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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Anspruchsvoll aber lohnenswert

Caspar David Friedrich
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In diesem Buch näher sichJohannes Grave dem Werk Caspar David Friedrichs aus einer spannenden und eher ungewohnten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Glauben und Sehen in Friedrichs ...

In diesem Buch näher sichJohannes Grave dem Werk Caspar David Friedrichs aus einer spannenden und eher ungewohnten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Glauben und Sehen in Friedrichs Bildern zueinander verhalten.
Grave macht deutlich, dass sich Friedrichs Werke sich kritisch mit dem Sehen selbst auseinandersetzen und hinterfragen, wie Bilder überhaupt Bedeutung erzeugen.
Gerade aus kunstgeschichtlicher Perspektive ist das Buch sehr spannend, da Grave Caspar David Friedrich nicht nur als romantischen Landschaftsmaler zeigt, sondern als Künstler, der sich intensiv mit Wahrnehmung, Glauben und Bildtraditionen beschäftigt.
Das eröffnet neue Blickwinkel auf bekannte Werke und regt dazu an, diese genauer und bewusster zu betrachten.
Allerdings ist das Buch stellenweise keine ganz leichte Lektüre. Die Sprache ist recht dicht und theoretisch, sodass man sich wirklich in das Thema einlesen muss. Wer sich für Kunstgeschichte interessiert und bereit ist, sich Zeit zu nehmen, wird dafür aber mit vielen neuen Gedanken und Einsichten belohnt.
Insgesamt ist Glaubensbild und Bildkritik ein interessantes und anregendes Buch, das Caspar David Friedrichs Werk auf neue Weise erschließt, anspruchsvoll, aber lohnenswert.

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Wild Child meets Harry Potter und Dark Academia.

Bearbind Lyceum - Thilda
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Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die klassische Cinderella-Konstellation mit der bösen Stiefmutter und den Stiefschwestern wird hier überzeugend umgesetzt.

Thilda wird von ihrer Stiefmutter ...

Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die klassische Cinderella-Konstellation mit der bösen Stiefmutter und den Stiefschwestern wird hier überzeugend umgesetzt.

Thilda wird von ihrer Stiefmutter auf ein englisches Internat geschickt, in dem strenge Regeln den Alltag bestimmen. Der Einstieg hat mich ein wenig an Wild Child erinnert. Jedoch wird unserer Protagonistin so einiges in die Schuhe geschoben, was die Geschichte schnell in eine ganz eigene Richtung lenkt.

Schon das Cover deutet eine leicht düstere Atmosphäre an, und genau diese Stimmung fängt der detaillierte Schreibstil hervorragend ein. Das Bearbind Lyceum wirkt im Buch genauso unheimlich und geheimnisvoll, wie es auf dem Cover erscheint. Die Beschreibungen der Gebäude und der Menschen lassen die Geschichte lebendiger wirken.

Thilda hat es zu Beginn nicht leicht, doch nach und nach findet sie ihren Platz, schließt Freundschaften und öffnet sich den anderen Schülerinnen. Gleichzeitig entdeckt sie eine Welt, von deren Existenz sie zuvor keine Ahnung hatte. Gemeinsam mit ihr tauchen wir in die faszinierende Welt der Hexen ein und lernen alles über die Striga und ihre Regeln kennen.

Besonders schön fand ich, dass hier – anders als in vielen anderen Jugendbüchern – nicht die Romanze im Mittelpunkt steht. Stattdessen rücken Freundschaften, Zusammenhalt und der Umgang mit Konflikten in den Vordergrund.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Ein Roman für zwischendurch

Der Flügelschlag des Paarfalters
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Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Roman der mich überrascht hat.
Beim Lesen stellt sich ein Gefühl ein das typischerweise Wohlfühl-Büchern vorbehalten ist.
Die Geschichte hat einige eher ungewöhnliche ...

Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Roman der mich überrascht hat.
Beim Lesen stellt sich ein Gefühl ein das typischerweise Wohlfühl-Büchern vorbehalten ist.
Die Geschichte hat einige eher ungewöhnliche stilistische Entscheidungen, wie lange auf konkrete Namen zu verzichten. „Das Mädchen“, „der Wettermann“ ... viele Figuren erhalten keine vollständige identität.
Für neugierig Leser wie mich war das etwas frustrierend, denn man möchte schon wissen mit WEM der Hauptcharakter Jonas nun spricht.
Hat man sich einmal in den Schreibstil hineingefunden, trägt der Lesefluss gut. Die Sprache ist schlicht passt aber zur Geschichte die ich auch eher als schlicht beschreiben würde.
Der Roman ist in drei Tage gegliedert. Die Aufteilung in drei Tage ist gut. Nicht zu viel sodass sich die Geschichte nicht zieht aber doch länger als einen Tag weil all die Konversationen an einem einzigen Tag nicht möglich wären.
Auch die Gesamtlänge des Buches ist angenehm: kurz genug, um nicht zu überfordern..

Ein wesentliches Highlight ist ein bestimmtes Gespräch gegen Ende. Es fängt die Erzählung wieder ein und führt sie zurück zum roten Faden vom Anfang der Geschichte der sich in der Erzählung etwas verloren hatte.

Aber dann ist da der Schmetterling am Ende. Der Roman greift den Titel auf interessante Weise wieder auf auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sich das Motiv durch das gesamte Buch zieht.


Der Flügelschlag des Paarfalters ist ein Buch nach der Suche des Sinns des Lebens das Wohlfühl-Faktor hat.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Eines der Bücher das erst mit dem Lesen besser wird

The Witch Collector
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Das Buch hat mich anfangs neugierig gemacht, weil ich den Namen schon mehrmals im Internet gehört hatte. Das Cover finde ich ebenfalls richtig schön. Es hat zwar Figuren drauf hebt sich aber dank der Illustration ...

Das Buch hat mich anfangs neugierig gemacht, weil ich den Namen schon mehrmals im Internet gehört hatte. Das Cover finde ich ebenfalls richtig schön. Es hat zwar Figuren drauf hebt sich aber dank der Illustration dieser von anderen Büchern im Fantasy Genre ab.

Ich habe anfangs schwer in die Handlung reingefunden. Ich fand einfach, dass einige Punkte dieser Fantasywelt nicht gut erklärt und vorgestellt wurden was den Einstieg erschwert hat.

Aber mit Fortschreiten der Handlung hat die Geschichte mich immer mehr gepackt. Was mich besonders überrascht hat, war die Beziehung von Raina zu Alexus und wie sich diese entwickelt hat, da ich das Typische im Genre vertretene sofort-verlieben erwartet hatte.

The Witch Collector ist das erste Buch das ich gelesen habe, dass eine stumme Protagonistin hat. Die Umsetzung der Gebärdensprache, der Magick und sogar der Interaktionen mit den anderen Charakteren hat mir richtig gut gefallen, da aus ihrer Stummheit keine Behinderung gemacht wird.

Der Verlauf der Handlung hat mir gut gefallen und ich bin schon ganz gespannt auf den zweiten Band.

P.S.: Ich würde mir sogar eine Geschichte über Rainas Schwester und ihr wisst schon wem wünschen wie sie sich kennengelernt haben wenn es sie nicht schon gibt.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein guter Auftakt mit viel Potenzial

Die Legende der Steinkrieger 01
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Der Start des Mangas ist wirklich gut gelungen. Alle Informationen über Hiwatsu werden gut aufgeteilt und nicht auf einmal in einer Informationslawine präsentiert.
Die Beziehung der beiden Brüder Saku ...

Der Start des Mangas ist wirklich gut gelungen. Alle Informationen über Hiwatsu werden gut aufgeteilt und nicht auf einmal in einer Informationslawine präsentiert.
Die Beziehung der beiden Brüder Saku und Isaza wird trotz weniger Seiten überzeugend dargestellt, sodass man die Bindung der beiden sofort spürt.
Die ganze Idee mit den Steinkriegern und den Unterschieden zwischen Märchen und Wahrheit hat mir ebenfalls gut gefallen.
Die Handlung läuft rapide ab und trotz der Schnelligkeit wirkt es nicht übereilt und ist ein passendes Tempo.
Mein einziger Kritikpunkt ist der offensichtliche Fanservice von der Steinkriegerin Yachiho. Die Nacktheit mit der sie dargestellt wird (auch wenn man nichts wirklich sieht) ist daher für mich einer der wenigen negativen Punkte.
Der Manga ist spannend, interessant, verbindet etwas politische Intrige mit Legende und hat spannende Kämpfe zu bieten.

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