Cover-Bild Finding My Way. Ein Memoir
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 23.10.2025
  • ISBN: 9783426449752
Malala Yousafzai

Finding My Way. Ein Memoir

Deutsche Ausgabe
Elisabeth Liebl (Übersetzer), Katrin Bosshardt (Übersetzer)

Wie findest du zurück zu dir selbst, wenn deine Welt sich über Nacht ändert?

Nach dem Attentat der Taliban auf ihr Leben wurde Malala unvermittelt auf die öffentliche Bühne gestoßen und schnell zur international bekannten Symbolfigur für Mut und Resilienz. Doch fern der Kameras und Menschenmengen brauchte sie Jahre, um ihren Platz in einer ihr nicht vertrauten Welt zu finden. Nun nimmt Malala in Finding My Way ihre Leserinnen und Leser erstmals mit in die Welt hinter den Schlagzeilen – in einem zutiefst verletzlichen und überraschenden Memoir voller Authentizität, Humor und Zärtlichkeit.

Finding My Way ist eine Geschichte von Freundschaft und erster Liebe, von Angst und Selbstfindung. Eine Geschichte, die zeigt, wie man sich selbst treu bleibt, wenn alle Welt dir sagen will, wer du bist. Malala zeichnet ihren Weg nach von der einsamen Schülerin in der Highschool über die unbekümmerte Studentin bis hin zu der jungen Frau, die mit ihrer Vergangenheit Frieden geschlossen hat. Sie lässt uns spontan teilhaben an den manchmal chaotischen Momenten ihres Lebens – als sie ihre Prüfungen fast nicht schafft, geghostet wird und die Liebe ihres Lebens kennenlernt. Malala erinnert uns, dass wahre Role Models im Leben niemals vollkommen sind – sondern in erster Linie menschlich.

In diesem bewundernswerten Memoir stellt sich Malala der Welt ganz neu vor und zeigt uns, wie sie ihr Leben meisterte als Mensch, dessen finsterste Stunden ihr Leben beinahe für immer geprägt hätten – und wie sie trotzdem für die Freiheit kämpfte, herauszufinden, wer sie wirklich ist. Finding My Way gibt uns einen intimen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die ihr Schicksal selbst bestimmt. Das Buch ist ein zutiefst persönliches Zeugnis der Kraft, die Malala brauchte, um ohne Zugeständnisse ganz sie selbst zu werden.

»Ihre Sprache ist einfach und doch so fesselnd, dass man das Buch nicht weglegen kann. Am Ende wünscht man sich, Malala noch länger auf ihrem Weg begleiten zu können.«  Edda Nieber, Rhein-Neckar-Zeitung

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2026

Eine ganz normale außergewöhnliche junge Frau

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Malala Yousafzai ist mittlerweile 28 Jahre alt, fast doppelt so alt als damals, als ihr die Taliban in den Kopf schossen, weil sie sich schon als Kind und Jugendliche, unterstützt von ihrem Vater, mutig ...

Malala Yousafzai ist mittlerweile 28 Jahre alt, fast doppelt so alt als damals, als ihr die Taliban in den Kopf schossen, weil sie sich schon als Kind und Jugendliche, unterstützt von ihrem Vater, mutig für das Recht pakistanischer und afghanischer Mädchen auf Bildung einsetzte.

In diesem Memoir spricht sie in ihren eigenen Worten über die Zeit danach. Mit dem Mordanschlag auf sie änderte sich ihr Leben komplett: sie überlebte nur knapp, wurde mit ihrer Familie nach Birmingham in Großbritannien ausgeflogen und musste über die Jahre viele Operationen über sich ergehen lassen, um ihre Gesichtsfunktionen einigermaßen wiederherzustellen. Bis heute kann sie kaum einen Schritt machen, ohne Leibwächter hinter sich zu haben, denn die Taliban haben die Drohung, sie zu ermorden, schon mehrmals wiederholt. Gleichzeitig öffneten sich ein neues Leben und neue Perspektiven für sie als Botschafterin für Mädchenbildung und Friedensnobelpreisträgerin.

Offen und persönlich erzählt Malala in diesem Buch von ihren Hoffnungen und Träumen, von ihren Erfolgen und Rückschlägen, und von dem großen Spagat, den es erfordert, einerseits eine weltberühmte Bildungsbotschafterin und Friedensnobelpreisträgerin zu sein, ständig in dieser Mission um die Welt zu fliegen, dabei Geld für ihre Familie und Verwandtschaft zu verdienen und gleichzeitig zu versuchen, eine ganz normale junge Frau zu sein, zur High School zu gehen und dann in Oxford zu studieren, Freundschaften zu knüpfen, tanzen zu gehen, und sich vor einem nach wie vor kulturell sehr konservativen Hintergrund zu verlieben, mit einer tiefgehenden Skepsis gegenüber der Institution Ehe und allem, was damit einhergehen kann.

Wir begleiten Malala durch eine einsame Zeit im britischen Schulsystem, erst einmal ohne Freundinnen. Wir erleben ihre Schwierigkeiten damit, in diesem neuen Schulsystem und auch auf der Uni, wo Verständnis viel wichtiger ist als in Pakistan, wo es nur um Auswendiglernen, ging, zurechtzukommen, selbständig ihre Defizite zu beheben und überhaupt neben all ihren anderen Aufgaben genug Zeit für akademische Belange zu finden.

In Malalas Herkunftskultur ist das Konzept, auf die eigene psychische Gesundheit zu achten, ein noch nicht sehr verbreitetes und so dauert es einige Zeit, bis ihr bewusst wird, dass sie unter Panikattacken und einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, doch dann nimmt sie mutig Psychotherapie in Anspruch. Eine von ihr gegründete Mädchenschule im ländlichen Pakistan wird auch eine der ersten sein, in der es zusätzlich das Angebot einer psychosozialen Beratung gibt, die von den Mädchen begeistert angenommen wird.

Doch es gibt auch herbe Rückschläge: wie bekannt ist, haben die Taliban Afghanistan nach dem Rückzug der amerikanischen Truppen wieder für sich eingenommen und seitdem werden Mädchen und Frauen dort wieder stark unterdrückt und aus dem Berufsleben, der Öffentlichkeit und von Bildung ausgeschlossen. Sehr traurig für die Welt und auch für Malala und ihren Einsatz für Mädchenbildung!

Sie erzählt auch, wie sehr diese Entwicklungen sie getroffen haben und wie desillusionierend es für sie war, wie wenig es auf der Welt um Information und wie viel es um Macht zu gehen scheint und wie viel Online-Hass sie immer wieder für ihre Auftritte erntet, doch ist sie entschlossen, ihren tapferen Kampf für eine bessere Welt weiterzuführen.

Das Buch ist in eher einfacher Sprache verfasst, doch gerade das macht es sehr authentisch und für viele Menschen überall auf der Welt zugänglich. Es braucht keine akademische Bildung, um Malalas Geschichte zu verstehen und sich von ihr berührt zu fühlen. Besonders berührt hat mich, wie diese mutige junge Frau gleichzeitig in so vielen anderen Bereichen einfach ein ganz normales Mädchen und eine ganz normale heranwachsende Frau ist: eine, die Freude am Leben hat, mit Freundinnen lacht, gerne tanzt und sich verliebt. Auch ihre Familie lernen wir ein bisschen kennen, genauso wie ihre tiefe Liebe zur Heimat, die sie nach einigen Jahren unter strengen Auflagen und gut geschützt kurz wieder besuchen kann.

Insgesamt ist es ein sehr berührendes Werk, das ich einer breiten Leserschaft wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

in mutiges, warmes und zutiefst menschliches Memoir – Malala zeigt, wie Selbstbestimmung wirklich

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Mit „Finding My Way“ legt Malala Yousafzai ein Memoir vor, das nicht nur inspiriert, sondern auf jede Seite berührt. Dieses Buch ist ein ehrlicher, kluger und oft überraschend humorvoller Blick auf das ...

Mit „Finding My Way“ legt Malala Yousafzai ein Memoir vor, das nicht nur inspiriert, sondern auf jede Seite berührt. Dieses Buch ist ein ehrlicher, kluger und oft überraschend humorvoller Blick auf das Erwachsenwerden einer jungen Frau, die mehr Mut beweisen musste als die meisten von uns je werden – und die dennoch niemals den Anspruch verliert, einfach sie selbst zu sein. Malalas Schreibstil ist warm, offen und intim; er liest sich wie ein Gespräch mit einer Freundin, die ihre Triumphe, Zweifel und Verletzlichkeiten bereitwillig mit uns teilt.

Besonders bewegt hat mich, wie klar Malala zeigt, dass Mut nicht nur in historischen Reden oder politischen Kämpfen steckt, sondern in den kleinen, leisen Momenten: in Prüfungen, in neuen Freundschaften, im ersten Herzklopfen, im Scheitern und Wiederaufstehen. Sie spricht über ihr Leben mit einer Ehrlichkeit, die nie pathetisch, sondern immer menschlich wirkt. Ein Satz, der mir besonders nachging, lautet:

„Mut bedeutet manchmal nur, weiterzugehen, wenn die Angst dich festhalten will.“

Malala nimmt uns mit auf ihren Weg – von der unsicheren Schülerin über chaotische Studienjahre bis hin zu der jungen Frau, die Frieden mit ihrer Vergangenheit schließt und ihren Platz in der Welt findet. Die Mischung aus Alltagsmomenten, emotionalem Tiefgang und reflektiertem Rückblick macht dieses Memoir außergewöhnlich. Es zeigt eindrucksvoll, dass selbst Menschen, die Großes bewirken, zweifeln, straucheln und sich neu finden müssen.

Für mich ist „Finding My Way“ ein Buch, das Mut macht und Hoffnung schenkt. Es erinnert uns daran, dass Selbstbestimmung ein Recht ist, das erkämpft und geschützt werden muss – und dass wahre Stärke nicht Perfektion ist, sondern Authentizität.

Fazit:
Ein zutiefst bewegendes, inspirierendes Memoir voller Wärme, Mut und Menschlichkeit. Malala zeigt, dass selbst die stärksten Stimmen ihren eigenen Weg finden müssen – und dass genau darin ihre Kraft liegt.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ — Ein eindrucksvolles, mutiges und wunderschön geschriebenes Buch, das lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Tiefe Einblicke

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Malalas Leben hat sich durch den Anschlag sehr verändert. Neben ihrem Einsatz für Bildung von Mädchen muss sie selbst ein eigenes Leben finden. Diesen Weg darf man als Leser*in hier begleiten. Dabei führt ...

Malalas Leben hat sich durch den Anschlag sehr verändert. Neben ihrem Einsatz für Bildung von Mädchen muss sie selbst ein eigenes Leben finden. Diesen Weg darf man als Leser*in hier begleiten. Dabei führt ihr Weg über Oxford zur Frage, ob die Ehe zu ihrem Lebensentwurf passt.

Besonders beeindruckt hat mich der Erzählstil der Geschichte. Man fühlt sich Malala nahe und ihre Erzählung lässt diese Nähe auch zu. Sie gibt Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Dabei kommt keine Langeweile auf und der Fokus liegt auf ihrer Persönlichkeit und nicht auf ihrem Einsatz für Bildung. Man merkt die Offenheit der Autorin in vielen Kleinigkeiten.
Auch die Personen aus ihrem Umfeld werden interessant geschildert.
Ich hatte das Gefühl es gibt einen roten Faden in der Geschichte. Einzig zum Ende hin ging dieser etwas verloren. Mir war nicht klar, wie der Abschluss des Buchs ausfallen könnte. Denn letztendlich wird nur ein eher kurzer Abschnitt aus ihrem Leben dargestellt. Aber es scheint eine prägende Zeit gewesen zu sein.

Mir fehlt der Teil mit Bildern. Natürlich hat man mittlerweile ein Handy und kann selbst danach suchen. Ich hätte es nur schön gefunden, deswegen ziehe ich dafür keine Sterne ab.