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Veröffentlicht am 26.11.2025

Fesselnder Roman um ein Familiengeheimnis, dessen Gefahr sich während der Rauhnächte entfaltet

Rauhnächte
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Ausgerechnet an Weihnachten bricht Pias Welt in sich zusammen, nicht nur dass ihr Vater die Familie verlässt, sie erfährt noch zusätzlich, von ihrer Adoption in Kleinkindalter. Endlich macht es für die ...

Ausgerechnet an Weihnachten bricht Pias Welt in sich zusammen, nicht nur dass ihr Vater die Familie verlässt, sie erfährt noch zusätzlich, von ihrer Adoption in Kleinkindalter. Endlich macht es für die junge Frau Sinn, dass sie sich ein Leben lang fehl am Platz gefühlt hat und ihre Adoptivmutter immer schon sehr wenig mütterliche Wärme vermitteln konnte. Auf der Suche nach ihren Wurzeln reist Pia nach Wasserburg am Inn, wo sie einst mit ihrer leiblichen Mutter gelebt hat. Während der Rauhnächte bemerkt sie, wie verbreitet Aberglaube und Brauchtum in dieser ländlichen Gegend immer noch sind - ohne zu wissen, welchen Geheimnissen der Vergangenheit sie tatsächlich auf der Spur ist, gerät Pia hier in ungeahnt große Gefahr.

"Rauhnächte" von Ellen Sandberg ist eine spannende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat. Bei diesem Roman handelt es sich um eine Überarbeitung von "Die Flammen flüstern dein Lied", einem Jugendthriller aus dem Jahr 2014, den die Autorin damals unter ihrem Klarnamen Inge Löhnig veröffentlichte. In der aktuellen Fassung steht die Protagonistin kurz vor ihrem 22. Geburtstag, da sie sich aber ein Leben lang von ihrer Adoptivmutter abgelehnt fühlte, ist sie innerlich sehr verunsichert und wagt erst nach und nach, für sich selbst einzustehen. Mir war Pia von Anfang an sympathisch, sowohl sie als auch sämtliche Figuren in ihrem Umfeld fand ich authentisch und lebensecht dargestellt so dass es mir leicht fiel, emotional immer an ihrer Seite zu bleiben.

Den fesselnden Schreibstil kenne und liebe ich bereits aus anderen Büchern der Autorin und es ist ihr erneut gelungen, mich praktisch ab dem ersten Satz tief in die Handlung hinein zu ziehen. Die geheimnisvolle, etwas unheimliche Stimmung der Rauhnächte fand ich sehr atmosphärisch eingefangen, durch alte Familiengeheimnisse und die dadurch entstehende große Gefahr für die Protagonistin, hielt sich die Spannung für mich auf einem konsequent hohen Niveau. Und obwohl ich ständig mit geraten habe und immer wieder jemand Anderen verdächtigte, hat mich die Auflösung schlussendlich dennoch überrascht. Meiner Meinung nach hält dieser Thriller, was der Klappentext verspricht, ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und spreche gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, die düstere Atmosphäre der Rauhnächte mit einem Familiengeheimnis zu verknüpfen, ich hatte einige wirklich fesselnde Lesestunden, diese spannende Geschichte empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 12.11.2025

Fesselnde Fantasy-Geschichte mit faszinierendem Magiesystem

The Second Death of Locke
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Grey ist eine sogenannte "Quelle", das bedeutet, sie besitzt Magie, die sie allerdings nicht selbst nutzen kann, nur ein Magier, der sich mit ihr verbindet, kann die Macht verwenden. Seit vielen Jahren ...

Grey ist eine sogenannte "Quelle", das bedeutet, sie besitzt Magie, die sie allerdings nicht selbst nutzen kann, nur ein Magier, der sich mit ihr verbindet, kann die Macht verwenden. Seit vielen Jahren kämpft sie an der Seite ihres besten Freundes Kier, mit dem sie einen magischen Bund eingegangen ist, in einem nicht enden wollenden Krieg. Doch die magischen Ressourcen lassen nach, seit dem Untergang der Insel Locke, von der alle Magie dieser Welt stammt, wurden keine neuen Quellen mehr geboren. Als ein Mädchen gefunden wird, das anscheinend die Nachfahrin der Herrin von Locke ist, erhalten Grey und Kier den Auftrag, sie sicher zum High Lord Scaelas zu eskortieren, dabei ist ihnen bewusst, dass sämtliche verfeindeten Armeen hinter ihnen her sind, um die Erbin der Macht in die Hände zu bekommen. Während der Reise wird es immer schwieriger für Grey, ihr eigenes Geheimnis zu bewahren, das sie alle in noch größere Gefahr bringen könnte.

"The Second Death of Locke" von V. L. Bovalino ist eine fesselnde Fantasy-Geschichte, die mich schnell in ihren Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr los gelassen hat. Grey ist eine sympathische Protagonistin, bereits nach wenigen Sätzen war ich tief in ihrer Welt versunken. Das Magiesystem fand ich äußerst faszinierend, die symbiotische Abhängigkeit zwischen Magier und Quelle ist meiner Meinung nach recht einzigartig. Auch Kier mochte ich gern, obwohl er in den ersten Kapiteln ein wenig blass blieb, erst während der Reise hat er sich für mich greifbarer angefühlt. Dennoch wirkte er, wie sämtlich anderen Figuren, auf mich authentisch und lebensecht, es dauerte nicht lang, bis ich von allen ein plastisches Bild vor Augen hatte.

Der Schreibstil hat mich gefesselt, besonders in der zweiten Hälfte hat sich die schon vorhandene Spannung noch einmal gesteigert und ich habe das Buch nicht mehr zur Seite legen können, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Den Hintergrund fand ich umfassend beschrieben, die ganze Zeit über lief die Handlung beinahe wie ein Film vor meinem geistigen Auge ab. Und obwohl inzwischen ein weiterer Band aus diesem Universum angekündigt wurde, denke ich, dass die Geschichte von Grey und Kier in sich abgeschlossen ist, insgesamt hat mich dieser Roman rundum zufrieden zurück gelassen, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Das einzigartige Magiesystem, die liebenswerte Protagonistin und die spannende Erzählweise haben diesen Roman für mich zu einem ganz besonderen Lesevergnügen gemacht, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 06.11.2025

Gemütliche Atmosphäre und explizite Erotik vereinen sich zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen

Nanny for the Neighbors (Why Choose 3)
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Seit einem Jahr ist Beth bereits arbeitslos, denn in Zeiten der Pandemie hat niemand eine Nanny benötigt. Da kommt ihr der Hilferuf ihrer Nachbarn gerade recht, bei den drei Single-Männern wurde ein Baby ...

Seit einem Jahr ist Beth bereits arbeitslos, denn in Zeiten der Pandemie hat niemand eine Nanny benötigt. Da kommt ihr der Hilferuf ihrer Nachbarn gerade recht, bei den drei Single-Männern wurde ein Baby abgegeben, offensichtlich ist einer von ihnen der Vater - und genau so offensichtlich sind alle drei absolut überfordert mit der Aufgabe, sich um die Kleine zu kümmern. Beth freut sich nicht nur über den neuen Job, die kleine Cami wächst ihr auch schnell ans Herz. Dass zwischen der Nanny und jedem einzelnen ihrer neuen Arbeitgeber die Funken knistern, lässt sich nicht bestreiten, doch nachdem Beth ihre Jugend in wechselnden Pflegefamilien verbracht hat, ist sie nicht bereit, sich emotional auf eine Beziehung einzulassen.

"Nanny for the Neighbors" von Lily Gold ist eine fesselnde Geschichte, die mich sowohl mit ihrer gemütlichen Atmosphäre als auch mit den reichlich explizit beschriebenen Erotikszenen bestens unterhalten hat. Die Grundidee mit einer Frau und drei Männern habe ich bereits in einem anderen Buch der Autorin erlebt, der Untertitel "Why Choose 3" deutet darauf hin, dass sich das Schema in einer ganzen Reihe wiederholt. Dennoch hat jeder Band andere Protagonisten und ist in sich abgeschlossen, so dass die Bücher einzeln gelesen werden können.

Den Schreibstil kann ich nur als fesselnd bezeichnen, ich mochte den E-Reader zwischenzeitlich kaum weg legen und war emotional tief in der Handlung versunken. Sowohl Beth als auch die drei Männer fand ich authentisch und lebensecht charakterisiert, ich habe sie sogar noch etwas mehr gemocht, als die Hauptfiguren in "Three Swedish Mountain Men", wobei Cyrus in meiner Zuneigung noch einen Tropfen Herzblut vor seinen beiden Mitbewohnern liegt.

Das große Thema, das mich ganz besonders angesprochen hat, war in diesem Roman ganz eindeutig Familie, nicht nur Baby Cami benötigte eine geborgene Umgebung, auch von den Erwachsenen, die sich um ihr Wohl sorgten, trug jeder seinen individuellen Kummer aus dem familiären Hintergrund mit sich. Und wie nach dem Klappentext zu erwarten war, kam auch die Erotik nicht zu kurz, die heißen Szenen fügten sich meiner Meinung nach perfekt in die Rahmenhandlung ein. Insgesamt kann ich von einem wunderbaren Lesevergnügen sprechen, das ich gern weiter empfehle.

Fazit: Dass es heiß wird, hatte ich schon vom Klappentext und meiner Erfahrung mit der Autorin erwartet, doch auch alle anderen Aspekte der Geschichte habe ich geliebt. Die Atmosphäre empfand ich als sehr anheimelnd und mochte gar nicht mehr aus Beths Welt auftauchen, für diesen unterhaltsamen Roman spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 30.10.2025

Herrlich skurriler Monster-Krimi, ich bin von der gesamten Reihe begeistert

Anwälte und andere Monster
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Finanziell hält sich die Kanzlei von Daniel Becker nur knapp über Wasser. an Aufträgen mangelt es es dem Monsteranwalt allerdings nicht. Gleich zu Beginn soll er einen italienischen Liebesgott vor der ...

Finanziell hält sich die Kanzlei von Daniel Becker nur knapp über Wasser. an Aufträgen mangelt es es dem Monsteranwalt allerdings nicht. Gleich zu Beginn soll er einen italienischen Liebesgott vor der Abschiebung bewahren - dummerweise verfügt dieser Mandant über keinerlei Geld und besteht darauf, zum Dank Daniels Liebesleben auf die Sprünge zu helfen. Der hat allerdings genug damit zu tun, den Mordanschlägen zu entgehen, die ein Dämon von seinem Hexenzirkel ausüben lässt, einem im Zoo fest gehaltenen, kiffenden Drachen zur Freiheit zu verhelfen, einen bezahlten Auftrag der Stadtverwaltung auszuführen und sich um seine Tochter zu kümmern. Als er auch noch selbst vor Gericht gestellt wird, ist Daniel äußerst überrascht von dem unerwarteten Beistand eines blutrünstigen Vampirs.

"Anwälte und andere Monster" von Royce Buckingham ist der dritte Teil einer herrlich skurrilen Buchreihe um den Anwalt Daniel Becker, dessen Spezialgebiet Monster aller Art sind. Im ersten Buch hat es etwas gedauert, bis ich mit dem Protagonisten warm geworden bin, doch je weiter er sich von seinen ehrgeizigen Karriereplänen entfernt hat und sich mit seinen neuen, übersinnlichen Mandanten beschäftigte, umso mehr ist er mir ans Herz gewachsen. Daniel selbst und auch sämtliche Figuren (seien es Menschen oder Monster) in seinem Umfeld fand ich authentisch und lebensecht dargestellt, ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen.

Den Schreibstil habe ich wieder sehr eingängig empfunden und auch die Spannung hielt sich auf einem angenehmen Niveau, einmal angefangen mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Eine Besonderheit des Autors ist in meinen Augen die unglaubliche Fantasie, mit der er nicht nur eine Vielzahl verschiedener Monster ersinnt, sondern auch immer neue, aberwitzige Situationen schafft, mit denen sich sein Protagonist herum schlagen muss. Dadurch hebt sich die Monsteranwalt-Serie deutlich von anderen Büchern des Genres ab, die Mischung aus Fantasy und Krimi, gewürzt mit einer ordentlichen Portion schrägen Humors; ergibt ein wunderbar andersartiges Leseerlebnis, das ich begeistert weiter empfehle.

Fazit: Dieser herrlich skurrile und gleichzeitig spannende Fantasyroman hat mich gefesselt und begeistert, dafür spreche ich gern eine Leseempfehlung aus - meiner Meinung nach ist es allerdings hilfreich, die ersten beiden Bände vorab zu kennen, da sich einige Handlungsstränge hier fort setzen.

Veröffentlicht am 30.10.2025

Der krönende Abschluss der fantasievollen Reihe

Die Prinzen des Winters
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Eyras Schwur zwingt sie, sich auf den Krieg vorzubereiten, den Emberis vehement von ihr verlangt, unterdessen reisen ihre Gefährten zur Quelle der Magie. Ihre gemeinsame Hoffnung ist es, die Edelsteine ...

Eyras Schwur zwingt sie, sich auf den Krieg vorzubereiten, den Emberis vehement von ihr verlangt, unterdessen reisen ihre Gefährten zur Quelle der Magie. Ihre gemeinsame Hoffnung ist es, die Edelsteine der Götter zerstören zu können und damit Frieden über Estraora zu bringen. Doch eine neue Weissagung spricht davon, dass dieses Ziel den Tod der drei Winterprinzen erfordert. Versuchen die guten Mächte Eyra und ihre Gefährten zu warnen, oder kam die Prophezeiung von den bösen Göttern, um die magischen Steine und damit ihre Kontrolle über die Völker zu erhalten?

"Die Prinzen des Winters: Eisfeuer" von K.T. Steen ist der finale Band der inzwischen auf fünf Teile angewachsenen Eisfeuer-Saga. Bereits die vier vorangegangenen Bücher haben mich gefesselt und begeistert, dieser Abschluss konnte sogar noch einen Zacken darauf legen, in meinen Augen ist es tatsächlich die Krönung des fantasievoll erdachten Lesevergnügens. Eyra und ihre Freunde waren mit schon länger ans Herz gewachsen und es hat sich wunderbar angefühlt, sie erneut auf ihren Abenteuern zu begleiten. Sowohl die Figuren aus auch den Hintergrund fand ich farbenfroh und ausführlich beschrieben, so dass ich von der ersten Seite an emotional tief in die Geschichte eingetaucht bin. Neben den Protagonisten gibt es immer wieder wundervolle Nebenfiguren in den Büchern, die das märchenhafte Ambiente noch perfektionieren, mein Highlight in dieser Reihe war z.B. die Schneeamsel Theo.

Der mitreißende Schreibstil hat mich regelrecht durch die Handlung getragen und das Ende (das mich wirklich glücklich und rundum zufrieden zurück gelassen hat) kam gefühlt viel zu schnell. Erneut hat mich die Autorin mit den wechselnden Perspektiven einiger Hauptfiguren verwöhnt, dadurch hat sich die Spannung auf einem konsequent hohen Niveau gehalten. Die Welt von Mirilor kannte ich bereits ein wenig aus den Einzelbänden "Die Krone der Feen" und "Die Feen der Nacht" und es freut mich sehr, dass K.T. Steen in ihrem Nachwort weitere Romane aus diesem Universum angekündigt hat. Für den faszinierenden Reihenabschluss spreche ich gern eine Leseempfehlung aus - allerdings erst nachdem man die Vorgänger kennt, denn das Geschehen entwickelt sich über alle fünf Bände fortlaufend.

Fazit: Der Abschlussband der Eisfeuer-Saga stellt für mich tatsächlich den krönenden Abschluss dar, ich war vom ersten bis zum letzten Satz fasziniert und begeistert, so dass ich dieses Buch wie auch die gesamte Reihe mit Freude weiter empfehle.