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Veröffentlicht am 10.11.2025

Tolle Rezepte mit Sterne-Qualität

I love Backen
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Franzi Schweiger stellt sich anfangs kurz vor und erzählt über ihr Leben und ihre Backleidenschaft. Gleich danach stellt sie sechs Teige ausführlich vor, womit sie eine geniale Grundlage bereitet. Danach ...

Franzi Schweiger stellt sich anfangs kurz vor und erzählt über ihr Leben und ihre Backleidenschaft. Gleich danach stellt sie sechs Teige ausführlich vor, womit sie eine geniale Grundlage bereitet. Danach geht es dann los mit der Einteilung in die Kapitel Aus dem Sommergarten; Erntezeit; Winterspeck. Im Kapitel Meine Küchenschätze findet man köstliche Leckereien, die nur am Rande oder auch gar nichts mit dem Backen zu tun haben. Mein Back-ABC und das Register bilden dann den Abschluss dieses schönen Backbuches.

Der Aufbau der Rezepte ist übersichtlich und gut lesbar. Titel, Zutaten für die angegebene Menge Backwerk, Zeitbedarf, Zubereitungsschritte, ggf. noch Tipps oder Anmerkungen, mehr braucht es nicht. Keine Nährwertangaben, keine Hinweise zu vegetarisch, vegan, glutenfrei oder ähnlichem, ganz pur! Leider gibt es alle paar Seiten zwei Rezepte ohne Foto, das finde ich etwas schade. Die bebilderten Rezepte ziehen mich viel mehr an und die Fotos sind auch durchaus anregend.

Die Rezepte sind wunderbar kreativ und kein bisschen langweilig, obwohl das Buch vor fast zehn Jahren erschienen ist. Franzi Schweigers Ideen gefallen mir sehr gut. Auch die Brotaufstriche und Gelees, sowie alle anderen Leckereien aus Meine Küchenschätze sind alles andere als schon tausend Mal gelesen. Das findet man selten so schön zusammengestellt und dargereicht.

Auch Anfänger können dank der guten Beschreibungen und Erklärungen die Leckereien nacharbeiten. Manche Rezepte erfordern etwas mehr Arbeit, doch wirklich kompliziert finde ich keines davon. Auch sind die Zutaten recht klassisch und herkömmlich, mit ganz wenigen Ausnahmen, die dann aber dennoch im gut sortierten Supermarkt zu finden sind.

Obwohl Franzi Schweiger auf ihr Können und ihre Leistung stolz wie Bolle sein darf, ist sie kein bisschen überheblich, dafür aber extrem sympathisch. Sie verrät ihre Tipps und Tricks, sodass man enorm viel lernen kann. So macht das Spaß! Volle fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Apuliens Küche und Menschen

Amore per Puglia
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Dieses Buch ist noch schöner aufgebaut, wie Amore per Gusto. Der Unterschied ist, dass sich die Texte und Rezepte ausschließlich auf Apulien beziehen, aufgeteilt in die Regionen Der Norden, Bari-Nord, ...

Dieses Buch ist noch schöner aufgebaut, wie Amore per Gusto. Der Unterschied ist, dass sich die Texte und Rezepte ausschließlich auf Apulien beziehen, aufgeteilt in die Regionen Der Norden, Bari-Nord, Das Itria-Tal, Der Süden. Von diesen Regionen erfährt man sehr viel Wissenswertes und alles hängt mit Lebensmitteln, Gerichten, Essen, Genuss zusammen. Die vielen herrlichen Fotos unterstützen die Texte optisch wunderbar.

Ab Seite 74 geht es dann mit den Rezepten los. Diese sind unterteilt in die Kapitel Antipasti & Salate; Herzhafte Backwaren, Snacks & Beilagen; Hauptspeisen; Dolci & Desserts. Im Register am Ende des Buches sind die Rezepte unterteilt in vegan, vegetarisch, laktosefrei, glutenfrei.

Die Schrift ist in einer angenehmen Größe, sowohl bei den Texten, als auch bei den Rezepten. Jedes Rezept hat ein ganzseitiges Foto und zusätzlich mehrere kleine bei der Rezeptbeschreibung. Das war beim Vorgänger noch nicht. Ich habe festgestellt, dass ich ausschließlich Rezepte nachkoche oder nachbacke, bei denen auch mindestens ein Bild des fertigen Gerichts ist. Alle anderen fallen bei mir hintenüber. Hier bleiben also alle Rezepte in meinem Fokus.

Die Arbeitsschritte sind sehr gut verständlich erklärt. Hin und wieder gibt es zusätzlich einen Tipp oder einen QR-Code. Aufwand und Schwierigkeitsgrad sind mal größer, mal geringer, aber alle Rezepte sind trotzdem gut zu realisieren. Der benötigte Zeitbedarf ist angegeben. Allerdings brauche ich öfter doch etwas länger. Auch bei den Zutaten finden sich ein paar weniger gebräuchliche, um die Rezepte authentisch zu halten. Das halte ich für legitim. Es gibt zu jedem Rezept einen kleinen Text vorangestellt. Nährwerte sind nicht angegeben. Dafür zeigen Icons auf eine Blick, ob das Rezept vegan, vegetarisch, laktosefrei oder glutenfrei ist.

Ein weiteres wunderbares Detail sind die Lesebändchen. Davon gibt es diesmal gleich vier! Und noch eine kleine Spielerei gefällt mir super gut. Wie der Vorgänger hat auch dieses Buch auf dem Buchrücken ein kleines Herz. So wird es zu einer zusammenpassenden Reihe. Ganz klar, dass ich dieses Buch toll finde. Und es bekommt natürlich ebenfalls wie der Vorgänger fünf Sterne! Weiter so! Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Geniestreich!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Momente sammeln

Jetzt gerade ist alles gut
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Der namenlose Ich-Erzähler überdenkt das ganze Leben völlig neu, als ein unbedeutender, harmloser Schnitt in den Finger beim Zwiebelschneiden ihn fast das Leben kostet. Er beginnt, Momente zu sammeln und ...

Der namenlose Ich-Erzähler überdenkt das ganze Leben völlig neu, als ein unbedeutender, harmloser Schnitt in den Finger beim Zwiebelschneiden ihn fast das Leben kostet. Er beginnt, Momente zu sammeln und das Leben bewusster wahrzunehmen, bewusster zu leben. Der Leser oder Hörer darf ihn dabei begleiten und mit ihm bereichert werden.

Dies ist so ein kleines Büchlein, das beweist, dass es nicht immer dicke Wälzer sein müssen, um großartige Literatur zu sein. Stephan Schäfer hat mit schon mit 25 letzte Sommer begeistern können und auch mit Jetzt gerade ist alles gut schafft er das wieder. Er trifft mich mitten ins Herz, bestätigt einige meiner eigenen Gedanken und schenkt mir neue, wunderbare zusätzlich.

Eigentlich erzählt er von ganz alltäglichen Momenten, aber er lenkt den Blick anders darauf. Der leicht geänderte Blickwinkel lässt so viel mehr erkennen, als man zunächst dachte. Vielleicht ist der Trick des Lebens tatsächlich, nichts von nur einer Warte aus zu sehen, sondern rundum anzusehen, zu drehen und zu wenden und dadurch zu begreifen.

Die Sprachmelodie ist bezaubernd und auch die kleinen weniger schönen Momente in den Geschichten haben ihre Daseinsberechtigung, ihren Sinn und ihre Wirkung. Man sollte nicht auf eine Katastrophe warten, um sich daran zu erinnern. Und jeden Moment intensiv erleben!

Dass hier eine Reihe einzelner Momente aneinandergegliedert wird, die insgesamt kaum etwas miteinander zu tun haben, macht den Reiz des Buches noch größer. Es sind nicht gerade Kurzgeschichten, aber eben Episoden, die so oder so ähnlich jeder von uns erleben kann.

Ein tolles Buch, das so viel größer ist, als es von außen erscheint. Wie das Leben und die Kernaussage der Story! Fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Der Weihnachtsmann kommt

Geschenkt
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Weihnachten steht vor der Tür, auch im Berliner Zoo. Sogar Schnee fällt! Das mag nicht jeder, einige, beispielsweise die Flamingos, fürchten sich sogar. Aber alle warten auf den Weihnachtsmann und Ray ...

Weihnachten steht vor der Tür, auch im Berliner Zoo. Sogar Schnee fällt! Das mag nicht jeder, einige, beispielsweise die Flamingos, fürchten sich sogar. Aber alle warten auf den Weihnachtsmann und Ray bringt es nicht übers Herz, diese Freude zu zerstören, indem er den Tieren sagt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Nur Benni, der herrenlose Bernhardinerwelpe, der Ray heiß und innig liebt, ist ein wenig nervig und anstrengend. Woher kommt der überhaupt? Aber das wird schnell zweitrangig, als es plötzlich Geschenke regnet!

Ich bin beeindruckt, wie viel Wortwitz Moritz Matthies immer wieder einfällt, ohne dass er sich durch Wiederholungen abnutzt. Genauso umwerfend ist, wie Christoph Maria Herbst das verbal umsetzt. Köstlich, immer wieder! Da kommt es fast nicht auf eine sinnige Story an, ich könnte einfach ewig zuhören!

Diese Geschichte ist im Grunde als Vorgeschichte zur Ermittlerkarriere von Ray und Rufus, lange bevor sie den Zoo verlassen mussten. Mir gefallen die Zoobewohner unbeschreiblich gut. Christoph Maria Herbst schafft es erschreckend gut, jedem eine eigene Stimme und damit einen unverwechselbaren Charakter zu geben.

Der weihnachtliche Touch passt genial und ist nicht kitschig, nur sehr erstaunlich. Durch die Suche nach dem i-phone, das der Weihnachtsmann doch ganz sicher für Rufus gebracht hat, konnte Moritz Matthies wunderbar andere Zootiere einfügen und vorstellen. Nebenbei kann Rufus so genial philosophieren. So wird ganz nebenbei aus einer witzigen Story noch ein wenig Lebenshilfe. Und Sozialkritik findet man ohne Frage auch genug!

Die Krönung ist jedoch, wie die Tiere versuchen, Benny nach Hause zu bringen. Da geht jedes noch so harte Herz ganz weit auf!

Hach ja, ich bin merklich begeistert. Dass es deshalb fünf Sterne gibt, dürfte nicht verwundern.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Geht die Sonne auf oder unter?

Sonnenaufgang Nr. 5
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Jonas ist 19 und läuft ein bisschen vor sich selbst davon. Seine Vergangenheit will er nicht an sich heranlassen, das Germanistikstudium hat er hingeschmissen und nun will er Ghostwriter für andere werden. ...

Jonas ist 19 und läuft ein bisschen vor sich selbst davon. Seine Vergangenheit will er nicht an sich heranlassen, das Germanistikstudium hat er hingeschmissen und nun will er Ghostwriter für andere werden. Seine erste Klientin ist die alternde Filmdiva Stella, die sich die Erinnerungen so zurechtlegt, wie es in ihr glamouröses Selbstdarstellungs-Bild passt. Jonas lernt viel über das Leben, über Erinnerungen und sich selbst.

Dieses Buch, auch als Hörbuch, ist unbeschreiblich bereichernd. Natürlich dient Stella an vielen Stellen als Beispiel, wie es nicht richtig ist, doch am Ende stellt man fest, dass genau dieser falsche Weg den richtigen zeigt und das Ziel erreicht wird. Alles hat einen tieferen Sinn und auch die unschönen Momente gehören zum Leben. Und von diesen gibt es in jedem Leben welche, mal mehr, mal weniger.

Alle Figuren in der Story sind unsagbar liebenswürdig. Ob nun die exzentrische Stella, Jonas, Paul, guter Junge, Nessa oder Bentje, ob Haupt- oder Nebenfigur, sie alle ergeben die Story, das Leben, die Erinnerungen. Der Gedanke, dass man zweimal lebt, nämlich einmal in der Wirklichkeit und einmal in der Erinnerung, gefällt mir sehr gut. Spricht man mit anderen über gemeinsame Erlebnisse, kann man tatsächlich feststellen, dass es jeder anders erinnert. Dazu passt, dass die Erinnerung nur einmal echt ist, danach eine Kopie von der Kopie von der Kopie.

Der Verlauf ist vielleicht zum Teil vorhersehbar, aber das schmälert den Genuss kein bisschen. Es ist eine ruhige, sanfte, liebevolle Geschichte, die tief geht und mit Sicherheit lange nachwirkt. Sie kann jedem ein Stückchen Lebenshilfe mitgeben, gerade wenn man traurig ist, aber auch schon vorweg für den Tag, an dem man es mal brauchen könnte. Ich kann gar nicht sagen, wen von den Figuren ich am liebsten mag. Sie sind alle so besonders und so wunderbar, dass man sie so gerne in seiner Nähe hätte.

So unterschiedlich der junge Jonas und die ältliche Stella sind, so viele Gemeinsamkeiten haben sie, ohne es zunächst zu wissen. Wie sich die beiden in ihren zunächst so unterschiedlichen Ausgangspositionen immer mehr annähern, ist faszinierend zu sehen. Es wird dadurch auch gezeigt, wie ähnlich man sich ist, obwohl es nicht so aussieht. Und gemeinsam geht es immer besser. Man kann voneinander lernen, aneinander wachsen und miteinander große Ziele erreichen. Und ab und an ein weißer Elefant. Manchmal muss man ihn übersehen, manchmal über ihn reden. Die Balance macht es aus.

Ein wunderbares Buch, ob gehört oder gelesen. Fünf Sterne plus fünf Herzen!

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