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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2025

Vielschichtig, Komplex, Historisch!

Das schwarze Kreuz
1

Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung ...

Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung und das Motiv passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 9. Fall mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Anna Bentorp plant eine Reise nach Dublin. Während sie sich auf die Reise vorbereitet, findet sie einen ungeöffneten Brief. Neugierig, wie sie ist, öffnet sie ihn. Der Brief liefert Hinweise auf einen wertvollen Kirchenschatz und auf einen Mord, der im Jahr 1801 passiert sein soll. Anna übergibt den Brief den Diakon der Kirche. Dieser führt tatsächlich Grabungen durch und findet einen Teil des beschriebenen Schatzes. Dabei rückt er in das Visier eines skrupellosen Täters…
Dies ist mein erster Krimi mit Margarete von Schwarzkopf und ihrer Anna Bentorp. Es ist nicht ganz einfach, den Einstieg zu finden und so brauche ich eine Weile, bis ich in der Geschichte Fuß gefasst habe. Zwei Handlungsstränge und ein paar Nebenstränge fordern meine volle Konzentration. Dafür geizt die Autorin nicht mit Spannung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich alle ca. 380 Seiten. Vielschichtig, detailliert, fundiert, historisch und politisch sind die Verben, die den Krimi am besten beschreiben.
Alles in allem hat Margarete von Schwarzkopf mit „Das schwarze Kreuz“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein komplexes Rätsel in unterschiedlichen Zeiten hat und sich für Kunst interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2025

Mörderische Eifel!

Eifelschatten
1

Im September hat der Autor Andreas J. Schulte gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Eifelschatten“ herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt ...

Im September hat der Autor Andreas J. Schulte gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Eifelschatten“ herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 5. Band mit dem Ermittler Paul David. Er ist ohne Vorkenntnisse lesbar.
Am Laacher See wird ein Mann erschlagen aufgefunden. Sein Wohnmobil ist völlig verwüstet. Paul David und Linda Becking übernehmen die Aufklärung des Falles, der sich als nicht ganz einfach herausstellt. Schnell finden sie die ersten Hinweise auf eine alte Geschichte. Im Jahr 1942 versank ein britischer Bomber im Laacher See. An Bord ein wertvoller Silberschatz. Die Ermittler scheinen gut voranzukommen. Dann geschieht ein weiterer Mord.
Es hat nicht lange gedauert und Andreas J. Schulte hat mich geistig in die Eifel gebracht. Recht schnell habe ich mich in seinen Schreibstil eingelesen. Die Eifel ist atmosphärisch gut beschrieben und erinnert mich an die gemeinsamen Urlaube mit meinem Mann in der Umgebung rund um den Laacher See.
Die Persönlichkeiten Paul und Linda nehmen in meinem Kopf schnell Gestalt an. Im Laufe der Geschichte werden sie lebendig. In ihren Ermittlungen wird klar, dass ihnen kein Rätsel zu schwierig ist. Gut gefällt mir die Art und Weise, wie sie miteinander arbeiten.
Der Kriminalfall startet mit einem Prolog, der eine Geschichte aus 1942 erzählt. 75 Jahre später startet dann das erste Kapitel. Über ca. 254 Seiten beschäftigt der Autor Paul und Linda mit der Mördersuche. Im Geiste bin ich bei Ihnen und rätsele fleißig mit. Am Ende überrascht der Autor mich mit einer unerwarteten Wendung. Zu jeder Zeit empfinde ich den Krimi als spannend.
Alles in allem hat Andreas J. Schulte mit „Eifelschatten“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Jeder der Lust auf ein spannendes Rätsel hat und der sich mit der Deutschen Geschichte nach 1945 auseinandersetzen möchte, ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Spannend, Witzig, Unterhaltsam!

Perchtoldsdorfer Rache
1

Ende September 2025 hat der Autor Christian Schleifer den Kriminalroman „Perchtoldsdorfer Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Charlotte Nöhrer. Er ...

Ende September 2025 hat der Autor Christian Schleifer den Kriminalroman „Perchtoldsdorfer Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Charlotte Nöhrer. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

Aus der Charlotte-Nöhrer-Reihe habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Den Schreibstil von Christian Schleifer zeichnet neben einem spannenden Rätsel viel Witz und Ironie aus. Deshalb habe ich gleich zugegriffen, als ich „Perchtoldsdorfer Rache“ entdeckt habe.

Gespannt beginne ich zu lesen. In Perchtoldsdorf startet das erste internationale Tennisturnier. Es wird von einer Reihe unerklärlicher Morde überschattet. Alle Opfer sind Mitglieder zweier bekannten Familien. Für Charlotte ist völlig klar, sie will nicht in einem Mordfall ermitteln, wo es um Tote der Familie Adefris geht. Doch ob sie will oder nicht, Charlotte muss…

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich alle ca. 315 Seiten gespannt gelesen. Es macht Spaß mit Hilfe des Autors in das österreichische Perchtoldsdorf einzutauchen. Das Lokalkolorit ist herrlich beschrieben und mich entspannt es bereits beim Lesen des Krimis. Der eigentliche Krimistrang verläuft gradlinig spannend und überrascht am Ende mit der Auflösung. Meine Fragen sind geklärt und ich bin voll zufrieden. Die Persönlichkeiten, allen voran Charlotte Nöhrer und ihre Andrea, kenne ich schon länger. Sie sind rundum authentisch und ich mag sie. Sie lieben das Leben, die Liebe und den Schüttelwein. Für den nächsten Band wünsche ich mir weniger Alkoholszenen und mehr Konzentration auf den Weinberg der Familie Nöhrer.

Alles in allem hat Christian Schleifer mit „Perchtoldsdorfer Rache“ einen schwarzhumorigen Regionalkrimi aus Österreich auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Eine tödliche Familienfehde, Witz, Ironie und viel Lokalkolorit sorgen für beste Krimiunterhaltung. Wer das mag, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Amüsant, Humorvoll, Weihnachtlich!

Zimtsternküsse verboten
1

Im September 2025 hat Mira Frey den Liebesroman Zimtsternküsse verboten herausgebracht. Er gehört in die Reihe „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“.

In Sternmoos ist die Welt noch in Ordnung, habe ...

Im September 2025 hat Mira Frey den Liebesroman Zimtsternküsse verboten herausgebracht. Er gehört in die Reihe „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“.

In Sternmoos ist die Welt noch in Ordnung, habe ich gedacht, als ich angefangen habe zu lesen. Schnell stellt sich heraus, dass es nicht ganz so ist. Sylvie liebt ihre kleine Bäckerei und ihre Freundinnen. Und des Beste-Freundinnen-Kodex. Doch da ist auch noch Simon. Ihr Herz schlägt für ihn, doch sie darf ihn nicht. Schließlich hat er ihre beste Freundin schlecht behandelt und verlassen. Dafür sollte sie ihn hassen…

Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schon bin ich in Sternmoos angekommen. Die romantische und weihnachtliche Geschichte liest sich leicht und locker. Sie hat mich schmunzeln lassen. Der Beste-Freundinnen-Kodex vom Mädchenklo der Rosegger Mädchenschule führt mich durch das Buch. Mich erinnert er an meine Jugendzeit und das ist schon eine Weile her.

Sylvie und Simon finde ich toll. Nicht so toll finde ich die Freundinnen von Sylvie, besonders nicht die Ex vom Simon. Da muss Sylvie sich mal fragen, was das denn für Freundinnen sind. Ich bin mir sicher, dass sie das auch tut, denn Sylvie ist nicht auf den Kopf gefallen.

Alles in allem hat Mira Frey mit „Zimtsternküsse verboten“ einen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er hat mir amüsante und unterhaltsame Lesestunden beschert. Gerne empfehle ich ihn allen weiter, die Lust auf ein verliebtes Paar zur Weihnachtszeit haben. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne mit Zimt garniert.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Mörderisches Bardolino!

Salute - Das letzte Gebet
1

Im Oktober 2025 hat Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag M den Regionalkrimi „Salute, Das letzte Gebet“ herausgebracht. Es handelt sich um den 3. Teil der Salute-Reihe. Er kann ohne Vorkenntnisse ...

Im Oktober 2025 hat Friedrich Kalpenstein gemeinsam mit dem Verlag M den Regionalkrimi „Salute, Das letzte Gebet“ herausgebracht. Es handelt sich um den 3. Teil der Salute-Reihe. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Das Cover passt gut in die Reihe, zur Geschichte und in das Genre.
Sofia Barone stirbt. Sie ist die Vermieterin von Paul Zeitler, dem Inhaber des Cafés Monaco. Paul möchte zu Ihrer Beerdigung. Davor möchte er noch in die Kirche und eine Kerze anzünden. Dort angekommen ist Paul überrascht. Die Kirchentür ist aufgebrochen und er findet einen Toten. Paul verlässt die Kirche, wird dabei jedoch von Commissario Lanza gesehen. Das gefällt Lanza nicht.
Für mich ist das der dritte Fall in dem der ehemalige Kriminalkommissar und stolzer Café-Besitzer Paul Zeitler gemeinsam ermitteln. Das Schöne an diesem Teil ist, dass die beiden sich aneinander gewöhnen und sich dennoch anfrotzeln. Das ist nett zu lesen. Ebenfalls sehr gut gefällt mir das Lokalkolorit, denn Friedrich Kalpenstein versetzt mich mühelos nach Bardolino. Die Gegend, die Menschen und die Atmosphäre sind so wunderbar beschrieben, dass ich mir ohne mit der Wimper zu zucken einen Rotwein aus dem Keller hole und denke, ich bin in Bardolino. Ebenfalls gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit Lisa aus der Boutique von nebenan. Sie und Paul flirten immer ein wenig miteinander und finden dennoch nicht zusammen. Principessa, Lisas Hündin, hat einen Auftritt, der mich lauthals lachen lässt. Vermisst habe ich Pauls Ex-Frau Kerstin, die im letzten Band über einen Umzug von München nach Bardolino nachgedacht hat.
Der Kriminalfall ist am Ende sauber aufgelöst. Paul Zeitler und Lanza finden den Täter vor mir. Das überrascht mich in einem Kalpenstein-Krimi nicht mehr, denn der Autor zeigt mir regelmäßig, dass ich noch ein wenig sorgfältiger Lesen könnte.
Alles in allem hat Friedrich Kalpenstein mit „Salute, Das letzte Gebet“ einen Regionalkrimi vom Gardasee auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein spannender Kriminalfall, ein humorvoller Schreibstil und viel Lokalkolorit sind das Fundament für intensive Lesestunden. Der Autor bekommt von mir 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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