Victoria und Emery
Society of Death. Von Rache verführtNew Haven, 1875. Victoria ist die Tochter des Bürgermeisters und hat deswegen so einige Privilegien, die andere junge Frauen zu der Zeit nicht besitzen.
So darf sie zwar auch nicht studieren, aber sie ...
New Haven, 1875. Victoria ist die Tochter des Bürgermeisters und hat deswegen so einige Privilegien, die andere junge Frauen zu der Zeit nicht besitzen.
So darf sie zwar auch nicht studieren, aber sie ist Mitglied in einem Zirkel, der sich mit der mentalen Gesundheit beschäftigt. Dieses Thema liegt ihr sehr am Herzen, denn ihr geliebter Bruder Nathaniel ist depressiv - um es mit unserem modernen Begriff zu betiteln. Nathaniel ist sieben Jahre älter und die beiden hat schon immer viel verbunden. Victoria schafft es meist, ihn aus einem Tief heraus zu holen, sie verbringen sehr viel Zeit miteinander, denn der Vater zeigt sich nicht oft und Nathaniel hat sogar Angst vor ihm.
Eines Tages trifft Victoria an der Universität Emery, der bald ein Medizinstudium aufnehmen möchte. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen und schreiben sich Briefe und treffen sich oft. Als Emery dann jedoch ausgewählt wird, Mitglied der Skull & Bones zu werden, einer geheimnisvollen Verbindung, verändert er sich. Die Verbindung bietet viele Vorteile, verlangt aber verbrecherische Aktionen von den Neulingen.
Der Roman wird aus beiden Perspektiven erzählt, mehr jedoch aus der von Victoria. Ein Ereignis steht bald zwischen ihnen und Victoria hat schlimme Vermutungen.
Was mir nicht so gefallen hat sind die für diese Zeit doch unwahrscheinlichen Zuneigungsbekundungen der beiden, vor allem in der Öffentlichkeit. Das war leider unrealistisch.
Ansonsten hat es mir insgesamt gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.