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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2025

3 ⭐

The Courting of Bristol Keats
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Ich bin mit großer Vorfreude an dieses Buch herangegangen, nicht zuletzt, weil ich die Autorin wirklich schätze. Auch wenn mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte, hat sie durchaus ...

Ich bin mit großer Vorfreude an dieses Buch herangegangen, nicht zuletzt, weil ich die Autorin wirklich schätze. Auch wenn mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig überzeugen konnte, hat sie durchaus Qualitäten, die ich positiv hervorheben möchte.

Der Beginn hat mir sehr gut gefallen. Die Protagonistin handelt überlegt, trifft nachvollziehbare Entscheidungen und zeigt eine Klarheit, die in romantasy-Erzählungen nicht selbstverständlich ist. Ihre Motivation ist gut begründet, und ihr Auftreten wirkte zu Beginn angenehm reflektiert. Auch das Grundkonzept und die Nebencharaktere bieten eine interessante Grundlage.

Mit dem Übergang in die andere Welt verlor die Handlung für mich jedoch etwas an Wirkung. Die romantische Entwicklung, die zunächst langsam und vielversprechend begann, nahm dann ein Tempo an, das mir zu schnell erschien. Einzelne Momente, die eigentlich emotional bedeutsam sein sollten, wirkten eher gesetzt als natürlich gewachsen, wodurch mir ein stärkeres Gefühl von Spannung oder Aufbau fehlte.

Auch das wiederkehrende Zurückhalten wichtiger Informationen empfand ich als schwierig. Missverständnisse können in einer Geschichte funktionieren, doch hier waren es so viele entscheidende Punkte, dass es mir die Verbindung zu einigen Charakteren erschwerte. Gleichzeitig ist dies kein schwerwiegender Kritikpunkt, sondern eher etwas, das meine persönliche Lesevorliebe betrifft.

Trotz allem gibt es viel, was funktioniert: die Protagonistin bleibt sympathisch, einige Nebencharaktere stechen positiv hervor, und das Setting bietet Potenzial. Die Geschichte ist durchaus unterhaltsam, nur hätte ich mir an einigen Stellen mehr Tiefe oder stärkere Eigenständigkeit gewünscht.

Veröffentlicht am 22.11.2025

3 ⭐

Save Me
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Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gemerkt, dass dieses Buch und ich kein richtiges Gleichgewicht finden. Mal fand ich einzelne Szenen gelungen, dann wieder erstaunlich schwach – und genau so wechselhaft ...

Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gemerkt, dass dieses Buch und ich kein richtiges Gleichgewicht finden. Mal fand ich einzelne Szenen gelungen, dann wieder erstaunlich schwach – und genau so wechselhaft blieb mein Eindruck bis zum Schluss. Weder Ruby noch James konnten mich wirklich erreichen. Sie blieben für mich blass, schwer greifbar und emotional weit weg.

Die Handlung pendelt zwischen netten Momenten, Langeweile, leichten Höhepunkten und Passagen, die eher unangenehm wirkten. Dadurch fühlte sich die Geschichte insgesamt unausgewogen an. Das Ende hat diesen Eindruck leider bestätigt: schnell, etwas plump und ohne den emotionalen Nachhall, den ich mir erhofft hatte.

Trotzdem lässt sich das Buch leicht weglesen und unterhält für den Moment. Mehr bleibt aber nicht hängen. Für mich daher ein durchschnittliches Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 22.11.2025

3 ⭐

A Crown so fallen
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Der Roman überzeugt mit einer faszinierenden Welt und beeindruckenden Charakteren, doch für mich geriet die Erzählung stellenweise zu langatmig. Viele Szenen wirkten unnötig ausgedehnt, wodurch die Spannung ...

Der Roman überzeugt mit einer faszinierenden Welt und beeindruckenden Charakteren, doch für mich geriet die Erzählung stellenweise zu langatmig. Viele Szenen wirkten unnötig ausgedehnt, wodurch die Spannung immer wieder abflachte. Gerade weil die Grundidee so viel Potenzial hat, hätte eine straffere Erzählweise der Geschichte deutlich mehr Kraft verliehen.

Auch das Ende hat mich eher ernüchtert zurückgelassen. Es war nicht schlecht, aber fühlte sich im Vergleich zum starken Aufbau wenig wirkungsvoll und beinahe überhastet an – als würde etwas fehlen, das den emotionalen Bogen wirklich rund macht.

Insgesamt ein atmosphärisches Buch mit gelungenen Ansätzen, das mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 12.11.2025

3 ⭐

Sparkling Nights
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Die Sammlung verspricht viel und liefert in Ansätzen charmante Ideen, doch leider blieb bei mir der Funke aus. Die Geschichten sind abwechslungsreich – von Zeitreisen über Vampire bis hin zu Hexen – und ...

Die Sammlung verspricht viel und liefert in Ansätzen charmante Ideen, doch leider blieb bei mir der Funke aus. Die Geschichten sind abwechslungsreich – von Zeitreisen über Vampire bis hin zu Hexen – und jeder Beitrag versucht, eigene Winter- und Weihnachtsstimmung zu erzeugen. Dennoch fehlte mir oft Tiefe: Charaktere und Konflikte wirkten stellenweise oberflächlich, und manche Handlungen fühlten sich zu hastig oder vorhersehbar an.

Trotzdem gab es schöne Momente: einzelne Szenen, stimmungsvolle Details und die kreativen Elemente wie tierische Sidekicks haben mir gefallen. Insgesamt konnte mich die Sammlung aber nicht dauerhaft fesseln.

Veröffentlicht am 12.11.2025

3 ⭐

Nocticadia
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Dieses Buch war ein wilder, düsterer Tanz zwischen Wissenschaft und Wahnsinn – faszinierend, abstoßend und zugleich unglaublich fesselnd. Schon nach wenigen Seiten zieht einen die beklemmende Atmosphäre ...

Dieses Buch war ein wilder, düsterer Tanz zwischen Wissenschaft und Wahnsinn – faszinierend, abstoßend und zugleich unglaublich fesselnd. Schon nach wenigen Seiten zieht einen die beklemmende Atmosphäre in ihren Bann: die einsame Insel, die geheimnisvolle Universität, der unnahbare Professor – alles wirkt, als würde es in Nebel und Geheimnisse gehüllt leben.

Am stärksten war für mich der wissenschaftliche Aspekt. Die Idee des Parasiten Noctisoma war so originell und erschreckend realistisch, dass ich beim Lesen Gänsehaut bekam. Man merkt, dass hier gründlich recherchiert wurde – jedes Detail, jede medizinische Anspielung fühlte sich glaubwürdig an. Dieser Mix aus Body Horror und wissenschaftlicher Präzision war brillant umgesetzt und ließ die Grenze zwischen Realität und Albtraum verschwimmen.

Was mir jedoch gefehlt hat, war Tiefe bei einigen Nebenhandlungen. Die geheimen Gesellschaften, die zu Beginn so bedrohlich wirken, bleiben letztlich blasse Versprechen. Da hätte so viel mehr entstehen können – Intrigen, Machtspiele, wahre Dark-Academia-Intensität. Stattdessen wurde dieser Teil nur angerissen, was das Buch an manchen Stellen etwas unausgewogen wirken ließ.

Dafür hat mich das letzte Fünftel vollkommen umgehauen. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, jede Enthüllung sitzt, und mit jeder Seite wird klar, dass nichts so war, wie es schien. Es war chaotisch, intensiv und meisterhaft inszeniert – ein Finale, das mich völlig atemlos zurückgelassen hat.

Ein düster-schönes Werk, das nicht makellos ist, aber bleibenden Eindruck hinterlässt – klug, unheimlich, sinnlich und verstörend auf die beste Art.