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Veröffentlicht am 02.06.2020

Wie klingt Liebe auf Koreanisch?

When We Dream
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“Das Studium laugte mich ohnehin schon aus. Mehr, als vermutlich normal war. Ich versuchte, nicht darüber nachzudenken, wie erschöpft ich mich an den meisten Tagen fühlte. Wie sehr sich alles in mir sträubte, ...

“Das Studium laugte mich ohnehin schon aus. Mehr, als vermutlich normal war. Ich versuchte, nicht darüber nachzudenken, wie erschöpft ich mich an den meisten Tagen fühlte. Wie sehr sich alles in mir sträubte, morgens aus dem Haus zu gehen. So geht es jedem mal. Oder nicht?“

Von K-POP habe ich noch nicht sonderlich viel mitbekommen und ich muss gestehen, dass ich auch nicht unbedingt der größte Fan dieses Musikgenres bin, aber einmal ein paar Aspekte dieser Kultur in einem Liebesroman zu haben, klang für mich sehr interessant. Ich kann somit jedoch nicht beurteilen, wie authentisch dieses Genre oder auch die koreanische Kultur dargestellt wird.

Das Buch beginnt sehr ruhig und es wird eine ungewöhnliche Familienkonstellation vorgestellt. Ella lebt nach dem Tod ihrer Eltern mit ihrer kleinen Schwester zusammen bei ihrer großen Schwester Melanie. Damit einher sind einige Verpflichtungen auf Ella übergegangen und ein großer Wunsch von ihr ist auch, Melanie nicht zu sehr zu Last zu fallen. Als Resultat wirkt Ella häufig nicht wie der typische Teenager, sondern eher wie eine mid-40 Frau. An manchen Stellen waren hier ihre Gedanken schon sehr schwermütig und extrem, sodass mir dieser Aspekt etwas übertrieben vorkam.

Im Kontrast zu ihren teilweise fast schon deprimierenden Gedankengängen stehen die vielen kleinen Chatunterhaltungen zwischen Ella und ihrer besten Freundin sowie zwischen Ella und Jae-Yong, dem Mitglied der K-Popgruppe. Hier gibt es lustige Vergleiche, kleine Banalitäten und Sticheleien. Der Stil hier hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Ansonsten ist dieses Buch keine klassische Liebesgeschichte – im Gegenteil hier gibt es kaum eine Liebesgeschichte. Es ist eher ein Buch über Freundschaften, Verlustängste und die Ängste, nicht zu wissen, was man eigentlich mit dem Leben anfangen möchte. Gerade den letzten Punkt fand ich sehr gut thematisiert, da es wahrscheinlich vielen Lesern aus der Zielgruppe so geht, dass sie nach dem Abitur noch nicht wissen, was sie nach der Schule machen oder was sie studieren möchten.

Der kleine Einblick in die Welt des K-Pops hat mich neugierig auf das Musikgenre gemacht. Ich glaube zwar, dass die Lieder nicht meine Lieblingslieder sein werden, aber es war trotzdem interessant, wie anderes auch die Musikindustrie in Korea organisiert ist. Ich kenne ein bisschen die japanische Kultur, die meines Erachtens nach der koreanischen ähnlich ist. Hier fand ich passend, wie Jae-Yong charakterisiert ist und dass er hier auch dezent, aber treffend die typischen Eigenschaften verkörpert.

Insgesamt hat das Buch schon ein paar Schwächen. Die Geschichte plätschert manchmal ein bisschen vor sich hin und die Darstellung sind manchmal etwas übertrieben, aber insgesamt ist es ein schönes Set-Up und es macht Spaß das Buch zu lesen. Das Ende ist echt fies – auch wenn es zunächst ein realistisches Ende ist. Dadurch möchte ich nur in jedem Fall lesen wie es weitergeht und hoffe, dass am Ende von Teil 2 nicht ein weiterer, böser Cliffhanger auf mich wartet.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Zwischen Krone und Kalkül

Royal Heist
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Nachdem dieses Buch Ende 2025 sehr viel positive Kritik erhalten hat, war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Aus meiner Sicht klang der Klappentext nicht nach dem gängigen Enemies-to-Lovers Szenario. ...

Nachdem dieses Buch Ende 2025 sehr viel positive Kritik erhalten hat, war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Aus meiner Sicht klang der Klappentext nicht nach dem gängigen Enemies-to-Lovers Szenario. Somit habe ich diesem Buch gerne eine Chance gegeben.

Das Setting des Romans ist wirklich einzigartig. Als Kind ist Darcys Leben komplett auf den Kopf gestellt worden und sie ist als Pflegekind ins System gekommen. Der Grund dafür war die britische Königsfamilie. Jahre später hat sich Darcy als Trickbetrügerin und Diebin einen Namen gemacht. Dies ist nun der perfekte Zeitpunkt für eine Abrechnung mit den Royals. Als Kronprinz Spencer eine zukünftige Braut sucht, schleicht sich Darcy als perfekte Kandidatin ein. Das Verstellungsspiel könnte bereits genug sein, wenn es da nicht auch noch Spencers Bruder geben würde, der Darcy ebenfalls schöne Augen macht.

Ob dieses Setting per se realistisch ist, steht wohl auf einem anderen Blatt. Es klingt schon eher nach einer erfundenen Hollywood-Geschichte als einer Handlung, die so einem wirklich passieren könnte. Dennoch fand ich den Einstieg in die Geschichte und die ganzen individuellen Konflikte wirklich spannend. So viele Charaktere sind innerlich zerrissen, was auf einem emotionalen Level den Roman wirklich spannend macht. Es ist beispielsweise der Konflikt zwischen Tradition und Wandel oder auch das Pflichtgefühl gegenüber der Familie und der Wunsch nach Selbstverwirklichung. Diese Facetten haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Etwas enttäuscht war ich zum Ende hin, wie häufig der Roman doch repetitiv wurde und sich einzelne Gedankenschleifen wiederholt haben. Ich hatte mich auf einige unerwartete Wendungen gefreut, allerdings blieben diese überwiegend aus. Unerwartet für mich war, dass dies lediglich der Auftakt von einer Reihe war. Das Ende bleibt offen und der Leser muss sich bei einigen Fragen auf die Fortsetzung vertrösten. Obwohl der erste Teil ganz spannend zu lesen war, bin ich mir nicht sicher, dass diese Spannung reicht, um auch den zweiten Teil zu lesen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Zwischen Luxus, Trauer und Gegensätzen

The Darlington - Ethan & Grace
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Im ersten Band der Darlington-Reihe zieht der Leser nicht nur in ein exquisites Hotel in London ein, sondern wird im Rahmen der Handlung auch mit dem Thema Obdachlosigkeit konfrontiert. Das Buch ist somit ...

Im ersten Band der Darlington-Reihe zieht der Leser nicht nur in ein exquisites Hotel in London ein, sondern wird im Rahmen der Handlung auch mit dem Thema Obdachlosigkeit konfrontiert. Das Buch ist somit nicht nur wegen seines Settings besonders, sondern auch aufgrund der behandelten Themen. Umso schwerer ist es für eine Fortsetzung, an dieses hohe Niveau anzuknüpfen, wenn der Überraschungsmoment und der Glanz des Neuen erst einmal verflogen sind. Dennoch handelt es sich um eine gefühlvolle und wirklich schöne Geschichte, die mich erneut in ihren Bann gezogen hat.

In diesem Roman geht es um den Bad Boy der Darlington-Brüder. Ethan ist der verwöhnte, reiche Sohn, wie er im Buche steht. Grace, die seine Penthousewohnung putzt, lernt ihn zunächst nur von seiner schlechtesten Seite kennen – kein Wunder also, dass sie ihn Beelzebub nennt. Umso überraschender ist es, dass er großes Verständnis zeigt, als Grace nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester völlig am Boden zerstört ist. Wie so oft zeigt sich, dass Gegensätze sich anziehen.

Graces Gefühlswelt wird dabei sehr authentisch und emotional dargestellt. Jeder Mensch geht mit Trauer anders um und hat in einer solchen Situation unterschiedliche Bedürfnisse. Ohne zu werten, ob Graces Umgang mit ihrer Trauer „richtig“ ist oder nicht, konnte der Leser ihre Reaktionen gut nachvollziehen. Das hat mir besonders gefallen.

Darüber hinaus darf sich der Leser auf ein außergewöhnliches Kennenlernen mit einem ungleichen Machtgefüge freuen. Es gibt Partys, viel Luxus und – ganz im Stil der Darlingtons – einige Skandale. Teilweise entwickelt sich die Handlung sogar zu einer Art Ermittlungsarbeit mit Bestechungsgeldern und Privatdetektiven, was die Geschichte angenehm abwechslungsreich macht.

Außerdem mochte ich, dass man erfährt, wie es mit Kate und Henry weitergeht. Ihre Geschichte war so besonders, dass ich gerne noch mehr von den beiden gelesen habe. Da Kate und Grace gute Freundinnen sind, bekommt der Leser bei den gemeinsamen Mädelsabenden zum Glück weitere Einblicke. Ich gehe davon aus, dass wir von diesen vier Charakteren auch im dritten Band noch einiges erfahren werden, wenn Logans und Roses Geschichte erzählt wird.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein Roman wie ein Morgenkaffee: warm, aber vorhersehbar

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Nachdem ich letzten Monat einige Tage in Boston verbracht hatte, habe ich mich darauf gefreut, in meinem Kopfkino dorthin zurückzukehren. Der Leser wird an das Set des Frühstücksfernsehens bei „Mornings ...

Nachdem ich letzten Monat einige Tage in Boston verbracht hatte, habe ich mich darauf gefreut, in meinem Kopfkino dorthin zurückzukehren. Der Leser wird an das Set des Frühstücksfernsehens bei „Mornings in Boston“ entführt. Dort tritt die Journalistin Penelope gerade ihre neue Stelle an und soll gemeinsam mit dem grummeligen Connor die Show moderieren. Schon vom ersten Moment an entsteht zwischen den beiden ein interessantes Spannungsfeld. Für Connor ist es alles andere als leicht, eine neue Kollegin vorgesetzt zu bekommen – zumal eine, die morgens früh ausgesprochen gut gelaunt ist.

Das Setting hat mir gut gefallen, und schnell wird klar, dass es nicht nur um die Show und die Reibereien zwischen den Kollegen geht, sondern auch um Themen wie Trauer und deren Bewältigung. Penelope bringt eine spannende Vorgeschichte mit, die der Handlung mehr Tiefgang verleiht. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass man aus diesem Hintergrund noch deutlich mehr hätte herausholen können. Die emotionale Komplexität wird nur angerissen, sodass etwas Potenzial ungenutzt bleibt.

Von der Stadt Boston bekommt der Leser nicht allzu viel mit. Ich hatte mich auf eine gedankliche Rückkehr dorthin gefreut, doch konkrete Orte werden kaum beschrieben. Ansonsten ist es eine wirklich schöne Geschichte – teilweise vorhersehbar, aber durchweg unterhaltsam. Wer ein neues Wohlfühlbuch für die morgendliche Tasse Kaffee sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Zwischen Schicksal und Selbstbestimmung

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Vor einigen Jahren habe ich Saskia Louis über die „Baseball Love“ Reihe kennengelernt. Sie war damit auch die erste, die mich in die Welt der Sportler-Romanzen entführt hat. Eine Welt, in die ich nun immer ...

Vor einigen Jahren habe ich Saskia Louis über die „Baseball Love“ Reihe kennengelernt. Sie war damit auch die erste, die mich in die Welt der Sportler-Romanzen entführt hat. Eine Welt, in die ich nun immer wieder zurückkehre. Ihr lockerer Schreibstil, die detaillierten Charaktere und die Fähigkeit, mich immer wieder durch ihre Dialoge zum Lachen zu bringen, haben mich direkt verzaubert. Ein paar Jahre habe ich bewusst kein anderes Buch von ihr gesehen, sodass ich mich sehr gefreut habe, ihren Namen mit „How to Fight Fate“ wieder auf den Listen der Neuerscheinungen zu sehen. Dieses Mal entführt sie die Leser allerdings nicht in Welt der Sportler, sondern in eine fantastische Welt.

In dieser Welt ist es das wichtigste Ziel eines jeden Menschen den eigenen Seelenpartner im Rahmen einer Seelenzeremonie zu finden. Denn alle, die keinen Partner finden, werden an die Front geschickt und müssen in einem Krieg kämpfen, in dem es aussichtslos erscheint. Als Kiana nach der Zeremonie ihren Partner direkt wieder verliert, gilt sie trotzdem als ungebunden und muss sich auf der Flucht wiederfinden. Dabei ist sie allerdings nicht lange alleine.

Auch wenn das Setting ein ausgedachtes, so konnte ich hier viele parallelen zu unseren heutigen Welt wiederfinden. Auch im 21. Jahrhundert scheinen viele noch der Meinung zu sein, dass es das höchste Ziel ist einen Partner zu finden, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Es darf zwar jeder sein Leben gestalten, wie er oder sie möchte, allerdings darf man sich trotzdem auf Fragen aus dem Umfeld einstellen. Dass diese Ziele nicht für jeden erstrebenswert sind, wird hier außer Acht gelassen. Allerdings nicht in dieser Geschichte. Hier wird das Konstrukt der Seelengefährten immer wieder hinterfragt, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und auch mit den Charakteren habe ich mich direkt angefreundet. Zeitweise hatte ich im Verlauf der Geschichte den Eindruck, dass sich ein paar Informationen häufiger wiederholt haben. Im Mittelteil hätte es aus meiner Sicht etwas mehr Action geben können, aber ansonsten war es eine rundum schöne Geschichte. Das Ende ist wie zu erwarten offen gewesen, da es sich um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Die Fortsetzung wird im Januar 2026 erscheinen, was zum Glück nicht mehr allzu lange dauert. Ich freue mich jetzt schon darauf zu erfahren, wie Kianas Reise enden wird.

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