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Veröffentlicht am 04.11.2025

Herzensbuch

Marianengraben
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als Marianengraben damals erschien und überall in Buchforen sowie auf Instagram liebevoll in die Kamera gehalten wurde, war ich ehrlich gesagt wenig neugierig. Ich ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Als Marianengraben damals erschien und überall in Buchforen sowie auf Instagram liebevoll in die Kamera gehalten wurde, war ich ehrlich gesagt wenig neugierig. Ich weiß gar nicht warum, denn eigentlich schreit es förmlich meinen Namen. Erst viel später, als ich zufällig wieder eine begeisterte Rezension gelesen habe, kam das Buch auf meine Wunschliste. Und siehe da, zu meinem Geburtstag lag es da plötzlich zwischen Torte und Luftballons. –Manchmal weiß das Universum einfach oder besser gesagt eine Freundin @ , was man gerade braucht.

🔎 Worum geht’s?

Paula verliert bei einem tragischen Unfall ihren kleinen Bruder Tim, den wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Sie fällt in eine tiefe Depression und zieht sich völlig zurück. Erst als sie den eigenwilligen Rentner Helmut kennenlernt, kommt wieder Bewegung in ihr Leben. Gemeinsam machen sich die beiden auf einen Roadtrip voller schräger Begegnungen, Witz, Schmerz und ja, einer Prise Hoffnung.

🧠 Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich erwischt, mit voller Wucht, aber auf die gute Art. Es ist traurig, logisch, doch der Humor blitzt immer wieder zwischen den Seiten hervor wie Sonnenlicht durch Wolken. Paula und Helmut sind zwei Figuren, die man einfach liebhaben muss. Sie stolpern gemeinsam durchs Leben, verletzlich, ehrlich, manchmal wunderbar schräg und genau das macht sie so menschlich.
Ich fand besonders beeindruckend, wie Jasmin Schreiber die Metapher des Marianengrabens nutzt: Je tiefer die Geschichte beginnt, desto mehr nähert sie sich, Kapitel für Kapitel, der Oberfläche. So wird Paulas Heilungsprozess wunderbar greifbar. Das ist klug, berührend und literarisch einfach schön umgesetzt.
Zwischendurch hatte ich tatsächlich Angst, dass mir das Herz bricht und das nicht wegen Paula, sondern wegen Helmut. Ein unfassbar toller Typ. So gewaltig, stark und einfühlsam ist diese Geschichte.

✅️ Fazit:

Marianengraben ist traurig, tröstlich und stellenweise sogar zum Lachen, eine perfekte Mischung aus Tiefgang und Leichtigkeit. Es zeigt, dass Schmerz und Hoffnung oft Hand in Hand gehen. Ich bin wirklich froh, dass dieses Buch, wenn auch mit Umwegen, doch noch zu mir gefunden hat.
Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Magisch schön

Ein Einhorn namens Oktober
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf „Ein Einhorn namens Oktober“ bin ich über eine Bekannte auf Instagram gestoßen. Sie hielt das Buch so begeistert in die Kamera, dass ich sofort dachte, das könnte ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Auf „Ein Einhorn namens Oktober“ bin ich über eine Bekannte auf Instagram gestoßen. Sie hielt das Buch so begeistert in die Kamera, dass ich sofort dachte, das könnte genau das Richtige für meine 4,5-jährige Enkelin sein! Herbstlich schöne Farben, ein süßes Einhorn und eine Prise Magie, wer könnte da widerstehen?

Zum Inhalt

Im Zauberwald wird im Oktober ein kleines Einhorn geboren. Als sein erster Geburtstag näher rückt, wartet es gespannt auf seine magische Gabe, denn Einhörner sollen ja schließlich zaubern können! Doch es passiert nichts. Kein Regenbogenpups weit und breit. Also macht sich das kleine Einhorn auf die Suche nach seiner Zauberkraft und entdeckt, mit Hilfe seines frechen Eichhörnchenfreundes, dass die größte Magie längst in ihm steckt, nämlich Freundlichkeit.

🧠 Unsere Meinung:

Schon das Cover hat mich begeistert.  Liebevoll gestaltet, fröhlich bunt und mit einem Einhorn, das sofort alle Kinderaugen zum Leuchten bringt. Doch das Buch überzeugt nicht nur optisch. Die Geschichte ist herzerwärmend und vermittelt eine wertvolle Botschaft, dass es im Leben nicht immer um große Wunder oder besondere Fähigkeiten geht. Manchmal reicht es, freundlich zu sein und anderen ein Lächeln zu schenken.
Meine 4,5-jährige Enkelin war begeistert, hat aufmerksam zugehört und war bis zum Ende gefesselt, - ein gutes Zeichen! Mein Enkelsohn (2,5 Jahre) hingegen hat sich davon noch nicht so mitreißen lassen. Aber ich bin sicher, das kommt bald. Schließlich braucht jedes kleine Abenteurerherz seinen eigenen Zaubermoment.
Besonders schön finde ich, dass Geschichte und Bilder perfekt ausbalanciert sind. Genau richtig für kleine Zuhörer mit begrenzter Ausdauer. Und dass meine Enkelin das Buch gleich mit nach Hause nehmen wollte, spricht doch auch für sich.

✅️ Fazit:

Ein liebevoll illustriertes Kinderbuch mit Herz, Humor und einer warmen Botschaft:
𝖂𝖆𝖍𝖗𝖊 𝕸𝖆𝖌𝖎𝖊 𝖘𝖙𝖊𝖈𝖐𝖙 𝖎𝖓 𝕱𝖗𝖊𝖚𝖓𝖉𝖑𝖎𝖈𝖍𝖐𝖊𝖎𝖙.
„Ein Einhorn namens Oktober“ ist eine zauberhafte Geschichte für kleine Träumer, perfekt zum gemeinsamen Kuscheln, Staunen und Nachdenken.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Was für ein Plot-Twist

Love, Mom
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Dieses Buch ist mir immer wieder in meiner Bookbubble begegnet, sodass ich irgendwann gar nicht mehr wegschauen konnte. Als dann die ersten begeisterten Stimmen laut ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Dieses Buch ist mir immer wieder in meiner Bookbubble begegnet, sodass ich irgendwann gar nicht mehr wegschauen konnte. Als dann die ersten begeisterten Stimmen laut wurden, war klar, auch wenn ich ein klein wenig too late for the party war, wollte ich nicht länger ahnungslos zurückbleiben. Die Neugier hat, wie so oft, gesiegt.

🔎 Worum geht’s?

Mackenzie Casper wächst im Schatten ihrer Mutter auf, niemand Geringeres als Elizabeth Casper, eine international gefeierte Thrillerautorin. Doch Elizabeth stirbt, angeblich bei einem tragischen Unfall. Auf der Beerdigung erhält Mackenzie jedoch einen geheimnisvollen Brief. Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter, darin Hinweise auf ein gefährliches Geheimnis. Weitere Briefe folgen, und Mackenzie beginnt nachzuforschen. Doch wem kann sie überhaupt noch trauen? Ihrer Familie offenbar nicht.

🧠 Meine Meinung:

Mich hat die Story sofort gepackt. Besonders durch die mysteriösen Briefe an die Tochter Mackenzie, die deutlich von der Vergangenheit ihrer Mutter erzählen. Jeder neue Hinweis zog mich tiefer in den Strudel der Intrigen und ließ mich gemeinsam mit Mackenzie und deren besten Freund EJ ermitteln.
Natürlich habe ich schnell auf Mord getippt, aber das Motiv blieb lange im Dunkeln und genau das hat die Spannung konstant hochgehalten.
Die Autorin versteht es, Atmosphäre und Spannung aufzubauen. Je weiter die Wahrheit sich nähert, desto atemloser wird man beim Lesen. Dazu dieses Gefühl nicht zu wissen, wer ist gut, wer ist böse? Und dann dieses Ende! Der Plot-Twist hat mich völlig überrascht und war für mich das absolute Highlight. Grandios! Anders kann ich es nicht nennen. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so sprachlos zurücklässt.
Für mich steht fest: Ich möchte definitiv mehr von Iliana Xander lesen. Ihr Stil ist packend, clever und absolut mitreißend.
Wie schön, dass es Anfang des Jahres bald Nachschub gibt.

✅️ Fazit:

Ein Thriller voller Rätsel, familiärer Abgründe und genialer Wendungen. Man wird geradezu hineingesogen in die Geschichte und ihre Geheimnisse. Wer gerne miträtselt, Bücher-in-Büchern liebt und sich von überraschenden Twists begeistern lässt, sollte Love, Mom unbedingt lesen.
Und ja, das nächste Buch der Autorin (Der Boss, ET Januar ’26) steht bereits auf meiner Must-Read-Liste!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Jahreshighlight, Prädikat Lieblingsbuch

Die Briefeschreiberin
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Es wurde mir von Buchcontact vorgeschlagen, und bei einem Briefroman musste ich sofort an eines meiner Lieblingsbücher, Gut gegen Nordwind, denken. Genau das hat letztlich ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Es wurde mir von Buchcontact vorgeschlagen, und bei einem Briefroman musste ich sofort an eines meiner Lieblingsbücher, Gut gegen Nordwind, denken. Genau das hat letztlich den Ausschlag gegeben, dieses Buch zu lesen. Ich hoffte auf kluge, berührende Briefe, eine besondere Nähe zu den Figuren und genau das habe ich auch bekommen.

🔎 Worum geht’s?

In "Die Briefeschreiberin" zeichnet Virginia Evans das Porträt einer 73-Jährigen, die ihr Leben in Briefen festhält. Mal witzig, mal nachdenklich, oft schonungslos ehrlich. Als ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, entdeckt Sybil van Antwerp, dass es nie zu spät ist, sich den eigenen Geheimnissen zu stellen.

🧠 Meine Meinung:

Sybil van Antwerp ist für mich mehr als eine Romanfigur. Ich habe sie nicht einfach nur „gemocht“,  ich habe sie geliebt, tief in mein Herz geschlossen und mit ihr mitgefühlt, als wäre sie eine Freundin. Ihre Geschichte hat mich so stark berührt, dass sie mich weit über das Lesen hinaus begleitet hat, beim Aufstehen, beim Kochen, beim Schlafengehen. Sie war bei mir, immer.
Ja, Sybil ist scharfzüngig, manchmal kühl und distanziert und die handelt auch nicht immer nachvollziehbar. Aber genau das macht sie so echt, so menschlich. Hinter der Härte steckt Wärme, Verletzlichkeit und eine Frau, die das Leben mit all seinen Brüchen gezeichnet hat. Solche Protagonistinnen vergisst man nicht.
Besonders spannend war für mich, wie die Briefe aufgebaut sind. Man liest einen Brief, fiebert der Antwort entgegen, aber man bekommt sie nicht sofort. Stattdessen folgen erst ganz andere Briefe, die wieder eigene Wendungen mit sich bringen. Das hat sich oft wie kleine Cliffhanger angefühlt.
Dazu kam die permanente Frage: Warum hat Sybil kein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter? Wer schickt die annoymen Briefe? Und noch interessanter: An wen richtet sie die sehr persönlichen Briefe, die sie nie abgeschickt hat? Diese Geheimnisse gaben der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und sorgten für diese ernorme Sogwirkung.
Wer Bücher liebt wie Gut gegen Nordwind, bei denen man durch Briefe eine ganze Welt entdeckt, oder starke Frauenfiguren wie Elisabeth Zott aus Eine Frage der Chemie, der wird auch Sybil lieben.
Was dieses Buch außerdem so besonders macht, es vereint eine Vielzahl an Themen, die mitten ins Leben greifen. Adoption, DNA-Test, Verlust, Trauer, Tod, Krankheit, Freundschaft, Diversität und vieles mehr. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern fast ein ganzes Leben zwischen den Seiten.
Kritisch anmerken muss ich, dass es mir zum Schluss alles ein wenig schnell ging, was ich wirklich schade finde, da wäre noch so viel Potenzial für große Gefühle gewesen. Aber selbst mit diesem kleinen Schönheitsfehler bleibt es für mich ein unvergessliches Leseerlebnis.
Und da es sich hier um ein Debüt handelt, ist eines für mich klar, diese Autorin habe ich abgespeichert! Virginia Evens hat mich mit Sybil so tief berührt, dass ich alles lesen werde, was sie künftig noch schreibt.
Das Personen-Glossar am Ende? Ganz ehrlich, nice to have, aber praktisch nutzlos. Zum Glück wusste ich früh, dass es existiert, sonst hätte ich es glatt übersehen, denn gerade zu Anfang kommen doch sehr viele Personen ins Spiel, wo ich ein bisschen brauchte, um sie zu verinnerlichen.

✅️ Fazit:

Die Briefeschreiberin ist ein Herzensbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat, mit einer Protagonistin, die für mich eine literarische Freundin geworden ist und deren Geschichte ich nie vergessen werde.

Es hat meine höchste Auszeichnung verdient:
🌟 Prädikat Lieblingsbuch
🌟 Ganz klar ein Jahreshighlight

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Authentisch und mit viel Wärme

Was du siehst
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❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive ...

❓️Warum wollte ich das Buch lesen?

Ich habe schon viele Bücher über die DDR gelesen, in denen es meist um Flucht, Kontrolle oder Manipulation ging. Mich hat interessiert, einmal eine andere Perspektive zu erleben. Menschen, die nicht nur unter den strengen Strukturen litten, sondern auch Angst vor dem Neuen hatten und das Altbekannte liebten. Genau diesen Gegensatz versprach das Buch aufzugreifen und das hat mich sehr neugierig gemacht.

🔎 Worum geht’s?

1967 in Ost-Berlin: Ruth bleibt schwanger zurück, als ihr Geliebter verschwindet. Mit ihrer Tochter Jule zieht sie in ein kleines Dorf in Mecklenburg, wo Jule gemeinsam mit Andi, dem Sohn der Nachbarin, aufwächst. Aus kindlicher Nähe wird eine Liebe, die stärker scheint als alles. Doch die Wende verändert ihr Leben. Jule sucht ihren Vater, Andi möchte in der Heimat bleiben. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Hoffnung entwickeln sich nicht nur ihre Geschichten, sondern auch die der Dorfgemeinschaft.

🧠 Meine Meinung:

Das Buch hat mich sehr berührt, vor allem durch die liebevoll gezeichneten Charaktere. Jule und Andi habe ich gerne begleitet, aber auch die Dorfbewohner tragen mit ihren Eigenheiten dazu bei, dass die Erzählung Tiefe gewinnt. Die Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und füreinander da ist, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme, fast so, als wäre man selbst Teil davon.
Besonders eindrucksvoll fand ich die Liebe zum Detail. Das Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel. Jede Farbe spiegelt eine Stimmung oder Situation wider und gibt der Handlung eine ganz eigene Note.
Sehr wohltuend war für mich auch, dass dies keine typische DDR-Geschichte mit starren Mustern ist, wie man sie oft kennt. Stattdessen wird das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt. Trotzdem wird deutlich, dass es ganz unterschiedliche Perspektiven gab.  Menschen, die neugierig in den Westen blickten, und solche, die bleiben wollten, weil sie das Leben so akzeptieren, wie es war. Gerade das machte die Geschichte lebendig und nachvollziehbar.
Obwohl auch Konflikte eine Rolle spielen, wirkte die Handlung insgesamt hoffnungsvoll und voller Wärme. Die Liebesgeschichte wirkt authentisch, und die Gegensätze von Alt und Neu, Angst und Hoffnung sind fein herausgearbeitet. Am Ende flossen Tränen, nicht nur wegen des Geschehens, sondern auch, weil mir die Figuren ans Herz gewachsen sind.

✅️ Fazit:

Eine berührende Geschichte über Heimat, Freundschaft, Liebe und Geheimnisse.  Atmosphärisch, voller Wärme und mit starken Charakteren. Wer die Bücher von Barbara Leciejewski mag, wird auch dieses lieben. Für mich ein Lesetipp, besonders für die kommende Jahreszeit, wenn die Blätter fallen und man es sich mit einer heißen Schokolade gemütlich machen möchte, dann ist dieses Buch der perfekte Begleiter.

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