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Veröffentlicht am 06.11.2025

Interessant

Die drei Leben der Cate Kay
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Cate Kay, die Autorin einer internationalen Bestseller-Trilogie, ist ein Mysterium. Niemand kennt ihr Gesicht oder ihren echten Namen – doch jetzt ist sie endlich bereit, ihre Geschichte zu erzählen.

Dieses ...

Cate Kay, die Autorin einer internationalen Bestseller-Trilogie, ist ein Mysterium. Niemand kennt ihr Gesicht oder ihren echten Namen – doch jetzt ist sie endlich bereit, ihre Geschichte zu erzählen.

Dieses Buch ist ihre Autobiografie: Wir lernen Cate als Annie kennen, ein Mädchen aus einer Kleinstadt, das davon träumt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin berühmt zu werden. Doch Cate ist schon lange nicht mehr Annie, sie lebt unter dem Namen Cass Ford ein völlig anderes Leben.
Und wir erfahren nun, warum.

Was mich, abgesehen vom Klappentext, neugierig gemacht hat, war der Vergleich mit „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“, einem Buch, das ich geliebt habe. Und ja, gewisse Ähnlichkeiten sind definitiv spürbar, doch Evelyn Hugo ist Cate Kay letztlich doch um einiges voraus, vor allem, weil sie sich viel realer angefühlt hat und mich stärker in den Bann gezogen hat.

Statt nur Cate selbst zu Wort kommen zu lassen, wird ihre Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Personen erzählt, die zu unterschiedlichen Zeiten in ihrem Leben eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben. Dieses Konzept hat mir gut gefallen, auch wenn es an manchen Stellen etwas verwirrend war.

Die Kapitel sind allgemein recht kurz gehalten, was mir grundsätzlich sehr zusagt. An einigen Stellen wirkte der Wechsel zwischen ihnen jedoch etwas abrupt, vor allem, weil die zahlreichen Perspektivwechsel ohnehin dafür sorgen, dass man sich immer wieder neu orientieren muss.

Ein absoluter Pluspunkt für mich war die queere Repräsentation, die mir wirklich gut gefallen hat.

Worauf ich mich nicht so ganz einlassen konnte, ist ein zentraler Teil der Handlung (genauer benennen kann ich ihn nicht, das wäre ein Spoiler), auf dem der gesamte Rest der Geschichte aufbaut. Er passt zwar dazu, dass Cate insgesamt eher passiv wirkt – und natürlich reagiert jeder anders auf traumatische Erlebnisse –, aber für mich war das einfach nicht glaubwürdig.
Und ich hätte mir generell ein bisschen mehr Schwung und Spannung gewünscht.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was die Autorin als Nächstes schreiben wird, denn ihr Schreibstil war an sich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich sehe durchaus Potenzial, dass mich ein zukünftiges Buch der Autorin voll und ganz überzeugen könnte.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Fantastisch

Die unendliche Klassenfahrt - Spuk auf Burg Hammelstein
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Das war mal wieder ein richtig tolles Buch. Und ein fantastischer Auftakt für eine neue Reihe.

Das kunterbunte und glitzernde Cover ist uns sofort in die Augen gestochen und wir mussten einfach wissen, ...

Das war mal wieder ein richtig tolles Buch. Und ein fantastischer Auftakt für eine neue Reihe.

Das kunterbunte und glitzernde Cover ist uns sofort in die Augen gestochen und wir mussten einfach wissen, welches Abenteuer sich zwischen den Seiten versteckt.

Es geht auch direkt actionreich los. Weil Herr Vogelsang, der Klassenlehrer, das Klassenzimmer in die Luft gesprengt hat, geht es für unsere Helden ganz spontan auf Klassenfahrt. Die Eltern sind von dem klapprig aussehenden Bus namens ROSINE zwar alles andere als begeistert, doch sie können ja auch nicht ahnen, dass man damit in andere Zeiten bzw. in Geschichten reisen kann. Von jetzt auf gleich befinden wir uns auf einer alten Burg…und dort spukt es.

Die Geschichte ist super geschrieben und macht einfach Spaß. Ja, gerade zu Beginn ist sie natürlich so gar nicht realistisch, denn in einen so kaputten Bus würden wir unsere Kinder wohl alle nicht setzen. Aber genau das macht den Charme des Buches aus.

Herr Vogelsang ist ein sympathischer und lustiger Charakter und hat für einige Lacher gesorgt. Aber auch die Kinder sind zusammen eine tolle Truppe.

Super fanden wir aber z.B. auch, dass an einer Stelle Gebärdensprache thematisiert wurde. Und dass die Kinder nicht in die typischen Geschlechterrolle gesteckt wurden.

Uns konnte das Buch absolut überzeugen und wir freuen uns schon auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Gruselig gut

Leserabe 1. Lesestufe - Gruselgeschichten
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Wir sind generell große Fans der Leserabe-Bücher und wurden bisher auch noch nie enttäuscht - aber nun haben wir ein neues Lieblingsbuch.

Das Cover ist fantastisch und macht sofort neugierig auf den Inhalt ...

Wir sind generell große Fans der Leserabe-Bücher und wurden bisher auch noch nie enttäuscht - aber nun haben wir ein neues Lieblingsbuch.

Das Cover ist fantastisch und macht sofort neugierig auf den Inhalt des Buches, der sich aus 4 kurzen Geschichten zusammensetzt. Wir treffen in den Geschichten auf eine Vampirin die Knoblauch liebt, ein ängstliches Gespenst im Wald, jede Menge Untote auf dem Friedhofs-Fußballplatz und Gruselfiguren in der Schule.
Obwohl das ja wirklich erstmal gruselig klingt, sind all die Wesen durch und durch liebenswert - Angst wird hier beim Lesen niemand bekommen.

Die Illustrationen zu dein einzelnen Geschichten sind sehr liebevoll gestaltet und vor allem atmosphärisch. Halloween-Feeling fürs ganze Jahr.

Die Textmenge und der Schwierigkeitsgrad sind perfekt für Erstleser geeignet.

Wie auch bei den anderen Büchern aus der Reihe gibt es am Ende noch einige Rätsel und Aufkleber fürs Beenden jeder einzelnen Geschichte.

Eine ganz klare Empfehlung von uns.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Highlight

Für Polina
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Was für ein Buch! Ganz ruhig und sanft und doch zeitgleich unglaublich packend und kraftvoll. Mein erstes Highlight in diesem Jahr.

In „Für Polina“ begleiten wir Hannes Prager durch sein Leben; wortwörtlich, ...

Was für ein Buch! Ganz ruhig und sanft und doch zeitgleich unglaublich packend und kraftvoll. Mein erstes Highlight in diesem Jahr.

In „Für Polina“ begleiten wir Hannes Prager durch sein Leben; wortwörtlich, denn die Geschichte startet quasi mit seiner Geburt. Von Beginn an an seiner Seite ist Polina. Die beiden wachsen gemeinsam auf und ergänzen sich auf eine ganz wunderbare Weise. Hannes, dessen Gefühle für Polina bald über die freundschaftlichen hinausgehen und dem Musik durch die Adern zu fließen scheint, komponiert eine Melodie, die Polinas ganzes Wesen einzufangen weiß. Doch dann verändert ein Schicksalsschlag alles.

Die Charaktere und der Schreibstil haben mich direkt ab der ersten Seite in den Bann gezogen. Takis Würger schafft es, ohne dabei unnötige Seiten zu füllen, ganz besondere Charaktere zu erschaffen, von denen man schon nach kurzer Zeit das Gefühl hat, sie wirklich zu kennen. Alle Protagonisten, nicht nur Hannes und Polina, habe ich Seite für Seite mehr in mein Herz geschlossen.
Der poetisch angehauchte Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, passt sowohl zu den ernsteren Themen, die uns in der Geschichte begegnen, als aber auch zu dem immer wieder hervor blitzenden Humor, der mich einige Male zum Lachen gebracht hat.

Auch wenn die vorrangige Stimmung sehr melancholisch ist, was perfekt zu Hannes und seiner eigenen Geschichte passt, haben mich die knapp 300 Seiten durch Momente aller Gefühle geführt.

„Für Polina“ ist auf jeden Fall mehr als eine Liebesgeschichte. Eine Lebensgeschichte, eine Liebeserklärung an die Musik und an die stillen, feinfühligen Menschen. Ein Roman voller realistischer Handlungen, die gleichzeitig auf gewisse Weise magisch wirken.

Ein bewegender Roman, der mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Grandios

Tödliches Angebot
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Das war eines meiner absoluten Most-Anticipated-Bücher dieses Jahr und ich bin so froh, dass es meine Erwartungen erfüllt hat.

Vorweg möchte ich anmerken, dass das Buch definitiv kein Psychothriller ist, ...

Das war eines meiner absoluten Most-Anticipated-Bücher dieses Jahr und ich bin so froh, dass es meine Erwartungen erfüllt hat.

Vorweg möchte ich anmerken, dass das Buch definitiv kein Psychothriller ist, und es in meinen Augen falsch vermarktet wurde. Ich hatte so viel Spaß an der Story, dass es mich nicht so sehr gestört hat, aber wer wirklich eine richtigen Thriller erwartet, der wird hier enttäuscht werden.
Die Hauptfigur ist total unhinged und gegen Ende wird die Geschichte ein bisschen düsterer, aber größtenteils liest es sich wie Contemporary Fiction.

Kurz zum Plot der Geschichte: Margo und ihr Ehemann sind schon länger erfolglos auf der Suche nach einem Eigenheim. Ihr Kinderwunsch verstärkt den Druck, und vor allem Margo wird immer verzweifelter. Als sie durch Zufall auf ihr absolutes Traumhaus stößt, ist für sie klar, dass sie alles tun wird, um es zu bekommen…wirklich alles.

Normalerweise bin ich kein Fan von unsympathischen Protagonisten, aber bei Margo habe ich echt mitgefiebert. Vielleicht, weil ich genau weiß, wie es ist, jahrelang nach einem Haus zu suchen und dabei fast durchzudrehen.
Und ja, vielleicht klingt das verrückt, aber Margos Abstieg in den Wahnsinn zu verfolgen und in ihre immer obsessiveren Gedanken einzutauchen, hat einfach richtig Spaß gemacht.

Dank des mitreißenden Schreibstils, der mich förmlich ans Buch gefesselt hat, kombiniert mit wunderbar sarkastischem Humor, scharfer Gesellschaftskritik und einer Handlung, die ich so noch nie gelesen habe, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Ein fantastischer Debüt-Roman und eine klare Empfehlung von mir.

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