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Veröffentlicht am 12.11.2025

Erfolgreich gegen Rechtsextremismus im herbstlichen Südschweden

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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Sehr Persönliches und Berufliches ist angenehm miteinander verwoben in diesem dritten Band der Trilogie mit der sympathischen Kriminalinspektorin Maya Topelius. Das spannende Szenarium spielt im nebligen, ...

Sehr Persönliches und Berufliches ist angenehm miteinander verwoben in diesem dritten Band der Trilogie mit der sympathischen Kriminalinspektorin Maya Topelius. Das spannende Szenarium spielt im nebligen, verregneten, aber auch sonnigen Oktober auf der Insel Öland, rund um die Schlossruine von Borgholm und Kalmar mit Umland. Zusammen mit ihrem eingespielten Teamkollegen Pär stößt sie nicht nur auf die urige Außenseiter-Figur Johan, sondern völlig unerwartet über eine damals vermisste Mitschülerin auf ein europaweites Netzwerk von gefährlichen Rechtsradikalen. Diese sorgen mit drei Morden für spannende, gut nachvollziehbare Aufklärungsarbeit in neun strapaziösen Tagen. Dabei wird die eingespielte, vertrauensvolle Zusammenarbeit dieses Duos aus Stockholm stark strapaziert. Die Passagen rund um die vier Freundinnen, auch besonders um Clara, wirken ab und an langatmig.

Insgesamt ein spannender, überzeugender Plot. 4*

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine wahre, tragische Mutter-Tochter-Geschichte

Brief an mein Kind
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Dieses preisgekrönte, autofiktionale Buch mit darin enthaltenen Briefen richtet die fast 50-jährige Mutter, ehemalige Balletttänzerin, an ihre schwerst behinderte Tochter. Bis zu deren 16-ten Lebensjahr ...

Dieses preisgekrönte, autofiktionale Buch mit darin enthaltenen Briefen richtet die fast 50-jährige Mutter, ehemalige Balletttänzerin, an ihre schwerst behinderte Tochter. Bis zu deren 16-ten Lebensjahr begleitet die krebskranke Mutter in Rom bis 2022 das mühsame, aber auch liebevolle Miteinander, teils in poetischer Schreibweise. Man verfolgt zunächst den geplatzten Traum vom Muttersein als Spätgebärende, nachdem ihre Tochter mit Corpus-callosum-Agenesie (CCA) diagnostiziert wird. Wie überfordert und unwissend man nicht nur nach der Geburt im Umgang mit einem solch heftigen Krankheitsbild ist, wird drastisch, ehrlich und klar beschrieben. Wie auch das Leben der Mutter dadurch aus den Fugen geraten ist, wird nachvollziehbar dargelegt. Verfolgen kann man ihren Kampf gegen die Abtreibungsgegner in Debatten um den Abtreibungsparagraphen 194 in Italien, auch ihre Suche nach praktischen Antworten über das Carter Center in den USA. Dass Krankheit entfremden, trennen, isolieren und zerstören kann, gilt nicht nur für die Corona-Pandemie. Ständige Probleme in der Inklusionsschule der Tochter mit Eingaben, Beschwerden, Anträgen und sogar Anzeigen belasten den ohnehin stressbeladenen Alltag, der sich schließlich noch verschärft durch die fatale Krebsdiagnose der Mutter. Besonders ihren beruflichen Werdegang als Tänzerin greift sie auf, erinnert z.B. an Balletttänzer wie Vaslav Nijinsky und Olivier Dubois. Wie sie sich beide nun als Menschen zweiter Klasse sieht, wie sie aber auch rechtzeitig Vorsorge trifft nach „Legge dopo di noi“ (Gesetz „nach uns“), zeigt ihre Verzweiflung, aber auch ihre Kraft und Sorge um ihre geliebte Tochter.

Schriftlicher Abschied der krebskranken Mutter Ada von ihrer schwerbehinderten Tochter Daria – eine bewegende Szenerie insgesamt.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Spannende, realistische Aufklärungen

Wem du traust
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In eine idyllische Familiensituation platzt ein Konstrukt aus menschlichem Fehlverhalten und Lügen. All das führt letztendlich zur Aufklärung zweier polizeilich bearbeiteter Fälle: die Lösung des Vermisstenfalles ...

In eine idyllische Familiensituation platzt ein Konstrukt aus menschlichem Fehlverhalten und Lügen. All das führt letztendlich zur Aufklärung zweier polizeilich bearbeiteter Fälle: die Lösung des Vermisstenfalles Sofia Ziemiak, 15 Jahre alt und die Aufklärung des Discomordes an der 18-jährigen Schülerin Jennifer Mann vor 15 Jahren. Die systematische und akribische Arbeitsweise der einfühlsamen Kriminalhauptkommissarin Heidi Westphal, 55, gefällt besonders durch ihre nachvollziehbare und logische Ermittlungsarbeit. Neben ihr als sympathische Hauptfigur agieren Eva Kramer und ihre Freundin Suzanne Ziemiak vor allem als liebevolle Mütter. Aus der Sicht dieser drei Frauen entspinnt sich ein spannendes Gefüge voller Verdächtigen. Die Thematik rund um das Asperger-Syndrom wird eingeflochten neben häuslicher Gewalt. Anfangs nur in kursiv gestalteten Passagen ohne Zuordnungsmöglichkeit, jedoch große Angst und Schmerzen andeutend, klärt sich dieser Missbrauch schließlich gegen Ende der Ermittlung. Im tiefgründigen Finale geht es aber auch um den Verlust von Gefühlen wie grenzenlosem Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit in der Familie bzw. in der Ehe.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Auf interessanter Spur von berühmten und ungeschliffenen Diamanten

Das Diamantenmädchen
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Diamanten sind das verbindende Element zu mehreren Handlungssträngen im Berliner Milieu der 20-er Jahre. Im Auswärtigen Amt in Berlin bringt die junge, attraktive Journalistin Lilly Kornfeld über den interessanten ...

Diamanten sind das verbindende Element zu mehreren Handlungssträngen im Berliner Milieu der 20-er Jahre. Im Auswärtigen Amt in Berlin bringt die junge, attraktive Journalistin Lilly Kornfeld über den interessanten Kontakt zum Staatssekretär ihren Jugendfreund, den Diamantenschleifer Paul van der Laan ins Spiel, der Rohdiamanten aus der Kolonie Deutsch-Süd West schleifen soll unter Umgehung der deutschen Reparationszahlungen an die Alliierten nach dem 1. Weltkrieg. Deren erfrischende tiefe Freundschaft, zu der auch Lillys Bruder Wilhelm gehört, wird in mehreren Rückblicken ab 1908 stimmungsvoll umrissen. Der kriminalistische Erzählstrang entwickelt sich aus dem dubiosen Fund eines erschossenen Farbigen. Zwei Kommissare ermitteln mühsam mit einem Rohdiamanten und einem Smaragd-Anhänger am Tatort. So entwickeln sich je nach Handlungsfaden parallel zueinander dieser Kriminalfall, ein Liebes- und ein historischer Gesellschaftsroman der Nachkriegszeit in Berlin. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, das wilde Ambiente der teils traumatisierten Gesellschaft wird lebendig porträtiert. Bildhafte Beschreibungen von Wetter, Gerüchen und auch der jeweiligen Geräuschkulissen machen das jeweilige Geschehen lebendig. Sehr interessant sind die Ausführungen bezüglich der Diamantschleiferei, ergänzt durch die dramatischen Geschichten um berühmte Diamanten wie z.B. Green Hope oder Cullinan. Die Einbeziehung historischer Fakten wie die Kolmannskuppe in Afrika und den Dawesplan sind gelungen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Britischer Cosy Crime - Inspiriert von eigener Lebensgeschichte des Autors

Der Tag, an dem Barbara starb
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Die Szenerie spielt im dörflichen Ambiente bei Machester mit seit Jahrzehnten dort wohnenden Seniorinnen wie die Hauptfigur Margaret Winterbottom, 89, unter Alzheimer leidend neben altersgemäßen Gebrechen. ...

Die Szenerie spielt im dörflichen Ambiente bei Machester mit seit Jahrzehnten dort wohnenden Seniorinnen wie die Hauptfigur Margaret Winterbottom, 89, unter Alzheimer leidend neben altersgemäßen Gebrechen. Ihre liebevollen Erinnerungen und Gedanken schwirren um ihren verstorbenen Gatten Albert, beide im 2. Weltkrieg unter geheimer Mission als Dechiffrierer neben der Chiffriermaschine ENIGMA am Bletchley Park tätig. Ihre hilfsbereite Familie, Nachbarinnen und lebenslangen Freundschaften bilden den gefühlvollen Rahmen rund um Margrets liebevolle Zwiesprache mit Albert. Ihr 15-jähriger Enkel James versucht zusammen mit ihr, nicht nur den geheimnisvollen Mord an ihrer langjährigen, vertrauensvollen Freundin und Nachbarin Barbara aufzuklären und deren wichtigen Auftrag an Margaret um ein lange gehütetes Geheimnis auszuführen. Auch Margrets Geheimnis aus beruflich bedrohlicher Vergangenheit offenbart diese Hauptfigur ihrem jungen Vertrauten in weiser Kenntnis ihrer zunehmenden Vergesslichkeit. Typische Symptome der Alzheimer Erkrankung sind authentisch in diese Arbeit des ungewöhnlichen Ermittlerduos eingeflochten. Während Margaret im Stil von Miss Marple ermittelt, verlässt sich James mehr auf die Fähigkeiten seines Handys im Hinblick auf Fotografieren und Tonaufnahmen als Beweismittel. Im gemächlichen Erzähltempo von Margaret wirbt dieser Roman auch für einen humanen Umgang mit Senioren, abseits von stupiden Altersheimen, hin zu behütendem Ambiente in gewohnter Umgebung, was in der Realität leider nicht immer machbar ist.
Leise aufbauende Spannung und Dynamik mit Twists und Turns.

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