Starke Frau
Bernadette Swift ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, aber Bücher spielten in ihrem Leben immer eine sehr große Rolle. Sie träumt davon, die erste Frau zu werden, die einen großen Verlag in New York leitet. ...
Bernadette Swift ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, aber Bücher spielten in ihrem Leben immer eine sehr große Rolle. Sie träumt davon, die erste Frau zu werden, die einen großen Verlag in New York leitet. Ihre Fähigkeiten sind unbestreitbar, auch wenn sie erst Juniorlektorin bei Lenox&Park ist. Sie hat schon mehrere Bestseller lektoriert und hofft darauf Lektorin zu werden. Doch die Männer in ihrer Abteilung und eine Frau legen ihr immer wieder Steine in den Weg. Besonders ihr direkter Vorgesetzter Mr. Wall meint es nicht gut mit ihr und reklamiert sogar ihre Arbeit als seine eigene. Wenn Bernadette nicht ihre Freundinnen hätte, mit denen sie sich austauschen kann und die die gleichen Erfahrungen mit der Männerwelt machen, dann würde sie sicher aufgeben. So aber geht sie mutig ihren Weg.
Ich hatte einen eher seichten Roman erwartet, aber das Buch hat erheblich mehr Substanz, als ich gedacht hätte. Die Erfahrungen, die Bernadette in den 1960er Jahren macht, sind leider auch heute noch aktuell und leider erleben wir zurzeit wieder einen Rückschritt in der Frage der Gleichberechtigung. Dadurch ist das Buch aktueller denn je. Die im Buch beschrieben Liebesgeschichte macht Hoffnung, dass nicht alle Männer Machos sind - es soll Ausnahmen geben!
Mir hat das Buch gut gefallen, die Charaktere sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar, der Plot nimmt die Leserinnen mit in eine fremde Welt, der Schreibstil ist originell, aber gut lesbar. Das Happy End war für meinen Geschmack etwas zu happy, aber das hat mich nicht gravierend gestört
Das Buch ist nicht allzu anspruchsvoll, aber mit ernstem Hintergrund und ich habe es gern gelesen.