Absolut mein Fall!
House of Hollow - Ein Horror-Fantasy-RomanNachdem ich Invocations geliebt habe, musste ich natürlich ein weiteres Buch von Sutherland lesen – und House of Hollow hat mich direkt in einen Sog aus düsterer Märchenatmosphäre, unheimlicher Magie und ...
Nachdem ich Invocations geliebt habe, musste ich natürlich ein weiteres Buch von Sutherland lesen – und House of Hollow hat mich direkt in einen Sog aus düsterer Märchenatmosphäre, unheimlicher Magie und bizarr-schöner Bildsprache gezogen.
Die Geschichte rund um die drei Hollow-Schwestern ist gleichzeitig grotesk, zart, grimmig und wunderschön. Sutherland schreibt Horror, der nicht schockt, sondern unter die Haut kriecht: ein Knistern im Nacken, ein Schauder den Rücken hinunter, dieses subtile Unbehagen, das einen trotzdem weiterlesen lässt, weil es einfach zu gut ist. Die Mischung aus Dark Fairy Tale, Mystery und Magical Realism funktioniert hier perfekt – sogar für Leute, die dem Genre sonst misstrauen.
Die Atmosphäre ist das Herzstück des Romans: moosige, modrige, blumige, halb-verrottete Schönheit, die sich wie ein grauer Schleier über alles legt. Gleichzeitig entfaltet sich die Handlung mit kleinen Hinweisen und clever versteckten Brotkrumen, bis die letzten Twists einen mit voller Wucht treffen.
Wenn man den Stil mag – poetisch, düster, ein bisschen surreal –, dann ist House of Hollow ein absoluter Volltreffer. Ein Standalone, das sich anfühlt wie ein modernes Grimm-Märchen mit kaputten Kanten und glänzenden Dornen.