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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2025

Ein guter Fitzek, wie man es gewohnt ist, mit einem etwas zu schnellen Ende

Das Kalendermädchen
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Ich war total gespannt auf Das Kalendermädchen, weil die Idee mit dem mysteriösen Kalender und den gefährlichen Aufgaben einfach mega spannend klang. Der Anfang war für mich allerdings etwas zäh – die ...

Ich war total gespannt auf Das Kalendermädchen, weil die Idee mit dem mysteriösen Kalender und den gefährlichen Aufgaben einfach mega spannend klang. Der Anfang war für mich allerdings etwas zäh – die Geschichte braucht eine Weile, um in Fahrt zu kommen. Fitzek nimmt sich viel Zeit für die Hintergründe der Figuren, was zwar interessant ist, aber ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus mehr auf dem Kalender und den Aufgaben liegt. Schließlich ist das ja das eigentliche Thema des Buches!

Aber dann … wow! Ab der Hälfte zieht das Tempo richtig an, und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Fitzek ist einfach ein Meister darin, eine düstere, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Seine kurzen Kapitel mit den typischen Cliffhangern haben mich durch die Seiten fliegen lassen. Und die Auflösung? Die hat mir richtig gut gefallen! Sie war schlüssig, spannend und hat mich überrascht – auch wenn es nicht sein bester Twist war.

Alles in allem ein fesselnder Thriller mit einer genialen Grundidee, der mich super unterhalten hat. Sebastian Fitzek hat zwar meiner Meinung nach stärkere Bücher geschrieben, aber es war trotzdem wieder wirklich gut.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein starkes Buch mit Wachstum und Liebe

When the Stars Align
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Hier wurde eine emotionale und mitreißende Geschichte geschaffen, die mich tief berührt hat. Besonders beeindruckend sind die beiden Hauptfiguren, Lola und Felix, die im Laufe des Buches eine unglaublich ...

Hier wurde eine emotionale und mitreißende Geschichte geschaffen, die mich tief berührt hat. Besonders beeindruckend sind die beiden Hauptfiguren, Lola und Felix, die im Laufe des Buches eine unglaublich berührende Entwicklung durchmachen.

Lola, die mit ihren Zwangsstörungen kämpft, wird von der Autorin mit so viel Einfühlungsvermögen und Authentizität beschrieben, dass ich mich sehr in ihre Ängste und ihren inneren Kampf hineinversetzen konnte. Ihre Reise ist nicht nur emotional, sondern auch inspirierend – sie zeigt, wie viel Stärke in uns steckt, wenn wir uns unseren Herausforderungen stellen.

Felix, ein Physiotherapeut, der mit schwierigen familiären Verhältnissen zu kämpfen hat, ist ebenso faszinierend. Seine Bemühungen, sich aus dem Schatten seiner Vergangenheit zu lösen, und die Art, wie er versucht, seinen eigenen Weg zu finden, haben mich tief berührt. Die Dynamik zwischen Lola und Felix entwickelt sich auf eine natürliche und glaubwürdige Weise, die mich als Leserin sehr mitgenommen hat.

Der Schreibstil von Lydia Schmölzl ist flüssig, leicht zu lesen und gleichzeitig unglaublich eindringlich. Sie schafft es, die Emotionen der Figuren mitfühlend und nahbar zu vermitteln, sodass man als Leser sofort in die Geschichte eintauchen kann.

Der Einstieg war etwas langatmig, was aber auch damit zusammenhängt, dass man Lolas Verhalten besser versteht. Außerdem fand ich es schade, dass Lolas anfänglich extreme Angst das Haus zu verlassen sehr schnell fallen gelassen wurde und auch der Zwang Türen und Fenster mehrfach zu schließen im Mittelteil garnicht mehr thematisiert wurde.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Zwischen Verstand und Gefühlen, Menschen und Maschinen

Die Augen der Medusa
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„Der Ewige Palast“ von Emilie von Drachenfels ist ein außergewöhnliches Debüt, das mit seiner düsteren Atmosphäre und poetischen Sprache direkt in den Bann zieht. Die Geschichte spielt in Etherion, einer ...

„Der Ewige Palast“ von Emilie von Drachenfels ist ein außergewöhnliches Debüt, das mit seiner düsteren Atmosphäre und poetischen Sprache direkt in den Bann zieht. Die Geschichte spielt in Etherion, einer beeindruckend beschriebenen Stadt, die als letzte Bastion der Menschheit nach einer Katastrophe dient. Hier kämpfen die Bewohner nicht nur gegen eine geheimnisvolle Seuche, die Körper und Geist zersetzt, sondern auch gegen die eigene Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht Elara, die zwischen Verzweiflung und Hoffnung ihren Platz in einer zerbrochenen Welt sucht. Unterstützt wird sie von Maribel, einer faszinierenden Schauspielerin, und Valerius, einem geheimnisvollen Mann mit undurchsichtigen Zielen.

Die große Stärke des Buches ist die Atmosphäre. Etherion fühlt sich wie ein lebendiger Organismus an – von dampfenden Maschinen bis hin zu den bunten Glasfenstern in den Theatern ist jedes Detail durchdacht und lebendig beschrieben. Auch die Charaktere bleiben im Gedächtnis. Besonders Maribel, die mit ihrer Kunst die Menschen verzaubert und zum Nachdenken bringt, ist eine Figur, die lange nachhallt. Elara durchläuft eine beeindruckende Entwicklung, und selbst Valerius überzeugt durch seine Vielschichtigkeit.

Der Schreibstil ist zweifellos außergewöhnlich, aber auch anspruchsvoll. Emilie von Drachenfels schreibt bildgewaltig und detailreich, was einerseits die Welt lebendig macht, andererseits aber wenig Raum für die eigene Fantasie lässt. Manchmal wirkt die Satzstruktur so komplex, dass sie fast überfordernd sein kann. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer tiefgehenden und eindringlichen Erzählweise belohnt, die viele philosophische und emotionale Momente bietet. Die Geschichte fordert Aufmerksamkeit und Geduld, doch sie zahlt sich aus.

„Der Ewige Palast“ ist keine leichte Lektüre, sondern ein Buch, das man in Ruhe genießen muss. Es ist perfekt für Leserinnen und Leser, die tief in eine komplexe, atmosphärische Welt eintauchen möchten und Freude an anspruchsvoller Sprache haben. Der Auftakt zur Trilogie überzeugt mit beeindruckenden Bildern, faszinierenden Figuren und einer Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Für alle, die sich auf diese Reise einlassen, ist es ein unvergessliches Erlebnis.

Fazit: Ein poetischer, fesselnder Auftakt mit kleinen Schwächen im Lesefluss – perfekt für alle, die literarische Tiefe und Atmosphäre lieben.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Mir hat einfach was gefehlt

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird hat mich vor allem mit seinem düsteren Setting und der grundsätzlichen Idee extrem neugierig gemacht. Das Gefängnissystem, die Brutalität der Welt und der permanente Überlebensdruck ...

To Cage a Wild Bird hat mich vor allem mit seinem düsteren Setting und der grundsätzlichen Idee extrem neugierig gemacht. Das Gefängnissystem, die Brutalität der Welt und der permanente Überlebensdruck sorgen für eine spannende Grundatmosphäre, die mich gerade am Anfang gut abgeholt hat. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, stellenweise echt temporeich, und es fällt leicht immer weiterzulesen, weil man wissen will, wie Raven sich in dieser Situation behauptet.
Allerdings blieb für mich einiges an der Oberfläche. Das Worldbuilding wirft echt einige interessante Fragen auf, geht ihnen aber selten wirklich nach. Viele Aspekte der Welt hätte ich gern tiefer verstanden, mehr Informationen erhalten, statt sie nur als Hintergrund für die Handlung zu sehen. Auch die Figuren, besonders abseits der Hauptcharaktere, hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen. Die emotionale Bindung zu ihnen entstand eher punktuell als langanhaltend.
Die romantische Entwicklung konnte mich leider auch nicht vollständig überzeugen. Sie ging mir irgendwie zu schnell und wirkte dadurch weniger glaubwürdig, obwohl das Potenzial für eine intensive Beziehung definitiv vorhanden gewesen wäre. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, bekannte Dystopieelemente wiederzuerkennen, ohne dass sie neu genug interpretiert wurden, um wirklich einen Wow-Effekt zu bringen.
Unterm Strich ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit einer starken Ausgangsidee und viel Tempo, dem jedoch an Tiefe und emotionaler Ausarbeitung fehlt. Für Fans von actionreichen Dystopien ist es aber definitiv einen Blick wert, für mich bleibt es jedoch eher ein gutes Zwischendurch-Buch, als ein echtes Highlight.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Viel Potential

Secrets - Five Hearts for a Witch: Paranormal Why Choose Romantasy
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Das ist ein Buch mit viel Potenzial, das mich aber leider nicht ganz überzeugen konnte. Erstmal vorweg: Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, was ich vor dem Lesen nicht wusste. Der Cliffhanger ...

Das ist ein Buch mit viel Potenzial, das mich aber leider nicht ganz überzeugen konnte. Erstmal vorweg: Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, was ich vor dem Lesen nicht wusste. Der Cliffhanger hat es dann verraten. Ehrlich gesagt hätte ich diese Info gern vorher gehabt. So bin ich mit der Erwartung einer abgeschlossenen Geschichte hineingegangen und wurde am Ende ziemlich in der Luft hängen gelassen.
Was mir beim Lesen direkt aufgefallen ist, waren die starken Sprünge in Zeit und Handlung. Man landet plötzlich in einer neuen Szene und fragt sich, was eigentlich dazwischen passiert ist. Gerade am Anfang hat mir das den Einstieg ziemlich schwer gemacht, und dieses Gefühl zieht sich leider bis weit über die Hälfte des Buches. Weil Erklärungen fehlen, fühlt sich ein wenig abgekoppelt vom Erzählfluss.
Der Anfang ist sehr ruhig, fast schon zu ruhig. Richtig Fahrt nimmt das Buch erst ab ungefähr 45 Prozent auf. Ich wollte zwar wissen, wie es ausgeht, aber ich hatte kein Problem damit, das Buch zwischendurch zur Seite zu legen. Und wenn ich vorher gewusst hätte, dass es noch weitere Teile gibt, hätte ich es wahrscheinlich sogar abgebrochen - dafür war es mir bis nach der Hälfte einfach zu unspektakulär, zu langatmig. Ich habe die ganze Zeit auf eine schöne Auflösung gehofft, einen runden Abschluss. Stattdessen gibt es nur eine halbe Auflösung und einen Cliffhanger, der mich persönlich nicht genug neugierig gemacht hat um Interesse am zweiten Teil zu haben.
Trotzdem gibt es Elemente, die mir gut gefallen haben. Die Beschreibung der Magie fand ich wirklich schön. Sie wirkt zart und gleichzeitig mächtig, was perfekt zu Rose passt. Sie wirkt auch erst zart, bis sie merkt, wie viel wirklich in ihr steckt. Auch die Grundidee der Storyline hat viel Potenzial und der Schreibstil an sich ist angenehm. Bildhaft, leicht sarkastisch, mit Humor und Emotion, auch wenn mich diese nicht immer erreichen konnten.
Was für mich leider gar nicht richtig funktioniert hat, ist der Reverse-Harem-Ansatz. Eigentlich liebe ich dieses Trope, aber hier wirkte es irgendwie falsch, als würde sie es nicht wollen. Zu oberflächlich, fast so, als müsse Rose gezwungenermaßen von einem Mann zum nächsten gehen, damit der Trope abgedeckt wird. Wo ist der Funke von dem gesprochen wird. Er steckt zwar in ihr, aber zwischen den einzelnen Paaren fehlt für mich einfach. Durch die fehlenden Übergänge und die Zeitsprünge ging auch viel Chemie verloren. Ich habe die Anziehung zwar gespürt, aber nicht so, dass sie mich komplett abgeholt hätte.
Die Nebencharaktere sind an sich auch schön beschrieben, blieben für mich aber zu verschwommen. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht: mehr Hintergrund, mehr Motiv, einfach ein klareres Bild davon, wer sie eigentlich sind und was sie wollen. Auch hier fehlt mir das “Mehr”, das die Geschichte runder gemacht hätte. Vielleicht kommt dazu mehr im zweiten Teil, aber nachdem mich der erste nicht überzeugt hat, reicht mir eine Erklärung im zweiten leider nicht.
Positiv hervorheben möchte ich trotzdem die Jungs in der Geschichte. Sie sind unterschiedlich, charmant und greifbar, ihre Dynamiken haben Spaß gemacht. Auch wenn sie mir doch zu sehr bereit waren wirklich alles zu tun, ohne einen zweiten Gedanken zu verschwenden. Wer in das Genre reinschnuppern möchte, ohne direkt mit Drama und Gefühlen überrollt zu werden, könnte hier gut aufgehoben sein.
Für mich persönlich war es ein Buch, das gute Ansätze hat, aber zu unausgereift wirkt, um mich wirklich mitzunehmen.

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