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Veröffentlicht am 20.11.2025

Wunderschöner, stimmungsvoller Weihnachtsroman mit tollen Figuren und vielen Emotionen

Lichterzauber in New York
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Kerry’s Familie besitzt eine Weihnachtsbaumfarm und verkauft diese Weihnachtsbäume jedes Jahr in New York.
Da ihr Vater erkrankt ist, muss Kerry, die eigentlich völlig andere Pläne hatte, mit ihrem Bruder ...

Kerry’s Familie besitzt eine Weihnachtsbaumfarm und verkauft diese Weihnachtsbäume jedes Jahr in New York.
Da ihr Vater erkrankt ist, muss Kerry, die eigentlich völlig andere Pläne hatte, mit ihrem Bruder nach New York reisen.
Ihr Bruder fährt den Truck mit den Bäumen und Kerry muss den uralten Familienwohnwagen in die Stadt bringen, worin sie in den nächsten Wochen mit ihrem Bruder wohnen soll. Ihr graust es davor aber sie hat keine andere Wahl, wenn sie ihre Familie nicht im Stich lassen will.
Der Wohnwagen wird dann am Straßenrand geparkt und daneben der Verkaufsstand für die Weihnachtsbäume aufgebaut. An diesem Ort findet der Verkauf in jedem Jahr statt, so dass die Nachbarschaft dies bereits kennt und die Familie unterstützt. In Restaurants kann die Toilette benutzt werden und eine andere Familie stellt die Dusche und die Waschmaschine zur Verfügung. So findet sich auch Kerry bald zurecht und lernt nette Menschen kennen. Aber dann taucht Konkurrenz auf, die sich in Sichtweite postiert und dann verschwindet auch noch ein netter alter Mann…

Ich fand den Anfang der Geschichte teilweise recht humorvoll, denn Kerry’s Entsetzen ist schon groß, als sie hört, dass sie wochenlang im Wohnwagen leben soll ohne eigenes Badezimmer und mit ihrem mürrischen Bruder auf engstem Raum.
Doch sie fügt sich und nimmt die Aufgabe an. Die Menschen in der Nachbarschaft sind nett zu ihr und sie findet schnell Anschluss durch die Besuche im italienischen Restaurant von Claudia und auch bei anderen Menschen, die dort im Viertel leben. So lernt sie auch Patrick und dessen Sohn, den kleinen Austin kennen. Patrick ist getrennt von seiner Frau, aber beide kümmern sich gut um den Jungen. Der kleine Austin findet schnell Gefallen daran, Kerry am Weihnachtsbaumstand zu besuchen und die beiden freunden sich an, was sich dann natürlich auch auf den sympathischen Vater Patrick überträgt. Kerry und Austin erfinden eine Geschichte, zu der Kerry die entsprechende Zeichnung fertigt. Darüber lernen sie den älteren Heinz kennen, der sie ebenfalls täglich besucht und zwar etwas brummig aber offenbar herzensgut ist.
Kerry und ihr Bruder raufen sich tatsächlich zusammen und Kerry kurbelt mit guten Ideen den Verkauf an. Auch als die Konkurrenz in der Nähe erscheint, hat Kerry Ideen, um diese auszustechen. Aber plötzlich ist der alte Heinz verschwunden bzw. erscheint nicht mehr und alle machen sich Sorgen, auch der kleine Austin. Sie machen sich auf die Suche und dann gibt es Ereignisse, die eröffnen für alle neue Möglichkeiten.

Das Setting im Greenwich Village und West Village von New York war wunderschön beschrieben. Ich konnte mir so richtig gut die Straßenzüge vorstellen, die schon im vorweihnachtlichen Lichterglanz erstrahlen und wo täglich nette Menschen an den Verkaufsstand kommen. Es gibt viele schöne Beschreibungen des vorweihnachtlichen Trubels und Geschehens, was insgesamt auch eine wunderschöne Stimmung erzeugt.

Besonders schön sind die Begegnungen von Kerry mit der Nachbarschaft, besonders natürlich mit dem kleinen Austin und seinem Vater Patrick. Hie gibt es viele charmante und sympathische Figuren, die die Geschichte alle auf ihre Weise bereichern.
Durch die Freundschaft mit dem kleinen Jungen kommt es dazu, dass sich zwischen Kerry und Patrick auch Sympathien und Gefühle entwickeln. Das ist alles sehr romantisch und glaubhaft dargestellt und hat mein Herz erwärmt. Und ich war gespannt, wie die beiden das Problem lösen werden, dass Kerry ja nicht in New York lebt und zum Ende der Verkaufszeit wieder nach Hause muss.
Als dann der ältere Heinz verschwindet zeigt sich erneut Kerrys gutes Herz und ihre Hilfsbereitschaft. Sie recherchiert und versucht Heinz zu finden, denn ihn kennen zwar viele Menschen aber niemand weiß, wo er wohnt.
Als sie ihn dann finden und feststellen, dass er Hilfe braucht, entwickelt die Handlung einen weiteren herzerwärmenden Teil, der am Ende dazu führt, dass sich für viele der Figuren einiges verändert.

„Lichterzauber in New York“ ist ein wirklich stimmungsvoller, romantischer und herzerwärmender Weihnachtsroman. Liebenswerte Figuren, viele unterschiedliche Emotionen und Themen wie Freundschaft, Neuanfang, Gemeinschaft und Zusammenhalt bilden eine perfekte Mischung für einen wunderschönen Roman, den ich gerne für die Weihnachtszeit empfehle!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 11.11.2025

Bewegende, romantische Weihnachtsgeschichte mit viel Herzenswärme

Der Weihnachtssee
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Kurz vor Weihnachten besucht Jana ihre Eltern im Bayrischen Wald, um Weihnachten vor zu feiern. Ihre Schwester hat als Überraschung für die Eltern eine gemeinsame Reise geplant, Jana aber nicht in die ...

Kurz vor Weihnachten besucht Jana ihre Eltern im Bayrischen Wald, um Weihnachten vor zu feiern. Ihre Schwester hat als Überraschung für die Eltern eine gemeinsame Reise geplant, Jana aber nicht in die Pläne einbezogen. Als Jana sich wieder auf den Weg nach München macht, wo sie lebt, setzt ein Schneesturm ein. Binnen kürzester Zeit sind die Straßen zugeschneit und Räumdienste sind nicht in Sicht. Jana bleibt mit ihrem Auto in einer Schneeverwehung im Graben stecken. Glücklicherweise sieht sie in der Nähe ein abgelegenes Haus, wohin sie sich zu Fuß aufmacht. Dort trifft sie zufälligerweise auf ihren früheren Schulfreund Toni und den kleinen Finn. Toni gewährt Jana natürlich Unterschlupf, auch wenn er mitten in den Vorbereitungen für die Abreise steckt. Er ist Finns Patenonkel und seine Schwester, Finns Mutter, ist kürzlich verstorben. Nun will er Finn mit zu sich nach Hamburg nehmen, wo er eigentlich lebt. Später am Tag treffen vier weitere Personen am Haus ein. Sie kommen von einer Chorprobe und sind mit dem Auto ebenfalls im Schnee stecken geblieben. Zwei Schwestern, die den örtlichen Friseursalon betreiben, ein griechischer Koch und wie es der Zufall will, ist die vierte Person Janas Ex-Verlobter Stefan. Jana ist aufgrund der Trennung noch immer verletzt und hat Stephan seitdem nicht mehr gesehen. Nun stecken sie zusammen fest, in dem kleinen Haus am zugefrorenen See …

Wie in jedem Jahr habe ich mich auch diesmal sehr auf den Weihnachtsroman von Angelika Schwarzhuber gefreut.
Die Geschichte ist insoweit etwas Besonderes, als dass hier durch den Schneesturm zufällig sieben Personen zusammen kommen und die Zeit miteinander auf engen Raum verbringen müssen.
Schnell ist klar, dass hier jeder seine Geschichte hat und mitbringt.
Der kleine Finn trauert sehr um seine Mama und möchte nicht nach Hamburg ziehen sondern lieber in Bayern in der gewohnten Umgebung und in seinem Kindergarten bleiben. Toni versteht seinen kleinen Neffen natürlich, sieht aber keine andere Möglichkeit.
Jana sieht sich plötzlich dem Mann gegenüber, der sie verlassen und eine andere geheiratet hat, mit der er in die Wohnung zog, die sie eigentlich gemeinsam beziehen wollten.
Stephan sorgt sich um seine Frau, die schwanger ist. Der griechische Koch wäre viel lieber in seiner Heimat, ist aber wegen des Jobs in Bayern. Und auch die beiden Schwestern haben ihr Problem, denn eine hat ein Geheimnis.
Die Figuren sind alle sehr liebevoll, authentisch und lebensnah dargestellt. Es war eine Freude, sie alle zu erleben.

In ihrem lebendigen Schreibstil erzählt die Autorin, wie sich diese Zufallsgemeinschaft zusammenrauft und die Zeit möglichst gut miteinander verbringt. Gemeinsam kämpfen sie sich zu den Autos durch, wo sie Janas Handy aus dem Schnee retten und die Lebensmittel, die Jana von ihren Eltern mitgenommen hatte, ins Haus holen. Daraus zaubert der griechische Koch leckere Gerichte für alle.
Besonders schön zu erleben war, wie sich alle um den kleinen, traurigen Finn kümmern, der eigentlich nur einen Weihnachtswunsch hat.
Aber auch die anderen setzen sich mit ihren Sorgen und Problemen auseinander und kommen sich dabei näher. Dabei lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass die anderen jeweils mitbekommen, was jeden so umtreibt.

Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, schmücken und dekorieren sie weihnachtlich, mit den Dingen, die sie auf dem Dachboden finden. Gemeinsam singen sie Weihnachtslieder und sie improvisieren sogar eine kleine Bescherung und bereiten für Finn damit am Heiligabend schon Weihnachten. Das erzeugt natürlich beim Lesen schon eine wohlige weihnachtliche Stimmung.
Dazu trägt natürlich auch die schöne Winterkulisse bei, die trotz Schneesturm und widriger Wetterverhältnisse heimelig ist. Die tief verschneite Landschaft im Bayerischen Wald ist schnell vor meinem inneren Auge entstanden.
Und auch der kleine zugefrorene See, gleich hinter dem Haus, der dem Roman den Titel gibt, ist wunderbar beschrieben und er entfaltet seine Magie und wird zum Weihnachtssee.

„Der Weihnachtssee“ ist eine sehr herzerwärmende, emotionale Geschichte, die von Freundschaft, Familienbande, Verständnis, Zusammenhalt und auch Liebe erzählt. Eine wunderbare Stimmung, viele verschiedene Themen, liebenswerte Figuren, Überraschungen und viel Menschlichkeit machen den Roman zum perfekten Begleiter für schöne Lesestunden in der dunklen Jahreszeit!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 06.11.2025

Stimmungsvoller, romantischer Weihnachtsroman mit Hundestar und Santa Claus

Schneeflöckchen, Weißpfötchen
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Der Weihnachtsroman mit Hund von Petra Schier gehört für mich in jedem Jahr dazu. In diesem Jahr ist es bereits der 10. Roman aus der Reihe „Weihnachtshund“. Wie immer könnte man ihn auch als Adventskalender ...

Der Weihnachtsroman mit Hund von Petra Schier gehört für mich in jedem Jahr dazu. In diesem Jahr ist es bereits der 10. Roman aus der Reihe „Weihnachtshund“. Wie immer könnte man ihn auch als Adventskalender lesen, denn er hat 24 Kapitel plus ein Bonuskapitel für den ersten Weihnachtstag. Mir ist das aber noch nie gelungen, denn einmal begonnen kann ich den Roman dann meist nicht mehr weglegen.

Und auch wie in jedem Jahr erleben wir Santa Claus, der versucht Wünsche zu erfüllen. Diesmal möchte er unbedingt einen Wunsch erfüllen, der ihn schon im letzten Jahr erreichte, den er aber wegen technischer Probleme erst jetzt entdeckt hat.
Xander, ein erfolgreicher Fotograf und Reiseblogger, möchte nach Jahren auf der Reise in seine Heimatstadt zurückkehren und dort ein Fotostudio und eine Galerie eröffnen. Außerdem wünscht er sich sehnsüchtig, dass seine seit vielen Jahren beste Freundin Ellie seine Gefühle erwidert, denn er ist in sie verliebt. Ellie ahnt davon nichts und sieht in Xander ihren besten Freund. Wie immer bedient sich Santa Claus bei der Wunscherfüllung seiner Elfen und eines Hundes, den er dem Paar schickt. Diesmal ist es eine weiße Schäferhündin mit Namen Amara. Doch Ellie wurde als Kind von einem Hund angefallen und schwer verletzt. Seitdem hat sie Angst vor Hunden. Kann Amara trotzdem helfen und dabei selbst ein neues Zuhause finden?

Ich habe mich sehr auf den neuen Weihnachtshunde-Roman gefreut und wurde auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.
Die Hündin Amara ist allerliebst. Sie wurde offenbar ausgesetzt, lebt seitdem draußen und ist ständig auf der Suche nach einem warmen Plätzchen und etwas zu essen. Xander nimmt sich der Hündin an, bringt sie zur Tierärztin und kümmert sich um sie. Amara gewinnt langsam Vertrauen und fasst auch große Zuneigung zu Ellie. Doch dieser muss sie sich langsam nähern und schafft es dann auch, Ellies Herz zu erobern.
Wie immer sind die Gedanken der Hündin in kursiver Schrift im Text eingeschoben.

Auch Santa Claus, seine Ehefrau, die Rentiere und seine Elfen kommen immer wieder zu Wort und wir können erleben, wie alle gespannt die Entwicklung verfolgen und versuchen zu steuern. Da gibt es auch öfter mal humorvolle Szenen und Dialoge, die sehr unterhaltsam sind.

Die Geschichte von Xander und Ellie war besonders gefühlvoll. Beide sind sympathische und liebenswerte Figuren, die authentisch und natürlich agieren. Ich mochte beide sehr, auch weil sie eben so richtig gute Freunde sind, zusammenhalten auch mit den Geschwistern Jelena und Arian aus der Gemeinschaft, die sich schon lange kennt. Gegenüber der Hündin Amara verhalten sich beide sehr verantwortungsvoll und kümmern sich um das verlassene Tier, wobei Ellie immer wieder ihre Angst überwinden muss.
Die Annäherung zwischen Ellie und Xander erfolgt ausgesprochen langsam und zaghaft. Denn kurz nachdem Xander mitgeteilt hat, dass er nun sesshaft werden möchte, lernt Ellie zufällig im Baumarkt den charmanten Anwalt Patrice kennen. Dieser findet Gefallen an Ellie und es kommt zu einigen Dates. Doch Xander gibt nicht auf und er hat ja immer wieder Berührungspunkte mit Ellie durch das gemeinsame Kümmern um Amara.
Als Ellie erkennt, dass Xander vielleicht der bessere Partner für sie wäre als Patrice, wehrt sie sich innerlich dagegen, da sie Angst hat, die Freundschaft aufs Spiel zu setzen.
Santa, seine Elfen und Amara haben wieder alle Hände voll zu tun.

Weihnachtliche Stimmung gibt es natürlich auch wieder. Es gibt das schon bekannte gemeinsame Plätzchen backen, diesmal in einem anderen Kreis. Aber auch der schon bekannte Weihnachtsmarkt mit seinen schönen Angeboten und dem romantischen alten Karussell wird wieder besucht und es werden Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt. Das alles erzeugt eine wohlige Atmosphäre und wird schön und bildhaft beschrieben.

Der diesjährige Weihnachtshunde-Roman von Petra Schier hat mich auch diesmal sehr gut unterhalten. Die Geschichte von Ellie, Xander und Amara war sehr gefühlvoll und hat mein Herz erreicht und erwärmt.
Ich habe es wieder genossen, diesen Roman zu lesen!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 08.10.2025

Emotionaler, bewegender Roman über Liebe, Hoffnung und 2. Chancen

Versprich mir, dass du tanzt
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Dieser Roman erzählt die Geschichte von Lily, Adam und Josh, eigentlich eine Dreiecksgeschichte.
Adam war Lilys große Liebe, doch sie verlor ihn viel zu früh, schon nach nur wenigen Jahren durch Krebs.
Das ...

Dieser Roman erzählt die Geschichte von Lily, Adam und Josh, eigentlich eine Dreiecksgeschichte.
Adam war Lilys große Liebe, doch sie verlor ihn viel zu früh, schon nach nur wenigen Jahren durch Krebs.
Das traurige Ereignis ist nun schon ein Jahr her und der Hochzeitstag steht bevor, der erste den Lily ohne ihren Adam verbringen muss.
Sie flüchtet zu ihren Eltern, um diesen Tag nicht alleine verbringen zu müssen. Immer an ihrer Seite ist Fletcher, Adams Hund.
Im Nachbarsgarten liegt der gefällte Ahornbaum, den Lily schon seit ihrer Kindheit kannte. Er erinnert sie an Josh, den Pflegesohn der Nachbarsfamlie, mit dem sie seit Kindertagen befreundet war und mit dem sie am Abend vor ihrer Hochzeit mit Adam einen furchtbaren Streit hatte. Seitdem haben sie sich nicht wiedergesehen. Doch Lily erinnert sich nicht nur daran sondern auch an das Versprechen, das Adam ihr auf dem Sterbebett abgenommen hat. Sie soll Josh suchen, sich mit ihm aussprechen und ihnen beiden vergeben.
Lily findet jetzt nach einem Jahr den Mut und macht sich auf die Suche nach Josh. Als sie ihn ganz abgeschieden in den Wäldern findet, wo er Möbel anfertigt, lehnt er jeden Kontakt mit ihr ab und will auch kein klärendes Gespräch führen. Doch ein Schneesturm und ein kleiner Unfall hindern Lily daran abzureisen und zwingt die beiden mehrere Tage miteinander zu verbringen. Wird Lily erfahren, was Adam meinte und was sie den beiden vergeben soll?

Wie von Dani Atkins gewöhnt, ist diese Geschichte sehr ergreifend und emotional.
Schon der Prolog, der die letzten Stunden Adams beschreibt ist sehr traurig. Aber als allererstes habe ich mich gefragt, was Lily denn den beiden Männern vergeben soll und warum war es Adam so wichtig, dass Lily nach Josh sucht und sich mit ihm ausspricht.
Durch den Schneesturm und den Unfall wird Josh gezwungen, sich doch um Lily zu kümmern und sie bei sich aufzunehmen.
So kommt es dann zögerlich immer wieder doch zu Gesprächen.
Durch diese Gespräche und durch Rückblicke erfahre ich nach und nach was damals geschah bis zu dem schockierenden Grund, den Adams letzter Wunsch hatte. Gebannt habe ich verfolgt, wie sich Lily und Josh damit auseinandersetzen und sich dann sehr langsam doch annähern.

Die Situation eingeschneit in Joshs kleinem Haus ist als Setting für diese Geschichte perfekt. So liegt der Schwerpunkt der Handlung tatsächlich nur auf Lily und Josh. Ich lerne beide intensiv kennen und kann tief in ihre Seele, ihre Gedanken und Empfindungen blicken. Das gibt nicht nur der Geschichte sondern auch den Figuren eine große Tiefe.
Dani Atkins gelingt es wie immer hervorragend, die vielfältigen Emotionen zu transportieren und darzustellen.
Ihr Schreibstil ist einfühlsam und dennoch in gewisser Weise auch spannungsgeladen. Denn bis ich erfahre, was damals vor der Hochzeit geschah, dauert es eine ganze Weile. Und auch danach bleibt die Spannung erhalten, denn es stellte sich die Frage, ob Lily vergeben kann und die beiden eine zweite Chance haben werden.
Der Titel „Versprich mir, dass du tanzt“ passt aus meiner Sicht nicht ganz zur Geschichte, vermittelt aber doch die passende Botschaft.

Diese Geschichte über einen schlimmen Verlust, Liebe und Freundschaft ist herzergreifend, sehr emotional und manchmal auch traurig. Aber sie macht auch Mut, enthält schöne Botschaften und zeigt, dass man immer Hoffnung haben sollte auf eine zweite Chance oder einen Neuanfang. Ich kann diesen Roman sehr empfehlen!


Fazit: 5 von 5 Sternen




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Veröffentlicht am 23.09.2025

Sehr fesselnder und abgründiger Psychothriller - Pageturner

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Der neue Psychothriller von Arno Strobel trägt den Untertitel „Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher, oder?“
Und genau das trifft es auf den Punkt.
Die junge Familie Winkler, bestehend aus ...

Der neue Psychothriller von Arno Strobel trägt den Untertitel „Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher, oder?“
Und genau das trifft es auf den Punkt.
Die junge Familie Winkler, bestehend aus dem Ehepaar Ines und Marco sowie der kleinen vierjährigen Tochter Emilia, hat sich den Traum vom neuen Zuhause erfüllt. Aus Norddeutschland kommend beziehen sie im beschaulichen Spessart ihr Eigenheim in der Neubausiedlung „Auf Mons“. Etwa die Hälfte der Häuser, die dort gebaut wurden, ist bereits verkauft und bezogen. So finden die Winklers, die auch bereits neue Arbeitsstellen gefunden haben, in der Nachbarschaft schnell Anschluss. Besonders Nachbarin Johanna mit ihrem sehr schweigsamen Ehemann ist ganz vernarrt in die kleine Emilia.
Doch gleich in der ersten Nacht geschieht etwas seltsames. Marco wird durch ein Geräusch geweckt, der Familienhund James knurrt und der Strom ist ausgefallen. Da Marco aber bei einem Rundgang nichts Ungewöhnliches feststellen kann, schaltet er die Hauptsicherung wieder ein und legt sich wieder schlafen.
In der folgenden Nacht ist es Ines, die glaubt einen Schatten an ihrem Bett gesehen zu haben und vom Fenster aus im noch leerstehenden Nachbarhaus ebenfalls einen sich bewegenden Schatten. Sie weckt Marco und wieder ist der Strom ausgefallen aber im Haus ansonsten nichts Ungewöhnliches feststellbar. Marco ruft trotzdem die Polizei, die die Winklers beruhigt aber auch nichts feststellen kann.
Am nächsten Tag bei der Gassirunde rennt Hund James gleich los zum Nachbarhaus und Marco ist entsetzt, denn er findet dort eine grausam zugerichtete Frauenleiche, die kopfüber von der Decke hängt.
Nun beginnt die Polizei zu ermitteln und stellt gleich fest, dass es keine Einbruchspuren gibt. Wie ist der Täter ins Haus gekommen?
Es beginnt für alle eine Zeit der Unruhe und Angst. Sind sie alle in Gefahr? Wird der Täter erneut morden?
Ines würde am liebsten sofort das Haus aufgeben und zurück nach Norddeutschland gehen. Aber das ist der Familie nicht möglich, denn sie haben sich für den Traum vom Eigenheim verschuldet und im Norden auch alles inklusive ihrer Jobs aufgegeben.
Und es geht weiter, der Mörder schlägt wieder zu.

Von Beginn an ist die Stimmung düster und durch die Morde wird sie auch bedrohlich. Die Geschichte spielt im Spätherbst und es gibt oft Nebel und es wird auch bereits früh dunkel, so dass die ganze Atmosphäre gut zur Handlung passt. Auf den Spaziergängen und Gassirunden mit Hund James lerne ich die Siedlung kennen und die diversen Nachbarn.
Eine witzige Idee des Autors ist es, die Straßen in der Siedlung nach Figuren aus früheren Romanen zu benennen. Da sind einige mir bekannte Namen aufgetaucht.
Die Polizei ermittelt, meiner Meinung nach etwas halbherzig und verdächtigt, wie so oft, die falschen und verärgert damit die Menschen in der Siedlung, die alle Angst haben.
Deshalb konnte ich gut verstehen, dass sie sich organisieren und eine Art „Bürgerwehr“ auf die Beine stellen, die abends und nachts durch die Siedlung patrouilliert, denn die Polizei sieht sich nicht in der Lage, die Bewohner zu beschützen. Mehr als einen Wagen, der ab und zu Streife fährt, gibt es nicht.
Nach wie vor ist es auch unklar, wie der Täter in die Häuser kommt, denn es gibt keinerlei Einbruchspuren.
Dadurch wird der Verdacht auch in eine bestimmte Richtung gelenkt, denn es könnte jemand aus der Baufirma, die die Siedlung errichtet hat, noch Schlüssel besitzen. Natürlich gibt es viele weitere Fährten und wie bei Arno Strobel üblich wusste ich bald nicht mehr, wem man trauen kann und wem nicht.
Dann gibt es einen weiteren Paukenschlag, den ich nicht erwartet hatte und die Situation spitzt sich zu, besonders für Marco Winkler.

Ich hatte weiterhin keine Idee wer da mordet und warum.
Wie oft bei Strobel gibt es eingeschobene Kapitel in kursiver Schrift, die von einer unbekannten Person berichten, die eine Tragödie erlebt hat. Dadurch erhält man sparsame Einblicke in mögliches Leid, das zu einem Motiv werden könnte.

Für mich war die Spannung gleichbleibend hoch und es gab eine ständige Bedrohung, dass weitere Morde geschehen könnten. Besonders die ungeklärte Frage, wie der Täter unbemerkt in die Häuser kommt, vermittelt einen fast unerträglichen Nervenkitzel.
Die Auflösung, die sich am Ende offenbart, hat mich überrascht und sie lässt wieder einmal in menschliche Abgründe blicken.

„Welcome Home“ ist ein sehr fesselnder Psychothriller mit interessanten aber auch rätselhaften Figuren, der sich für mich schnell zum Pageturner entwickelt hat. Arno Strobel ist erneut ein Spiel mit der Angst gelungen, das mich begeistert hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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