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Veröffentlicht am 05.11.2025

Manchmal ist das größte Risiko nicht live zu gehen, sondern sich zu öffnen

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Mornings in Boston – The Stories We Tell * von Anna Lane war für mich eine dieser Geschichten, die man aufschlägt, um kurz reinzulesen – und dann plötzlich mitten in der Nacht noch Seite um Seite verschlingt. ...

Mornings in Boston – The Stories We Tell * von Anna Lane war für mich eine dieser Geschichten, die man aufschlägt, um kurz reinzulesen – und dann plötzlich mitten in der Nacht noch Seite um Seite verschlingt. Ich liebe Office-Romances, aber was Anna Lane hier schafft, ist mehr als das klassische „Rivalen-im-Arbeitsalltag“-Szenario. Es ist eine Geschichte über Ehrgeiz, Selbstzweifel, das Streben nach Erfolg – und die unerwartete Nähe zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich nicht ausstehen können.

Im Mittelpunkt steht Penelope Sanderson, eine ehrgeizige Journalistin, die endlich ihren Traumjob bei der Morning-Show Mornings in Boston ergattert. Sie will sich beweisen, will mit harter Arbeit und Talent überzeugen – und nicht durch Charme oder Zufälle. Doch gleich an ihrem ersten Tag steht sie ihrem Co-Moderator Connor Kingsley gegenüber: charmant, sarkastisch, unverschämt selbstbewusst. Und von der ersten Sekunde an sprühen die Funken – allerdings nicht die romantischen. Ihre Chemie ist explosiv, ihre Wortgefechte messerscharf, und trotzdem merkt man schnell, dass zwischen Konkurrenz und Anziehung manchmal nur ein Atemzug liegt.

Ich mochte besonders, wie Anna Lane die Dynamik zwischen Penelope und Connor entwickelt. Es ist kein typisches „Feinde-zu-Liebenden“-Schema, das sich vorhersehbar abspult – vielmehr ist es ein ständiges Hin und Her zwischen Stolz, Verletzlichkeit und wachsender Vertrautheit. Beide Figuren tragen ihr eigenes Päckchen mit sich herum. Penelope kämpft mit der Unsicherheit, sich in einer männerdominierten Medienwelt behaupten zu müssen, während Connor nach außen hin perfekt scheint, aber innerlich zwischen Erfolg und Einsamkeit schwankt. Diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie so echt.

Die Kulisse – das hektische Studioleben einer TV-Morgenshow – ist so lebendig beschrieben, dass man das helle Licht auf der Haut und den Kaffeegeruch in der Luft förmlich spüren kann. Zwischen Mikrofonen, Redaktionsstress und flackernden Kameras entspinnt sich eine Beziehung, die langsam, aber intensiv wächst. Man spürt die Anziehung, aber auch die Angst, was passiert, wenn sie sich wirklich fallen lassen.

Anna Lanes Schreibstil ist spritzig und gefühlvoll zugleich. Ihre Dialoge sind scharf, humorvoll und voller unterschwelliger Spannung – aber sie findet auch die leisen Momente dazwischen, die mich wirklich berührt haben. Besonders schön fand ich, dass sie die Balance zwischen Romantik, Witz und emotionaler Tiefe perfekt trifft. Ich habe oft gelacht, manchmal mitgelitten und immer wieder innegehalten, weil ein Satz mich einfach genau dort getroffen hat, wo Geschichten mich am meisten berühren – mitten im Herzen.

Natürlich kennt man einige Elemente schon – das Setting, die Rivalität, das berühmte „Knistern vor laufender Kamera“. Aber Anna Lane erzählt es mit so viel Charme und Charakter, dass es frisch wirkt. Penelope und Connor sind kein typisches Liebespaar, das sich sofort findet. Sie reiben sich aneinander, lernen, sich gegenseitig zu verstehen, und genau das macht ihre Beziehung so glaubwürdig.

Als ich das Buch beendet habe, hatte ich dieses wohlige Gefühl – ein Lächeln im Gesicht und ein bisschen Wehmut, weil ich die Charaktere nicht loslassen wollte. Mornings in Boston ist kein lautes, übertriebenes Drama, sondern eine Geschichte voller Herz, Humor und ehrlicher Emotion. Eine Liebeserklärung an das Chaos des Alltags, an zweite Chancen und an die Menschen, die man nicht sucht, aber trotzdem findet.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Wenn Grenzen zerbrechen und Verlangen herrscht – eine düstere, gefährlich intensive Mafia-Romance

Chicago Ruthless (Band 1) - Sinful
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Chicago Ruthless – Sinful von Sadie Kincaid hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen – düster, roh und auf eine beunruhigend fesselnde Weise sinnlich. Ich wusste, dass es keine leichte Liebesgeschichte ...

Chicago Ruthless – Sinful von Sadie Kincaid hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen – düster, roh und auf eine beunruhigend fesselnde Weise sinnlich. Ich wusste, dass es keine leichte Liebesgeschichte werden würde, aber was ich bekam, war so viel mehr: ein Strudel aus Macht, Schuld, Leidenschaft und dem Drang zu überleben.

Im Zentrum steht Kat, eine junge Frau, die nur versucht, das Richtige zu tun – die Schulden ihres Bruders zu begleichen, um ihn zu retten. Doch dieser Versuch endet damit, dass sie in den Fängen des berüchtigten Mafia-Bosses Dante Moretti landet. Dante ist alles, was man von einem Mann wie ihm erwartet: eiskalt, kontrolliert, gefährlich. Und doch hat er etwas in sich, das Kat nicht ignorieren kann – ein Schatten von Menschlichkeit, der durch seine Härte hindurchscheint. Zwischen ihnen entsteht eine Spannung, die ebenso zerstörerisch wie unausweichlich ist.

Kincaid erzählt diese Geschichte mit einer Intensität, die mich immer wieder zwischen Abscheu, Mitleid und Faszination schwanken ließ. Es ist keine Liebesgeschichte im klassischen Sinn – es ist eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, über Grenzen, die verschwimmen, und über zwei Menschen, die sich in einer Welt voller Gewalt und Regeln verlieren. Kat ist dabei keine naive Heldin. Sie ist verletzt, zornig, misstrauisch – aber sie kämpft. Und das macht sie so stark. Ich mochte, dass sie sich nicht einfach unterwirft, sondern trotz allem versucht, Kontrolle zurückzugewinnen – in einer Umgebung, in der sie kaum eine Wahl hat.

Dante dagegen ist kein einfacher Antiheld. Er ist brutal, kompromisslos und moralisch schwer greifbar, aber Kincaid schafft es, hinter seiner Maske aus Härte etwas Echtes zu zeigen – Schmerz, Loyalität, Zerrissenheit. Genau das macht ihn so gefährlich faszinierend. Die Anziehung zwischen ihm und Kat ist roh, intensiv und manchmal unbequem zu lesen – aber immer aufrichtig in ihrer Emotion.

Der Schreibstil ist fließend, atmosphärisch und voller Spannung. Chicago wird zu einer lebendigen Kulisse – dunkel, verführerisch und tödlich schön. Kincaid versteht es, jede Szene mit der richtigen Mischung aus Gefahr, Erotik und Emotion zu füllen, ohne dass etwas davon leer wirkt. Die erotischen Szenen sind explizit, ja – aber sie tragen Bedeutung, sie spiegeln die Machtverhältnisse, die Unsicherheit und das unkontrollierbare Begehren wider, das beide verbindet.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die emotionale Tiefe, die zwischen all der Gewalt durchscheint. Kat und Dante sind keine Helden, sondern Überlebende – gebrochen, fehlbar und doch auf seltsame Weise füreinander bestimmt. Ich habe oft den Atem angehalten, weil ich nie wusste, ob die nächste Seite Erlösung oder Verderben bringt.

Natürlich bedient Sinful einige bekannte Dark-Romance-Tropes – Entführung, Feinde-zu-Liebenden, moralische Grauzonen – aber Sadie Kincaid schreibt sie mit solcher Intensität, dass sie sich neu anfühlen. Man spürt, dass hier mehr auf dem Spiel steht als bloße Leidenschaft. Es geht um Vertrauen in einer Welt, in der Vertrauen tödlich sein kann.

Als ich das Buch beendet habe, blieb dieses typische Gefühl zurück – ein Knoten aus Schmerz, Faszination und Neugier. Ich wollte mehr von dieser Welt, mehr von Dante und Kat, mehr von dieser unheilvollen Verbindung, die mich gleichzeitig abgestoßen und angezogen hat.

Chicago Ruthless – Sinful ist keine Geschichte, die man nebenbei liest. Sie fordert einen heraus, zwingt einen, sich mit moralischen Grenzen auseinanderzusetzen, und belohnt mit einer emotionalen Tiefe, die unter die Haut geht. Eine düstere, gefährliche Liebesgeschichte – und genau das Richtige für alle, die in Dark Romance nicht nur Lust, sondern auch Dunkelheit und Seele suchen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Wenn Macht zur Versuchung wird – eine Office-Romance, die knistert und herausfordert

In Love with the Boss
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In Love with the Boss von Ava Cooper hat mich sofort gepackt – von der ersten Begegnung zwischen Riley und Elias bis zur letzten Seite. Ich hatte gehofft, eine typische Office-Romance zu bekommen, mit ...

In Love with the Boss von Ava Cooper hat mich sofort gepackt – von der ersten Begegnung zwischen Riley und Elias bis zur letzten Seite. Ich hatte gehofft, eine typische Office-Romance zu bekommen, mit ein bisschen Drama und viel Knistern – aber das Buch hat mich überrascht. Es geht nicht nur um verbotene Anziehung, sondern auch um Selbstwert, Machtverhältnisse und die Frage, wie weit man für Liebe gehen darf, ohne sich selbst zu verlieren.

Riley Donovan ist ehrgeizig, klug und fest entschlossen, sich in der Männerwelt von NexGen Biotech durchzusetzen. Sie will nicht nur die hübsche Assistentin sein, sondern ernst genommen werden – für ihre Arbeit, ihre Ideen, ihr Talent. Doch als der neue CEO Elias Sanderson auftaucht, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Elias ist charismatisch, kontrolliert, fast unverschämt souverän – ein Mann, der jeden Raum einnimmt, sobald er ihn betritt. Als Riley plötzlich seine persönliche Referentin wird, weiß sie, dass sie sich auf dünnem Eis bewegt. Und doch kann sie seinem Blick, seiner Stimme, seiner Nähe kaum widerstehen.

Was Ava Cooper so gut gelingt, ist die Balance zwischen Spannung und Gefühl. Diese Geschichte lebt nicht nur von der körperlichen Anziehung, sondern auch von der emotionalen Tiefe dahinter. Riley ist verlobt, fest in ihrem Leben, und trotzdem merkt sie, wie Elias etwas in ihr berührt, das sie längst verloren glaubte – Leidenschaft, Selbstbewusstsein, den Mut, etwas zu riskieren. Zwischen ihnen knistert es gewaltig, aber es ist kein einfaches Spiel. Es ist ein Tanz auf der Grenze zwischen Beruf und Begehren, Vernunft und Gefühl.

Elias ist kein typischer „Bad Boss“. Hinter seiner Fassade aus Macht und Perfektion steckt ein Mann, der selbst Widersprüche in sich trägt – verletzlich, manchmal überfordert, aber immer aufrichtig in dem, was er fühlt. Und das macht ihn so greifbar. Ich habe oft gedacht: Er ist genau die Art Mann, die man einerseits verfluchen, andererseits aber nie vergessen kann.

Der Schreibstil von Ava Cooper ist flüssig, modern und trotzdem gefühlvoll. Sie schafft es, die Spannung zwischen Riley und Elias mit jeder Seite intensiver werden zu lassen, ohne dass es platt oder übertrieben wirkt. Ich mochte besonders, wie sie die Dynamik am Arbeitsplatz beschreibt – die stillen Blicke, die unausgesprochenen Worte, die Momente, in denen die Luft im Raum plötzlich zu dick zum Atmen ist.

Natürlich ist das Konzept nicht neu: verbotene Liebe zwischen Chef und Angestellter, eine Frau zwischen zwei Männern, die Macht des Unausgesprochenen. Aber Cooper erzählt es mit einer Leichtigkeit und Echtheit, die das Buch von anderen unterscheidet. Man spürt, dass hinter der Romantik eine echte Entwicklung steckt – für Riley, die lernen muss, für sich einzustehen, und für Elias, der begreift, dass Kontrolle manchmal bedeutet, loszulassen.

Als ich das Buch beendet habe, war ich aufgewühlt – auf die beste Art. Ich habe mit Riley gefühlt, mit Elias gezweifelt, und mich in jede Spannung zwischen ihnen fallen lassen. In Love with the Boss ist nicht nur eine prickelnde Liebesgeschichte, sondern auch ein Roman über Mut, Grenzen und das Risiko, sich selbst in jemand anderem wiederzufinden.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Gefühlssturm unter Gold und Schatten

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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House of Ash and Shadow – Die goldene Stadt von Leia Stone hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich liebe Geschichten, die nicht nur eine fantastische Welt aufbauen, sondern auch tief ...

House of Ash and Shadow – Die goldene Stadt von Leia Stone hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich liebe Geschichten, die nicht nur eine fantastische Welt aufbauen, sondern auch tief in die Emotionen ihrer Figuren eintauchen – und genau das tut dieses Buch. Fallon Bane ist eine Protagonistin, die man so schnell nicht vergisst. Sie lebt mit einem Fluch, der jede Berührung zu Schmerz werden lässt. Keine Umarmung, kein Händedruck, keine Nähe – nur Isolation und Schweigen. Diese Vorstellung hat mich sofort gepackt. Ihr ganzes Leben besteht aus Distanz, bis ihr Vater schwer erkrankt und sie gezwungen ist, in die goldene Stadt aufzubrechen – ein Ort voller Magie, Geheimnisse und Macht.

Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass Fallon anders ist als typische Heldinnen. Sie ist nicht makellos oder übermäßig stark – sie ist verletzlich, vorsichtig, aber mutig genug, sich ihrer Angst zu stellen. Und genau das hat mich an ihr so berührt. Als sie in der goldenen Stadt den Heiler Ariyon trifft, beginnt etwas in ihr zu erwachen. Zum ersten Mal in ihrem Leben spürt sie keine Schmerzen bei einer Berührung – ein Moment, der sich anfühlt wie ein Aufatmen nach jahrelangem Ertrinken. Doch mit dieser Veränderung kommen Fragen, und Fallon merkt schnell, dass hinter dem Wunder etwas Dunkles lauert.

Leia Stone hat eine Welt erschaffen, die so bildgewaltig und atmosphärisch ist, dass man das Glitzern der goldenen Stadt und die Schatten in ihren Gassen beinahe fühlen kann. Ich mochte diesen Kontrast – die Schönheit und den Glanz, hinter denen sich so viel Bedrohung versteckt. Die goldene Stadt ist keine märchenhafte Oase, sondern ein Ort voller Machtspiele, Geheimnisse und Intrigen. Und mittendrin Fallon, die nicht nur um das Leben ihres Vaters kämpft, sondern auch darum, endlich zu verstehen, wer sie wirklich ist.

Was mich besonders begeistert hat, ist die Dynamik zwischen Fallon und Ariyon. Es ist keine einfache, vorhersehbare Liebesgeschichte, sondern eine leise, aufgeladene Verbindung, die sich erst langsam entwickelt. Beide Figuren tragen ihre eigenen Narben, ihre eigenen Schatten – und genau das macht ihre Beziehung so intensiv. Ariyon ist geheimnisvoll, loyal, manchmal distanziert, und doch spürt man, dass hinter seiner Fassade etwas brennt.

Der Schreibstil von Leia Stone ist flüssig, emotional und sehr bildhaft. Sie schafft es, dass man sich nicht nur in der Welt verliert, sondern auch in den Gedanken ihrer Figuren. Ich habe Fallons Schmerz gespürt, ihre Angst, aber auch diesen kleinen Funken Hoffnung, der sie antreibt. Und je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr spürt man, dass hinter allem eine größere Wahrheit steckt – eine, die Fallon alles kosten könnte.

Ja, manche Aspekte sind noch offen, und nicht jede Figur entfaltet sich schon vollständig – aber genau das gehört für mich zu einem ersten Band dazu. House of Ash and Shadow ist ein Auftakt, der Raum für Entwicklung lässt und gleichzeitig so viel Gefühl vermittelt, dass man sofort weiterlesen will. Der Cliffhanger am Ende hat mich wirklich mit offenem Mund zurückgelassen – ein typischer Leia-Stone-Move, der mich jetzt sehnsüchtig auf Band 2 warten lässt.

Am Ende habe ich das Buch mit Herzklopfen geschlossen. Fallon und Ariyon sind Figuren, die mich nicht so schnell loslassen, und die Welt, die Leia Stone erschaffen hat, steckt voller Magie, Schmerz und Hoffnung. Wer düstere Fae-Geschichten liebt, bei denen Emotionen genauso wichtig sind wie die Magie, wird dieses Buch verschlingen.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Herbstliebe & Kaffeearomen – eine gemütliche RomCom, die direkt ins Herz trifft

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich wusste gar nicht, dass ich so dringend eine Geschichte aus Lower Whilby brauchte, bis ich The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh gelesen habe. Schon beim ersten Kapitel hat mich diese Mischung ...

Ich wusste gar nicht, dass ich so dringend eine Geschichte aus Lower Whilby brauchte, bis ich The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh gelesen habe. Schon beim ersten Kapitel hat mich diese Mischung aus herbstlicher Stimmung, Kaffeegeruch und liebevollen Charakteren gepackt – alles fühlt sich vertraut und doch neu an.

Jude kehrt zurück in ihre Heimatstadt Lower Whilby, eigentlich nur wegen der Hochzeit ihrer Schwester. Die Stadt steht für alles, was sie lange hinter sich gelassen hat: Beständigkeit, Gerüchte, und diese Gemütlichkeit, die sie nie wirklich gesucht hat. Aber das Leben hat andere Pläne, vor allem als Jude auf James trifft – den mürrischen Barista mit britischem Popstar-Vater, der ihr nicht nur wegen ihres Podcasts unangenehm bewusst wird. Die Dynamik zwischen ihnen ist genau diese typische „Enemies to Lovers“ Spannung: erst knorrig, dann knisternd, schließlich warm und verletzlich.

Jude ist eine Figur, mit der man leicht mitfühlt. Ihre Rastlosigkeit, ihr Wunsch zu fliehen – nicht nur räumlich, sondern auch vor Gefühlen – sind nachvollziehbar und ehrlich. Und James, mit seiner Zurückhaltung und seinem Café als Rückzugsort, wirkt auf den ersten Blick eher erdgebunden, fast reserviert. Doch je mehr man ihn durch Judes Augen sieht, desto klarer wird, wie viel Tiefe hinter seiner Fassade steckt.

Was mir besonders gefällt: Groh schafft es, Humor und Herz zu verbinden, ohne dass irgendetwas zu übertrieben wirkt. Die Dialoge sind witzig, manchmal bissig, sie haben Leben. Es gibt Momente, in denen Jude laut lachende Szenen provoziert hat – und gleich danach solche, in denen ich gespürt habe, wie ihre Zweifel sie drücken. Besonders schön war, wie sehr das Setting Lower Whilby zur Figur wird: die kleinen Straßen, Cafés, die herbstlich dekorierten Fenster, der Kaffeefleck auf der Pulloverärmel – alles lädt zum Einfühlen ein.

Nicht alles ist perfekt: Manche Wendungen sind erwartbar, der Aufbau braucht ein bisschen, bis die Geschichte wirklich auf Touren kommt, und Jude startet mit dem Gedanken an ihren Podcast, was zunächst kalkuliert wirkt. Aber selbst diese Ecken und Kanten stören kaum, weil Groh so überzeugend beginnt, dass man sich einfach wohl fühlt im Chaos aus Liebe und Streit und Kaffeegeruch.

Das Ende hat mich mit einem Lächeln zurückgelassen. Nicht völlig überraschend, nicht vollkommen dramatisch – aber so, dass man sich wünscht, noch mehr Zeit mit Jude und James in Lower Whilby zu verbringen.

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