Tante Lotte
Helga räumt aufDie verwitwete Hannelore Huber möchte das Leben genießen, in der Sommersonne sitzend auf den Ort hinabblickend. Doch da ist das Maisfeld, direkt vor ihrer Haustür. Das wird gehegt und gepflegt und verbaut ...
Die verwitwete Hannelore Huber möchte das Leben genießen, in der Sommersonne sitzend auf den Ort hinabblickend. Doch da ist das Maisfeld, direkt vor ihrer Haustür. Das wird gehegt und gepflegt und verbaut die Aussicht. Als dann der Seniorbauer des Hofes, zu dem das Maisfeld gehört, tot in der Jauchegrube gefunden wird, kann die Huberin nicht besonders traurig sein. Wenn sie es nicht besser wüsste, könnte sie auch selbst Hand angelegt haben. Aber sie muss wohl nach dem wahren Täter suchen. Den Bauern mochte wirklich kaum jemand, es gibt daher genug Verdächtige.
In diesem zweiten Band um die Witwe Hannelore Huber kommen in dem Dorf etliche Menschen zu Tode. Hoffentlich ist die Huberin nicht irgendwann alleine. Wenn man den ersten Band nicht kennt, könnte man auch auf die Idee kommen, die Huberin wäre die Helga. Dann fragt man sich, wer wohl die Hanni ist. Frau Huber ist kinderlos und sie hätte nie gedacht, dass sie mal eine Art Enkelin hätte. Doch sie und die Amelie haben sich gegenseitig unter die Fittiche genommen. Mit Amelie kocht und backt die Hanni viel lieber als irgendeinen Mörder nachzujagen. Trotzdem will Hannelore dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen umkommen.
Unbekannt ist, ob es besser gewesen wäre, den ersten Band zuerst zu lesen, kann mangels der entsprechenden Kenntnis halt nicht gesagt werden. So aber überzeugt Frau Huber nicht so sehr. Menschen sterben reichlich in diesem Roman und die Todesfälle konzentrieren sich hauptsächlich auf zwei Familien. Den Gedanken der Huberin zu folgen ist nicht leicht. Die Szenen um die Polizisten haben nicht so ganz viel mit der Lösung des Falles zu tun. Eher regt sich der Revierleiter über die Schwangerschaftsvertretung seiner eigentlichen Kollegin auf. Viel schwarzen Humor soll es hier geben. Wenn einem schwarzer Humor nicht so liegt, wird es durch diesen Roman nicht besser werden. Wenn man die Bücher des Autors über den Metzger kennt, könnte man hier ein wenig enttäuscht sein, vielleicht weil man etwas anderes erwartet hat.