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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

niedlicher Comic

Belzi Ohnehorn
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Teufelchen Belzi hat ein großes Problem - seine Hörner sind weg. Und ohne Hörner kommt er nicht zurück in die Hölle. Zum Glück findet er mit Alex, Vera und Robin direkt neue Freunde, die ihm helfen wollen. ...

Teufelchen Belzi hat ein großes Problem - seine Hörner sind weg. Und ohne Hörner kommt er nicht zurück in die Hölle. Zum Glück findet er mit Alex, Vera und Robin direkt neue Freunde, die ihm helfen wollen. Gemeinsam finden sie heraus, dass Belzi Böses tun muss, damit seine Hörner nachwachsen. Was nur leider nicht so leicht ist, denn für einen Teufel ist Belzi einfach viel zu nett.

Die Geschichte ist witzig und gut erzählt. Die Sprache ist einfach und gut verständlich, sodass auch Kinder, die noch nicht so gut lesen können, keine Probleme haben dürften. Auch das Verhältnis von Bildern und Text fand ich sehr gut.

Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Illustrationen nicht so wirklich begeistern konnten. Da habe ich schon deutlich bessere gesehen. Gerade die Gestaltung von Belzi hat mir gar nicht gefallen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ansonsten ist es ein süßer, wirklich gelungener Comic.

Veröffentlicht am 18.12.2025

konnte mich leider nur teilweise begeistern

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
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Das Buch ist allein optisch schon ein echter Hingucker, mit dem glänzenden Einband und dem schönen Farbschnitt (wobei ich den Duft-Aufkleber auf dem Cover extrem störend fand). Man kommt auch sehr gut ...

Das Buch ist allein optisch schon ein echter Hingucker, mit dem glänzenden Einband und dem schönen Farbschnitt (wobei ich den Duft-Aufkleber auf dem Cover extrem störend fand). Man kommt auch sehr gut in die Geschichte rein. Das Worldbuilding ist solide und der Schreibstil sehr bildhaft. Das düstere Internat auf der einsamen Insel ist wirklich gut beschrieben und die ganze, düstere Atmosphäre kommt sehr gut rüber.

Das Rätsel um die verschwundenen Schülerinnen fand ich total spannend und gut gemacht. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Entdeckungen, die die vier Teenager im Verlauf der Geschichte machen, haben mich meine Theorien immer wieder über Bord werfen lassen.

Die Charaktere konnten mich dagegen nur mäßig begeistern. Protagonistin Aurelia war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Außerdem war sie mir zu sprunghaft. Mal überängstlich, dann wieder total leichtsinnig. Da hat für mich einiges nicht zusammengepasst. Werwolf Nathanael ist der typisch klischeehafte hübsche Junge mit dunkler Vergangenheit. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden empfand ich oft eher als störend. Das war mir zu viel Teenie-Drama. Die restlichen Charaktere bleiben leider eher blass. Sowohl Eleanor als auch Aurelias Adoptivbruder Callan hatten für mich großes Potenzial, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Das gleiche gilt für Aurelias Vater.

Die Spannung bleibt das ganze Buch durch sehr konstant und steigert sich zum Ende hin. Abgesehen vom Teenie-Drama fand ich die Story alles in allem sehr gut. Mich hat nur etwas gestört, dass Aurelia und ihre Freunde oft Hinweise nicht wirklich weiter verfolgt haben. Als Leser erkennt man sofort Verbindungen und Möglichkeiten, aber die Charaktere gehen mit einem Schulterzucken darüber hinweg.

Das Ende hat für mich leider vieles kaputt gemacht. Es war mir zu sehr auf Effekthascherei fixiert. Die Autorin wollte den ganz großen Knall, was für mich einfach nicht wirklich gepasst hat. Es tauchen Figuren auf, die vorher nur am Rande erwähnt wurden und spielen plötzlich eine große Rolle. Auch der fiese Strippenzieher hinter dem Ganzen wurde für meinen Geschmack sehr plötzlich aus dem Hut gezaubert. Und ich verstehe zwar durchaus den Sinn eines Cliffhangers - immerhin möchte man die Neugier auf Band 2 schüren - aber man kann es auch wirklich übertreiben. Das Ende hat tausend neue Fragen aufgeworfen und kaum eine beantwortet.

Was ich absolut nicht passend finde ist die Altersempfehlung. Gerade zum Ende hin gibt es einige sehr brutale Szenen. Und auch mindestens eine Sexszene, die mehr als nur angedeutet ist. Für ein Buch, das ab 14 Jahren empfohlen wird, fand ich beides zu heftig. Ich würde es eher ab 16 empfehlen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2025

Liest sich leider etwas zäh

Wie fühlst du dich?
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Axel Hacke nimmt sich mit diesem Buch einem durchaus schwierigen Thema an - unseren Gefühlen. In einer Welt, die von schlechten Nachrichten und Social Media geprägt ist, verlieren wir diese nur allzu leicht ...

Axel Hacke nimmt sich mit diesem Buch einem durchaus schwierigen Thema an - unseren Gefühlen. In einer Welt, die von schlechten Nachrichten und Social Media geprägt ist, verlieren wir diese nur allzu leicht aus den Augen. Der Autor animiert dazu, wieder mehr in uns hinein zu hören und uns mehr mit uns und unserer Gefühlswelt zu beschäftigen.

Der Autor betrachtet die verschiedenen Gefühle, wie z.B. Angst, Wut, Trauer, aber auch Freude, ohne sie großartig zu bewerten. Er zeigt, dass Gefühl und Vernunft oft nah beieinander liegen und macht deutlich, dass jedes Gefühl seine Berechtigung und seinen Nutzen hat.

Diesen Ansatz finde ich sehr schön und wichtig. Leider muss ich aber gestehen, dass ich mit Hackes Schreibstil einfach nicht so richtig warmwerden konnte. Für mich las sich das Buch stellenweise doch eher zäh und ich hatte Mühe, mich durchzukämpfen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Veröffentlicht am 18.11.2025

teilweise gelungene Mischung aus Fantasy und Mythologie

The Witch's Heart - Das Verhängnis
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Irgendwie fällt es mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Es gab vieles, was mir gefallen hat. Aber auch einiges, was mir nicht gefallen hat. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Erwartungen ...

Irgendwie fällt es mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Es gab vieles, was mir gefallen hat. Aber auch einiges, was mir nicht gefallen hat. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Erwartungen man hat.

Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall den Schreibstil. Diesen fand ich einfach wunderschön und absolut passend. Man hatte oft wirklich das Gefühl, man würde einfach eine etwas neue Erzählung der alten Mythen lesen, was mir sehr gut gefallen hat.

Auch die Charaktere fand ich im Großen und Ganzen wirklich gut. Vor allem Angrboda und Loki waren gut getroffen. Gerade Loki ist ein sehr spannender Charakter und für mich persönlich hat die Autorin seinen inneren Zwiespalt ziemlich gut eingefangen. Angrbodas Handlungen konnte ich nicht immer so ganz nachvollziehen. Sie war für mich nicht ganz so stimmig. Gerade zum Ende hin.

Ich bin ein großer Fan von Mythologie. Vor allem die nordischen Mythen liebe ich schon seit meiner Kindheit und kenne sie dementsprechend gut. Bei einem Buch wie diesem ist dann natürlich immer die Frage, wie nah die Autorin an der Original-Sage bleibt. Und hier muss ich leider Kritik üben. Anfangs hält sie sich wirklich sehr eng an die Sage, auch wenn Angrboda zeitweise in die Rolle anderer Riesinnen schlüpft. Das war für mich okay. Aber zum Ende hin gibt es leider doch starke Abweichungen, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Gerade die letzten Seiten haben mich schwer enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass sie die Mythologie plötzlich komplett ignoriert, um ein in unsere Zeit passendes Ende zu schaffen. Das fand ich sehr schade. Ich möchte nicht spoilern, darum gehe ich jetzt nicht näher darauf ein, was für mich alles nicht gepasst hat.

Ja, mein Fazit ist also sehr zwiegespalten. Ich würde sagen, vom Anfang her gut, aber zum Ende hin hat das Buch sehr stark nachgelassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.11.2025

zu deprimierend für eine Rom-Com

The Nightmare Before Kissmas
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Ich hatte von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet und war doch eher enttäuscht, muss ich gestehen. Ich hatte mich auf eine witzige, leichtherzige Rom-Com gefreut. Aber für mich war die Geschichte leider ...

Ich hatte von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet und war doch eher enttäuscht, muss ich gestehen. Ich hatte mich auf eine witzige, leichtherzige Rom-Com gefreut. Aber für mich war die Geschichte leider im Großen und Ganzen zu schwermütig. Mir hat die Leichtigkeit gefehlt.

Coal ist ein interessanter Protagonist, mit dem ich aber leider nicht wirklich hundertprozentig warm werden konnte. Ich mochte seinen Bruder lieber. Er kam einfach sympathischer rüber. Auch Hex war mir etwas zu unnahbar. Und die Liebesgeschichte zwischen Coal und Hex... naja, so wirklich gefühlt hab ich die einfach nicht. Ich weiß nicht mal genau, warum. Aber der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Es ging auch alles fast ein bisschen schnell. Und die Sexszenen fand ich auch nicht soo gelungen. Da wurde mir zu viel geredet und "von der Sache" abgekommen. Diese Szenen (von denen es 2-3 gibt, je nach Auslegung) sind übrigens ziemlich detailliert und erstrecken sich über mehrere Seiten. Wer sowas nicht mag, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.

Was für mich zu kurz kam, war eindeutig der Humor. Okay, es gibt schon ein paar witzige und auch wirklich süße Szenen. Besonders die Chatverläufe zwischen Coal, Kris und Iris habe ich echt geliebt. Die waren immer total lustig. Aber insgesamt ist die Geschichte doch eher düster. Die Königskinder sind alle auf ihre Art ziemliche emotionale Wracks, um es mal heftig auszudrücken. Gerade Coal ist ständig am Zweifeln und seine inneren Monologe fand ich mit der Zeit eher nervig. Vor allem, weil es eigentlich immer um das Gleiche geht.

Wirklich spannend fand ich die Idee, dass Santa hier quasi der Böse ist. Das war mal was ganz anderes. Auch wenn ich die Erklärung für sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte.

Das Ende war dann für meinen Geschmack viel zu abrupt. Da hätte man noch ein paar Seiten dranhängen können, um das Ganze besser aufzulösen. Klar soll damit die Neugier auf Band 2 geschürt werden, aber für mich war es einfach unpassend. Vor allem, weil sich vieles scheinbar einfach in Wohlgefallen auflöst und man keine Erklärung bekommt.

Alles in allem kann ich das Buch nicht so wirklich empfehlen. Kommt sicher immer darauf an, welche Erwartungen man hat. Wer eine niedliche Rom-Com erwartet wird auf jeden Fall enttäuscht werden.