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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Lights out

Lights Out
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Für mich leidet mehr Schein als Sein.

„Lights Out“ von Navessa Allen hat mich mit dem düsteren Social-Media-Setting und dem Versprechen von obsessiver Spannung definitiv neugierig auf die Story gemacht. ...

Für mich leidet mehr Schein als Sein.

„Lights Out“ von Navessa Allen hat mich mit dem düsteren Social-Media-Setting und dem Versprechen von obsessiver Spannung definitiv neugierig auf die Story gemacht. Maskierte Männer, gefährliche Fantasien und eine Beziehung, die in moralischen Grauzonen beginnt, klingt nach intensiver Dark Romance. Leider konnte mich die Dark-Rom-Com Geschichte dennoch nicht wirklich überzeugen.

Die Ausgangsidee ist absolut spannend. Aly flüchtet sich in Online-Fantasien und Josh macht diese zur Realität. Doch irgendwie lag hier für mich schon das Problem. Vieles entwickelt sich sehr schnell und bleibt für mich dabei emotional eher oberflächlich. Gerade bei einer Geschichte, die mit Stalking-Elementen und dunklen Sehnsüchten spielt, hätte ich mir mehr psychologische Tiefe und innere Konflikte gewünscht. Stattdessen wirkte für mich vieles eher wie eine Aneinanderreihung von heißen Momenten ohne nachhaltige Entwicklung. Und dazu ein Humor, der mich nicht erreicht hat.

Auch die Charaktere blieb für mich distanziert. Aly trifft Entscheidungen, die ich nicht immer nachvollziehen konnte und Josh bleibt lange eher Projektionsfläche als wirklich ausgearbeitete Figur.

Die Bedrohung im Hintergrund sollte für zusätzliche Spannung sorgen, fühlte sich für mich jedoch nicht konsequent genug ausgearbeitet an, um echten Nervenkitzel zu erzeugen.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich schnell lesen. Wer spice-lastige Dark Romance mit Social-Media-Trope und der gewissen Brise Humor sucht, wird hier vermutlich besser unterhalten sein als ich. Mir fehlte jedoch die emotionale Intensität und die Tiefe, die das Thema eigentlich hergegeben könnte.

Für mich eine vielversprechende Idee, die mich aber nicht abgeholt hat. Leider für mich mit zu wenig psychologischen Tiefgang, zu wenig echte Spannung und einem Rom-Com Anteil, mit dem ich diesmal nichts anfangen konnte.

Veröffentlicht am 22.11.2025

Sweeter than pumpkin Spice

Sweeter Than Pumpkin Spice
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Leider weniger „sweet“ als erwartet …

Die Idee der Enemies to Lovers Story mit Kürbisernte und Kleinstadtvibes klingt nach der perfekten Herbstlektüre. Doch leider konnte dieses Buch meine Erwartungen ...

Leider weniger „sweet“ als erwartet …

Die Idee der Enemies to Lovers Story mit Kürbisernte und Kleinstadtvibes klingt nach der perfekten Herbstlektüre. Doch leider konnte dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

Die Geschichte plätschert lange vor sich hin und konnte mich absolut nicht abholen. Außerdem blieben mir die Protagonisten Sadie und Josh zu blass und ich konnte auch keinen Bezug zu ihnen aufbauen. Alles wirkt so konstruiert und emotionslos.

Sadies Motivation, ihrem Vater etwas zu beweisen, ist ne super Idee vom Grundsatz, doch die Umsetzung wirkt für mich zu gekünstelt und gezwungen. Über die Liebesgeschichte möchte ich gar nicht groß reden, denn die ist holprig und null herzerwärmend. Dazu kommt noch, dass diese unnötig vielen Spice Szenen mir zu viel des Buches eingenommen haben. Dabei haben sie aber nichts zu Handlung oder zur Liebesgeschichte beigetragen. Alles wirkt dabei so runter geschrieben und kalt. Da fehlt die Romantik und das knistern in Gänze.

Der Charme einer Cozy-Romance mit Pumpkin-Spice-Feeling kommt nur in Ansätzen durch. Stattdessen verliert sich die Handlung des Romans durch zu vielen Klischees und vorhersehbaren Wendungen. Schade, denn Setting und Grundidee hätten aus meiner Sicht viel Potenzial gehabt.

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Alles was ich erwartet habe an Atmosphäre ist einfach nicht eingetreten. Was für mich im Gänze an der distanzierten Schreibweise, den unnötig vielen Spice und der fehlenden Charakterentwicklung liegt. In diesem Jahr definitiv mein Herbst Flop.

Ein Buch mit einer süßen Grundidee, das aber weder emotional noch atmosphärisch richtig zündet. Leider mehr Kürbisfeld-Chaos als Herbst-Romantik.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Onigiri

Onigiri
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Die Grundidee des Romans klang für mich sehr vielversprechend. Eine Reise nach Japan, die Vergangenheit einer Familie und der Umgang mit Demenz. Auch der Klappentext weckt die Erwartung einer tiefgründigen, ...

Die Grundidee des Romans klang für mich sehr vielversprechend. Eine Reise nach Japan, die Vergangenheit einer Familie und der Umgang mit Demenz. Auch der Klappentext weckt die Erwartung einer tiefgründigen, emotionalen Geschichte zwischen Mutter und Tochter.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen und das Buch konnte meine Erwartungen kaum erfüllen. Die Figuren bleiben für mich erstaunlich blass und eindimensional. Die Gedanken und Gefühle, sowie die Handlungen werden eher angedeutet und wirkten für mich sehr unglaubwürdig. Gerade bei so sensiblen und komplexen Themen hätte ich mir persönlich mehr Tiefe, mehr leise Zwischentöne und weniger oberflächliche Beschreibungen gewünscht.

Der Erzählstil ist zwar leicht lesbar, wirkt aber oft zu schlicht und manchmal fast banal. Viele Szenen hatten das Potenzial für intensive Emotionen gehabt, diese rauschen aber einfach vorbei, ohne dass sie nachwirken. Stattdessen ziehen sich einige Passagen unnötig in die Länge, während wichtige Momente kaum Raum bekommen.

Insgesamt ist Onigiri für mich eine nette, aber leider recht oberflächliche Lektüre geblieben, die ihre starken Themen nicht ausschöpft. Wer sich eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Erinnerung, Familie und kultureller Identität erhofft, könnte hier enttäuscht werden. Für mich wurde hier leider eine große Chance vertan.

Veröffentlicht am 27.07.2025

Wild ember 1

Wild Ember
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Leider konnte mich Wild Ember nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee rund um dunkle Familiengeheimnisse, Machtspiele in der Elite der Hamptons und eine verlorene Tochter, die zurückkehrt, klang vielversprechend. ...

Leider konnte mich Wild Ember nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee rund um dunkle Familiengeheimnisse, Machtspiele in der Elite der Hamptons und eine verlorene Tochter, die zurückkehrt, klang vielversprechend. Doch leider ist die Umsetzung überhaupt nicht mein Fall.

Der Schreibstil war für mich persönlich super schwer zugänglich. Statt mich in die Geschichte hineinzuziehen, hat er mich eher auf Abstand gehalten. Und ich hatte das Bedürfnis Seiten quer zu lesen. Die Sprache wirkte auf mich oft überladen oder zu gewollt atmosphärisch, sodass ich keinen emotionalen Zugang zu den Figuren finden konnte.

Die Charaktere blieben für mich total blass und schwer greifbar, was es mir zusätzlich erschwert hat mitzufiebern. Mina hätte definitiv eine interessante Protagonistin sein können, doch ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen. So ging es mir auch mit den Nebenfiguren. Es blieb für meinen Geschmack zu schematisch.

Was mich zumindest teilweise mitgerissen hat, waren die Szenenwechsel. Die Perspektivsprünge und das sich entfaltende Puzzle der Handlung hatten Potenzial und haben für etwas Spannung gesorgt. Doch das reichte für mich nicht aus, um mich dauerhaft bei der Stange zu halten.

Wild Ember hatte interessante Ansätze und eine geheimnisvolle Grundstimmung, die für Fans von Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen durchaus ansprechend sein könnte. Doch für mich war der Schreibstil schlicht nicht der richtige, um in die Geschichte abzutauchen. Daher hab ich eher darüber nachgedacht abzubrechen, als dass ich ein tolles Leseerlebnis hatte. Dennoch ist dies natürlich Geschmackssache, vielleicht gefällt anderen das Buch dafür umso mehr.

Veröffentlicht am 29.06.2025

Birobidschan

Birobidschan
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Der Roman „Birobidschan“ erzählt eine ungewöhnliche und interessante Geschichte rund um das stalinistische Projekt der jüdisch-sozialistischen Autonomie in Sibirien. Die Idee, verschiedene Charaktere und ...

Der Roman „Birobidschan“ erzählt eine ungewöhnliche und interessante Geschichte rund um das stalinistische Projekt der jüdisch-sozialistischen Autonomie in Sibirien. Die Idee, verschiedene Charaktere und ihre Schicksale vor diesem historischen Hintergrund zu verknüpfen, klang vielversprechend.

Leider fiel es mir schwer, in die Erzählung hineinzufinden. Die Vielzahl der Figuren und Handlungsstränge wirkte oft unübersichtlich und teilweise überladen. Die Stimmung schwankt zwischen ruhigen Alltagsbeschreibungen und plötzlichen dramatischen Ereignissen, was das Lesen erschwerte und die Spannung nicht wirklich aufkommen ließ. Auch der Erzählstil war für mich teils sperrig und schwer zugänglich.

Obwohl die Themen und der historische Kontext faszinierend sind, konnte mich das Buch nicht komplett fesseln oder emotional mitnehmen. Schade, denn mit etwas mehr Fokus und Klarheit hätte daraus eine beeindruckende Geschichte werden können.

Fazit:
Ein ambitioniertes Debüt mit interessanten Ansätzen, das durch seine Komplexität und den teils sperrigen Stil leider oft den Lesefluss hemmt. Für Leser:innen mit Geduld und Interesse an ungewöhnlichen historischen Stoffen vielleicht noch lesenswert, für mich aber enttäuschend.