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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Victoria und Emery

Society of Death. Von Rache verführt
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New Haven, 1875. Victoria ist die Tochter des Bürgermeisters und hat deswegen so einige Privilegien, die andere junge Frauen zu der Zeit nicht besitzen.
So darf sie zwar auch nicht studieren, aber sie ...

New Haven, 1875. Victoria ist die Tochter des Bürgermeisters und hat deswegen so einige Privilegien, die andere junge Frauen zu der Zeit nicht besitzen.
So darf sie zwar auch nicht studieren, aber sie ist Mitglied in einem Zirkel, der sich mit der mentalen Gesundheit beschäftigt. Dieses Thema liegt ihr sehr am Herzen, denn ihr geliebter Bruder Nathaniel ist depressiv - um es mit unserem modernen Begriff zu betiteln. Nathaniel ist sieben Jahre älter und die beiden hat schon immer viel verbunden. Victoria schafft es meist, ihn aus einem Tief heraus zu holen, sie verbringen sehr viel Zeit miteinander, denn der Vater zeigt sich nicht oft und Nathaniel hat sogar Angst vor ihm.
Eines Tages trifft Victoria an der Universität Emery, der bald ein Medizinstudium aufnehmen möchte. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen und schreiben sich Briefe und treffen sich oft. Als Emery dann jedoch ausgewählt wird, Mitglied der Skull & Bones zu werden, einer geheimnisvollen Verbindung, verändert er sich. Die Verbindung bietet viele Vorteile, verlangt aber verbrecherische Aktionen von den Neulingen.
Der Roman wird aus beiden Perspektiven erzählt, mehr jedoch aus der von Victoria. Ein Ereignis steht bald zwischen ihnen und Victoria hat schlimme Vermutungen.
Was mir nicht so gefallen hat sind die für diese Zeit doch unwahrscheinlichen Zuneigungsbekundungen der beiden, vor allem in der Öffentlichkeit. Das war leider unrealistisch.
Ansonsten hat es mir insgesamt gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 31.12.2025

Etwas zu spicy, ansonsten gute Fortsetzung

Kingdom of Lies
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Und dies ist nun schon der dritte Band der Reihe "Kingdom of Lies". Leider hat er mir nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger gefallen, was für mich persönlich vor allem daran lag, dass hier der Fokus ...

Und dies ist nun schon der dritte Band der Reihe "Kingdom of Lies". Leider hat er mir nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger gefallen, was für mich persönlich vor allem daran lag, dass hier der Fokus zu sehr und zu oft auf spicy Szenen gesetzt wurde, die mich nicht so interessieren wie der Fortgang der Handlung. Ich habe nicht generell etwas gegen solchen Szenen, allerdings dürfen sie meiner Meinung nach auch nicht den Handlungsverlauf zu sehr unterbrechen oder verlangsamen.
Priscan ist gefangen genommen worden und von Lorian getrennt. Insgesamt geht es weiter mit der Geschichte der Fae, der Hybriden und der Menschen, wie schon zuvor. Prisca und ihre Fae sind weiter auf der Suche nach Verbündeten.
Ich mochte es, dass es hier nicht nur zwei, sondern gleich mehrere Perspektiven gab.
Abgesehen von dem Übermaß an Spice hat mir der Band aber doch wieder gut gefallen und es gab einen guten Spannungsaufbau, der in einem miesen Cliffhanger endete und ich freue mich schon auf Teil 4.

Veröffentlicht am 07.12.2025

Rätsel

The Blackgate Invitation
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Ruby und Wren jobben an einem Falafelstand auf einem Festival, das nun aber zu Ende geht. Da kommt die Anfrage einer Frau irgendwie gerade zur rechten Zeit, aber etwas eigenartig ist es schon. Den Schwestern ...

Ruby und Wren jobben an einem Falafelstand auf einem Festival, das nun aber zu Ende geht. Da kommt die Anfrage einer Frau irgendwie gerade zur rechten Zeit, aber etwas eigenartig ist es schon. Den Schwestern wird viel Geld geboten, wenn sie sie an einem Abend zu einem Event begleiten und sich als ihre Enkelinnen ausgeben. Aber die beiden sagen dennoch zu, vermutlich ein wenig zu naiv, denn natürlich geht es schief. Die Gastgeberin wird ermordet und ihre angebliche "Nonna" ist spurlos verschwunden. Ist sie eine Mörderin? Hat sie das alles geplant? Jedenfalls sitzen Ruby und Wren nun fest und müssen unter Anderem herausfinden, wer Ursula getötet hat, aber es geht auch um die Nachfolge. Denn die Eingeladenen sind alle Hexen und ja, Magie existiert tatsächlich.

Mir hat das Buch gut gefallen und es ist in sich abgeschlossen. Die Perspektive wechselt zwischen der von Ruby und Auden, dem Enkel von Ursula. Es geht um Rätselraten, Geheimnisse, Magie und auch ein wenig Liebesgeschichte, die aber gar nicht so im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 20.11.2025

Verraten

Die Skaland-Saga, Band 2 - A Curse Carved in Bone
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Dies ist der Abschluss der Dilogie und unbedingt vorher den ersten Band lesen.
Freya fühlt sich von Bjorn verraten und durch einen Blutschwur ist sie als Schildmaid noch immer an ihn gebunden. Wird sie ...

Dies ist der Abschluss der Dilogie und unbedingt vorher den ersten Band lesen.
Freya fühlt sich von Bjorn verraten und durch einen Blutschwur ist sie als Schildmaid noch immer an ihn gebunden. Wird sie ihm verzeihen können und wird es wieder zu einer Annäherung der beiden kommen?
Wie schon im ersten Band wird die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt, so dass man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der beiden erhält.
Die Autorin gibt immer wieder kleine Erinnerungshilfen, wenn man sich nicht mehr an alles aus dem ersten Teil erinnern sollte; diese sind allerdings nicht zu präsent.
Die nordische Mythologie ist auch hier wieder gut präsent.
Allerdings gibt es im Mittelteil einige Längen, was ich schade fand, denn am Ende wird das Tempo doch wieder ordentlich angezogen.

Veröffentlicht am 10.11.2025

Eine Reise

Odysseus und ich
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Laura Coffey flieht vor ihrem eigenen Leben, ihren Problemen zu Hause. Auf geht es nach Italien, eine Ausgabe der Odyssee im Gepäck. Der Vergleich mit Odysseus ist eher symbolisch, im übertragenen Sinne ...

Laura Coffey flieht vor ihrem eigenen Leben, ihren Problemen zu Hause. Auf geht es nach Italien, eine Ausgabe der Odyssee im Gepäck. Der Vergleich mit Odysseus ist eher symbolisch, im übertragenen Sinne gemeint. Die Odyssee von Laura Coffey ist erst einmal eine Flucht vor dem eigenen Leben, vor einer gescheiterten Beziehung und der Krankheit des Vaters, ein Neuanfang. Aus den geplanten zwei Wochen wird ein halbes Jahr.
Ein lockerer Schreibstil, eine Lektüre, die man gut lesen kann, kein Vergleich mit dem antiken Epos. Man merkt, dass die Autorin Reisejournalistin ist und die Beschreibungen der Reise(n) haben mir besser gefallen als die privaten Probleme und die Beschreibung der Auszeit. Aber das ist ja Geschmackssache.