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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2018

Vom Singlesein zur Beziehungswaisen- immer ehrlich authentisch und humorvoll

Beziehungsstatus: Ich mag Kekse
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"Beziehungsstatus: Ich mag Kekse: Keine Anleitung zum Singlesein", von Rebekka Gohla, ist eine authentisch und schonungslos ehrlich dargestellte Reise in das Gefühls- und Alltagsleben einer Singlefrau. ...

"Beziehungsstatus: Ich mag Kekse: Keine Anleitung zum Singlesein", von Rebekka Gohla, ist eine authentisch und schonungslos ehrlich dargestellte Reise in das Gefühls- und Alltagsleben einer Singlefrau.

Rebekka die Protagonistin ihres Buches, erklärt und schildert ehrlich, schonungslos und auf so humorvolle Art und Weise, offen über ihr Singleleben. Durch ihren warmherzigen und tollen Schreibstil, liest sich die Geschichte, wie von einer guten Freundin erzählt, die man am liebsten in den Arm nehmen möchte.
Kann man als Single gelassen und glücklich sein oder ist Panik absolut angebracht? So ähnlich beginnt Rebekkas Einführung in ihr Buch, das auch gleichzeitig einen authentischen Blick auf ihr Leben darstellt. Muss man sich wirklich Gedanken machen, wenn man mit Anfang dreisig noch nicht verheiratet ist, keine Kinder hat oder vielleicht den richtigen Mann noch gar nicht erst gefunden hat?
Eigentlich nicht, denn auch das Single sein hat seine Vorteile wie sich beim lesen von Rebekkas Buch herausstellt.

Besonders gut gefallen hat mir, das Rebekka auch Paar nicht in eine Schulbade steckt, sondern in ihren Schilderungen Paartypen analysiert, Verhaltensweisen von Paaren und wie sie sich in Gesellschaft und Öffentlichkeit zeigen, aufführt. Dabei bleibt sie immer sachlich und ehrlich und hat mich so einige male zum schmunzeln und beherzt lachen gebracht, wenn sie über ihre kleinen Macken und Makel spricht, wie sie sie selbst nennt. Doch hört man tief in sich hinein, hat Rebekka in vielem recht, und trifft das Single Leben ganz gut auf den Punkt.
Es macht einfach Spass und hat mir wahnsinnig gut gefällt, wie sie von ihrem Leben erzählt, dabei schonungslos und immer ehrlich bleibt.

Manchmal ist uns als Paar wohl gar nicht bewusst, das unser Verhalten, Händchenhalten oder permanentes Küssen und Zärtlichkeiten austauschen gar nicht angebracht und vollkommen fehl am Platz, in der Öffentlichkeit oder der Gemeinde ist. Verliebt man sich wirklich in 11 Minuten bei Parship und dürfen auch Singles mit auf die Arche?
Rebekka hat zwar nicht auf alle Fragen eine passende Antwort, hat jedoch schon so einige Glücks- und Trübsinnmomente, peinliche Verkupplungsversuche erlebt und durchgestanden, wie sie in ihrer Geschichte erzählt. Ihr Buch ist in fünf Teile aufteilt in denen sie viel über sich und ihr Leben als Singlefrau preis gibt. Dabei aber immer ehrlich, humorvoll und authentisch bleibt.
Ich habe schon lange kein Buch mehr in der Hand gehalten, das so warmherzig und mit soviel Wortwitz, und Humor versehen ist, das es einfach ungemein Spass gemacht hat, die Kapitel von Rebekkas Leben regelrecht zu verschlingen.

Fest steht, das Traummänner, die Beziehung zu Jesus, peinliche Verkupplungsversuche, Anspielungen auf das Singleleben einer Singlefrau und wahre Freundschaften einfach unverzichtbar sind. Und natürlich Kekse.

Ein toll geschriebenes und humorvoll dargestelltes Selbstbuch einer Singlefrau, die sich, ihr Singelsein und ihr Leben authentisch und ehrlich darstellt, wie von einer guten Freundin erzählt. Für jedermann lesenswert egal ob man Single oder glücklich in einer Beziehung ist.

Veröffentlicht am 25.01.2018

Rotzfrech, witzig und erfrischen lebendig Illustriert

Rotzhase & Schnarchnase - Möhrenklau im Bärenbau
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"Rotzhase & Schnarchnase - Möhrenklau im Bärenbau" von Julian Gough, ist eine witzige, rotzfrech erzählte Geschichte, über Freundschaft, Schneemänner und eine Möhre, mit zauberhaft schönen Bildillustrationen ...

"Rotzhase & Schnarchnase - Möhrenklau im Bärenbau" von Julian Gough, ist eine witzige, rotzfrech erzählte Geschichte, über Freundschaft, Schneemänner und eine Möhre, mit zauberhaft schönen Bildillustrationen für Erstleser.

Bär erwachte aus ihrem Winterschlaf, weil ihr irgend etwas auf die Nase gestiegen war. Mit Schrecken musste sie feststellen, das der Dieb ihre ganzen leckeren Vorräte gestohlen hatte. Doch obwohl Bär sofort nach draussen Eilte, um den Dieb zu fassen, konnte sie durch das dichte Schneegestöber niemanden mehr entdecken. Sie war viel zu früh aufgewacht, doch freute sich über den Schnee, denn endlich konnte sie auch einmal einen Schneemann bauen.
Als sie gerade dabei war, eine Schneekugel Berg aufwärts zu rollen, hörte sie ein grummelnde Stimme. Diese gehörte dem hungrigen Hase der sich besserwisserisch und grummelig über Bärs Verhalten äusserte. Er hatte einen riesen Hunger, doch seine Vorräte waren längst aufgebraucht. 
Eine Zeitlang beobachtet der rotzfreche Hase den Bär und beschliesst einen viel schöneren, grösseren und besseren Schneemann, als der vom Bären zu bauen. Pah - das wäre doch gelacht, mit diesen Worten beginnt Hase, seine Schneekugeln zu rollen.
Doch als eine rollende Lawine und ein hungriger Wolf den Weg von Hase durchkreuzen, merkt selbst Hase, das er einen Freund an seiner Seite gut gebrauchen könnte.

Die Geschichte ist wie ein fortlaufendes Bilderbuch aufgebaut. Grosse Illustrationen und kleine Textpassagen gestalten die Geschichte, sodass Erstleser mit wenig Text, dafür aber mit einer rotzfrech und witzig geschriebenen Geschichte, voll und ganz auf ihre kosten kommen. Die beiden Charaktere, eine einfühlsame, sanfte Bärin und dein hoppeliger, rotzfrecher Hase, ergänzen sich gut miteinander und lassen die Geschichte regelrecht aufleben und lebendig wirken.
Die Schreibweise von Julian Gough, ist einfach, kindgerecht und durchweg witzig. Wir kamen beim Lesen von einem Lacher in den nächsten und hatten mega viel Spass mit Bär und Hase.

Gut gefallen hat mir die kleine versteckte Lehre am Ende. Denn selbst Hase hat am Schluss festgestellt, wie wichtig Freundschaft ist und dafür seine beste Möhre gegeben.

Ein tolles Buch für Erstleser, verständlich aufgebaut, spannend, witzig und unterhaltsam, das durch die Vielzahl an wundervollen Illustrationen auflebt und überragt.

Veröffentlicht am 24.01.2018

Spassig, unterhaltsam, witzig

Mia voll verdoodelt - Schafe im Wolfspelz
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"Mia voll verdoodelt -  Schafe im Wolfspelz" von Jem Packer, ist ein unterhaltsamer, permanent witziger und pfiffiger Comicroman voller Peinlichkeiten aus Mias Welt.

Mia steht auf der Bühne, triefende ...

"Mia voll verdoodelt -  Schafe im Wolfspelz" von Jem Packer, ist ein unterhaltsamer, permanent witziger und pfiffiger Comicroman voller Peinlichkeiten aus Mias Welt.

Mia steht auf der Bühne, triefende Nudeln hängen von ihrem Kopf herunter und die gesamte Schule hat sich versammelt und schaut dabei zu. In der Talentshow der Schule, dreht sich plötzlich alles nur noch um singende Werwölfe, Mias Dad gibt sein bestes und trällert singend karaoke Songs in einem China-Restaurant bis ihre Mum, die Bombe platzten lässt. Sie hat doch tatsächlich eine Stelle als Lehrerin angenommen. Ausgerechnet an Mias Schule - voll peinlich.

Der Comicroman ist mega unterhaltsam, witzig, pfiffig und spritzig und beschreibt Situationen und Peinlichkeiten aus Mias Alltag. Die Buchseiten sind mit grossen Comiczeichnungen versehen, haben oftmals weniger Text, sind jedoch trotzdem sehr gut verständlich und nachvollziehbar aufgebaut. Es macht Spass Mia bei ihren Peinlichkeiten zu begleiten, denn es bleibt konstant humorvoll, unterhaltsam und ist durchweg nett und kindgerecht geschrieben.

Eine lustige und turbulente Geschichte, die mit vielen witzigen Bildern unterlegt ist und damit den Unterhaltungsfaktor anhebt. 

Veröffentlicht am 17.01.2018

Eine Liebesgeschichte die berührt

Wenn Funken über Wolken tanzen
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"Wenn Funken über Wolken tanzen", ist ein gefühlvoll und emotionsgeladener Roman, der von einer Liebesgeschichte handlet, die als One-Night Stand begann und sich rasant zu einer Romanze entwickelt, geschrieben ...

"Wenn Funken über Wolken tanzen", ist ein gefühlvoll und emotionsgeladener Roman, der von einer Liebesgeschichte handlet, die als One-Night Stand begann und sich rasant zu einer Romanze entwickelt, geschrieben von Sandra Binder.

Nico ist dreiunddreißig Jahre alt, geschieden und laut Angaben ihrer Freunde auf dem Besten Weg zur Einsiedlerin zu mutieren. Denn seit ihr Ex-Mann sich noch während der laufenden Hochzeitszeremonie, mit seiner Arbeitskollegin vergnügte, hatte Nico den Männern bereits abgeschworen und bisher einfach keinen würdigen Partner mehr für sich gefunden. Alles ändert sich, als sie mit ihrer besten Freundin eine eher langweilige Vernissage besucht und dort dem attraktiven Kosta über den Weg läuft.
Schon nach kürzester Zeit, verlassen sie beflügelt von den Gefühlen und dem Alkohol, gemeinsam die Veranstaltung. Doch was als One-Night Stand seinen Anfang genommen hat, entwickelt sich rasant zu einer gefühlvollen Romanze.
Obwohl Nico anfangs der Namen ihres Liebhabers nicht einfallen möchte, fühlt sie sich bei Kosta endlich wieder lebendig, wohl und auf einer Wellenlänge. Bis sie auf seine Freunde trifft und feststellt, das Kosta sich zwar ziemlich reif und erwachsen gibt, jedoch erst neunzehn Jahre alt ist.
Vierzehn Jahre Altersunterschied, den es zu überwinden gilt. Die Vernunft und auch ihre Freunde raten ihr, die Sache sofort zu beenden, bis noch echte Gefühle aufkommen, doch ihr Herz will davon einfach nichts wissen. Und als hätte Nico mit ihrem inneren Widerstreit und den Anfeindungen von Kostas Eltern und Freunden nicht schon genug zu kämpfen, muss sie sich auch noch vor ihren eigenen Freunden rechtfertigen.
Was wird am Ende siegen: das Gerede und die Blicke der Leute oder die Liebe?

Die Geschichte beginnt mit dem Kennenlernen von Nico, die es seit ihrer viel zu kurzen Ehe und anschliessenden Scheidung, nicht einfach in ihrem Leben hatte und eher auf Abstand im Bezug auf neue Männerbekanntschaften ging. Was ich durchaus auch gut nachvollziehen konnte, denn wie fühlt man sich, wenn man noch während der Hochzeitszeremonie vom eigenen Ehemann betrogen wird?
Die Vorstellung allein, habe ich mir schon äussert schrecklich vorgestellt und konnte mich gut in Nicos gebrochene Gefühlswelt und Ängste hineinversetzten. Gut gefallen haben mir auch die detaillierten Charakterbeschreibungen von Nico und Kosta, durch die, die aufkommenden Gefühle sehr glaubhaft rübergekommen sind. Aber auch die Nebencharaktere, Freunde und Familienmitglieder wurden sehr bildhaft und authent beschrieben, sodass man sich von Anfang an gut im Geschehen und der Geschichte zurechtfinden konnte.

Als sehr angenehm, locker und leichten empfand ich ebenfalls auch den Schreibstil von Sandra Binder, bei dem es mir grossen Spass bereitet hat, die Höhen und Tiefen, die aufkommende Romanze, Gefühle aber auch dramatischen Handlungssträge der beiden mitzuerleben. Denn das Band der Liebe gilt zwar als unüberwindbar, doch die Vernunft und der Altersunterschied haben für gehörige Schwankungen in der frischen Romanze gesorgt, das auch gleichzeitig die Geschichte lebendig gehalten hat. Immer wieder haben mich Kostas romantisch und schönen Gehsten und Gefühle, tief berührt, die auch bis zum Schluss nicht nachgelassen haben. Zwar wirkte Nico auf mich nicht wie eine gestandene dreiunddreissig Jährige Frau, die im Verhalten eher Kindisch rüberkam, doch genau diese Eigenschaften habe es ausgemacht, das sie und Kosta einfach richtig gut zusammen gepasst haben.

Bei mir sind während dem Lesen im wahrsten Sinne des Wortes die Funken übergesprungen. Ich habe mich beim lesen sehr gut unterhalten gefühlt, konnte die romantisch gefühlvolle Stimmung zwischen den Charakteren fühlen und wurde mit dem ein oder anderen Handlungsstrang überrascht der zu einem schönen Ende geführt hat.
Für mich eine gelungene Liebesgeschichte die mich tief berührt hat und ans Herz ging.

Veröffentlicht am 10.01.2018

Eine abenteuerliche Reise voller neuer Erfahrungen und Eindrücke

Das Glück hinter dem Horizont
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"Das Glück hinter dem Horizon" von Maren Schütz, ist ein nettes Bilderbuch für Gross und Klein, über Freundschaft und Hilfsbereitschaft mit wunderschönen und farblich gezeichneten Aquarellen.

Die Riesenschildkröte ...

"Das Glück hinter dem Horizon" von Maren Schütz, ist ein nettes Bilderbuch für Gross und Klein, über Freundschaft und Hilfsbereitschaft mit wunderschönen und farblich gezeichneten Aquarellen.

Die Riesenschildkröte Aristotle Winthorp ist ein grummeliger oftmals schlecht gelaunter Zeitgenosse, der Könige und andere Herrschaften gesehen und erlebt hat, Fluten überstanden und Scharen seiner Kinder hat aufwachsen sehen.
Er lebt mit vielen andern Tieren auf einer abgelegenen Insel, auf dem Meer, den nichts und niemanden aus der Ruhe bringen kann. Man behauptet sogar, das Aristotle durch seine geheimnissvolle Art, sehr Waise ist, und dadurch die Zukunft vorhersehen könne.
In Wirklichkeit jedoch, ist Aristotle, einfach ein Miesepeter der oftmals schlecht gelaunt ist und zukünftige Ereignisse, sind nur ein einfacher Ausdruck seiner bitter langen Erfahrung der Weltsicht. Doch als eines Tages, nach einem tosenden Sturm, das Totenkopfäffchen Boo, auf die Insel gespült wird, hat sich in Artistotle etwas verändert.
Er beschliesst das Äffchen wieder sicher nach Hause zu bringen und stellt dabei fest, das er weit weg vom Strand seiner Insel, doch noch so viele sicher nicht gesehen hat. Für die Riesenschildkröte un das Totenkopfäffchen, beginnt eine abenteuerliche Reise voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Aristotle ist zwar am Anfang der Geschichte, ein ziemlich grummerliger Miesepeter, der es jedoch schafft, den Mut aufzubringen, um über seinen Horizont zu blicken. Als das lebhafte und aufgedrehte Äffchen Boo, schliesslich in Aristotles Leben tritt, kommt endlich wieder etwas Leben in sein bisher tristes und langweiliges Leben. Beide Charaktere ergänzen sich gut und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Maren Schütz hat einen sehr kindgerecht, einfachen und verständlichen Schreibstil, dem nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder gleichermassen, gut folgen und vestehen können. Die Buchseiten und auch die Schrift, sind sehr gross, nicht zu überladen und wirken durch die liebevollen, einseitg und farblichen Aquarellzeichnungen sehr toll gestaltet.
Doch neben einer netten Geschichte, kann man auch einen lehrreichen Schluss über Freundschaft, Hilsbereitschaft und das über den Tellerrand blicken, ziehen.
Im Gesamten finde ich das Buch sehr gut gelungen, das durch die schönen Aquarellzeichnungen und der daraufschliessenden Lehre am Schluss, zu einem besonderen Bilderbuch, für Kinder ab einer Altersempfehlung von 8 Jahren - 12 Jahren empfohlen wird.

Eine schöne Geschichte, nett Bebildert zum Selbst oder Vorlesen für Kinder.