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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

Bewegende Geschichte einer jungen Frau am Rand der Kontrolle

Medea
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Ich habe das Buch genossen, weil Medea hier nicht nur eine Figur aus alten Erzählungen ist. Sie wirkt wie ein Mädchen, das sich nach Halt sehnt und immer wieder an Menschen gerät, die sie ausnutzen.

Der ...

Ich habe das Buch genossen, weil Medea hier nicht nur eine Figur aus alten Erzählungen ist. Sie wirkt wie ein Mädchen, das sich nach Halt sehnt und immer wieder an Menschen gerät, die sie ausnutzen.

Der starke Einstieg in die Geschichte auf Colchis zeigt, wie sie aufwächst, wie sie ihre Kräfte spürt und wie sie sich an Jason klammert, obwohl er ihr nicht guttut. Leider verliert die Geschichte kurz an Spannung. Medeas Grübeln wiederholt sich, doch später gewinnt das Buch wieder Fahrt. Am Ende blieb ich hin und hergerissen, weil ich sowohl Mitleid als auch Ärger mit ihr empfand. Genau das hat mich überzeugt.

Für mich ein eindrucksvolles Porträt einer jungen Frau, die ihren Platz sucht und daran oft scheitert.

Insgesamt ein intensives Buch über eine junge Frau, die nach Nähe sucht, sich aber immer wieder in gefährliche Situationen treibt. Die Geschichte hält viel Drama bereit und lädt dazu ein, über Verantwortung, Einfluss und Selbstbild nachzudenken. Für mich ein starkes, wenn auch nicht perfektes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Packender Abschluss mit kleiner Schwäche

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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Ich habe Rebel Witch Band 2 schnell weggelesen, weil mich die Geschichte sofort wieder mitgenommen hat. Die Magie, die Gefahr und die Spannung zwischen Rune und Gideon funktionieren für mich nach wie vor ...

Ich habe Rebel Witch Band 2 schnell weggelesen, weil mich die Geschichte sofort wieder mitgenommen hat. Die Magie, die Gefahr und die Spannung zwischen Rune und Gideon funktionieren für mich nach wie vor richtig gut. Die beiden fühlen sich lebendig an und ich war oft so drin, dass ich kaum eine Pause wollte. Viele Szenen haben mich direkt erreicht, weil die Beziehung der beiden so intensiv erzählt ist.

Ich mochte auch, wie dicht die Handlung ansetzt und wie schnell sie Fahrt aufnimmt. Genau das hat allerdings dazu geführt, dass mir das Ende zu schnell ging. Die letzten Kapitel hätten für meinen Geschmack mehr Zeit verdient. Ich wäre gern noch etwas länger bei den beiden geblieben.

Trotzdem hatte ich ein sehr gutes Leseerlebnis. Das Finale fühlt sich rund an und die emotionalen Momente bleiben hängen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Humor trifft Alltag

8000 Arten, als Mutter zu versagen
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Ich habe das Buch in einer einzigen Abendrunde gelesen. Mein Sohn ist längst aus dem Babyalter raus, doch viele Situationen habe ich sofort wiedererkannt. Die Mischung aus Humor und Alltag findet bei mir ...

Ich habe das Buch in einer einzigen Abendrunde gelesen. Mein Sohn ist längst aus dem Babyalter raus, doch viele Situationen habe ich sofort wiedererkannt. Die Mischung aus Humor und Alltag findet bei mir sofort Resonanz. Vieles kenne ich aus eigenen Erfahrungen mit Perfektion, sozialen Medien, seltsamen Ratschlägen und dem Gefühl, immer alles im Blick behalten zu müssen, obwohl Schlaf dringender wäre.

Carolin Kebekus beschreibt die Herausforderungen sehr direkt. Das wirkt nah und trifft viele Punkte, über die Mütter oft nur leise sprechen, wenn überhaupt. Besonders gut gefallen mir die klaren Beobachtungen über Erwartungen an Mütter und den Druck, der oft entsteht. Die kurzen Kapitel lesen sich schnell, das macht das Buch angenehm. Ich musste oft lachen, weil ich mich in vielen Szenen wiedergefunden habe.

Für mich hätte es an einigen Stellen mehr Tiefe gebraucht. Manche Themen reißen spannende Ansätze an, gehen dann aber zügig weiter. Trotzdem bietet das Buch starke Momente, die zeigen, wie viel Chaos, Überforderung und Witz in dieser Zeit stecken.

Eine klare Empfehlung für Mütter und Frauen, die es werden wollen. Das Buch unterhält und verbindet gleichzeitig, weil so vieles davon vertraut wirkt. Vier Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Märchen mit Tiefe - düster, gefühlvoll und fesselnd

Das Dreizehnte Kind
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Erin A. Craig hat mit Das dreizehnte Kind wieder eine eindrucksvolle Geschichte geschaffen. Sie verbindet bekannte Märchenmotive mit einer eigenen, dunklen Welt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Hazel, ...

Erin A. Craig hat mit Das dreizehnte Kind wieder eine eindrucksvolle Geschichte geschaffen. Sie verbindet bekannte Märchenmotive mit einer eigenen, dunklen Welt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Hazel, die dreizehnte Tochter einer armen Familie, wird dem Gott des Todes versprochen. Als sie älter wird, zeigt sich ihr außergewöhnliches Talent: Sie kann Krankheiten erkennen und heilen, doch jede Heilung fordert einen Preis. Die Beziehung zu ihrem unheimlichen Paten Merrick, dem Tod selbst, ist das Herzstück der Handlung. Sie ist von Spannung, Angst und unerwarteter Zuneigung geprägt.

Die Autorin beschreibt eine Welt, in der göttliche Macht, menschliche Schwäche und Schicksal untrennbar miteinander verbunden sind. Die Atmosphäre ist dicht, ja fast greifbar. Die Mischung aus Magie, Machtspielen und Emotionen zieht einen rasant in den Bann. Besonders gelungen fand ich, wie Hazel trotz Einsamkeit und Schmerz eine innere Stärke beweist.

Kleiner Kritikpunkt die Länge. Manche Passagen wirkten etwas gedehnt, was meine Lesefluss gehemmt hat. Trotzdem eine tolle Geschichte mit starken Bildern und einer Hauptfigur, die mich berührt hat.

Für alle, die düstere Märchen und moralische Fragen mögen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Spannung direkt nebenan

Der Nachbar
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Ich lese Fitzek schon seit Jahren, habe keines seiner Bücher ausgelassen. „Der Nachbar“ hat mich mal wieder positiv überrascht. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte wissen, ...

Ich lese Fitzek schon seit Jahren, habe keines seiner Bücher ausgelassen. „Der Nachbar“ hat mich mal wieder positiv überrascht. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte wissen, was wirklich hinter Sarahs Angst steckt.

Die Handlung beginnt ruhig, wird aber schnell intensiv. Die Idee, dass das Bedrohliche aus der direkten Umgebung kommt, trifft einen direkten Nerv. Fitzek schafft es, alltägliche Situationen so zu beschreiben, dass sie plötzlich beunruhigend wirken. Ich hatte beim Lesen mehrfach Gänsehaut.
Besonders gelungen finde ich die psychologische Ebene. Man spürt Sarahs Angst und Unsicherheit in jeder Szene. Gleichzeitig rätselt man ständig, wem man trauen kann. Diese Ungewissheit hält die Spannung bis weit ins letzte Drittel.
Ein kleiner Kritikpunkt ist das Ende. Es kam für meinen Geschmack zu abrupt, und einige Nebenhandlungen wirkten etwas angehängt. Auch hätte ich mir persönlich an manchen Stellen etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht.

Trotzdem bleibt „Der Nachbar“ ein starker Psychothriller, der zeigt, warum Fitzek einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands ist. Wer Spannung und Nervenkitzel sucht, wird hier fündig. Packend, temporeich und mit kleinen Schwächen im Schluss, aber insgesamt ein fesselndes Leseerlebnis.

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