjähriger Freund, der Stoffhändler Clemens, hat immer ein offenes Ohr für sie. Erstaunt hat mich die Entwicklung, die Elsas Mutter Agathe durchlebt. In ihr hat Elsa eine unerwartete, aber sehr wichtige Unterstützerin und eine zuverlässige Hilfe im Geschäft. Richard war mir von Beginn an zu glatt, zu sehr auf den äußeren Schein und sich selbst bedacht. Da war mir der bodenständige Clemens sehr viel sympathischer.
Ob Elsa sich als Geschäftsfrau in der damaligen Zeit behaupten kann und wem sie letztendlich ihr Herz schenkt… lest selbst! Ich kann den Roman nur empfehlen. Er lässt sich gut lesen, besticht durch schöne Beschreibungen, starke und liebenswerte Charaktere und gut recherchierte historische Fakten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ruhepausen im Alltag finden

Lebensliturgien
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Wer sehnt sich nicht nach Pausen im Alltag, nach Zeiten, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken? In seinem Buch „Lebensliturgien“ lädt der Autor und evangelischer Pfarrer Sebastian Steinbach zum Innehalten ...

Wer sehnt sich nicht nach Pausen im Alltag, nach Zeiten, um zur Ruhe zu kommen und aufzutanken? In seinem Buch „Lebensliturgien“ lädt der Autor und evangelischer Pfarrer Sebastian Steinbach zum Innehalten und Krafttanken durch regelmäßige Gebetszeiten ein. Die Texte des Buches stammen aus verschiedenen Staffeln des gleichnamigen Podcast und können durch einen zugehörigen QR-Code aufgerufen werden. Auf das kurze Vorwort folgen fünf Kapitel:
• Beten
• anders leben
• KlosterPsalmen
• Teresa erzählt
• Tageszeitengebete
Am Beginn eines jeden Kapitels gibt es einen kurzen Überblick über den Inhalt. Darauf folgen die Texte, die immer am Beginn und Abschluss der einzelnen Gebetszeit/ Staffelfolge gelesen werden. Am Anfang jeder Folge ist ein passendes Foto und der QR-Code abgedruckt. Das Buch umfasst ca. 10 bis 14 Folgen der Staffeln 1-4 des gleichnamigen Podcast.
Die Gestaltung des Buches ist schlicht und ansprechend. Das Lila des Buchcovers findet man auch im Innenteil immer wieder. So ist die 1. Doppelseite eines jeden Kapitels und ebenso der gleichbleibende Text von Beginn und Schluss der einzelnen Folgen lila mit weißer Schrift. Die kleinen Fotos vor jeder Folge laden zum Verweilen ein.

Mir gefallen Gestaltung und Inhalt des Buches sehr gut. Ich kannte den Podcast „Lebensliturgien“ bisher nicht, so habe ich oft den QR-Code genutzt und parallel zum Lesen der Texte den Podcast gehört. Der Autor versteht es sehr gut die biblischen Texte mit heutigen Themen und persönlichen Fragen zu verbinden. So fühlte ich mich gut abgeholt und wurde immer wieder zum Nachdenken angeregt. Persönlich gefiel mir das 4. Kapitel „Teresa erzählt“ am besten, denn ich wusste kaum etwas von Teresa von Avila. Das 5. Kapitel „Tageszeitengebete“ enthält leider nur jeweils eine Gebetsanregung für morgens, mittags und abends. Da hatte ich mir mehr Impulse für eine Zeit der Stille im Tagesverlauf erhofft, da die Podcastfolgen eher für den Start in den Tag gedacht sind. Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut und Buch und Podcast werden mich sicher noch lange begleiten.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Blancas Reise ans Ende der Welt

Leuchtturm, Scones und Winterliebe
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Blanca sehnt sich nach Ruhe und Erholung. Die junge Köchin hat eine anstrengende Zeit auf der familieneigenen Hazienda hinter sich und freut sich auf entspannte Weihnachtstage. Als ihr Bruder neuen Gästen ...

Blanca sehnt sich nach Ruhe und Erholung. Die junge Köchin hat eine anstrengende Zeit auf der familieneigenen Hazienda hinter sich und freut sich auf entspannte Weihnachtstage. Als ihr Bruder neuen Gästen zusagt, bucht Blanca spontan eine Reise nach Schottland. Das Bed&Breakfast „Am Ende der Welt“ klingt verlockend. Doch als sie in dem kleinen Ort an Schottlands Küste ankommt, steht sie vor verschlossenen Türen. Inhaber Sandy ist spurlos verschwunden. Zum Glück findet sie nebenan in Maggies Livingroom nicht nur Kaffee und Scones, sondern auch ein Zimmer. Blanca beginnt ihren Aufenthalt in Schottland zu genießen, besonders als sie in Edinburgh Barkeeper Alec kennenlernt. Der sympathische Mann zeigt ihr die Umgebung, ist aber auch ein guter Zuhörer, der Gefühle in Blanca weckt. Zeitgleich meldet sich Sandy per Mail bei Blanca und entwickelt sich ein intensiver Austausch, der ihre Gedanken immer wieder beschäftigt. Kann man sich in zugleich in zwei Männer verlieben? Und was soll Blanca tun, wenn ihr Urlaub zu Ende ist?

„Leuchtturm, Scones und Winterliebe“ ist ein wunderschöner Roman für die Weihnachtszeit. Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt zum Inhalt und zur „WINTERknistern“-Reihe. Schnell war ich mittendrin in der Geschichte, konnte mich gut in Blanca einfühlen. Die empathische junge Frau war mir fast sofort sympathisch und ich habe sie gern nach Schottland begleitet. Dort erlebt sie manche Überraschung und findet nicht nur die erhoffte Ruhe, sondern Freunde und dann sind da noch Alec und der geheimnisvolle Sandy... Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen, Personen, Orte und Handlungen sind liebevoll und so bildhaft beschrieben, dass ich klare Bilder vor meinem inneren Auge hatte. Der Roman mich sehr gut unterhalten, mir entspannte Lesestunden geschenkt. Gern empfehle ich ihn weiter.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Mehr als nur ein Reisebericht

Vom Gegenwind getragen
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„Das ist meine Botschaft: sich nicht entmutigen zu lassen, sondern nach vorn zu blicken, egal, wie schwer es gerade ist. Diese Erkenntnis hat sich tief in mir verankert, und ich spüre, wie wichtig es in ...

„Das ist meine Botschaft: sich nicht entmutigen zu lassen, sondern nach vorn zu blicken, egal, wie schwer es gerade ist. Diese Erkenntnis hat sich tief in mir verankert, und ich spüre, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, dass wir uns gegenseitig ermutigen, an uns zu glauben.“ (s.S. 142)

Darius Braun ist 15 Jahre als ein tennisballgroßer Hirntumor sein Leben nachhaltig verändert. Nach der OP ist der Leistungssportler halbseitig gelähmt, aber er kämpft sich Schritt für Schritt ins Leben zurück. Im Juli 2022 ist es dann soweit und er startet zu seinem großen Traum… von Kanada nach Feuerland allein mit dem Fahrrad, 21000 Kilometer auf dem Panamerikana!

„Vom Gegenwind getragen“ ist viel mehr als nur ein Reisebericht, es ist ein spannendes, interessantes Buch, dass Mut macht, dass scheinbar Unmögliche zu wagen. Darius schildert darin Höhen und Tiefen der Reise, aber auch seines Lebens. Er erzählt von beeindruckender Natur, aber auch von widrigen Wetter- und Straßenbedingungen, von Hitze und eisiger Kälte, von Einsamkeit und Zweifeln und von vielen wunderbaren, freundlichen Begegnungen… Darius Braun ist ein guter Erzähler und so hat das Buch ich von Beginn an gefesselt. Seine Berichte sind ehrlich und beschönigen nichts. Dank der beiden Karten von Nord- und Südamerika, konnte ich die Reiseroute sehr gut verfolgen. Schön sind auch die Fotografien von Natur und Begegnungen.

„Vom Gegenwind getragen“ ist ein ehrliches, interessantes, mutmachendes Buch, dass mir sehr gut gefallen hat und das ich gern weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Neues aus dem Tagebuch von Bianka Bleier

Ich hab noch nie so gern gelebt
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Die Bücher von Bianka Bleier begleiten mich schon seit vielen Jahren und so habe ich mir sehr über das neue Tagebuch aus ihrer Feder gefreut. Die Autorin nimmt uns mit in die Zeit zwischen 2013 und ihren ...

Die Bücher von Bianka Bleier begleiten mich schon seit vielen Jahren und so habe ich mir sehr über das neue Tagebuch aus ihrer Feder gefreut. Die Autorin nimmt uns mit in die Zeit zwischen 2013 und ihren 60. Geburtstag im Jahr 2022. Viel passiert in diesem Zeitraum… das „Sellawie“ wächst, stellt aber auch vor Herausforderungen… die eigene Kraft nimmt ab, die Krankheit zu… Enkel werden geboren und bereichern das Leben, aber auch Abschiede von Eltern und Freunden müssen erlebt und betrauert werden….

In ihrem neuen Buch „Ich hab noch nie so gern gelebt“ erzählt Bianka Bleier offen und ehrlich aus ihrem Leben: Sie beschreibt ihren sich immer wieder ändernden Alltag, lässt teilhaben an Gedanken, an Glück, Sorgen, Trauer... Da ist große Freude über die Entwicklung und zunehmende Selbständigkeit von Jan, dem Sohn mit Behinderung, und über die Geburt der Enkel und die Nähe zu ihren Töchtern. Da ist aber auch der schwere Weg ihren Vater in seinen letzten Jahren zu begleiten und dann die Trauer und die Erkenntnis, dass man nun die älteste Generation ist. Auch die Ehe mit Werner wandelt sich. Wie schön zu lesen, dass die Liebe zueinander immer noch sicher trägt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die mal kurzen, mal langen Tagebucheinträge lassen sich gut lesen, haben mich berührt. Ich bin nur wenig jünger als Bianka und erlebe Vieles, was sie beschreibt in meinem eigenen Leben. So fühlte ich mich abgeholt und verstanden, bekam immer wieder Denkanstöße.
„Ich hab noch nie so gern gelebt“ ist ein Buch, dass den Lebensabschnitt zwischen 50 und 60 gut beschreibt und den Blick auf das Schöne lenkt ohne den Alltag zu beschönigen. Gern empfehle ich das Buch weiter und vergebe verdiente 5 Sterne.

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