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Veröffentlicht am 24.02.2024

Total albern und skurril

Grimmwald 2 – Lasst die Felle fliegen!
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Das Cover des Buches „Grimmwald“ ist schön bunt und bietet schon einen ersten Eindruck über die überzeichneten, verrückten Charaktere in dem Buch. Es handelt sich um den zweiten Band der Grimmwald-Reihe ...

Das Cover des Buches „Grimmwald“ ist schön bunt und bietet schon einen ersten Eindruck über die überzeichneten, verrückten Charaktere in dem Buch. Es handelt sich um den zweiten Band der Grimmwald-Reihe (den ersten haben wir nicht gelesen).

Die Geschichte an sich ist sehr schön und vermittelt die Botschaft, dass Zusammenhalt wichtig ist und man mit Freundschaft viel erreichen kann.

Die Fuchsgeschwister Ted und Nancy leben mit ihren Freunden im Grimmwald und beschäftigen sich mit „baumboinken“ und anderen Absurditäten als eines Tages der geschniegelte neue Bürgermeister des Funkelforsts auftaucht und ihnen ihren Wald wegnehmen möchte. Nun ist es an den Freunden, dies zu verhindern.

Ich habe das Buch mit meiner Tochter gelesen und es konnte mich/uns nicht vollständig überzeugen. Ja, die Geschichte ist schön und auch spannend erzählt. Ja, das Buch ist witzig illustriert und die Comic-Elemente bieten beim Vorlesen viel Spielraum für sprachliche Abwechslung. Und ja, es ist auch lustig - wobei albern es wohl eher trifft.

Insbesondere meine Tochter hatte allerdings tatsächlich Probleme mit den zahlreichen Namen in dem Buch. Neben den 6 Charakteren, die zu Beginn des Buches per Steckbrief vorgestellt werden, tauchen noch unzählige weitere auf, die - auch wenn sie nur einmal kurz vorkommen - alle einen Namen bekommen. Vermutlich macht die Tatsache, dass diese Namen vorwiegend englische Namen sind, die Zuordnung noch komplexer.

Darüber hinaus finde ich es schade, wenn im Umgang mit Kindern (sei es in Büchern oder auch im Kindertheater) immer davon ausgegangen wird, dass man die Handelnden nur viel rülpsen, pupsen, popeln und den Kopf anschlagen lassen muss damit die Kinder schon lachen. Ich finde man kann den Kindern durchaus ein wenig mehr Intelligenz in Bezug auf Humor zutrauen. Natürlich bietet dieses Buch noch viel mehr - aber auch diese Elemente werden wieder fröhlich eingesetzt.

Alles in allem ein nettes Buch, aber auch nicht mehr.

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Veröffentlicht am 27.12.2023

Zu viele offene Fragen

Infernicus
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Diese Rezension betrifft das Hörbuch:

Ich tue mich mit der Bewertung dieses Hörbuchs etwas schwer. Das Cover ist unheimlich ausdrucksstark und hat mich sofort „gecatcht“. Es verspricht bereits eine Geschichte ...

Diese Rezension betrifft das Hörbuch:

Ich tue mich mit der Bewertung dieses Hörbuchs etwas schwer. Das Cover ist unheimlich ausdrucksstark und hat mich sofort „gecatcht“. Es verspricht bereits eine Geschichte voller Magie und Finsternis.

Auch die Umsetzung als Hörbuch ist sehr gut gelungen. Der Sprecher hat eine angenehme Tonlage und versteht es, mit einer Vielzahl verschiedener Stimmlagen und stimmlicher Charakteristika, die handelnden Personen zum Leben zu erwecken.

Bei „Infernicus“ handelt es sich um eine Anthologie, bestehend aus 5 Kurzgeschichten. Diese spielen alle in der gleichen Fantasy-Welt, allerdings zu sehr unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Handelnden und auch nicht in chronologischer Reihenfolge.

In jede dieser Kurzgeschichten wird mal relativ unvermittelt hineingeworfen und braucht etwas, um sich in die Handlung hineinzuhören und die neuen Charakter kennen zu lernen. Leider hören die Geschichten oft an der spannendsten Stelle plötzlich auf und die offenen Fragen werden auch nicht beantwortet - als wäre jede Geschichte an sich ein Trailer für ein ganzes Buch.

Mir ist tatsächlich auch die Charakter-Entwicklung zu kurz gekommen, so dass mich deren Schicksal ziemlich unberührt gelassen hat.

Ich denke, die Autorin und ihre geschaffene Welt haben großes Potenzial, dass in diesem Kurzgeschichtenband noch nicht voll entfaltet wurde.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Anstrengend

Trophäe
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Das war leider so gar nicht mein Buch. Zwar gab es einige spannende und interessante Informationen über Afrika und seine Kultur, aber überwiegend empfand ich Abscheu und Entsetzen und habe mich für den ...

Das war leider so gar nicht mein Buch. Zwar gab es einige spannende und interessante Informationen über Afrika und seine Kultur, aber überwiegend empfand ich Abscheu und Entsetzen und habe mich für den „Weißen Mann“ geschämt. Diese ganze Welt des Jagens und der Versuch der Rechtfertigung ist mir einfach zuwider.

Sicherlich geht es der Autorin darum zu provozieren, das Thema radikal auf die Spitze tu treiben und vielleicht auch zu polarisieren, aber für mich war das leider nichts. Auch dadurch, dass mir das Buch am Ende zu handlungsarm und - so absurd es klingt - langweilig war. Ich habe es eher überflogen als gelesen und war froh, als es geschafft war.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Ganz anders als erwartet

Die Engel von Alperton
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Mich hat das Thema des Buches sehr interessiert, die Umsetzung dann aber leider schnell enttäuscht.

Erwartet hatte ich einen echten True Crime Fall, literarisch als Roman aufbereitet. Dies ist es aber ...

Mich hat das Thema des Buches sehr interessiert, die Umsetzung dann aber leider schnell enttäuscht.

Erwartet hatte ich einen echten True Crime Fall, literarisch als Roman aufbereitet. Dies ist es aber nicht. Es ist ein fiktiver True Crime Fall - was jetzt erstmal nicht schlimm ist - und der Roman zeigt auf, wie Recherche funktioniert. Es gibt also keine flüssig erzählte Geschichte sondern abwechselnd WhatsApp Chats/SMS, Briefe, Transkriptionen von Interviews und Gesprächen etc. Und das ist leider furchtbar anstrengend. Es gibt viele Wiederholungen, darüber hinaus enthält es auch Notizen, Literaturlisten, Listen mit interessanten Interviewpartnern, die einfach langweilig sind. Gerade zu Beginn habe ich immer wieder Seiten überblättert.

Nach hinten raus bekommt die eigentliche Handlung mehr Substanz und ich empfand es dann als etwas spannender, dafür wurde es aber auch abstruser und wie ich fand etwas überzogen.

Wäre ich jemand, der Bücher abbricht, hätte ich das nach 50-100 Seiten vermutlich in Betracht gezogen. So bin ich froh, dass ich es geschafft habe und die unerwarteten Wendungen alle mitbekommen habe.

Charakterlich gab es in diesem Buch keinen wirklichen Sympathen. Ganz im Gegenteil wurde hier das dreckige Recherche-Geschäft gezeigt. Wie Menschen wegen eines Interviews gejagt und Konkurrenten ausgestochen werden. Diesen Aspekt fand ich dann doch gelungen - wenn auch erschreckend.

Wer sich mit dem Erzählkonzept des Buches anfreunden kann wird hier zumindest eine überraschende und wendungsreiche Geschichte finden. Für mich war es leider nichts.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Spannungsbogen oft unterbrochen

Abwehr
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Von „Abwehr“ hatte ich mir einen spannungsgeladenen Wissenschaftsthriller erhofft - leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Schon der Einstieg ist sehr zäh, es dauert ca. 17 Kapitel, bis ...

Von „Abwehr“ hatte ich mir einen spannungsgeladenen Wissenschaftsthriller erhofft - leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Schon der Einstieg ist sehr zäh, es dauert ca. 17 Kapitel, bis es mal richtig mit dem Thema losgeht. Doch auch danach wird der Spannungsbogen immer wieder unterbrochen, indem sich die Charaktere weitschweifig über Theorien der Psychologie und Biologie austauschen: Mikrobiom, Gruppenzwang, die Meinungsbildung des einzelnen in der Masse, lebensverkürzende Faktoren… Grundsätzlich sind das natürlich spannende Themen und man konnte hier auch das ein oder andere an Wissen mitnehmen, aber für den Thriller war es in dieser Ausführlichkeit kontraproduktiv.

Und wenn ich all diese Lehrphasen herausnehme bleibt die Handlung dürftig, die Entscheidungen und Taten der Charaktere sind oft nicht nachvollziehbar oder wirken arg naiv, das Ende bleibt unbefriedigend.

Auch der Protagonist hat gleich zu Beginn einen schlechten Eindruck bei mir hinterlassen. Sein Blick auf die Frauen und seine ständige Erektion empfand ich als unangenehm. Insgesamt wird die Handlung immer mal wieder durch unpassende Sex- und unnötig brutale Schilderungen unterbrochen.

Der Sprecher des Hörbuchs hat eine sehr angenehme Stimmfarbe. Zwar hatte ich den Eindruck, dass eine etwas gekünstelte Dramatik mitschwang in der Art des Vorlesens, aber man kann ihm sehr gut folgen.

Vielleicht muss sich hier jeder selbst ein Urteil bilden, ich für meinen Teil kann es leider nicht empfehlen.

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