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Veröffentlicht am 18.07.2024

Bester Band der Nils Trojan Reihe

Engelsmädchen
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Max Bentow ist für mich ein verlässlicher Autor, was konstant spannende Thriller angeht - nie hat mich eines seiner Bücher enttäuscht. Der 11. Fall für Nils Trojan konnte mich aber dennoch überraschen ...

Max Bentow ist für mich ein verlässlicher Autor, was konstant spannende Thriller angeht - nie hat mich eines seiner Bücher enttäuscht. Der 11. Fall für Nils Trojan konnte mich aber dennoch überraschen und das lag zum größten Teil an Profilerin Carlotta Weiss, welche Trojan bei den Ermittlungen unterstützt. Ihre eigenwillige, verschrobene und teils sehr unkonventionelle Art brachte ordentlich frischen Wind in die Reihe, was mir sehr gut gefiel. Mit ihrer Vorgehensweise, sich in Täter und Opfer hineinzuversetzen, macht sie sich allerdings nicht gerade Freunde innerhalb des Teams. Allein Trojan hält ihr die Stange, bis er das Gefühl bekommt, dass Carlotta etwas vor ihm verbirgt ...

Max Bentows detailreiche Erzählweise der grotresken Morde lassen kaum Raum Spekulation. Als Leserin hatte ich das Gefühl, dem Serienkiller direkt über die Schulter zu blicken. Ein Tatort verstörender als der andere. Doch obwohl mir diese bestialischen Morde extremst unter die Haut gingen, war ich vollends gefesselt und konnte das Buch kaum weglegen - ich musste unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt, denn niemals wäre ich auf die Lösung des Falls gekommen. Die gesamte Handlung von "Engelsmädchen" steckt ohnehin schon voller spannender Plot-Twists und Cliffhanger, doch das Ende setzt nochmal eins oben drauf, absolut genial!

Ein schonungsloser Psychothriller voller Nervenkitzel, der durch seine beklemmende Atmosphäre für durchweg Gänsehaut sorgt - was für grandioser Pageturner und mein neuer Lieblingsband der Nils Trojan Reihe.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Starker Debüt-Thriller

Narbenwald #Thriller
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Nachdem ich bereits so viel Gutes über den Debüt-Thriller von Chris Dominik gehört hatte, konnte ich es kaum abwarten, mir selbst ein Bild zu machen. Und gleich so viel vorab, ich kann mich der Begeisterung ...

Nachdem ich bereits so viel Gutes über den Debüt-Thriller von Chris Dominik gehört hatte, konnte ich es kaum abwarten, mir selbst ein Bild zu machen. Und gleich so viel vorab, ich kann mich der Begeisterung nur anschließen! "Narbenwald" ist wahrlich ein starkes Debüt und der Auftakt einer äußerst vielversprechenden neuen Thriller-Reihe.

Der flüssige und mitreißende Schreibstil des Autors fällt direkt positiv auf, da ich augenblicklich in die Geschichte hineingezogen wurde, zumal die Story auch sofort spannend beginnt. Hinzu kommt, die grausamen Taten des Killers sind wahrlich nichts für schwache Nerven und sorgen für jede Menge brutale und blutige Szenen. Durch die verschiedenen Perspektiven hält sich der Spannungsbogen konstant oben, bis hin zum packenden Showdown. Die clever konstruierten Plottwists sowie das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittlungsteam fand ich absolut fesselnd.

Apropos Ermittlungsteam. Neben den beiden Hauptcharakteren Marc Davids und Zoé Martin lernte ich ebenfalls die übrigen Teammitglieder kennen - insgesamt allesamt sympathische Figuren. Insbesondere Marc ist ein interessanter Protagonist, ohne zu viel zu verraten. Mit Zoé wurde ich leider nicht so richtig warm. Im Allgemeinen hat mir hinsichtlich der Charaktere noch etwas die Tiefe gefehlt. Daher bin ich umso gespannter auf die nächsten beiden Bände, die hoffentlich ebenfalls bald in Printform veröffentlicht werden - die E-Books "Narbensommer" und "Narbenkünstler" sind nämlich bereits erhältlich.

Ich habe hier definitiv eine neue Reihe für mich entdeckt und kann es kaum erwarten zu erfahren, mit welchem Fall Davids und Martin im Folgeband konfrontiert werden.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Fesselnder Thriller mit emotionaler Tiefe

Verstummte Narben: Thriller
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Der neueste Band rund um Rechtsmedizinerin Julia Schwarz passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Das Winter-Feeling war beim Lesen so spürbar - hinzu kommt ein teils sehr düsteres Setting, denn gibt es ...

Der neueste Band rund um Rechtsmedizinerin Julia Schwarz passt perfekt in die kalte Jahreszeit. Das Winter-Feeling war beim Lesen so spürbar - hinzu kommt ein teils sehr düsteres Setting, denn gibt es etwas unheimlicheres als ein in Dunkelheit gehüllter Friedhof? Ich fand die Atmosphäre einfach grandios, noch besser als in den Vorgängern.

Geschrieben ist auch dieser Band so flüssig und spannend, ich hatte das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen, was bei mir für unter der Woche ein neuer Rekord ist. Die Kapitel sind gewohnt ultra kurz gehalten, genau wie ich es liebe und die verschiedenen Perspektiven halten den Spannungsbogen ebenfalls konstant oben. Für Nervenkitzel und Gänsehaut sorgen insbesondere jene Kapitel aus Sicht der Opfer und des Täters. Beim Lesen zittert man regelrecht mit den entführten Frauen mit, während für Julia, Florian und Co. ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Den Plot empfand ich von allen bisher gelesenen Bänden am fesselndsten. Denn die Storyline ist nicht nur brutal und packend, sondern auch emotional. Julia wird urplötzlich mit der Vergangenheit konfrontiert und muss obendrein um die Sicherheit ihrer Familie fürchten.

Die Ermittlungsarbeit habe ich wieder einmal sehr interessiert verfolgt, ebenso wie die von Julia und ihrer Assistentin Lenja durchgeführten Obduktionen. Die Charaktere sind inzwischen alte Bekannte und das Wiedersehen jedes Mal eine Freude.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch und der betrifft das Ende. Dieses ist ähnlich aufgebaut wie in den vorherigen Bänden und wird für meinen Geschmack erneut etwas zu schnell abgehandelt. Das ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau bei diesem tollen Thriller, der seit heute als E-Book erhältlich ist und ab dem 18. November dann auch in Printform.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Pageturner - eben ein typischer Fitzek Thriller

Der Nachbar
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Wie jedes Jahr war die Vorfreude und Neugier auf den neuen Thriller von Sebastian Fitzek riesengroß. Und wäre es zeitlich möglich gewesen, hätte ich "Der Nachbar" an einem Tag durchgesuchtet. Das Buch ...

Wie jedes Jahr war die Vorfreude und Neugier auf den neuen Thriller von Sebastian Fitzek riesengroß. Und wäre es zeitlich möglich gewesen, hätte ich "Der Nachbar" an einem Tag durchgesuchtet. Das Buch bietet alles, was ich von einem typischen Fitzek Thriller erwarte: ultra kurze Kapitel, Cliffhanger ohne Ende, Plottwists, die mich vollkommen in die Irre führen und eine abgedrehte Story, die mich zwischendurch nicht nur an dem Verstand von Hauptfigur Sarah Wolff zweifeln ließ, sondern auch an meinem eigenen - ganz genau so liebe ich es!

Die ernsten Themen Stalking und Angststörungen fließen zudem wunderbar in die Geschichte ein und lassen die einzelnen Figuren, insbesondere Sarah, sehr authentisch wirken. Ihre Panik empfand ich beim Lesen mehr als greifbar - Nervenkitzel pur! Dazu dieses beklemmende Gefühl, die bedrohliche Atmosphäre, meiner Meinung nach die perfekten Zutaten für einen Psychothriller.

Jene Kapitel aus Sicht des Nachbarn gingen mir richtig unter die Haut, sie sind definitiv nichts für schwache Nerven und teils ziemlich brutal. Ich denke, ich werde meine Nachbarn künftig sicher mit anderen Augen sehen und doppelt durch den Spion spähen, bevor ich Tür öffne. Ob es nach diesem Buch nur mir so geht?

Sämtliche Theorien, wer Sarahs "Freund und Helfer" sein könnte, stellten sich letztlich als falsch heraus. Das hat der Autor einfach voll drauf, seine Leser*innen an der Nase herum zu führen. Fast hätte es das Buch zum Thriller Highlight geschafft, wäre da nicht das offene Ende gewesen, welches ich als etwas unbefriedigend empfand, ganz einfach deshalb, weil ich von sowas allgemein kein Fan bin. Und auch sonst blieb da die ein oder andere Sache ungeklärt.

Vom Buchende mal abgesehen, war "Der Nachbar" für mich ein Pageturner, der mich überaus fesseln konnte und für Gänsehautmomente sorgte. Genau der richtige Thriller für die dunkle Jahreszeit.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Vielversprechender Reihenaftakt

An Ember in the Ashes
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Die Neuauflage von Sabaa Tahirs Jugend-Fantasyreihe hat sofort mein Interesse geweckt, doch nicht nur wegen des wunderschönen Covers und Farbschnittes. Die Welt, welche von der Autorin erschaffen wurde, ...

Die Neuauflage von Sabaa Tahirs Jugend-Fantasyreihe hat sofort mein Interesse geweckt, doch nicht nur wegen des wunderschönen Covers und Farbschnittes. Die Welt, welche von der Autorin erschaffen wurde, ist unwahrscheinlich gefährlich und brutal, sodass dieses Buch definitiv nicht nur etwas für Jugendliche ist, sondern für Fantasyfans im Allgemeinen, insbesondere jene, die auch gerne mal auf den sonst üblichen Spice verzichten können.

Sabaa Tahir verfügt über einen äußerst fesselnden Erzählstil, der teils fast schon etwas poetisches an sich hat. Das Wordbuilding ist eine Wucht, auch wenn ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten hatte, mit all den unbekannten Begriffen klar zu kommen. Besonders geliebt habe ich hingegen, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive der weiblichen und männlichen Hauptfigur erzählt wird. Laia und Elias sind zwei sehr vielschichtige Protagonisten, die ich schnell ins Herz schloss.

Laia, die bis auf ihren Bruder jeden verloren hat, den sie liebt, wird zu Beginn von ihren Ängsten und Selbstzweifeln beherrscht. Doch nach und nach wächst sie über sich hinaus und zeigt sowohl Mut als auch Stärke. Elias trägt nicht nur wortwörtlich eine Maske. Sein wahres Ich muss er vor allen verbergen, selbst vor seiner besten Freundin Helena, die im Übrigen eine großartige Nebenfigur abgibt und auf deren weitere Entwicklung ich wahnsinnig gespannt bin.

Die Handlung selbst bietet jede Menge Spannung, brutale Kämpfe, Intrigen und eine aufkeimende Romanze, welche die Geschichte allerdings nicht dominiert. Diese kleinen Momente zwischen Laia und Elias waren genau richtig dosiert, alles andere hätte die Story unglaubwürdig erscheinen lassen. Insgesamt ein vielversprechender Reihenaftakt, dessen Ende mich neugierig auf die restlichen Bände macht.

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