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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

langweilig

Woman Down
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Die Autorin Petra Rose leidet nach einem Shitstorm unter einer Schreibblockade. Um in Ruhe an einem neuen Buch zu arbeiten, zieht sie sich in eine abgelegene Hütte zurück.
Schreiben kann sie aber erst ...

Die Autorin Petra Rose leidet nach einem Shitstorm unter einer Schreibblockade. Um in Ruhe an einem neuen Buch zu arbeiten, zieht sie sich in eine abgelegene Hütte zurück.
Schreiben kann sie aber erst wieder, nachdem sie sich auf einen mysteriösen Polizisten einlässt. Sie hinterfragt wenig und lässt sich blauäugig auf eine merkwürdige toxische Beziehung ein.
Die Geschichte ist ein endloser innerer Monolog, der mich in großen Teilen gelangweilt hat. Rose hat krude Gedanken, nimmt vieles einfach hin, lebt ihre Fantasie aus und nimmt alles, was kommt, so hin. Erst ganz am Ende stolpert sie über Zusammenhänge und stellt sich Fragen, die einfach viel früher hätte kommen müssen. Das eine Thrillerautorin so naiv agiert und lose Fäden nicht zusammenfassen kann, ist schlicht unglaubwürdig.
Mich konnte die Geschichte nicht überraschen, schon früh habe ich Zusammenhänge geahnt, die sich schlussendlich als richtig erwiesen.
Schade.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

sehr oberflächlich

Hot Stuff
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Die Autorin hat hier ein Buch mit Rezepten und Tipps rund um die Wechseljahre geschrieben. Persönliche Erfahrungsberichte, Tipps, Know-How und Lösungen für die heiße Phase des Lebens werden angekündigt, ...


Die Autorin hat hier ein Buch mit Rezepten und Tipps rund um die Wechseljahre geschrieben. Persönliche Erfahrungsberichte, Tipps, Know-How und Lösungen für die heiße Phase des Lebens werden angekündigt, damit man auch ohne Hormonersatztherapie auskommt.
Das Buch besteht aus einem Infoteil, der sich in die Kapitel: Grundlagen, die Natur, die Phase, die Hormone, die Expertin, das Essen, das Fasten, das Trinken, der Zucker, die Nährstoffe, die Leber, die TCM, die Bewegung, das Alter, der Schlaf, der Sex aufgliedert. Der folgende Rezeptteil ist in Frühstück, Lunch, Dinner, Tees und Drinks, Dessert unterteilt.
Das Buch hat mich enttäuscht. Die Informationen sind alle recht oberflächlich zusammengestellt. Fundierte Informationen fehlen. Nicht alle Tipps sind für alle Frauen gleichermaßen geeignet, dies aber bleibt unberücksichtigt, hier wird über einen Kamm geschoren. Ein Zuckerfreies Leben (viele Verweise zu vorhergehenden Büchern der Autorin) wird empfohlen. Dies ist jedoch kein Allheilmittel, für Frauen, die in dieser Zeit größere Probleme haben, die sich vielfältiger als hier beschrieben äußern können.
Der Rezeptteil ist gut aufgemacht, aber auch hier gibt es nicht viel Neues.
Das wertig hergestellte Buch hat mich eher enttäuscht. Schade.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

verbesserungsfähig

Der Club der kalten Hände
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In diesem Buch gibt es eine Geschichte, in der Kinder ein Beerdigungsinstitut erkunden und Riten und Gebräuche rund um die Beerdigung kennenlernen. In einem zweiten Teil geht es um die Beantwortung von ...

In diesem Buch gibt es eine Geschichte, in der Kinder ein Beerdigungsinstitut erkunden und Riten und Gebräuche rund um die Beerdigung kennenlernen. In einem zweiten Teil geht es um die Beantwortung von sachlichen Fragen zu dem Thema.
Das Buch beginnt mit: "Lizzys Eltern haben ein Transportunternehmen. Angeblich."
Tatsächlich ist das deren Umschreibung für Beerdigungsinstitut. Die Tochter Lizzy kommt natürlich irgendwann dahinter, weil sie aus Neugier alleine an einem Sonntag die Firma erforscht und sich alles genau ansieht. Sie berichtet es ihrem Club und daraufhin arbeiten sie alleine an den Fragen, die sie haben. Heimlich verstecken sie sich in den Räumlichkeiten und beobachten aus den Verstecken was vorgeht. Sei es das Waschen eines Toten oder auch ein Abschiedsfeier am offenen Sarg oder andere Abschiedsrituale.

Mir gefällt das nicht. Ich mag die Heimlichkeiten und die Lügen nicht und vor allem finde ich es nicht in Ordnung Menschen heimlich auszuspionieren. Wie mag es sein, wenn man so etwas in so einer Situation bemerkt.

Es gab auch ein zwei schöne Momente, als sie Kinder aufgenommen haben, die den Vater bzw. den Bruder betrauern. Das Sinnbild eines trauernden Kindes, bei dem die Eiswürfel im Bauch feststecken, finde ich wiederum gelungen.
Die Illustration gefiel mir insgesamt nicht, aber das ist ja Geschmacksache.

In dem zweiten Teil geht es um Fragen wie: Wie fühlen sich Verstorbene an?, Wie riechen Verstorbene?, Spüren Tote wirklich nichts? Darf man Verstorbene berühren? ...frisieren? Und vieles mehr. Die Frage wie Menschen anderswo bestattet werden wird auch kurz angerissen.

Mir war hier vieles zu lapidar und ich denke, man kann das Buch keinem Kind alleine an die Hand geben, das trauert oder sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Die Witze am Ende und auch die gebräuchlichen Umschreibungen für den Tod ohne weitere Erläuterung können zu Problemen/Missverständnissen führen. Beim gemeinsamen Lesen kann man das Eine oder Andere noch richtigstellen bzw. gemeinsam besprechen. Die gute Idee mit dem Club und auch mit dem Sachteil, der als Clubbuch gestaltet wurde, ist durch die unangemessene Umsetzung in meinen Augen leider gescheitert. Ich erwartet gerade bei diesem schweren Thema eine gelungen Ausführung, diese liegt hier nicht vor.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Nööö

Spookily Yours
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Zu diesem Buch habe ich aufgrund des Covers und des Untertitels gegriffen. Ich hatte Lust auf eine schöne herbstliche Stimmung und eine leichte Unterhaltung zwischendurch. Die ersten Seiten waren vielversprechend, ...

Zu diesem Buch habe ich aufgrund des Covers und des Untertitels gegriffen. Ich hatte Lust auf eine schöne herbstliche Stimmung und eine leichte Unterhaltung zwischendurch. Die ersten Seiten waren vielversprechend, Willow, eine junge Hexe wird mit ihrem Alltag vorgestellt. Sie leidet unter verschiedenen Verlusten und zum Trost sucht sie eine neue Katze aus dem Tierheim für sich aus. Der schwarze Kater der Wahl ist ein verfluchter Dämon, der in diese Tiergestalt gezwungen wurde.
Willow kann den Dämon Damien befreien. Dann erfolgen die Kapitel abwechselnd aus ihrer und seiner Sicht. Leider passiert ab da nichts mehr, was erwähnenswert oder interessant wäre.
Die Figuren bleiben flach und austauschbar, vieles passt gar nicht zusammen. Die Beiden finden sich heiß und schon bald gibt es seitenweise schlecht geschilderten Spice. Die Geschichte an sich, warum Damien verflucht wurde und von wem, wird nebenbei irgendwie abgehandelt. Für mich ein absoluter Reinfall, nur aufgrund der guten Einleitung und des süßen Covers gibt es noch zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

einseitige Betrachtung

Im Leben nebenan
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Toni erwacht eines Tages in einem anderen Leben, in dem von Antonia. Sie kann nun hautnah erleben, was gewesen wäre bzw. sein könnte, wenn sie sich früher mal für etwas anderes entschieden hätte.

Toni ...

Toni erwacht eines Tages in einem anderen Leben, in dem von Antonia. Sie kann nun hautnah erleben, was gewesen wäre bzw. sein könnte, wenn sie sich früher mal für etwas anderes entschieden hätte.

Toni versucht schwanger zu werden, ist unverheiratet aber glücklich mit ihrem Partner in einer kleinen Wohnung in einer großen Stadt.
Antonia ist Mutter eines Babys, verheiratet mit ihrer Jugendliebe und lebt in dem Dorf, in dem sie auch aufgewachsen ist.

Die Kapitel wechseln zwischen Toni und Antonia, so dass man beide Leben und Sichtweisen gut kennenlernt.

Toni wird nicht schwanger, die Enttäuschungen und Fehlschläge prägen ihre Stimmung und haben schließlich Auswirkungen auf ihre Beziehung.
Antonia fühlt sich unwohl, in dem neuen Leben. Sie ist total überrumpelt und findet nur schwer in die Mutterrolle. Sie fühlt keine Begeisterung und registriert, das dies mit Argwohn aufgenommen wird. Die Probleme werden nicht benannt oder angegangen.

Die meiste Zeit herrscht eine negative Stimmung, die durch die inneren Monologe, in denen hier ausschließlich erzählt wird, stark betont wird.
Die Frage: was wäre wenn ... hängt sich hier maßgeblich am Kinderwunsch/Muttersein auf, bleibt dabei aber in den Leben der beiden Frauen, die Betrachtung bleibt so eher einseitig.

Kinderlosigkeit bewußt gewählt oder leidvoll ertragen, frühe Mutterschaft in allen vorkommenden positiven und negativen Facetten wird nicht ansatzweise beleuchtet. Die Autorin bleibt ausschließlich bei Toni und Antonia, die selbst auch wenig hinterfragen. Schade um das gute Thema.

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