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Karolina_Hruskova

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2025

Genug Potenzial vorhanden, schlechte Umsetzung

The Monet Family – Shine Bright, Little Pearl
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Bei Band vier der Reihe weiß ich echt nicht, was ich sagen soll. Ich bin regelrecht erschrocken darüber, wie naiv, kindisch und kindlich Hailee, eine immerhin Siebzehnjährige, dargestellt wird.

Die Handlung ...

Bei Band vier der Reihe weiß ich echt nicht, was ich sagen soll. Ich bin regelrecht erschrocken darüber, wie naiv, kindisch und kindlich Hailee, eine immerhin Siebzehnjährige, dargestellt wird.

Die Handlung ist schnell erklärt - Hailee verreist nämlich wieder. Sie jettet in Europa hin und her, heult wegen ihrer Brüder, weil sie gemein zu ihr sind, und flüchtet zu Daddy, weil er sie Prinzessin nennt und ihr ein Küsschen auf die Stirn gibt. Excuse me, aber so verhält sich keine junge Frau in ihrem Alter.

Ich denke, die ganze Geschichte hätte viel mehr Ecken und Kanten bekommen, eine echte Struktur, wenn man alles nicht aus der Perspektive einer Siebenjährigen erzählt hätte. Erst zum Schluss hin wird versucht etwas Spannung aufzubauen, aber letztendlich gipfelt alles nur in einem Cliffhanger, der lange vorhersehbar war. Wobei ich auch zugeben muss: Der Cliffhanger hat mich trotzdem an der Angel. Endlich ist das fast schon Unvermeidliche eingetreten, jetzt muss ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Das Potenzial sehe ich voll. Die Story an sich überzeugt mich nämlich trotz der Kritik nach wie vor. Aber die Umsetzung ist zu zaghaft, ohne Dynamik oder eine echte Überraschung. Vielleicht hat Weronika Anna Marczak die ganze Spannung bis zum nächsten Band aufgehoben? Ich glaube, wir sind endlich an einem Punkt angekommen, von dem an alles anders wird, und darauf bin ich schon sehr gespannt!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Alles schon einmal gehört

25 letzte Sommer
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Den Titel und insbesondere die Aussage, die dahintersteckt, fand ich wunderschön. Stell dir vor, du hast nur noch 25 Sommer in deinem Leben. Wie würdest du sie verbringen, um das Beste rauszuholen?

In ...

Den Titel und insbesondere die Aussage, die dahintersteckt, fand ich wunderschön. Stell dir vor, du hast nur noch 25 Sommer in deinem Leben. Wie würdest du sie verbringen, um das Beste rauszuholen?

In der Erwartung, eine tiefsinnige Geschichte zu lesen, habe ich also mit »25 letzte Sommer« begonnen. Ich mag Romane, die mich zum Nachdenken anregen und mich inspirieren. Aber in dem Fall war ich zum Schluss froh, dass ich das Buch nur ausgeliehen hatte.

Der namenlose Erzähler trifft auf Karl, einen älteren Landwirt, der das Leben nimmt, wie es kommt. In Gesprächen reflektiert der Erzähler seinen hektischen Alltag, seine Gewohnheiten, und stellt fest, dass er sich durch äußeren Druck verbogen hat. Und das wars eigentlich auch schon. Die Gespräche waren sehr holprig und um platte Pseudo-Lebensweisheiten konstruiert. Keine Tiefe dabei, nichts. Ich bin ehrlich, mich hat das sehr enttäuscht. Persönlich konnte ich keinen Mehrwert finden, da alle Kernaussagen oberflächlich und in verschiedenen Blogs, Ratgebern etc. schon unzählige Male durchgekaut wurden. Wer neue Denkanstöße sucht, ist hier leider falsch. Sehr schade.

Der Grundgedanke war wirklich ansprechend, die Umsetzung ausbaufähig. Im Endeffekt bleibt mir nur der Titel positiv im Gedächtnis zurück. Wie würdet ihr eure 25 letzten Sommer verbringen wollen?

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Leider enttäuschend mit leeren Handlungen

Golden Bay − How it feels
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Ich bin ehrlich enttäuscht von »Golden Bay. How it feels«. Das Einzige, was mich davon abhält zu schreiben, dass ich mich durch den Roman kämpfen musste, ist der angenehm fließende Schreibstil von Bianca ...

Ich bin ehrlich enttäuscht von »Golden Bay. How it feels«. Das Einzige, was mich davon abhält zu schreiben, dass ich mich durch den Roman kämpfen musste, ist der angenehm fließende Schreibstil von Bianca Iosivoni. Die Geschichte von Ember und Holden war sehr leicht und flüssig zu lesen, auch die Beschreibungen von Golden Bay wurden so detailliert und bildlich in die Geschichte integriert, dass ich mich mühelos auf die Umgebung einlassen konnte.

Die Handlung könnte man wahrscheinlich auf ein paar wenige Sätze reduzieren – und das ist mein großer Kritikpunkt. Ember renoviert ihr Elternhaus und deutet eine Tragödie an, die dort Jahre zuvor geschah. Holden kehrt nach seinem Verschwinden zurück. Im ganzen weiteren Verlauf fragt Ember ihn nach seinem Verschwinden, er antwortet nicht, sie wird sauer. Sie erklärt, wie sehr sie ihn hasst und er sie verletzt hat. Sie fragt erneut, er antwortet nicht, sie wird wieder sauer. Es folgen wieder ellenlangen Monologe über ihren Hass und ihre Verletztheit. Repeat multiple times. Ende. Es war zäh, langatmig und leider absolut nichtssagend. Möglicherweise hätten mich kleine Andeutungen bei Laune gehalten, aber Holden war wie eine unüberwindbare Mauer und Ember hat irgendwann angefangen, mich mit ihrem Verhalten zu nerven.

Das finde ich wirklich alles schade; ich habe mir gewünscht, dass mir der Roman gefällt. Leider hat er mich nicht einmal soweit überzeugt, dass ich die Reihe fortführen möchte.

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Eine opulente Geschichte ohne Inhalt

Ein Duke wider Willen
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Ich bin ehrlich: Erst durch Bridgerton bin ich auf die Welt der Regency Romance bewusst aufmerksam geworden. Und da ich generell immer offen für Neues bin, wollte ich mit „Ein Duke wider Willen“ einen ...

Ich bin ehrlich: Erst durch Bridgerton bin ich auf die Welt der Regency Romance bewusst aufmerksam geworden. Und da ich generell immer offen für Neues bin, wollte ich mit „Ein Duke wider Willen“ einen weiteren Ausflug in das London der feinen Gesellschaft unternehmen.

Jedoch war der Ausflug anders als erhofft. Von Anfang an waren mir die (Haupt-)Charaktere von „Ein Duke wider Willen“ zu oberflächlich, sodass ich keinerlei Beziehung oder Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Vielmehr wirkten sie auf mich sehr distanziert und kalt. Während des gesamten Romans konnte ich darüber hinaus keine nennenswerte charakterliche Entwicklung feststellen oder tiefergehende Gefühle.

Leider hat das auch dazu beigetragen, dass die erzählte Geschichte beziehungsweise die Handlung sehr flach war, um nicht zu sagen kaum vorhanden. Die Idee um Elegant Occasions finde ich grandios, wobei das zu sehr in den Vordergrund und wichtigeres in den Hintergrund gerückt wurde. Nichtsdestotrotz habe ich als Leserin davon profitiert, denn bei Regency Romance geht es mir auch darum, einen Einblick (ob nun authentisch oder nicht) in die damalige Zeit und das London der feinen Gesellschaft zu erhalten. Hier wurde ich gut abgeholt durch beispielsweise detaillierte Beschreibungen der Mode oder der Umgangsformen. Auch die Sprache wurde der damaligen Zeit angepasst – für mich war das ein sehr ungewohntes Vokabular, weshalb ich mehrere Stellen wiederholen musste und keinen flüssigen Lesefluss hatte. Gestört hat mich das allerdings nicht besonders.

Ein wenig Handlung gab es ja nun doch; das vermeintliche Kernproblem des Romans hat mich allerdings sehr irritiert. Das war irgendwie eine Art Selbstläufer, ohne Zutun der Charaktere. Das Geheimnis um das Problem erzeugt zwar Spannung und Neugierde, aber auch hier war der Spannungsbogen wieder viel zu flach. So recht konnte ich kein Verständnis dafür aufbringen, weshalb so viel misslungenes Drama darum gemacht wurde. Im Übrigen haben schon die Protagonisten wenig zum Handlungsverlauf beigetragen – auf die Nebencharaktere hätte man im Vergleich dazu auch fast schon verzichten können, da sie einfach nur da und ohne Aufgabe und Funktion waren.

Alles in einem muss ich leider sagen, dass „Ein Duke wider Willen“ ein zäher und langatmiger Roman ohne Inhalt für mich ist, der jedoch durch die Zeit, in der er spielt, und die anschaulichen Beschreibungen der Ballsäle oder opulenten Kleider doch nicht ganz in Ungnade fällt.

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Veröffentlicht am 23.03.2023

Abbrechen oder nicht abbrechen, das ist hier die Frage

All Saints High - Der Rebell
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(Kurzrezension) Ich mochte den Roman leider ü b e r h a u p t nicht. Eigentlich breche ich keine Romane ab, weil ich jeder Geschichte eine Chance gebe, aber diesmal habe ich nach jeder gelesenen Seite ...

(Kurzrezension) Ich mochte den Roman leider ü b e r h a u p t nicht. Eigentlich breche ich keine Romane ab, weil ich jeder Geschichte eine Chance gebe, aber diesmal habe ich nach jeder gelesenen Seite mit dem Gedanken gespielt.

Sowohl Knight als auch Luna waren mir sehr unsympathisch. Knights toxisches Verhalten Luna gegenüber hat mich abgestoßen und teilweise sogar angewidert. Luna kam mir ihm gegenüber sehr unterwürfig und abhängig vor – ihre einzige Sorge war es immerhin, wie sie es ihm recht machen kann. Wegen ihrer ganzen Streitigkeiten wusste ich auch nie, um was es den beiden nun ging. Beziehung, Freundschaft, keine Freundschaft oder wie man das Gegenüber am gezieltesten verletzt? Dieses Hin und Her war mir einfach zu viel, sprunghaft und zu unklar.

Bei ASH – Der Rebell handelt es sich vermutlich um ein Buch, das ich früher oder später aussortieren werde, da ich es kein zweites Mal lesen möchte. Beendet habe ich es nur, weil ich gehofft habe, dass es besser wird. Fehlanzeige… Leider, muss ich sagen, denn die Geschichte hatte eigentlich Potenzial.

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