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Veröffentlicht am 14.01.2026

Spannender Pageturner über Geheimnisse, Deepfakes und ein ungeklärtes Verschwinden

Seven Ways to Tell a Lie
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In der idyllischen Kleinstadt Wane läuft alles seiner Wege. Bis ein Video die Stadt erschüttert, das sich schnell viral verbreitet: ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, niemand überlebt. Unter den Personen ...

In der idyllischen Kleinstadt Wane läuft alles seiner Wege. Bis ein Video die Stadt erschüttert, das sich schnell viral verbreitet: ein Schulbus stürzt in eine Schlucht, niemand überlebt. Unter den Personen im Video ist auch Jonah und schnell wird klar, dass es sich um ein Deepfake handelt. Die anderen Personen im Video gehören alle zu seiner zerbrochenen Clique. Ein dunkles Geheimnis vor genau einem Jahr ließ die Clique damals auseinander brechen. Als noch mehr Videos auftauchen, wird Jonah und den anderen klar, dass sie nur gemeinsam diesen Wahnsinn beenden können. Dabei begeben sie sich in große Gefahr.

Ich kann erstmal nur sagen: wow, was für eine Geschichte! Das Cover sticht zwar ins Auge, aber lässt nicht vermuten, welche gewaltige Geschichte sich im Buch verbirgt. Ich habe das Buch an wenigen Abenden verschlungen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Von Anfang an herrscht eine nicht greifbare und geheimnisvolle Atmosphäre. Die Hauptfigur Jonah erzählt aus der Ich-Perspektive, was eine toll gewählte Erzählsperspektive ist, denn man erfährt alles aus seiner subjektiven Sichtweise und weiß auch nicht mehr vom Geschehen als er. Schnell merkt man, dass man keinem trauen kann, jeder scheint ein falsches Spiel zu spielen und Geheimnisse zu haben. Auch Jonah verrät dem Leser nicht alles, was er weiß. In Rückblenden erzählt er vom Ereignis vor einem Jahr, das zum Bruch der Clique geführt hat. Aber auch hier fragt man sich, ob das die komplette und wahre Geschichte ist. Die anderen Charaktere der Clique, die ebenso wichtig für die Handlung sind, werden auch detailreich und gut gezeichnet.
Die Lage in Wane spitzt sich immer weiter zu, nachdem nicht nur ein sondern immer mehr Deepfakes auftauchen und scheinbar jeder in Wane scheint mindestens ein Geheimnis zu haben und es vertuschen zu wollen.
Die Stimmung, die der Autor hierbei erzeugt, ist ebenso geheimnisvoll wie düster, man fiebert wie gebannt auf den großen Knall hin. Bis zum Schluss durchblickt man das Geschehen und die Beziehungen nicht wirklich, durch geschickte Plottwists und nur sich stückchenweise enthüllende Details bleibt die Spannung auf einem konstant hohen Level und wird gerade zum Ende hin noch gesteigert. Auch das aktuelle Thema von Deepfakes wird toll in die Geschichte eingebunden und zeigt, wie gut sie mittlerweile an die Realität heranreichen und sich leider auch viel zu schnell verbreiten können.

Einzig die Empfehlung als Jugendbuch kann ich nicht wirklich unterschreiben, ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen, da es doch an einigen Stellen makaber und intensiv wird.
Dieser Thriller ist für mich ein Highlight, ich habe länger keinen Thriller gelesen, der mich so sehr gefesselt hat und mich nicht losgelassen hat. Eine Empfehlung für ältere Jugendliche wie auch Erwachsene!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Tolle Cozy Romance für die Weihnachtszeit - perfekt als Adventskalender zu lesen

Glow like December
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Marie studiert Physik, ganz wie ihre wissenschaftsbesessenen Eltern es sich wünschen. Als Physiker können sie mit dem Weihnachtszauber nichts anfangen. Marie hingegen träumt davon, ihr Leben endlich selbst ...

Marie studiert Physik, ganz wie ihre wissenschaftsbesessenen Eltern es sich wünschen. Als Physiker können sie mit dem Weihnachtszauber nichts anfangen. Marie hingegen träumt davon, ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen und mietet kurz vor Weihnachten eine Wohnung im ländlichen Raum von Münster. Sie schmeißt ihr Studium hin und kellnert im "Zuckerpöttchen", einem kleinen Café in Münster, ihren Eltern hat sie nichts von ihrer Entscheidung erzählt. Als sie sich dann noch in Aron, den Sohn der Vermieter verliebt, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Ich habe "Glow Like December" als "Adventskalenderbuch" gelesen: jeden Tag ein Kapitel. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und man fliegt förmlich durch die Seiten durch den angenehmen Erzählstil der Autorin. Jede erste Seite eines Kapitel ist außerdem toll illustriert und hat einen Untertitel passend zur Geschichte.
Die gesamte Geschichte ist aus der Ich-Perspektive Maries geschrieben, was einem die Protagonistin beim Lesen nochmal näher bringt. Marie ist stets sympathisch, tollpatschig und macht eine bemerkenswerte Entwicklung im Lauf der Geschichte durch. Sie wächst über sich hinaus und kann sich gegenüber anderen behaupten. Mehr als ein Mal konnte ich mich in ihr wieder finden, man leidet und freut sich mit ihr mit. Auch Aron, der anfangs noch ziemlich unsympathisch wirkt, taut mehr und mehr auf und auch er entwickelt sich immer mehr. Natürlich kommt auch das Weihnachtsfeeling nicht zu kurz und Maries Hang zur besinnlichen Vorweihnachtszeit kommt absolut authentisch rüber und wirkt nicht kitschig. Die Liebesgeschichte hat genau die richtige Balance ohne überladen zu wirken.

Die Geschichte ist die perfekte Cozy Romance für die Weihnachtszeit und lässt sich super als "Adventskalender" lesen - sofern man nicht nach jedem Kapitel sofort weiter lesen möchte ;) Auch ein tolles Geschenk für die Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Urkomischer Roman über das besinnliche Weihnachtsfest mit der Familie - auch ein tolles Geschenk

Merry Crisis - ein fast besinnliches Weihnachtsfest
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Olivia Schenk fährt wie jedes Jahr an Weihnachten zu ihrer Familie. Der fünftägige Marathon mit der Familie verlangt ihr alles ab - extra dafür hat sie das "Weihnachtsgesicht" bis zur Perfektion geübt. ...

Olivia Schenk fährt wie jedes Jahr an Weihnachten zu ihrer Familie. Der fünftägige Marathon mit der Familie verlangt ihr alles ab - extra dafür hat sie das "Weihnachtsgesicht" bis zur Perfektion geübt. Zwischen ihrem neu dazu gewonnenen Onkel Klaus, ihrer traditionsbewussten Familie und dem vierjährigen Miró-Baptiste, dem Sohn ihrer Cousine, muss sie ihre Eltern wieder einmal enttäuschen und wird deren Erwartungen nicht gerecht. Zu allem Überfluss taucht auch noch Nathan auf, den sie schon zur Schulzeit gehasst hat - aber als sie sich nach Jahren wieder sehen, ist er so ganz anders als früher.

Ein chaotisches Weihnachtsfest mit der lieben Familie und die Protagonistin erzählt herrlich-schräg, wie es ihr in dem Wahnsinn ergeht? Ich bin sofort dabei!
Eli Mell erzählt so erfrischend und ehrlich von ihrem Familienchaos, dass ich selbst auf mindestens jeder zweiten Seite das Gefühl hatte: das habe ich so oder so ähnlich auch schon erlebt, kenne ich. Die Geschichte ist aus Olivias Ich-Perspektive geschrieben und sie schildert ungeschönt ihre Gedanken dazu. Jedes Familienmitglied ist auf seine Weise so toll beschrieben, dass es nicht nur urkomisch ist sondern man merkt beim Lesen, dass zusammen am Ende doch alles mehr oder weniger funktioniert. Oft musste ich beim Lesen auch laut loslachen, weil Eli Mell es versteht, die Handlung so zu beschreiben, dass ich das Gefühl hatte, selbst mit am Tisch zu sitzen.
Es werden auch wichtige Themen mit eingeflochten wie Erwartungsdruck der Familie und Gesellschaft, Versagensängste und das Aufeinandertreffen unterschiedlichster Charaktere. Das Ganze wird aber stets so lustig beschrieben, dass die Geschichte nie ins Kitschige oder zu Ulkige abdriftet.

Eli Mell hat mit "Merry Crisis" den perfekten Roman rund um das vermeintlich besinnliche Weihnachtsfest geschaffen. Mit der richtigen Portion Humor und herrlichen-absurden Beschreibungen fliegt man durch die Seiten. Auch als Geschenk, nicht nur zu Weihnachten, kann ich mir das Buch vorstellen. Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Spannend, unvorhersehbar und packend - ein absoluter Pageturner!

Love, Mom
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Mackenzie Casper ist Anfang zwanzig und die Tochter einer reichen und berühmten Schriftstellerin. Als diese im Wald tot aufgefunden wird, glauben alle zuerst an einen Unfall, aber Mackenzie weiß am besten, ...

Mackenzie Casper ist Anfang zwanzig und die Tochter einer reichen und berühmten Schriftstellerin. Als diese im Wald tot aufgefunden wird, glauben alle zuerst an einen Unfall, aber Mackenzie weiß am besten, dass in ihrer Familie nicht alles so schillernd ist, wie es nach außen scheint. Als sie nach der Beerdigung in ihr Auto steigt, findet sie dort einen Brief - handgeschriebene Seiten ihrer Mutter, die vor ihrer Geburt verfasst sein müssen. Völlig überrumpelt versucht sich gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ einen Reim darauf zu machen. Als noch mehr Briefe folgen, wird ihr klar, dass sie nun selbst ermitteln muss - auch wenn das nicht jedem in der Familie gefällt und sie sich in Gefahr bringt...

Ich kann nur sagen: wow! Was für ein grandioses Thrillerdebüt! Oft wird das Buch mit denen von Freida McFadden verglichen - dem kann ich mich nicht anschließen, denn "Love, Mom" ist für mich noch um Einiges besser. Ich habe es von einer Freundin empfohlen und ausgeliehen bekommen, die normalerweise keine Thriller liest, aber von diesem hier restlos begeistert war. Und ich habe das Buch ebenso innerhalb weniger Tage "weg gelesen".
Ab der ersten Seite wird die Spannung konstant hoch gehalten. Die Geschichte ist aus Mackenzies Ich-Perspektive geschrieben, was dem Ganzen eine tolle Bissigkeit und Ironie gibt und perfekt zum Grundton der Geschichte passt. Mackenzie wirkt oft ruppig und abweisend, man merkt beim Lesen jedoch schnell, dass hinter der äußerst taffen Schale ein verletzlicher Kern steckt, der seit Jahren um Anerkennung und Liebe ihrer Eltern kämpft. Gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ, der ein typischer Nerd ist und ihr einziger wirklich Verbündeter, bilden die beiden ein Duo, das dynamisch den Spuren und Briefen folgt.
Die ganze Geschichte erscheint wie ein Puzzle, die Briefe bilden dabei den Kern und es fügt sich immer mehr zusammen, dass Mackenzies Eltern und ihre gesamte Familie ihr nicht die Wahrheit erzählt haben. Der Autorin gelingt es hier gekonnt, immer genau so viele Informationen preiszugeben, wie man als Leser braucht, um gebannt weiterzulesen, die Geschichte aber nicht vorhersehbar werden zu lassen. Denn mit den Plottwists im Verlauf der Geschichte hätte ich nie gerechnet.

"Love, Mom" ist ein Thriller mit absoluter Sogwirkung, der mit einer spannenden Geschichte, tollen Figuren und vielen unvorhersehbaren Plottwists punkten kann. Vom mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Wild und unzähmbar - eine wunderbare Liebesgeschichte und die Suche zu sich selbst

Love is Wild – Uns gehört die Welt
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Curtis ist Schlagzeuger der Band "After Hours" und lebt mit seiner Mitbewohnerin Amory im trubeligen New Orleans. Seit er seine Eltern bei einem Hurrikan verloren hat, hat er mit unverarbeiteten Problemen ...

Curtis ist Schlagzeuger der Band "After Hours" und lebt mit seiner Mitbewohnerin Amory im trubeligen New Orleans. Seit er seine Eltern bei einem Hurrikan verloren hat, hat er mit unverarbeiteten Problemen zu kämpfen, rastet aus und prügelt sich. Mit Amory führt er eine lockere Affäre, doch als sie bei der Arbeit jemanden kennenlernt, kommt für Curtis noch die Eifersucht hinzu. Als die Situation vollends eskaliert, zieht Amory einen Schlussstrich - und Curtis muss sich fragen, ob er sein Leben wie bisher weiter führen möchte oder sich etwas ändern muss.

Im dritten Band der "New Orleans"-Reihe begleiten wir Curtis und Amory - und wie immer bei Kathinka Engels Büchern bin ich ich voll begeistert!
Die beiden vorigen Bände haben mir ebenso unglaublich gut gefallen, Curtis lernt man jedoch nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Beim Lesen spürt man seine Explosivität und angestaute Wut, aber auch Sanftheit und Liebe im Umgang mit Amory. Der Erzählstil und die sich abwechselnden Kapitel aus Amorys und Curtis' Sicht passen wieder mal perfekt zur Geschichte. Curtis lernt, nach der kompletten Eskalation, dass es in Ordnung ist, Gefühle rauszulassen, aber man muss sich auch anschauen, was dazu führt, dass man immer wieder so wütend wird.
Amory hingegen ist eine regelrechte Powerfrau und selbstbewusst, sie steht für sich ein und kommt auch mit Curtis' oft roher und abweisender Art zurecht. Die Geschichte zeigt wunderbar, dass man zusammen alles schaffen kann, aber heilen kann man sich nur selbst um sicher und standfest durchs Leben zu gehen.
New Orleans wird wie in allen Büchern der Reihe wunderbar und mit viel Liebe zum Detail beschrieben, die Geselligkeit und auch der Zusammenhalt der Stadt wird deutlich, am liebsten würde ich die "After Hours" auch einmal bei einem Auftritt miterleben :)

Ein großartiger Roman, von mir gibt es, wie für alle Bücher der Autorin, eine große Leseempfehlung!

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